Warum ich mit meinem Onlinebusiness scheiterte

Im Januar 2022 war ich in Elternzeit und hochmotiviert. Endlich hatte ich den Mut besessen und gründete mein eigenes „Unternehmen“, die Werbewerkelei. Ich war freiberuflich selbstständig. Den Wunsch hegte ich schon seit ca. 2009. Er stand auf meiner Bucketlist. Es war eines dieser Dinge, die ich gerne einmal ausprobieren wollte im Leben. Spoiler: Genau aus diesem Grund bin ich nicht traurig, dass ich meine Selbstständigkeit wieder abgemeldet habe. Ich habe mir einen Herzenswunsch erfüllt. Was kann es Schöneres geben!

Steffi Fleischer Logodesign, Branding, social Media Werbewerkelei werde Wahrgenommen

Mein Geschätszweig war die Logoerstellung und das Social Media Marketing für leise, introvertierte Unternehmerinnen. Zum 31.12.2023 habe ich mein Business an den Nagel gehängt.

Leider habe ich festgestellt, dass das Dasein als „Unternehmerin“ doch nicht das Richtige für mich ist. Ich habe also eine wichtige (Lebens)erfahrung gesammelt.

Gründe für mein Scheitern

Schon in der Überschrift kannst Du erkennen: Es gibt nicht DEN einen Grund für meine Geschäftsaufgabe. Ich versuche einfach einmal, ein paar Beweggründe aufzuschreiben, kann aber nicht für die Vollständigkeit garantieren. Vielleicht liegen da noch ein paar mehr Gründe im Verborgenen, die ich gerade gar nicht „zu fassen“ bekomme. Und: Du wirst feststellen, dass manche Gründe miteinander verwoben sind und sich die einzelnen Aspekte schlecht trennen lassen.

Dann mal los!

Warum ich meine Selbstständigkeit aufgab

Grund 1: ein pausenlos schlechtes Gewissen

Wie heißt es so schön? Du musst Prioritäten setzten! Das ist leichter gesagt, als getan. Ein „JA“ zum Business, bedeutete nämlich gleichzeitig ein „Nein“ zum Familienleben. Wenn ich etwas für mein Business tat, hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn in dieser Zeit stand ich dann ja logischerweise nicht meiner Familie zur Verfügung. Wenn ich mich mit meiner Rolle als Mutter beschäftigte, oder meinem Hauptjob nachging, entwickelte ich ein schlechtes Gewissen meiner Selbständigkeit gegenüber. In mir brodelte es vor Unruhe, schließlich gab es so viel am Business zu tun. Dieses permanente Gespaltensein führte zu Frust, der alsbald auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Herzrasen auslöste. Ein Zustand, den ich nicht mehr übersehen konnte und der natürlich eine Konsequenz von mir verlangte. Wenn ich wenigstens manchmal dem Hamsterrad entfliehen wollte, musste ich kürzer treten. Im Hauptjob und im Familienleben war mir das nicht möglich, also blieb nur das Onlinebusiness.

Grund 2: die Zeit

Kürzer treten mit einem Mini-unternehmen, welches sich noch im Aufbau befindet? Auf Grund eins folgt sogleich die Fortsetzung: Du kannst Dich nicht als Social Media Agentur etablieren, wenn du selber kaum postest. Mir fehlte die Sichtbarkeit. Im Grunde war ich der Inbegriff meiner eigenen Zielgruppe. Ich wollte meinen Kundinnen dabei helfen, sichtbarer zu werden und bekam es selbst nicht auf die Reihe. Es mangelte mir nicht an Ideen. Es mangelte mir an Zeit für die Umsetzung. Ich hatte mir ein paar Grafik-Vorlagen in meinen Firmenfarben erstellt und die Beitragserstellung machte mir Freude und ging mir leicht von der Hand. Trotzdem blieb mir oft nicht ausreichend Zeit, um meine Social Media Kanäle ausreichend zu bespielen. Es gehört ja nicht nur das Posten zur Arbeit, sondern auch das Interagieren mit anderen Profilen. Ich musst es schleifen lassen. Sicherlich ahnst du, dass das nicht gut gehen kann, wenn du noch nicht etabliert am Markt bist und dir die Bekanntheit fehlt!

Grund 3: mangelndes Durchhaltevermögen aufgrund meiner Scannerpersönlichkeit

Ich wäre unehrlich, wenn ich nur mein Zeitproblem und das schlechte Gewissen als Gründe angeben würde. Ein weiterer Aspekt liegt in meiner Persönlichkeit begründet: Ich bin ein begeisterungsfähiger Mensch, der sich gerne ausprobiert. Fotografieren, malen, journalen, bloggen… die Liste ist endlos. Problem: mein Antrieb ist die Neugier und die Wissbegier. Ab einem gewissen Punkt, habe ich genug über mein „neues Hobby“ gelernt. Dann beginnt es sehr schnell, mich zu langweilen.

Nein, gelangweilt war ich nicht von meiner Werbewerkelei. Aber ein gewisses Abflauen meiner Begeisterung kann ich nicht leugnen ;-). Als Einzelkämpferin war es für mich zunehmend schwierig, die Motivation hochzuhalten, insbesondere da ich merkte, wie schwierig es war, an Aufträge zu kommen. Es fühlte sich an, wie Rühren in flüssigem Zement. Ich steckte deutlich mehr Zeit ins Unternehm-chen, als ich an Fülle, Befriedigung und natürlich auch Geld wieder heraus bekam. Mein Interesse schwandt zusätzlich zum Ersterben der Anfangseuphorie. Und ich lernte auch immer weniger dazu. Einerseits hatte ich mich sehr ausführlich zu Contenterstellung und Social Media Marketing belesen. Meine Lernkurve wurde dadurch immer langsamer. Andererseits fiel es mir (wieder aufgrund mangelnder Zeit) schwer, mich weiterzubilden. Es gab noch einiges, was ich hätte in Angriff nehmen können, aber es war schon schwierig genug, den Status Quo zu halten.

Grund 4: der Perfektionismus

Wenn ich etwas mache, dann richtig! Ich hasse Halbheiten! Mich nur halb um die Familie kümmern oder um das Business ging nicht! Wie schon bei Grund eins beschrieben, führte das zu Frust bei mir. Selbst wenn ich etwas für die Werbewerkelei tat, war das in meinen Augen nicht professionell genug oder einfach ungenügend. Ich nahm mir immer mehr vor, als ich dann letztendlich umsetzen konnte.

Grund 5: der fehlende Rückhalt

So richtig bewusst wurde mir das erst, als ich meinem Mann von meinem Beschluss, die Selbstständigkeit zu beenden, erzählte. Seine Reaktion darauf war nämlich so: „Aha!“ Keine Frage nach den Gründen, keine Worte des Bedauerns oder der Erleichterung. Kein Versuch, mich davon abzuhalten. Nichts. Nur „Aha“. Ich musste mir jede Laptop-Zeit einmahnen. Wenn mein Mann beruflich im Büro zu tun hatte, dann ging er einfach. Wenn ich Zeit für mein Business brauchte, musste ich erst fragen, ob er sich in der Zeit um unseren Sohn kümmerte. Vieles ließ sich auch nebenbei am Smartphone erledigen. Oft genug hörte ich mir dann aber an, dass ich ja nur noch am Handy rumhängen würde. Das stimmte tatsächlich. Aber ich tat es ja nicht zum Vergnügen, sondern ich arbeitete gerade. Leider sah mein Mann das anders. Es kam immer mal wieder zu Konfikten deswegen. Er meinte, dass sich die ganze Arbeit ja doch nicht lohnen würde. Verschwendete Zeit! Ich meinte, dass es sich nicht lohnen KANN, wenn ich nicht dafür sorgte, dass der Laden lief… Ein Teufelskreis!

Zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass wir nicht das klassische Elternmodell (Mann-Arbeit, Frau-Haushalt und Erziehung) leben. Er übernimmt viele „weibliche“ Aufgaben. Trotzdem denke ich, dass gewisse genderspezifische Dinge in die ganze Sache mit reinspielen.

Grund 6: Habe ich mich selbst nicht ernst genommen?

