Interview mit der Autorin Vanessa Andreadakis zu ihrem Buch „Schwarzer Kater“

Kürzlich habe ich Vanessa Andreadakis Roman „Schwarzer Kater – Das siebte Leben“ gelesen, der mir sehr gefallen hat. Ich habe das Buch hier rezensiert. Während meines Lesevergnügens sind mir viele Fragen eingefallen, die Vanessa mir gerne beantwortet hat. Herzlichen Dank dafür!

Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Buch mit dieser Story zu schreiben?

Das hat mit einem Kurzgeschichten-Seminar angefangen. Dort habe ich eine kleine Erzählung über eine Jungsfreundschaft in den 80ern geschrieben. Ich hatte ein bestimmtes Ende im Sinn, aber beim Schreiben passierte etwas sehr Seltsames: Die Figuren haben ein Eigenleben entwickelt. Plötzlich wollten sie bestimmen, wo es mit der Geschichte hingeht. Mich hat das unheimlich beeindruckt und ich fing an, die Geschichte weiterzuschreiben – auch nach dem Seminar noch. Irgendwann, so hundert Seiten später, dachte ich mir: Ok, ich schreibe wohl gerade ein Buch. Die Story hat sich – genau wie die Kurzgeschichte – erst beim Schreiben entwickelt. Ich habe dann gelernt, die Figuren zu steuern. Und ihnen zu vertrauen – auch wenn sie sich anders verhalten, als geplant. Dafür musste ich ganz schön viele Irrwege in Kauf nehmen. Aber es hat immer Riesenspaß gemacht.

Woher hast du dir das Wissen über Koks, Schlösser knacken und das Kinderheim angeeignet?

Meine größte Fundgrube: Youtube! Es ist einfach unglaublich, über was man sich auf dieser Plattform informieren kann. Zum Beispiel Koks: Ich habe sogar Videos gefunden, bei denen jemand Koks genommen hat (mit medizinischer Begleitung). Er hat dann unter Drogen verschiedene Konzentrationstests gemacht. Total irre. Die Koksszenen habe ich noch mal von einer Drogenberaterin, die ich bei einem Schreibseminar kennengelernt hatte, querlesen lassen. Das war sehr wertvoll. Sie hat mich zum Beispiel darauf hingewiesen, dass viele Abhängige sehr lange damit warten, Koks auch bei der Arbeit zu konsumieren. Daraufhin habe ich die Handlung etwas angepasst. Zum Thema Schlösser knacken gibt es übrigens auch reichlich Videomaterial bei Youtube. Beim Thema Kinderheime war das Buch „Schläge im Namen des Herrn“ von Peter Wesnierski meine Hauptquelle. Es ist eine großartige Zusammenstellung von Erfahrungsberichten ehemaliger Heimkinder in der Bundesrepublik der 50er und 60er. Sehr lesenswert, aber auch ganz schön harter Tobak. Ich habe selbst zwei Söhne und es hat mir fast das Herz zerrissen, zu lesen, was den Kindern dort angetan worden ist! Ein Erfahrungsbericht hat mich besonders beeindruckt: Ein Junge bastelt sich selbst einen Dietrich und kann so jederzeit unbemerkt rein und raus. Statt zu verzweifeln hat er sich seine Freiheit erkämpft und außergewöhnliches Geschick und Erfindergeist gezeigt. Ich habe mir gedacht: Diese Geschichte passt perfekt in meinen Roman!

Wie schreibt man so realistische Kampfszenen?

Ich muss vorausschicken, dass ich mich selbst noch nie ernsthaft geprügelt habe. Erstmal habe ich mir unzählige Trainings- und Selbstverteidigungsvideos auf Youtube angeschaut. Und dann hatte ich ein bisschen Glück: Meine Söhne spielen beide Fußball, da verbringt man recht viel Zeit am Spielfeldrand. Einer der Trainer hat einmal fallen lassen, dass er jahrelang geboxt hat. Ich habe mir gedacht: Das ist mein Mann! Glücklicherweise war er bereit, meine Szenen zu lesen und hat mir sehr hilfreiche Hinweise gegeben. Bei einem entscheidenden Kampf geht es ja um etwas ganz Existenzielles. Egal, wie er ausgeht: die Figur kommt verändert heraus. Außerdem hat so etwas Archaisches wie eine handfeste Prügelei oder ein Boxkampf ja auch eine gewisse Faszination. Jeder weiß: Jetzt geht’s ums Ganze. Damit das auch beim Leser ankommt, habe ich ganz schön lange an den Szenen herumgefeilt.

In welche(s) Genre würdest du dein Buch einordnen? Ich sehe da mehrere Möglichkeiten.

Es ist ein Entwicklungsroman. Ich glaube allerdings, dass die meisten nicht so viel mit dem Begriff anfangen können. Deshalb benutze ich selbst oft Schicksals- oder Familienroman. Coming-of-Age ist auch mit dabei, nur eben nicht in Reinform.

Warum hast du dich für Druck und Vermarktung für Tredition entschieden?

Tredition ist ein Distributor, der sowohl den Buchgroßhandel als auch die einschlägigen Online-Plattformen bedient. Ich fand es praktisch, alles über einen Dienstleister abwickeln und zusätzlich noch eigene Exemplare bestellen zu können – gerade weil ich ja überhaupt keine Erfahrung mit der Buchvermarktung hatte. Aus nostalgischen Gründen wollte ich sehr gerne auch ein paar gebundene Exemplare meines Buches drucken lassen. Das bieten gar nicht alle Distributoren an. Aber ich glaube, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, der zum Buch und zur Persönlichkeit des Autors am besten passt. Für Selfpublisher gibt es ja mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten.

Was ist aus deiner Sicht die wichtigste Message des Buches?

Es lohnt sich immer, nach dem Warum zu fragen. Manchmal erfordert das großen Mut, besonders wenn es um die eigene Familie geht. Da sind wir Frauen meist besser als Männer.

Was oder wer hat dir am meisten beim Schreiben geholfen?

Da gab es für jede Phase jemanden! Am Anfang wusste ich ja gar nicht, wie mir geschieht. Neben Job und Familie ist es schon verrückt, auch noch ein Buchprojekt zu haben. Und dann die ganzen Zweifel! Es war ein großer Schritt für mich, andere meine Entwürfe lesen zu lassen. In dieser Phase war es am wichtigsten für mich, Zuspruch zu bekommen, um den Mut behalten, weiterzuschreiben. Später brauchte ich dann fachliche Hilfe. Ich hatte ja überhaupt keine Ahnung, wie man ein Buch schreibt! Ich wusste nicht einmal, was ein Plot ist. Die Autorenrunden von Jutta Schubert (vhs Mainz) haben mir sehr weitergeholfen und später dann das Coaching mit der Lektorin Ursula Hahnenberg. Und ganz am Ende habe ich sehr wertvolles Feedback von meinen fantastischen Testlesern bekommen.

Buchrezension zu „Schwarzer Kater“ von Vanessa Andreadakis

Nach dem Lesen des Selfpublishing-Buches „Schwarzer Kater – Das siebte Leben“ von Vanessa Andreadakis musste ich mich erst einmal „sortieren“, denn die zweite Hälfte des Romans hat so eine hohe Da-passiert-was-Geschwindigkeit, dass es mir nicht möglich war, das Buch zu unterbrechen. Ich wollte wissen, ob sich alles auflöst. Und ja! Es gibt ein Happy End. Eigentlich mag ich frohe Enden gar nicht so, hier war es aber ungemein tröstlich, denn insbesondere der Sohn Steven war mir sehr ans Herz gewachsen. Aber von vorn:

Worum geht es?

Vater und Teenager-Sohn leben zusammen, oder besser gesagt nebeneinander her. Zur Mutter scheint kein Kontakt zu bestehen. Der Vater Marc ist viel beschäftigter Anwalt, der Sohn Steven hat Probleme in der Schule, aber Halt durch seinen Boxlehrer. Immer deutlicher wird, dass Marc aufgrund unbearbeiteter Kindheitstraumata die Maske des erfolgreichen Mannes nicht mehr aufrecht halten kann, während Steven eher unbeabsichtigt in große Gefahr gerät.

Es geht um Unausgesprochenes, Schuld, Gewalt, Drogen, emotional unerreichbare Eltern, aber auch Freundschaft und Vergebung.