Habe ich selber Anteil daran, dass mich mein Mann nicht ernst nahm? Habe ich vielleicht ausgestrahlt, dass es mir nicht ernst genug ist mit der Selbstständigkeit? Habe ich des lieben Friedens willen meine Arbeit am Unternehmen öfter zurück gestellt, als es mir lieb war? Dazu habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet, aber schon alleine das Dasein dieser Fragen zeigt mir, dass ich hier noch ein wenig nachfühlen muss. Wo Rauch ist, ist auch Feuer!

Grund 7: Überforderung und fehlende Belastbarkeit?

Warum schaffen es manche Frauen scheinbar spielend, Kind, Kegel und Karriere unter einen Hut zu bringen und ich nicht? Darauf habe ich keine Antwort. Bin ich weniger belastbar? Schlechter organisiert? Oder hat deren Tag einfach ein paar Stunden mehr als meiner? Ich weiß es wirklich nicht. Fakt ist aber: konzentrierte ich mich auf die Familienzeit, war ich mit meinen Gedanken oft noch im Hauptjob oder im Nebenjob. Mich belastete es, nie mit irgend etwas fertig zu werden. Ich war der Bauleiter von drei Baustellen: Familie, Berufsschule und Marketing-Service. In meinem Kopf rotierte es und ich googlete Begriffe wie „Hirnnebel“, weil ich so viel vergaß und mir nichts mehr merken konnte. Es stieg die Frustration und damit stellten sich die Symptome aus Grund eins ein. Meine Erkenntnis: Ich tauge nicht für Multitasking.

Grund 8: Introversion

Es fiel mir sehr schwer zu netzwerken. Das Vitamin B ist allerdings äußerst wichtig in der Selbstständigkeit. Nicht nur, um direkt zu Aufträgen zu kommen, sondern auch, um bekannter zu werden und Kontakte der Kontakte zu erreichen. Hier war nicht nur die Zeit der limitierende Faktor (tatsächlich finden viele Onlinetreffen vormittags oder zur Abendessen-Zeit statt), sondern auch mein Wesen. Es fällt mir megaschwer, andere Menschen direkt anzusprechen. Ich bin fest davon überzeugt, dass mir auch die regionale Offline-Vernetzung mit Oberlausitzer Unternehmerinnen hätte helfen können. Aber da ich hier nur zugezogen bin, habe ich kaum Kontakte. Weder finde ich Anschluss in schon bestehenden Netzwerken, noch bin ich in der Lage, eine eigene Gemeinschaft aufzubauen. Neue Leute lerne ich kaum kennen, da steht mir meine Introversion im Weg. Online ist es für mich etwas leichter zu netzwerken. Ein großes Interesse erreichte beispielsweise meine Blogparade mit dem Titel „Liebesbrief an Dein Business“ mit über 70 Teilnehmerinnen.

Grund 9: fehlendes Charisma

Hmm. Ich glaube, ich habe keine anziehende Aura. Ich spreche sächsich, bin dick und finde mich selber wenig telegen. Ich bin kein Mensch, bei dem man aufhört zu scrollen, weil ich auf Anhieb symphatisch wirke. Bleibt man mir an den Lippen hängen? Ich glaube nicht, denn mir fehlt die Ausstrahlung. Ich kann mich nicht gut verkaufen. Das liegt wahrscheinlich auch an meiner anerzogenen Bescheidenheit. Das ist natürlich mein rein subjektives Empfinden und ich glaube, die wenigsten Normalbürger finden sich selbst wirklich anziehend.

Grund 10: Auftragsangst

Viele Wochen war mein Alltag so voll, dass mich ein Auftrag überfordert hätte. Ich war also ganz froh, wenn ich keine Kundinnen hatte. Schlimmer noch: Ich hatte Angst, dass jemand Interesse zeigte. Und was tut man, wenn man vermeiden möchte, dass jemand auf sein Angebot aufmerksam wird? Richtig: Man vermeidet, darüber zu reden. Meine Posts, in denen ich meine Leistungen erwähnte, wurden immer weniger, weil ich Angst davor hatte, Arbeit zu bekommen.

Grund 11: das Imposter-Syndrom

Meine Auftragsangst vermischte sich mit meinem Imposter-Denken, dem Glaubenssatz, nicht gut genug zu sein. Wenn Du mehr über dieses Phänomen wissen möchtest, lies unbedingt den Gastbeitrag von Mim Gaisser. Obwohl meine Preise im Vergleich zu anderen Anbietern unterirdisch niedrig waren, fühlte ich mich ein wenig wie ein Gangster. Konnte ich denn Geld dafür verlangen, mein Wissen weiterzugeben? Obwohl mir meine Kundinnen bescheinigten, dass meine Instagram-Profilberatung mega hilfreich und ausführlich war, fühlte es sich für mich komisch an, für ein bisschen Analyse und Beratung Geld zu verlangen. Zwei geplante E-Books zum Thema Positionierung und Contentplanung stellte ich wegen meinem Imposter-Syndrom gar nicht fertig. Wer sollte sowas denn schon kaufen? Und überhaupt: Durfte ich über solche Themen überhaupt schreiben? Schließlich hatte ich ja keinerlei Berufsabschlüsse im Marketingbereich!

Grund 12: das liebe Geld

Ich hatte nie gegründet, um reich zu werden. Geplant war von Anfang an, dass ich meinen Hauptjob behalten wollte. Meine Werbewerkelei sollte lediglich so viel Gewinn abwerfen, dass ich davon beispielsweise unseren jährlichen Familienurlaub davon bezahlen konnte. Ein nettes Zubrot, mehr nicht. Ein wenig Genugtuung und Zufriedenheitsgeld. Im ersten Jahr machte ich 14 Euro Miese, nicht zuletzt, weil mir mein klägliches Einkommen direkt vom Elterngeld wieder abgezogen wurde (ein Unding, wie ich finde). Im zweiten Jahr erwirtschaftete ich einen niedrigen dreistelligen Betrag. Wenn ich meinen Stundenlohn berechnen würde, hätte ich vielleicht einen Euro pro Stunde verdient. Finanziell hat sich meine Selbstständigkeit also definitiv nicht rentiert. Glücklich bin ich darüber jedenfalls nicht.

Grund 13: Vergleiche

Ich gebe es zu: Heimlich schaute ich öfter nach links und rechts, als ich es mir vorgenommen hatte. Andere Profile bei Instagram sammelten schneller Follower als ich. Sie wirkten erfolgreicher. Wenn man tiefer forschte, zeigte sich zwar häufig ein anderes Bild. Ich ließ mich trotzdem häufig blenden und hatte dann ein schlechtes Gefühl. Das Onlinebusiness ist ein verdammt hartes Pflaster!

Grund 14: die Marketing-Bubble

Wenn ich mir so die verschiedenen Beiträge auf Instagram und LinkedIn betrachtete, fühlte ich mich oft negativ belastet. Da gab es die Angeber:innen, die mit ihren 100K Umsatz prahlten. „Das kannst du auch!“, raunten sie in jedem zweiten Post und wollten ihre Strategie verkaufen. Dann gab es die Verschwurbelten: „Du musst es nur manifestieren“, meinten sie und schoben Misserfolge auf das falsche Mindset. Und dann gabe es Leute wie mich, die die fehlende Sichtbarkeit als Hindernis Nummer eins ansahen und damit ihr Geld verdienen wollten. Ganz ehrlich: Ich fühlte mich unwohl in dieser Onlinebusiness-Marketing-Bubble. Ich habe weder das Schauspiel-Gen noch das ich-zieh-den-Leuten-das-Geld-aus-der-Tasche-Gen. Ich fühlte mich wie ein stiller Beobachter, der sich bewusst auszugrenzen versuchte. Ich wollte nicht dazugehören.

Grund 15: fehlende Struktur

Ich nahm immer nur dann meine Business-Aufgaben wahr, wenn ich Zeit hatte. Aus diesem Grund arbeitete ich nur sehr unregelmäßig an meinem kleinen Unternehmen. Mir fehlte eine sinnvolle Organisation, die ein wenig Verbindlichkeit schaffte. Vielleicht hätte es meiner Selbstständigkeit gut getan, wenn ich beispielsweise einen festen Business-Nachmittag in der Woche festgelegt hätte. Hinterher ist man immer schlauer!