Was mir besonders gefallen hat

Die Figuren sind charakterlich sehr gut herausgearbeitet und denken und sprechen sehr natürlich, wobei mir einige der Nebenprotagonisten fast zu perfekt nett waren. Der Roman setzt sich Puzzlestück für Puzzlestück zusammen und ist am Ende eine runde Sache. Spannend ist er außerdem. Im Buch sind Kampfszenen, die ungemein realistisch beschrieben sind. Wie macht man sowas?

Mein Leseeindruck

Irgendwie plastisch. Den Roman könnte ich mir als Film sehr gut vorstellen, wobei der Showdown für meinen Geschmack ein paar zu viele positive Wendungen nimmt. Das Buch ist flüssig zu lesen und der Schreibstil schwankt zwischen klar und direkt und poetisch.

Meine Bewertung

Dieses Buch ist nicht für Feiglinge. Soll heißen: Es fordert emotional. Und nicht nur das: Die Gewaltszenen sind so realistisch beschrieben, dass ich mir am liebsten die Augen beim Lesen zugehalten hätte. Das Buch hat guten Gewissens 4,5 von 5 Sternen verdient.

Monatsrückblick April 2026

Der April zeigte sich stabil von der Wetterlage. Er wusste dieses Jahr was er wollte: Sonnenschein! Trotzdem war er für mich recht trubelig und ereignisreich.

Das Wetter genossen

Aufgrund des tollen Frühlingswetters konnten wie viel Zeit draußen genießen. Jedes Jahr aufs Neue feiere ich total die erwachende Natur, bewundere Blumen und Insekten. Mit meinen zwei Söhnen machte ich zwei schöne Ausflüge. Eine kleine Wanderung zu den Steinbrüchen gleich in der Nähe und einen ausgiebigen Spielplatzbesuch. Diese Ruhe, der warme Wind, das Summen der Bienen und das Zwitschern der Vögel war einfach himmlisch und ließ mich in eine entspannte Zufriedenheit taumeln.

Garten

Wir verbrachten natürlich auch viel Zeit im Garten, schmückten den Baum vorm Haus mit Ostereiern und holten den Strandkorb aus dem Winterlager im Schuppen. 55 Tomatenpflanzen habe ich auch noch pikiert.

Hexenbrennen

Am 30.04. brannte das traditionelle Hexenfeuer im Ort und wir hatten einen schönen Abend, da wir dort Freunde trafen, die wir selten sehen.

Was sonst noch los war

  • Mein Mann war zu einer Agrarmesse in Leipzig direkt in den Osterferien.
  • Unsere Autoversicherung übernimmt den Schaden vom Unfall im letzten Monat komplett. Das hat mich sehr erleichtert.
  • Mein muckernder Zahn hat mich auch im April wieder beschäftigt und der nächste Zanarzttermin ist schon gebucht für den Mai.
  • Mein Schwiegervater liegt schon seit Wochen auf der ITS und es sieht nicht gut aus.

In meiner Bücherwelt

… passierte wieder zauberhaftes. Ich habe „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ gewonnen und auch selber auf Instagram ein Gewinnspiel gemacht und vier Bücher verlost. Außerdem hat mir Noa Moreira ihr Buch „Petropolis“ zugeschickt. Meine gelesenen Bücher habe ich allesamt auch hier auf meinem Blog rezensiert.

Blogbeiträge vom April

Morgen kommt ein neuer Himmel – über die Kraft, seine Wünsche zu erfüllen

Der Sommer, der uns blieb ist leider kein Buch, was bleibt

Gibt es mehrere Authentizitäten? Oder wann bin ich eigentlich authentisch?

Buchrezension zu „Wir sind eine Frau“

Meine Erkenntnisse des Monats

  • anstregend: freundlich bleiben bei dummen Menschen
  • Was, wenn es gut wird? – Ist mal wieder eingetreten
  • Was ist eine „gute Mutter“?
  • Vergänglichkeit wird sichtbar – Zeit nutzen!
  • neugierig sein = Lebenshaltung
  • Ich bräuchte Urlaub vom „ich“
  • Gesundheitsgrübeleien – ich müsste mehr dafür tun!
  • ein wenig vom Lesehobby unter Druck gesetzt
  • Ich bin zu viel am Handy
  • Beständig ist nur der Wandel
  • Glaube an dich, damit es auch andere tun können
  • online vernetzen ist wunderbar
  • Jeder ist für sich selbst verantwortlich
  • Begeisterungsfähigkeit ist ansteckend – ich sollte es selber mehr zeigen
  • gute Laune – kannst du bitte bleiben?

Interview mit der Autorin Noa Moreira

Zuletzt las ich den Roman Petrópolis von Noa Moreira. Er ist der dritte Teil ihrer Brasilien-Saga, in dem sie über die Geschichte ihrer Vorfahren berichtet. Die Rezension zu diesem Buch findest du hier: Buchrezension von Petrópolis: Die Saga geht weiter von Noa Moreira

Ich freue mich, dass ich Noa ein paar Fragen stellen durfte und bedanke mich für das Interview.

Du hast insgesamt drei Bücher über deine Ahnen geschrieben. Woher hast du das ganze Wissen über sie genommen und wie lange hat das recherchieren und schreiben gedauert?

Das Wissen ist über Jahrzehnte meines Lebens gewachsen. Am Anfang waren es Anekdoten und Geschichten, die meine Oma am Sonntagmorgen bei Zwieback und Tee mit mir geteilt hat, während der Rest im Haus noch schlief … das war spannend! Auch waren es die Erzählungen bei Geburtstagskaffees, die die Tanten und mein Onkel mit meiner Mutter austauschten. Brasilien war immer Thema, die Fragen brennend spannend für uns Kinder.
Eine Form haben dann meine Tante und mein Vetter reingebracht, indem sie genealogisch forschten. Insbesondere mein Vetter ist vor Ort in Brasilien sogar noch tiefer eingetaucht. Der Austausch war stets da, das Zusammentragen eine Art Ko-Kreation.
Die Idee, etwas daraus zu machen, ist vor langer Zeit geboren, doch so richtig ernsthaft angepackt – mit den Recherchen über das Leben damals und die Gegebenheiten, um die Lücken mit Leben zu füllen – daran arbeite ich konzentriert seit 2022.
Seit 2024 schreibe ich … und hatte es plötzlich eilig, da von den vier Geschwistern nur noch zwei da waren, inzwischen hochbetagt. Mir war es wichtig, ihre Geschichte jetzt festzuhalten.

Warum hast Du Dich fürs Selfpublishing entschieden?

Darüber habe ich erst nachgedacht, als ich wusste, dass es drei Bände werden. Band 1 und 2 gehören als Geschichte der ‚Fazenda Santa Delfina‘ zusammen und ich wollte sie unbedingt fertig haben, bevor ich Band 3 erzähle, der diese Welt dann verlässt.
Und dann stand die Frage im Raum: Ja und nun? Wie veröffentliche ich das? Nur für mich, ‚just for fun‘, wie ich es früher schon einmal mit einem Drehbuch gemacht hatte? Oder nur ein Manuskript für die Familie, die das durchaus schon länger angefragt hatte? Die Geschichte war da ganz eindeutig, sie wollte einfach in die Welt. Also dachte ich mir: Wenn schon der Aufwand, dann richtig – mit Buchsatz und allem Drum und Dran bis zur ISBN.
Für das Selfpublishing habe ich mich letztlich entschieden, weil ich für eine langwierige Verlagssuche keinen Nerv hatte. Ich wollte und musste einfach weiterschreiben und den Fokus auf der Geschichte behalten. Zum Glück wusste ich da noch nicht, was das tatsächlich an Fleißarbeit bedeutet … 🙂 Aber es fühlt sich im Nachhinein richtig und gut an.

Hast du die Originalschauplätze in Brasilien besucht?

Nein, aber mein Vetter, der einiges für die Genealogie vor Ort recherchiert hat. Auch meine Mutter und zwei ihrer Geschwister waren vor Ort, am Rio Preto und auch in Rio de Janeiro beim Rest der Familie, der dort geblieben ist.

Sprichst du portugiesisch?

Ich verstehe es etwas, aber spreche es nicht. Es ist mir extrem vertraut. Viele Redewendungen, die ich von meiner Oma noch kenne…

Was haben Deine Ahninnen Dir mitgegeben?