Ein Blick hinter die Kulissen

Als ich auf Threads vom Entstehen dieses Blogbeitrags berichtete, bekam ich die Frage gestellt, WARUM ich über mein Scheitern berichten möchte. Ich glaube, diese Frage sagt sehr viel aus! Hätte man mir diese Frage auch gestellt, wenn ich einen Gründungsartikel angekündigt hätte? Sicherlich nicht. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass meine Scheiterungs-Posts eine sehr hohe Reichweite besitzen. Die Leute interessiert das sehr. Warum? Es ist immer noch verpöhnt und peinlich, über Schwächen zu berichten. Deshalb liest man auch so wenig darüber. Demzufolge ist es fast schon eine kleine Sensation, solche Beiträge zwische all den weichgespülten Erfolgsmeldungen zu entdecken.

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz im Online-Marketing: Berichte nur über Misserfolge, wenn du daraus eine Lehre gezogen hast, die für deine Follower wichtig sein kann. Wir leben in einer Gesellschaft mit einer schlechten Fehlerkultur. Jeder macht Fehler, aber kaum einer gibt sie zu. Dies führt dann dazu, dass A) niemand etwas daraus lernt und B) eigene Fehler schlimmer wirken, als sie sind. Schließlich scheinen ja die anderen nie welche zu machen.

Ich habe an dieser Stelle gerne die Hosen runter gelassen. Für mich fühlt sich meine Geschäftsaufgabe nämlich nicht wie ein peinliches Versagen an, sondern ich sehe mich als Gewinnerin. Ich habe Erfahrungen gesammelt, mir einen Herzenswunsch erfüllt und virtuell viele neue Leute kennengelernt. Jetzt am Ende meine Unternehmensreise, habe ich Zeit für Selbstfürsorge gewonnen und brauche mir am Ende meines Lebens nicht den Vorwurf machen, „es“ nicht mal versucht zu haben. Am Ende bereut man ja meist nur das, was man NICHT getan hat.

Aktivitäten zur Selbstfürsorge – Vergeudete Zeit?

In unserer Gesellschaft scheint es zwei Lager zu geben: Die Einen, die jeglichen „Müßiggang“ ablehnen. Ein guter Mensch ist ein fleißiger Mensch! Leute, die Tagebuch schreiben oder meditieren sind in ihren Augen „schwach“ oder Träumer. Und die Anderen, die gerade unserer schroffen Gesellschaft mit den vielen Verpflichtungen und schlechten Nachrichten mit Rückzug begegnen. Die Zeit für sich brauchen, um Kraft zu schöpfen.

Warum wird es als positiv angesehen, für andere Menschen zu sorgen, aber belächelt, wenn man für sich selbst sorgt? Du kannst nur gut für andere sorgen, wenn es dir selber gut geht. Also ist Selbstfürsorge keinesfalls Firlefanz oder egoistisch, sondern nicht zuletzt ein Dienst an der Gesellschaft.

Warum ich das schreibe? Es gibt immer wieder Situationen, bei denen ich merke, wie oft es heutzutage immer noch als negativ angesehen wird, sich selbst etwas Gutes zu tun. Entweder, negative Äußerungen kommen von außen, oder man hat eigene Glaubenssätze, die einen die Freude am Hobby vermiesen:

  • Da ist der ältere Herr, der nicht für sein eigenes Vergnügen und seine Gesundheit spazieren geht. „Was sollen denn da die Leute denken? Dass ich nichts zu tun habe?“
  • Da ist die Bekannte, die Menschen belächelt, weil sie ein Bullet Journal führen. „Na die müssen ja Langeweile haben!“
  • Da ist der Junge, der sich darüber lustig macht, wenn ein Mädchen Portraits zeichnet: „Das sieht ja Scheiße aus!“
  • Da ist die Handballtrainerin, die ein weniger leistungsfähiges Kind vom Training ausschließen will, weil „die hier zwar echt Spaß hat und sich Mühe gibt, aber einfach nicht sportlich genug ist“.
  • Da ist die Frau, die lieber nicht mehr blogt, weil sie ihre Texte zu schlecht findet.

Muss ich fortfahren mit meinen Beispielen? In den Augen vieler sind derlei Handlungen vergeudete Zeit. Sie sehen nicht, daß diese Hobbies für die Maler:innen, Schreiber:innen, Spaziergeher:innen usw. wichtige Dinge sind, um für sich selbst zu sorgen. Sie sehen nur, was man in der Zeit produktiveres hätte machen können, oder bemängeln das fehlende Talent. Derweil geht es ja um die Handlung an sich und nicht um das Ergebnis.

Ich selbst male gerne. Oft weiß ich zu Beginn gar nicht, wie das Bild am Ende aussehen soll. Ich gestalte mein Blatt impulsiv aus der momentanen Stimmung heraus. Es geht mir nicht darum, ein besonders schönes Bild zu malen. Dafür habe ich gar kein Talent. Was zählt ist der Prozess. Tatsächlich bin ich mittlerweile so weit, dass mich negative Kritik zum Ergebnis meiner Malerei gar nicht mehr stört. Es war ja gar nicht meine Absicht „schön“ zu malen.

Fazit: Mögen manche Hobbies kindisch wirken, oder im Auge Außenstehender als Zeitvergeudung gelten: wenn es der Selbstfürsorge eines Menschen dient, ist es wertvoll. Es ist wichtig, uns selbst Gutes zu tun, denn wir müssen ein ganzes Leben lang mit unserer Person und unserer Psyche klarkommen. Nur wenn es uns selbst gut geht, können wir anderen gut begegnen.

Erlaubst Du es Dir, Dir etwas Gutes zu tun?

Mein Jahresmotto: Bei mir ankommen

Zugegeben, es klingt ein wenig kryptisch! Was verstehe ich darunter? Das erfährst Du im folgenden Blogbeitrag.

mein Jahresmotto 2024: Bei mir ankommen!

Wie es zur Mottoidee kam

2023 war ein anstrengendes Jahr für mich. Du kannst gerne meinen Jahresrückblick dazu lesen. Die Kurzform geht so: Im Jahr 2023 stand meine Rückkehr in den Hauptjob als Lehrkraft für Krankenpflegehilfe an. Vorher war ich 1,5 Jahre in Elternzeit. Die Eingewöhnung in den Kindergarten war geprägt von Kinderkrankheiten und ich fühlte mich auf Arbeit auch recht unwohl. Dies führte neben körperlichen Stresssymptomen zu dem Entschluss, meine kleine Werbewerkelei, bei der ich im Nebenerwerb introvertierte Unternehmerinnen in Sachen Social Media Marketing unter die Arme griff, an den Nagel zu hängen.

Ich habe 2023 begriffen, dass ich mich ziemlich vernachlässigt habe. Es galt, Jobs, Haushalt und Familie unter einen Hut zu bringen. Ich nahm letztes Jahr arg zu, Betrieb Raubbau am Körper und natürlich auch an meiner Psyche. Zudem bin ich ein sehr in mich gekehrter Mensch, der sehr viel Me-time benötigt, um seine leeren Akkus wieder aufzuladen. Diese Ladezeit kam ebenfalls viel zu kurz.

Das Motto „bei mir ankommen“ soll mein Leitstern für 2024 sein. Es soll mich daran erinnern, auf mich zu achten und für mich zu sorgen. Selbstfürsorge ist daher mein Wort für 2024. Ich bin auf die Reise zu mir selbst gestartet ohne jeglichen Plan. Ich lasse es auf mich zukommen, wann ich ankomme, ob es Umwege gibt oder Zwischenziele und auch, ob ich Wegbegleiter:innen finde oder nicht. Werde ich überhaupt bei mir ankommen? Und wie erkenne ich das? Noch ist alles im Nebel. Mal sehen, wo mich meine Reise hintreibt.

Warum möchte ich überhaupt bei mir ankommen?

Ich möchte mehr innere Ruhe erreichen und stressresistenter werden. Wenn ich weiß, wer ich bin, was mich antreibt und lähmt, was mir Energie zieht und zurück gibt, würde mir das persönlich weiter bringen. Ich möchte meine Resilienz fördern, ohne in einen Selbstoptimierungswahn zu verfallen.

Was ist schon passiert auf meiner Reise?

Wie auch schon im letzten Jahr habe ich mir abends ein paar Minuten Zeit genommen, um in einer Jahresblüte meine hauptsächliche Tagesstimmung zu reflektieren.