Oh, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wissensdurst und Neugierde gerade auch auf das Fremde, Vertrauen in die Weisheit des Lebens, Pioniergeist, um Neues anzupacken, Lebensfreude an den kleinen Dingen und die Liebe zur Natur fallen mir da als erstes ein…
Aber da ist noch mehr, was tiefer geht: Durch den intensiven, fast greifbaren Kontakt während des Schreibens zu denen, die vor meiner Großmutter waren – und von denen ich zuvor ja eigentlich nicht viel wusste – habe ich eine große Nähe gespürt, die ich immer noch in mir trage. Ich hatte das Gefühl, als hätten sie mir ihr Vertrauen geschenkt, ihre Geschichte zu hüten. Im Gegenzug für diesen wertvollen, berührenden Austausch haben sie mir eine Art Ur-Vertrauen mitgegeben – das Wissen, dass wir nie ganz allein gehen, sondern auf den Schultern derer stehen, die vor uns da waren. Ich glaube, ich habe selbst noch gar nicht alles ganz erfasst, was ich aus diesen Begegnungen an Geschenken heraustragen durfte…

Findest Du Parallelen zu Ihnen?

Hm, ob es da Parallelen gibt? Ich kann es ehrlich gesagt (noch) nicht sehen oder sagen. Dafür bin ich vielleicht noch zu nah an ihnen dran…
In jedem Fall weiß ich noch genau, wie ich beim Schreiben dachte: Ich weiß nicht, ob ich in der Lage gewesen wäre, so zu handeln, wie sie es taten. Ich hatte beim Schreiben manchmal größten Respekt vor ihren Entscheidungen und habe einfach nur viel gestaunt.

Wird es eine Fortsetzung geben?

Nein, eine direkte Fortsetzung der Brasilien-Saga wird es nicht geben. Diese Geschichte mit Brasilien ist für mich nun zu Ende erzählt. Als Nächstes folgt die Hohenlohe-Saga. Dort wird sich allerdings im letzten Band der Kreis zu Luzia, Luz und Gotthilf auf dem Hochberg in Urach schließen.
Was ich mir vorstellen könnte, wäre ein Prequel zur Brasilien-Saga. Mein Vetter hat inzwischen die Ahnengeschichte der portugiesischen Vorfahren bis zu Karl dem Großen zurückverfolgt. Vielleicht will daraus einmal eine weitere Saga wachsen. Aber für mich ist das momentan noch Zukunftsmusik. Als Nächstes gehört meine Aufmerksamkeit erst einmal der Hohenlohe-Saga.

Warum schreibst Du unter einem Pseudonym?

Dies sind nicht meine Geschichten, die ich erfunden habe. Ja, ich habe viel zur damaligen Lebenswelt und den historischen Umständen recherchiert und zwischen den Jahreszahlen vor diesem Hintergrund fiktiv verdichtet. Ich habe die narrative Dramaturgie konzipiert, ich habe die Ereignisse in Worte gepackt – aber die Figuren waren vor mir da. Ich hätte mir ihre Geschichte so wohl nicht ausdenken können. Ohne die genealogische Vorarbeit meiner Verwandten hätte ich sie nicht erzählen können. Ich glaube, meine Stärke ist eher das Sammeln und Aufbereiten der Geschichten von anderen. Das Gesamtwerk meiner Autorinnenarbeit ist definitiv mehr, als in meine eigenen Kleider passt.
Und Moreira war für mich seit Kindheit – als Nachname meiner Großmutter mütterlicherseits – vom Klang und von der Aura her stets mit einer warmen Schönheit und einer stillen, tragenden Frauenenergie verbunden, die mich bis heute begleitet. Es ist eine Energie, die nichts mit Äußerlichkeiten zu tun hat, sondern eine innere Substanz, die einfach da ist. Es war für mich sofort klar, dass das Pseudonym diesen Namen tragen will.

Du möchtest mehr über Noa Moreira wissen? Hier geht es zu ihrer Website: https://www.noa-moreira.de/

Buchrezension von Petrópolis: Die Saga geht weiter von Noa Moreira

Petrópolis von Noa Moreira ist der dritte Teil einer Familiensaga auf Grundlage echter Ereignisse. Ich kenne die zwei ersten Bände nicht, aber der Roman ließ sich auch ohne das Vorwissen sehr gut lesen.

Worum geht es?