Meine Gefühle im letzten Jahr

Zusätzlich erfasse ich nun noch täglich mindestens drei Dinge, für die ich dankbar bin. Ich möchte einfach täglich die Gewissheit haben, abends mir einem guten Gefühl in die Nacht zu gehen. Und Dankbarkeit ist ein seeeeehr gutes Gefühl, oder?

In der ersten Jahreswoche habe ich mich zusätzlich schon darin geübt, Grenzen zu setzen. Mein Arbeits-Email-Konto sendet mit beispielsweise keine Benachrichtigung mehr aufs Handy, wenn mir am Wochenende oder nach Dienstschluss noch jemand schreibt. Freizeit ist Freizeit. Basta!

Zudem möchte ich versuchen, täglich etwas Gutes für mich zu tun. Ich habe beispielsweise täglich gejournalt, zwei Mal gebadet und einmal gemalt.

Im Laufe des Jahres möchte ich unbedingt noch eine Entspannungstechnik erlernen. Yoga? Meditation? autogenes Training? Keine Ahnung! Ich lass mich überraschen, was zu mir findet.

Erzähle mir gerne, ob Du schon bei Dir angekommen bist, oder ob Du interessante Dinge zum Thema Selbstfürsorge kennst. Ich brauche noch viiiel Inspriration für meine Reise!

Reise weise, Deine Steffi

Jahresrückblick 2023: Im Hamsterrad

„… und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ heißt es so schön. Mein Jahresanfang mutete da eher wie ein Fluch an. Die Eingewöhnung meines kleinen Sohnes in die Krippe stand an, denn ich wollte ab Februar wieder arbeiten gehen. Leider gestaltete sich unser Einstieg ins Jahr 2023 ein wenig sehr holprig und überhaupt nicht zauberhaft. Aber lies gerne selbst!

Hier ist er *Trommelwirbel*: Mein Jahresrückblick 2023!

  1. Mein Rückblick auf meine eigenen 2023-Ziele
  2. Mein Jahresrückblick 2023
    1. Eingewöhnung
    2. Zurück in den Job
    3. Journaling
    4. Malen
    5. Reisen
    6. Meilensteine vom großen Kind
    7. Meilensteine vom kleinen Kind
    8. Im Hamsterrad
  3. Meine wichtigsten Blogartikel des Jahres
  4. Was ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe
  5. Mein Jahr 2023 in Zahlen
  6. Was 2023 sonst noch los war
  7. Meine Ziele für 2024

Mein Rückblick auf meine eigenen 2023-Ziele

Ich hatte in meinem letzten Rückblick tollkühn eine Menge an Zielen formuliert, aber schon damals die Befürchtung gehabt, nicht alles zu schaffen. „Wie werden wir den neuen Alltag wohl auf die Reihe kriegen?“ fragte ich vor einem Jahr ein wenig bange und dieses Bauchgefühl von damals sollte sich bewahrheiten: Viele meiner Ziele habe ich (ganz ungeschönt formuliert) nicht auf die Reihe bekommen.

  • Ziel 1: Ich wollte abnehmen und habe ordentlich zugenommen
  • Ziel 2: Ich wollte eine schöne Jugendweihefeier für den Großen ausrichten. Dies ist uns gelungen!
  • Ziel 3: Ich wollte mehr Zeit mit meinem Partner verbringen. Tatsächlich scheint das gerade ein wenig besser zu funktionieren. Das ganze Jahr über blieb für gemeinsame Qualitiytime wenig Zeit.
  • Ziel 4: Ich wollte mal wieder eine Krimiserie schauen. Habe ich das getan? Nope!
  • Ziel 5: Meine Businessziele (mal abgesehen von der Durchführung einer sehr erfolgreichen Blogparade und dem Erscheinen eines Gastbeitrags von Mim Gaisser) habe ich gänzlich verfehlt. Mein Jahresmotto 2022 lautete „Verbindung schaffen“. Ich wollte beispielsweise viel mehr netzwerken und Workbooks veröffentlichen. Leider ist mir nichts davon gelungen. Warum, erzähle ich weiter unten.

Mein Jahresrückblick 2023

Eingewöhnung

Das Jahr 2023 begann mit der Eingewöhnung des damals 1,5jährigen Sohnes in die Kinderkrippe. Mit dem Jahreswechsel änderte sich also unser Familienalltag abrupt. Tatsächlich besuchten wir den Kindergarten im Januar nur zehn Tage. Die restliche Zeit waren wir krank. Angina, Mittelohrentzündung, Erkältung, Bindehautentzündung… Das volle Programm! Ich lebte ja die Schwangerschaft und Elternzeit recht kontaktarm und der Kleine kannte diese ganzen Kita-Seuchen noch nicht. Da war es praktisch vorprogrammiert, dass wir alles mitnahmen, was die Viren und Bakterien so anboten. Die 10 Tage, die wir so halbwegs fit waren, entpuppten sich leider auch als mittelschwere Katastrophe. Sohnemann verbrachte die gesamte Zeit im Kindergarten fast nur auf meinem Schoß, oder in unmittelbarerer Nähe von mir. Er konnte sich kaum von mir lösen und war am Ende des Monats keineswegs alleine kita-tauglich. Eine Lösung musste her, da ich ja ab Februar wieder arbeiten gehen musste!

Mein Mann nahm die ersten beiden Februarwochen Urlaub und setzte die Eingewöhnung fort. Er hatte mehr Erfolg. Die letzten Wochen im Februar war der Kleine dann Mittagskind und wurde danach von unserem großen Sohn und den Großeltern betreut.

Fun Fact: So schwierig wie die Eingewöhnung war, so einfach läuft es jetzt. Der Kleine liebt den Kindergarten und fühlt sich dort sehr wohl!

Zurück in den Job

Im Februar begann ich wie schon geschrieben, wieder zu arbeiten. Ich bin Lehrerin an einer Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe und Heilerziehungspflege und stieg wieder in meiner „alten“ Schule ein. Trotz des gleichen Arbeitsplatzes gab es viel Neues. Mein lichtdurchflutetes Büro hatten neue Kolleginnen bekommen. Ich hause nun in einem Lehrerzimmer, in dem man sogar an hellen Tagen Lampen anschalten muss. Meine Lieblingskollegin kündigte kurz nach meinem Neueinstieg. Ich unterrichtete vor der Elternzeit Altenpfleger, nun Krankenpflegehelfer. Die Lehrplan und meine Unterrichtsfächer änderten sich demzufolge auch. Die Schüler benötigen deutlich mehr erzieherische Begleitung, als früher. Kurz: ich erlebte eine Art Kulturschock, von dem ich mich bis jetzt noch nicht so richtig wieder erholt habe.


Und es gibt zwei weitere Dinge, die mich in meinem derzeitigen Job maßlos aufregen: 1. Es belastet mich enorm, dass ich so häufig einen Kinderkrankenschein brauche. Der Kleine ist recht oft nicht gesund genug, um in den Kindergarten gehen zu können. Es fühlt sich an, wie eine tickende Zeitbombe, die unkontrollierbar hochgeht. Ich habe den Anspruch an mich, auf Arbeit auch etwas zu leisten. Wenn ich ausfalle, fühle ich mich schlecht dabei. Punkt 2 ist die Ungerechtigkeit. Ich ärgere mich sehr darüber, dass ich an meiner Privatschule so schlecht bezahlt werde und dass neu eingestellte Kolleginnen mit geringeren Abschlüssen besser entlohnt werden. Dieser Missstand zermürbt mich dermaßen, dass ich schon körperliche Symptome habe. Ich fühle mich nicht genügend wertgeschätzt. 2024 muss sich daran unbedingt etwas ändern. Mich zerfrisst die Wut innerlich und ich merke, dass es mir psychisch immer mehr zu schaffen macht.

Journaling

Zum Jahreswechsel 22/23 lernte ich das Journaling kennen. Ich nahm am Rauhnachtjournaling von Bianca Fritz teil und meldete mich zu ihrem Kurs „Journale Dich zu Deinem Content“ an. Ich merkte sehr schnell, wie gut es mir tat, gewisse Dinge von der Seele zu schreiben. Es half mir, mich ein Stück weit mit mir zu verbinden, mir Zeit für mich zu nehmen und intensiver und tiefer zu denken. Oftmals schrieb ich Dinge auf, die ich so nie zuende gedacht hatte. Mit Journaling erreichst Du Ecken im Hirn, da kommst Du mit nachdenken gar nicht hin. Ich liebe es mittlerweile, mich auf dieses Art zu reflektieren.