Im Buch begleiten wir die Hauptprotagonistinnen Ricardina und Luzia (Mutter und Tochter) auf ihrem Lebensweg. Der erste Teil des Romans spielt in Brasilien vor dem zweiten Weltkrieg. Wir verfolgen den Eisenbahnbau und das Leben in Rio und auf einer Gärtnerei in den Bergen. Diese Zeit ist geprägt von Abschieden durch Todesfälle, Armut und Krankheit, aber auch von Hoffnung. Weiter geht es dann in Süddeutschland, wohin die Familie auf einer langen Schiffsreise gelangt. Das Ankommen ist nicht immer leicht und der zweite Weltkrieg fordert die Familie ebenfalls auf vielfältige Weise heraus.

Der Schreibstil

Zuerst war ich etwas genervt, denn im Text findet man zu Beginn des Buches viele portugiesische Begriffe. Diese sind zwar in einem Glossar erklärt, aber die ständige Blätterei störte den Lesefluss. Der Schreibstil ist sehr sinnlich. Man findet viele Beschreibungen, Töne und Gerüche. Diese ließen mich sehr gut eintauchen in die üppige Welt Brasiliens und die deutlich kühlere und geordnete deutsche Welt, waren mir aber manchmal zu viel des Guten. Trotzdem war ich nicht gelangweilt, denn in diesem Roman passiert unglaublich viel! Deshalb bereitete mir das Lesen viel Vergnügen. Ich wollte immerzu wissen, wie es weitergeht und ich konnte mich auch in die Personen sehr gut einfühlen.

Mein Leseeindruck

Das Buch lässt mich ehrfürchtig zurück. Noa Moreira ist es gelungen, unheimlich viel Wissen über ihre Vorfahren zusammenzutragen und so aufzubereiten, dass daraus ein spannender und dichter Roman entstanden ist, der fesselt und ohne Längen auskommt. Er ist keine locker-flockige Strandlektüre, sondern für Leser:innen geeignet, die gerne historische Romane mögen und Mehr-Generationen-Romane interessant finden. Ich vergebe vier einhalb von fünf Sternen und eine Kaufempfehlung.

Buchrezension zu „Wir sind eine Frau“

Auf der Leipziger Buchmesse habe ich mir den Roman “ Wir sind eine Frau“ von Sarah Pfaffeneder gekauft. Erschienen ist es im Palomaa Publishing Verlag. Es geht um eine Frau (im Buch tatsächlich ausschließlich so benannt), die wir alle sein könnten. Eine Frau, die einen Knoten in der Brust hat und nicht nur damit kämpft, sondern auch mit allen möglichen und unmöglichen anderen Dämonen (nein, es ist kein Fantasy-Roman) unserer Zeit.

Der Schreibstil

Das Buch zeichnet sich durch einen sehr extravaganten Schreibstil aus und hebt sich dadurch sehr deutlich von anderen Werken ab. Ich würde ihn als kantig bezeichnen. Sehr kurze, fragmentarische Sätze wechseln sich mit sehr langen ab und immer wieder wird die Leserschaft direkt angesprochen. Dieser bisweilen sehr eindringliche und besondere Schreibstil hat mich sehr gepackt und liefert den Beweis, dass Frau auch ein Buch veröffentlichen kann, wenn sie sich nicht an allgemeine Schreibratgeber hält. Das hat mir als angehende Autorin Mut gemacht, meinem Drang, eigene Sätze und Formulierungen zu glätten, nicht immer nachzugeben. Mich hat allerdings gestört, dass die Autorin häufig ihre herausragenden! Wortspiele im nächsten Augenblick erklärte, oder noch einmal darauf hinwies. Ich fühlte mich, als traue man mir nicht zu, sie selber zu erkennen und einzuordnen.

Warum ich das Buch abbrechen wollte

Ziemlich zu Beginn schon schwiff die Autorin von der eigentlichen Story ab. Nachdem „eine Frau“ über fünf Seiten hinweg über einen Kinderliedtext nachdachte (was noch sehr originell war), kamen dann plötzlich ökologische Themen ins Spiel, gefolgt von Gedanken zu gendergerechten Bildern und Texten in Kinderbüchern. Zweifellos sind das wichtige Themen. Aber sie stoppten die Handlung und ich fragte mich, ob die Autorin hier nicht irgendwie versucht, sämtliche Gesellschaftsprobleme in einen Roman zu quetschen. Es ist zweilfelsohne sehr wichtig, die Menschheit für solche Dinge zu sensibilisieren. Aber doch nicht per Druckbetankung in einem einzigen Roman. Dies führte mich vollkommen weg von der Protagonistin.

Warum ich das Buch nicht abgebrochen habe

Was mich letztendlich zum Dranbleiben gebracht hat, war die intensive Beschreibung der Lebens- und Gedankenwelt einer Frau in einer psychischen Ausnahmesituation und mit psychischen Erkrankungen (Ich habe sogar eine Textstelle schon im Unterricht vorgelesen. Wir besprechen gerade das Thema Wochenbettdepression).

Meine Bewertung

Ich gebe dem Roman 4 von 5 Sternen. Ich empfehle das Buch allerdings nur Menschen, die sich darauf einlassen können, hier nicht die gewohnten glatt gebügelten Satzmelodien vorzufinden und die damit leben können, dass das Buch sehr intensive Gefühlszustände und Gedanken beschreibt. Es ist an manchen Stellen eine ZuMUTung. Nicht umsonst fragt die Autorin sogar einmal: „Sie ertragen es nicht mehr, auch nur ein einziges Wort davon zu lesen? Glückwunsch!“

Ich glaube, dieses Buch will gar nicht gefallen. Und genau DAS macht es interessant. Hältst Du unbequeme Texte aus, oder steigst Du irgendwann aus?

Gibt es mehrere Authentizitäten? Oder wann bin ich eigentlich authentisch?

Ich habe zu meinem Geburtstag eine Tasse von einer Kollegin geschenkt bekommen, auf der sinngemäß steht, dass ich ironisch und sarkastisch bin. Und das stimmt! Auf Arbeit rede ich spitz und werfe Bemerkungen in den Raum, die man nicht ganz ernst nehmen sollte, manchmal auch sehr spontan. Ich merke dabei oft gar nicht, wie sehr das Teil meines Umgangs geworden ist, wie selbstverständlich diese Art zu sprechen für mich ist.

besagte Tasse

Wenn ich aber ein Video für Instagram aufnehme, klinge ich ganz anders. Ruhiger, oder vorsichtig fragend. Ja, was davon ist jetzt eigentlich „echt“ Steffi? Tatsächlich denke ich schon Monate, wenn nicht sogar Jahre darüber nach, ob ich auf Social Media echt bin. Fun Fact: Erst letzte Woche habe ich eine Nachricht bekommen, worin eine Followerin mein Profil als besonders authentisch einschätzte.

Ich bin online anders, als im realen Leben

Das passt auf den ersten Blick nicht zusammen, oder? Weil ich hier auf dem Blog und auf Instagram etwas weglasse. Ich bin hier nicht so ironisch wie auf Arbeit. Ich bremse mich an manchen Stellen bewusst. Ich formuliere Dinge anders, als ich es in einem spontanen Gespräch tun würde. Und ich mache das nicht aus Versehen. Ich entscheide das. Nicht jedes Mal bewusst in dem Sinne, dass ich darüber lange nachdenke, aber doch klar genug, um zu wissen, dass ich hier eine bestimmte Seite von mir schwächer zeige als eine andere. Das ist kein Zufall. Erstens kennt man mich im realen Leben. Viele wissen einfach, wann ich etwas ernst meine und wann ich überspitze. Zweistens lebt Ironie von Betonung und Körpersprache. Im schriftlichen Bereich wirkt Ironie oft als ernst gemeint, weil das Körperliche fehlt. Außderdem versteht Ironie und Sarkasmus auch nicht jede:r. Deshalb lasse ich diesen Bereich meines Ichs online häufig weg. Bin ich dort dann unauthentisch?