Apropos Reflektion: noch nie war es mir gelungen, einen Terminplaner ein ganzes Jahr durchgängig zu füllen. Das war dieses Jahr anders. Zusätzlich zu meinem Journal habe ich einen Taschenkalender gefüllt. Ich kaufte mir einen Kalender von Lebenskompass. Dieser ist so gut und hilfreich gestaltet, dass ich ihn fast täglich zur Hand nahm, um meine Termine, Blogbeiträge und Instabeiträge zu planen, aber auch um zu reflektieren. Dazu füllte ich beispielsweise eine Emotionsblume aus. Jeden Tag hielt ich abends inne, um in mich hinein zu horchen, was meine vorherschende Grundstimmumg war. Der Kalender war mir auch eine enorme Hilfe, um meine Monatsrückblicke schreiben zu können. Ich habe mir einen neuen Terminkalender von Lebenskompass für das kommende Jahr gewünscht, denn ich habe echt Gefallen daran gefunden.

Meine Stimmungsblüte von diesem Jahr

Malen

Mein 2. Standbein in Sachen Entspannung ist das Malen. Seitdem ich für mich festgelegt habe, dass es mir dabei nicht um ein besonders schönes Ergebnis geht, sondern eher um den intuitiven Prozess des Malens an sich, liebe ich es! Tatsächlich wurde ich in meiner Jugend eher für meinen kindlichen Malstil belächelt und gab es deshalb auf. Nun mit Anfang 40 ist mir das pupsegal. Gerne höre ich dabei entspannende Musik. Meinen Malstil habe ich mir von Clarissa Hagenmeyer abgeschaut. Aber auch ein Malversuch mit Ölmalkreide und Aquarellfarbe fand ein erquickliches Ende. Meine Inspiration für die Weihnachtskarten stammten von Instagram.

Reisen

Wir reisten bisher meist nur einmal pro Jahr. 2023 waren wir dermaßen urlaubsreif, dass wir zwei Mal das Weite suchten.

Unser Sommertrip führte uns wie jedes Jahr nach Dänemark. Wir wohnten 2 Wochen an der Westküste in Mitteljütland in der Nähe von Hvide Sande. Das Wetter bescherte uns leider nur zwei Badetage, aber wir machten viele Ausflüge. Leider wohnten wir neben einer Baustelle und zusätzlich ärgerte uns auch noch 3 Nächte in Folge ein defekter Rauchmelder. Deshalb empfand ich unseren hyggeligen Dänemarkurlaub diesmal nicht ganz so hyggelig. Ich vermisste dieses tiefe Gefühl von Dankbarkeit und Zufriedenheit, was ich sonst immer verspürte.


Im Oktober bereisten wir die Uckermark. Wir wohnten in einem riesigen Familienhotel mit Halbpension. Eigentlich sind solche Massenunterkünfte üüüüberhaupt nicht unser Stil. Es gefiel uns trotzdem ausgesprochen gut. Es fehlte uns an nichts, das Essen war gut und wir erlebten ein paar interessante Ausflüge. Hier konnte ich auch endlich mein vermisstes Dankbarkeits-Zufriedenheits-Gefühl wieder wahrnehmen. Den Reisebericht findest du in meinem Monatsrückblick vom Oktober 2023.

Meilensteine vom großen Kind

Unser großer Sohn wurde dieses Jahr 14 Jahre alt und steckt mitten in der Pupertät. Es läuft aber zum Glück recht gemäßigt bei ihm ab. Im März lernte er auf einer Schulreise das Skifahren. Er schoss beim Fußball sein erstes Tor und er schraubte mit seinem Stiefopa fleißig an der alten Simson meines Mannes herum. Nächstes Jahr möchte er seine Fahrerlaubnis fürs Moped machen. Im Mai feierten wir ausgiebig seine Jugendweihe. Der Große spielt gerne mit der Playstation. Unternehmungen und Mama-Sohn-Zeiten werden immer seltener. Das fühlt sich seltsam an, ist aber normal. Umso mehr genoss ich es, mit ihm die Kleidung für seine Jugendweihe zu kaufen. Ende des Jahres gab es sogar ein paar gemeinsame Filmabende mit ihm. Übrigens ist er ein wundervoller großer Bruder!

Meilensteine vom kleinen Kind

Wie schon weiter oben erwähnt, ist der Kleine nun ein Kindergartenkind (er nennt ihn Tittentacken). Im Sommer wechselte er sogar schon das erste Mal die Gruppe. Er ist jetzt nicht mehr bei den ganz kleinen Stupsnasen, sondern bei den Krümeln. Coole Gruppennamen, oder? Zu seinem zweiten Geburtstag Ende Juni sprach er nur etwa 10 Worte und ich wurde gefragt, ob ich mir nicht Sorgen machen würde. 6 Wochen später hatte sich sein Wortschatz ungefähr verfünffacht und er wurde gelobt, dass er als erster in seiner Kindergartengruppe schon sicher viele Farben erkennen und sprechen konnte. Jedes Kind lernt in unterschiedlichem Tempo. Es gibt da weder einen Pokal zu gewinnen, noch mehr Kindergeld (lach).

beim Malen mit Keide

Er liebt es zu rutschen, mag es zu baden und spielt gerne im Garten. Klettern macht ihm ebenfalls Freude. Anfang Dezember hat er das Schlittenfahren für sich entdeckt, obwohl er Schnee im letzten Jahr überhaupt nicht mochte.

Obwohl ich mich natürlich über seine Fortschritte freue, bin ich auch traurig, denn mir geht das alles zu schnell. Er entwickelt sich immer mehr vom hilflosen Baby zum selbstständigen Kind. Wenn er einen Joghurt (Rodott) möchte, nimmt er sich beispielsweise einen Löffel aus der Schublade, pflückt sein Lätzchen vom Haken, legt alles auf sein Stühlchen und klettert hinterher. Wahnsinn!

Noch passt er in den Kinderwagen.

Im Hamsterrad

Ich bin nun berufstätige Mutter mit Haus und großem Garten, einem Kleinkind, einem Teenager und einem nebenberuflichen Business. Keine Ahnung, wie andere Frauen all diesen Rollen gleichzeitig gerecht werden und dabei noch gute Laune haben. Bei mir funktioniert das NICHT!

Ab ungefähr Mitte des Jahres hatte ich für meine kleine Werbewerkelei schlicht und einfach weder Zeit, noch Motivation. Es fühlte sich für mich total unbefriedigend an, ein Businness mit „halbem Arsch“ zu führen. Ständig hatte ich diese frustrierenden Eigentlich-müsstest-du-noch-Gedanken im Hinterkopf. Leider ist es so, dass mein Kleiner immer noch eine ausgedehnte abendliche Einschlafbegleitung braucht. Ich hatte also weder tagsüber, noch am Abend Zeit für mein Business, geschweige denn für mich. Es dauerte nicht lange und ich beobachtete die ersten, leisen Symptome mentaler Erschöpfung bei mir, die in körperlichen Zeichen, wie permanenten Kopfschmerzen und häufigem Herzrasen mündeten. Nach einer kleinen Besserung nach dem Herbsturlaub, geht es nun wieder bergab mit meiner Verfassung. Ich brauche mehr Zeit für mich. Daher ging auch am 14. Dezember mein Newsletter und ein Instagrambeitrag raus, in dem ich meine „Geschäftsschließung“ bekannt gab.

Ach übrigens: Das Schreiben dieses Jahressrückblicks hat mir auch noch einmal ganz deutlich gezeigt, dass meine Geschäftsschließung richtig war. Es war für mich mega schwierig, dafür freie Zeit zu finden. Ich habe sogar einen Tag Urlaub genommen.


Meine wichtigsten Blogartikel des Jahres

Ich muss mich mal selber loben: insgesamt schrieb ich mit diesem Beitrag hier 33 Blogbeiträge. Prost auf diese Schnapszahl!

Wenn ich mich durch die Artikel scrolle, sind da durchaus ein paar Perlen dabei. Es lässt mich schon ein bisschen wehmütig werden, wenn ich nun meine Werbewerkelei aufgebe. Ich habe viel Herz hinein gesteckt.

Dies sind meine wichtigsten Beiträge 2023:


Was ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe

  • Ich bin mit Kleinkind einer Erwerbstätigkeit nachgegangen (bei Kind 1 war ich im Vollzeitstudium, das war wesentlich relaxter)
  • Ich habe das Scheitern meiner Werbewerkelei bekannt gegeben
  • Ich habe Prüfungen für die Krankenpflegehelfer beim Schulamt erstellt
  • Ich habe meine erste Steuererklärung gemacht

Mein Jahr 2023 in Zahlen

  • Instagram-Follower: 324 (Vorjahr 163)
  • Veröffentlichte Blogartikel: 33 (Vorjahr 35)
  • Anzahl Amazonpäckchen: 93 (Vor- und Vorvorjahr jeweils 146)
  • gelesene Bücher: 1 (…) und vier angefangene Bücher
  • geschaute Filme: 2 (The Fall, Mitgefühl)
  • Newsletter-Abonennten: 24 (Vorjahr 7)
  • Gartenerzeugnisse: 3 Liter Likör (1x Holunderblütenlikör, 1xSauerkirschlikör mit Rum, 1x Schwarzer Johannisbeerlikör mit Rum); 43 Gläser Marmelade (4x Erdbeermarmelade, 4x Wodkasauerkirschbananenmarmelade, 5x Süßkirschmarmelade, 4x Stachelbeermarmelade, 5x Stachelbeer-Johannisbeer-Pfirsich-Bananenmarmelade, 3x Pfirsichmarmelade, 7x Aronia-Birnenmarmelade, 7x Nashibirnen-Aroniamarmelade, 4x Apfelmarmelade)

Was 2023 sonst noch los war

Wir machten insgesamt 16 Ausflüge. Hier ein paar Impressionen:

… und sammelten schöne Erlebnisse


Meine Ziele für 2024

Ach ja, wenn ich mir so anschaue, was aus meinen Vorsätzen und Wünschen für 2023 geworden ist (siehe oben), dann verspüre ich kaum Lust, mir für 2024 groß was vorzunehmen.

  • Ich möchte das journalen und das malen beibehalten. Es tut mir gut.
  • Ich möchte gesünder werden. 2023 habe ich wieder einiges an Gewicht zugelegt und an Nerven eingebüßt. Das muss sich dringend ändern.
  • Ich möchte glücklicher sein. Dazu gehört auch eine berufliche/finanzielle Verbesserung. Hier liegt glaube ich auch ein Großteil an meinem seelischen Konflikten verborgen.
  • Ich möchte mehr bei mir sein. Äußere Faktoren und negative Umgebungsreize und -erlebnisse dürfen mich nicht mehr persönlich runterziehen.
  • Mein Motto 2024 heißt: Bei mir ankommen. Mein letztjähriger Leitgedanke (Verbindung schaffen) konnte nicht funktionieren, weil ich die Verbindung zu mir selbst erst einmal festigen muss.
  • Meine Website hier wird sich grundlegend ändern. Da ich meine Werbewerkelei aufgebe, aber diese Domain behalte, werden sich hier die Inhalte ändern. Ich führe diesen Blog als Hobbyblog weiter. Mal schauen, wohin die Reise geht! Du darfst also gespannt sein!
Noch sieht sie so aus, meine Website. Das wird sich 2024 grundlegend ändern!

Monatsrückblick November 2023

Der November verging für mich rasend schnell, obwohl relativ wenig passierte. Das klingt paradox, aber so ist nun einmal mein Gefühl.

Pilze sammeln

Er begann mit einem sehr schönen Ausflug. Wir fuhren Pilze sammeln. Allerdings fand unser Jüngster die ausgedehnte Pfützenlandschaft des Waldweges so anziehend, dass unsere Pilzsuche nicht lange dauerte. Dann sind wir umgekehrt, denn er war trotz wetterfester Kleidung recht nass. Wir haben trotzdem etliche Pilze gefunden, die wir erst einmal geputzt und eingefroren haben.

Kinderkrankheiten

Diesen Monat suchten den Kleinen eine Durchfallerkrankung, die Ringelröteln und eine Mittelohrentzündung heim. Hört denn das nie auf mit den Wehwehchen?

Aufwind im Hauptjob

Ein wenig Aufwind erfuhr ich, weil ich zu zwei Terminen in unser LaSuB (Landesamt für Schule und Bildung) geladen war. Ich bin Mitglied der Aufgabenerstellungskommision für die schriftlichen Prüfungen der Krankenpflegehelfer. Ich mag den Austausch mit den anderen Fachlehrern und den Blick über den Tellerrand.

Dienstreisen

Mein Mann war zwei Mal auf Dienstreise. Fahrt eins führte ihn für eine Woche auf eine Messe nach Hanover, Fahrt zwei war eine Reise nach Österreich zur Firmenweihnachtsfeier. Ich finde, ich habe mich als temporär alleinerziehende Mutter gut geschlagen.

Zerstreuung

Ich habe sogar Zeit gefunden, vier von acht Folgen Der Schwarm mit meinem Sohn zu schauen. Apropos Zeit gefunden: gemalt und gejournalt habe ich ebenfalls. Und zweimal war ich mit beiden Kindern spazieren. Wie gut das tat!

Ich beim Spaziergang mit Eierwärmer
Der November war bunter wie der Oktober
… mal wieder einen Stein bemalt

Neues bei der Werbewerkelei

Diese Blogartikel sind diesen Monat entstanden: Ich habe meinen Alltag bei 12 von 12 dokumentiert und über mein (wenig entwickeltes) Netzwerk geschrieben. Bei der Blognacht von Anna Koschinski ist dieser Artikel erschienen: falsch abgebogen

Auf Instagram habe ich dir einen einfachen Tipp für mehr Sichtbarkeit gegeben.

Zusammemgefasst war dieser Monat für mich „schön unspektakulär“ und gar nicht so trist und grau wie sein Ruf.

Wie empfandest Du den vergangenen Monat?

Werde WAHRgenommen, Deine Steffi

falsch abgebogen

… war der Impuls von Anna Koschinski zur letzten Blognacht, einem einmal monatlich stattfindenden Co-Writing. „Falsch abgebogen“ – was fällt mir dazu spontan ein?

1998, ich war süße 16 Jahre jung und hatte meinen ersten „richtigen“ Freund. Er war sieben Jahre älter als ich und wir waren kurze zwei Wochen zusammen. Ich hatte ihn meinen Eltern schon vorgestellt, denn wir wollten die Sommerferien nutzen, um weg zu fahren. Dem hatten meine Eltern nur zugestimmt, wenn sie ihn vorher kennenlernen durften. Ich war ja noch minderjährig. Ich reiste also mit meiner ganz frischen Liebe ein paar Tage in den Spreewald. Wir zwei waren nicht allein. Ein befreundetes Pärchen fuhr mit uns.

Das Ziel war Lübbenau, wo wir zwei Pärchen zwei Ferienzimmer reserviert hatten. Los ging die Fahrt. Wir im blauen Lancia Elefantino (unser Elefantenrollschuh) voraus. Hinter uns fuhr das andere Auto, ein tiefer gelegter grasgrüner Polo. „Lübben kenn ich, da war ich schon einmal!“, sagte ich großkotzig und nahm die Landkarte auf meinen Schoß. (Ja, ich bin mit meinen Ü40 schon echt alt – in meiner Jugend gab es noch keine Navigationssysteme). Wir brausten also dahin, bis wir irgendwie in der Nähe von unserem vermeintlichen Lübbenau waren und plötzlich wurde mir komisch. Ein unsicheres, flaues Gefühl kroch in die Magengegend. Warum um aller Welt gibt es hier so wenig Wasser, dachte ich. Den Spreewald hatte ich ganz anders in Erinnerung. Ich schaute wieder in die Karte und plötzlich fiel der Groschen: Ich hatte uns nicht nach Lübbenau navigiert, sondern nach Löbau. Die beiden Städte liegen dezente 177 Kilometer auseinander. Damals war der Sprit zwar noch billiger als heute, aber wir hatten trotzdem ein paar Deutsche Mark und viel Zeit verfahren. War mir das peinlich! Als ich meinen Fehler meinem Freund beichtete, herrschte Schweigen. Langes Schweigen! Zu allem Unglück war auch noch die nächste Autobahnabfahrt gesperrt und wir mussten fast bis zur polnischen Grenze in Görlitz gurken, um wenden zu können. Der nächste peinliche Moment kam dann später, als ich meinen Irrtum dem anderen Pärchen klarmachen musste. Die waren aber recht verständisvoll, weil sie gerne mit dem Auto fuhren.

Tja, was soll ich sagen? Es war trotzdem ein schöner Urlaub. Wir machten im „richtigen“ Lübbenau eine Kahnfahrt, besuchten das Freilandmuseum Lehde und unsere Beziehung hielt dreizehn Jahre. Leider verstarb mein Partner und Vater meines ersten Kindes danach. Sonst wären wir vielleicht heute noch zusammen. Was ich ab unserer ersten Urlaubsfahrt nicht mehr machen durfte? Richtig! Die Karte lesen ;-)! Mein Fauxpas war zu meinem Leidwesen immer wieder eine gern erzählte Geschichte auf allen folgenden Partys.

frisch verliebt auf dem Kahn

Wenn Du jetzt denkst, meine kleine Anekdote ist zuende, dann irrst Du Dich! Tatsächlich wohne ich heute, fünfundzwanzig Jahre nach diesem Ereignis, nur drei Kilometer von Löbau, also meinem damaligen Irrtumsort entfernt. Meine neue Liebe, die nun auch schon wieder zwölf Jahre hält, stammt aus der Gegend und ich bin mit dorthin gezogen. Das Städtchen und seine Oberlausitzer Umgebung ist sogar richtig schnuckelig und steht dem Spreewald in Sachen Schönheit in nichts nach!

Stadt Löbau

12 von 12 im November 2023

An jedem zwölften Tag eines Monats ist es unter vielen Blogger:innen Brauch, zwölf Fotos zu machen und damit den Alltag zu dokumentieren. Hier findest Du den Ablauf: https://draussennurkaennchen.blogspot.com/p/12-von-12.html

In unregelmäßigen Abständen nehme ich ebenfalls daran teil. Heute habe ich mal wieder daran gedacht:

Früh nach dem Aufwachen wurde mir schon vom Jüngsten ein Buch unter die Nase gehalten. Im Bett schmökert es sich am gemütlichsten!

Mein Mann fuhr heute früh für eine Woche auf Dienstreise. Sein „Liebesbrief“ mutet eher an, als leide ich an Demenz. Hihi!

Nach dem Frühstück stand ein wenig Hausarbeit auf dem Plan.

Dabei fand ich einen Zahn von unserer Katze Hildegard. Uns ist schon eher aufgefallen, dass sie eine Zahnlücke hat, aber den Zahn vermissten wir. Wir dachten schon, sie hat ihn verschluckt.

Danach machten ich mit meinen zwei Söhnen einen langen Spaziergang. Mein Mann begann heute früh ja seine einwöchige Dienstreise, deshalb sind wir nur zu dritt. Die Sonne schien so schön!

Wir entdeckten allerlei Fundstücke:

Einen Wanderstein

eine Feder…

ein Feld mit blühender Zwischenfrucht…

Trichtermoos…

und Ginkoblätter. Denen wird ja eine gedächtnisfördernde Wirkung nachgesagt.

Danach machte unser kleiner Sohn seinen Mittagsschlaf. Zeit für mich, einen Blogartikel über Netzwerken im Business fertig zu stellen.

Der Nachmittag und Abend verliefen ziemlich unspektakulär mit Bausteinspiel und Resteessen.

Was war Dein Tageshighlight heute?

Werde WAHRgenommen, Deine Steffi

Netzwerken im Business

Andrea Beerbaum veranstaltet eine Blogparade zum Thema Netzwerken – Dein soziales Kapital. Da für mich das Thema „Netzwerken“ ein großes Thema ist, ist klar, dass ich darüber auch etwas schreiben möchte. Here we go!

„Ich möchte mehr netzwerken“. Diese kühne Idee hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen (hier kannst du übrigens alle meine Business-Vorsätze von 2022 nachlesen). So richtig hat das nicht funktioniert. Ich habe es zwar geschafft, eine echt große Blogparade zum Thema „Liebesbrief an dein Business“ mit über 70 Teilnehmerinnen zu erstellen und einen Gastbeitrag zum Impostor-Syndrom gab es im Jahr 2023 auch. Das war es aber dann auch schon.

Meine Netzwerkprobleme haben zwei Gründe

Grund 1: die Zeit. Tatsächlich habe ich es unterschätzt, gleichzeitig Familie, Hauptjob und meine Werbewerkelei zu wuppen. Ich bin nebenberuflich selbstständig und das führte dazu, dass mein kleines Onlinebusiness im wahrsten Sinne des Wortes zur Nebensache wurde. An Onlinetreffen teilnehmen? Die sind meistens vormittags. Da bin ich als Berufsschullehrerin im Haupterwerb tätig. Oder sie sind abends. Da schaffe ich mein Kleinkind ins Bett. Mich offline mit anderen Business-Frauen treffen? Das würde (mal abgesehen davon, dass ich sie ja erst einmal kennenlernen müsste), neue Termine in meinem ohnehin durchgetakteten Alltag bedeuten. Geht auch schlecht.

Grund 2: meine Introversion. Netzwerken kostet mich Kraft und Überwindung. Ich murkel gerne alleine vor mich hin. Proaktiv jemanden anzusprechen oder gar Gründerin eines (Offline)-Netzwerkes für leise Unternehmerinnen der Region zu sein, klingt in der Theorie wunderbar sinnstiftend und inspirierend. Praktisch würde das für mich den puren Stress bedeuten.

Das heißt natürlich nicht, dass ich keinerlei Netzwerk habe. Gerade online über den Blog und Instagram habe ich ein paar nette, wertvolle Kontakte gefunden. Man liest sich, kommentiert bei den Beiträgen gegenseitig und führt auch manchmal ein paar schriftliche Gespräche über E-Mail oder den Messenger.

Was ein Netzwerk bringen könnte

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein Netzwerk eine sehr zielführende „Institution“ für ein Business ist. Es liefert Inspiration, da man nicht mehr nur in seiner eigenen Wurstsuppe köchelt. Es liefert Verbindlichkeit und Motivation, weil man sich gegenseitig challengen kann und vielleicht Probleme oder To-dos gemeinsam angehen kann. Und natürlich kann man sich gegenseitig bei dem ein oder anderen Thema unterstützen, oder sich sogar weiterempfehlen.

Und nun?

Ja, und nun weiß ich auch nicht :-). Es gibt nicht von der Hand zu weisende Vorzüge, die ein gutes Netzwerk mit sich bringt. Aber es ist für mich als leise Unternehmerin im Nebenberuf sehr schwierig, sich ein Netzwerk aufzubauen. der Zeitmangel und meine Introversion stehen mir dabei im Weg. Momentan ist mein Netzwerk fast auschließlich auf Instagram (https://www.instagram.com/werbewerkelei/) und meinen Newsletter beschränkt. Wenn du mir dort folgen möchtest freue ich mich! Ansonsten melde Dich gerne, wenn Du eine Idee zur Vernetzung hast.

Monatsrückblick Oktober 2023

Der Oktober war einer meiner schönsten Monate im Jahr 2023. Er begann mit einer Reißausreise nach Templin in ein Familienhotel.

Templin, Templin, wir fahren nach Templin…

Warum Reißausreise? Der September war sehr stressig im Hauptjob für mich. Ich war echt unzufrieden. Mir fehlte etwas, worauf ich mich freuen konnte. Deshalb buchten wir für die erste Herbstferienwoche den Urlaub.

Es war ein kleines Experiment. Unsere Urlaube führen uns normalerweise immer nach Dänemark in Ferienhäuser. Wir lieben die Ruhe dort und können unser Ding machen. Würden wir uns wohlfühlen in einem trubeligen Familienhotel mit vorgegebenen Essenszeiten?

Das Experiment glückte! Wir genossen unseren Rundumsorglosurlaub. Das Hotel ließ keine Wünsche offen und wir erlebten ganz fantastische Ausflüge in den Wildpark Schorfheide, die Naturtherme Templin und in den Ziegleipark Mildenberg. Eine gemütliche Seenfahrt mit einem Fahrgastschiff machten wir auch.

Im Sommerurlaub hatte ich dieses Jahr ein Gefühl vermisst, dass ich sonst immer auf Reisen hatte: ein ganz tiefes Gefühl von Dankbarkeit und Zufriedenheit. In diesem Herbsturlaub (übrigens reisen wir sonst meist nur einmal pro Jahr) konnte ich dieses Gefühl von innerer Zufriedenheit sehr gut wahrnehmen. Balsam für die Seele!

Der Herbst ist der Frühling des Winters, habe ich unlängst gelesen. Dieses Jahr stimmte das auf alle Fälle. Wir lebten alle auf!

Die Kinder blühten auf

💪🏻Der große Sohn wird so langsam flügge und bastelte an der alten Simson meines Mannes herum. Nächstes Jahr möchte er die Fahrerlaubnis machen. Auch den dazugehörigen Erste Hilfe Lehrgang absolvierte er diesen Monat. Und er versorgte sich einen Praktikumsplatz für nächstes Jahr im örtlichen Kindergarten.

Schrauber

💪🏻Der Kleine machte enorme sprachliche Fortschritte und beherrscht sicher die gängigsten Farben. Ende des Monats bauten wir ihm ein eigenes Bett auf. Nachts zieht er zwar gerne zu uns um, aber er schläft nun auch ganz gerne außerhalb des Elternbettes. Er geht weiterhin sehr gerne in den Kindergarten. Ein Herbstfest wurde dort auch gefeiert. Schön, wie liebevoll und engagiert das Personal ist!

Buffet im Kindergarten

Kaufrausch

Apropos Herbstfest: Auch bei uns Zuhause zog der Herbst ein. Ich kaufte einen Dekofensterrahmen und den gestaltete ich mit dem Kleinen zur Jahreszeit passend. Ein bisschen spielerische Pädagogik kann ja nicht schaden.

Dekofenster

Schrieb ich gerade vom Kaufen? Tatsächlich entpuppte sich der Oktober bei mir auch als Kaufrauschmonat. Ich besitze mein erstes Bügeleisen inklusive Bügelbrett, wir besuchten IKEA und kauften ein Bett für den Großen und zwei neue Matratzen für die Kinder. Einen Blazer und zwei neue Blusen erstand ich diesen Monat ebenfalls. Das Buch Content matters von Bianca Fritz ziert nun meinen Schreibtisch. Ich muss es nur noch lesen und die Infos umsetzen. Manchmal muss halt einfach mal was Neues her. Ein echter Gönnungsmonat, dieser Oktober!

Bestes Ausflugswetter

Der Urlaub in Templin war nicht unsere einzige Alltagsflucht. Am letzten Sonntag im Oktober besuchten wir den Geflügelhof in Diehsa, nicht weit von uns. Dort gab es nicht nur allerhand Hoftiere zu bestaunen, sondern auch einen sehr schönen Spielplatz.

Und sonst so?

  • 2x Mittagessen gehen mit meinem Mann
  • ein Familienessen in der Rübezahlbaude auf der Lausche mit 1,5 stündiger Wartezeit aufs Essen
  • Apfelmarmelade kochen
  • Filmabend mit dem Großen (der Trashfilm „Fall„, trotz Logiklücken gar nicht so schlecht)
  • die erste Weihnachtsfeier meines Mannes für dieses Jahr
  • ein Wespenstich in den Oberschenkel durch die Jeans bei mir
  • ein Krankenschein (mein erster seit 2017, glaube ich) wegen fehlender Stimme
  • eine Online-Fortbildung zu Chat-GPT und anderen KI-Tools
  • Me-time mit Journaling- und Malzeit,
  • ein schöner Spaziergang mit meinen zwei Kindern
  • kochen mit dem Dutch oven im Garten
  • Walnüsse ohne Ende im Garten

Neues bei der Werbewerkelei

Meine Aktivitäten rundum die Werbewerkelei haben wieder etwas Fahrt aufgenommen. Es entstanden immerhin 5 Beiträge auf meinem Instagramprofil und zwei Blogartikel zusätzlich zum Monatsrückblick.

Im Blogbeitrag Nummer eins schreibe ich darüber, was mir persönlich Sicherheit für meine Sichtbarkeit gibt und im Blogbeitrag Nummer zwei stelle ich Dir Meine To-Want-Liste für den Rest des Jahres 2023 vor. Ich konnte auch schon viele Wünsche dieser Agenda erfolgreich abhaken. Auch der Newsletter erlebte eine Renaissance. Du kannst ihn gerne abonnieren, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Du siehst, mein Oktober war wirklich proppevoll mit schönen Dingen. Was war Dein Highlight im Oktober?

Werde WAHRgenommen, Deine Steffi

Meine To-Want-Liste für den Rest des Jahres 2023

Das Blogtoberfest ist eine Art Blogparade, bei der viele Blogger:innen zu ein und dem selben Thema einen Blogbeitrag verfassen. Initiiert hat dieses Happening Judith Peters. Das Thema lautet: „Meine To-Want-Liste bis zum Ende des Jahres 2023.“

Mein erster Gedanke: „Och Nö! Das setzt mich nur unter Druck!“

Tatsächlich macht es für mich als perfektionistisch veranlagten Menschen überhaupt keinen Unterschied, ob man das Ding nun To-Do- oder To-Want-Liste nennt. Ich weiß jetzt schon, dass ich versuchen werde, alle Punkte zu erfüllen und dass ich enttäuscht sein werde, sollte mir das nicht gelingen.

Aus den frommen und spielerisch verfassten Wünschen als nice-to-have werden dann ganz schnelle verbissene must-unbedingt-to-dos-sonst-habe-ich-schlechte-Laune für mich. Mein erster Impuls war es daher, das Blogtoberfest nicht mit zu feiern, also keinen Blogbeitrag zu diesem Thema zu verfassen.

Doch dann verließ ich meine Schmollecke und setzte mich hin -bewaffnet mit einem Notizblock und einem Kuli- und legte spontan los. Schließlich hatte ich mich ja zum Blogtoberfest angemeldet. Also musste ich das Ding nun auch durchziehen! (Du merkst schon: Auch hier kommt wieder mein Sch… Perfektionismus durch).

Et voila: Hier ist sie, meine To-Want-Liste für den Rest des Jahres 2023!

  1. ✅Kalender für meine Lieben von 2024 mit eigenen Fotos erstellen
  2. Der Schwarm“ anschauen
  3. mindestens ein Mal pro Woche straff spazieren gehen (für die Gesundheit)
  4. ✅einen neuen Blazer kaufen
  5. Weihnachtsmärkte besuchen
  6. ✅meine Eltern besuchen
  7. ✅einen Jahresrückblick schreiben
  8. ✅einen Jahresrückblick mit meiner Familie veranstalten
  9. ✅ein neues Bett für meinen kleinen Sohn aufstellen
  10. ✅Kürbissuppe kochen und verspeisen
  11. ein Puzzle machen (schon vor Monaten gekauft)
  12. ✅mal wieder journalen
  13. ✅die Wohnung weihnachtlich schmücken
  14. mit den Kindern basteln
  15. ✅malen
  16. das Buch „Content matters“ von Bianca Fritz durcharbeiten
  17. ✅auf den Geflügelhof nach Diehsa fahren
So sieht sie aus, meine Liste

[Edit] Inspiriert von den To-Want-Listen der anderen Blogger:innen (du findest die Liste aller Listen 😉 übrigens hier), habe ich noch ein paar mehr To-Wants gefunden:

  1. Weihnachtsplätzchen backen
  2. ✅Apfelmarmelade kochen
  3. den Schokobrunnen, der schon ewig ungenutzt im Schrank steht, ausprobieren
  4. Waffeln backen
  5. ✅Bratäpfel machen
  6. ✅An Silvester eine lecker süffige Bowle trinken
  7. ✅Rauhnachtjournaling betreiben

Du siehst, es sind viele Wünsche dabei, die etwas mit Wohlgefühl und Entschleunigung zu tun haben. Tatsächlich ist mir genau DAS wichtig, damit ich in meinem hektischen Alltag zwischen Familie, Haupterwerb und Werbewerkelei nicht ausbrenne. Mal schauen, wieviele der Punkte ich am Jahresende abhaken kann.

Werde WAHRgenommen, deine Steffi