Ich zeige also online nicht alles und ich habe lange gedacht, dass genau das ein Problem ist. Dass ich damit nicht mehr authentisch bin. Dass ich etwas glätte, das eigentlich rauer ist. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich mich auch auf Arbeit nicht vollständig zeige. Dass ich auch dort Dinge zurückhalte und mich anpasse. Meine nachdenkliche Seite lasse ich im Beruf zum Beispiel nicht so oft raus wie online. Kann man mehrere Authentizitäten haben?

meine Fehlannahme

Ich habe Authentizität lange mit Vollständigkeit verwechselt. Mit der Vorstellung, dass man überall gleich sein müsste, wenn man wirklich echt ist. Aber so funktioniert kein Mensch, denn wir bedienen unterschiedliche Rollen. Ich bin nicht überall gleich, und ich habe angefangen zu verstehen, dass das nichts damit zu tun hat, dass ich mich verstelle, sondern mit unterschiedlichen Situationen und Erwartungen. Keine dieser Verhaltensweisen ist automatisch wahrer. Authentizität hat nichts damit zu tun, alles zu zeigen, oder sich überall gleich zu verhalten, sondern damit, sich selbst nicht zu widersprechen. Das, was man zeigt, sollte stimmen. Werte und Überzeugungen zum Beispiel. Man kann nicht im realen Leben Fleisch essen und sich online als Vegetarier:in hinstellen.

Mit dieser neuen Auffassung von Authentizität fühle ich mich endlich wohler. Ich darf mehrere Stimmen und Gedanken haben, die je nach Raum unterschiedlich laut werden, so lange meine Überzeugungen dabei synchron sind.

Wie ist das bei dir? Hast du auch schon einmal darüber nachgedacht, was Authentizität für dich ist?

Der Sommer, der uns blieb ist leider kein Buch, was bleibt

Ich habe ein Rezensionsexemplar von der Plattform vorablesen bekommen. Es heißt „Der Sommer, der uns blieb“. Geschrieben hat es Greta Herrlicher.


Optisch ist dieses Buch ein echter Blickfang. Der aufwendig gestaltete Einband und der Farbschnitt wecken hohe Erwartungen, vielleicht sogar zu hohe.

Worum geht es?


Es geht um eine Freundschaft von früher, die durch ein dunkles Geheimnis zerbrach. Heilt Zeit alle Wunden?

Inhaltlich konnte das Buch für mich mit seinem Äußeren nicht mithalten. Statt mich in die Geschichte hineinzuziehen, blieb ich oft auf Distanz. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz und wechseln ständig zwischen den Protagonisten Britta, Pia und Martin hin und her. Zusätzlich gibt noch ein paar Zeitsprünge. Das Problem war für mich nicht, den schnellen Kapitelwechseln zu folgen, sondern dass es mir dadurch nicht gelungen ist, mich in die Protagonisten gut einzufühlen.

Der Schreibstil

Der Erzählstil ist sehr erklärend. Die Autorin nutzt kaum „Show don’t tell“. Vieles wird erklärt, statt spürbar erzählt, sodass auch deshalb kaum echte Nähe zu den Figuren entsteht. Dialoge (besonders von Pia) sind sehr wohlfeil formuliert. So spricht man nicht.
Hinzu kommen einige wenige Ungereimtheiten, die mein Verständnis etwas gestört haben

Die Geschichte an sich ist eigentlich mega interessant und man hätte viel daraus machen können. Die Charaktere sind allesamt recht eindimensional dargestellt. Da ist noch Luft nach oben.

Die Szenen mit Brittas an Demenz leitendem Vater waren widerrrum sehr liebevoll und realistisch formuliert.

Fazit: Für Leserinnen und Leser, die einen eher erklärenden, ruhigeren Stil bevorzugen, mag der Roman funktionieren. Für mich blieb das Buch jedoch deutlich hinter dem zurück, was sein äußeres Erscheinungsbild verspricht.

Ich vergebe 3 von 5 🌟.

Morgen kommt ein neuer Himmel – über die Kraft, seine Wünsche zu erfüllen

Es gibt Bücher, bei denen man sofort drin ist. Und dann gibt es Bücher, bei denen man ein bisschen braucht. Dieses hier gehört für mich zur zweiten Sorte. Es heißt „Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielman.
Es beginnt mit einer Idee, die ich sofort mochte und die mich auch zum Zugriff in der Bücherzelle gebracht hat:

Eine Mutter stirbt und hinterlässt ihrer Tochter keine einfache Erbschaft, sondern eine Bucket List.
Wünsche, die sie mit 14 Jahren einmal hatte. Und die Bedingung, sie innerhalb eines Jahres zu erfüllen. Darunter Dinge, die sich gleichzeitig groß und kindlich anfühlen:


Ein Pferd besitzen
Ein Baby
Einen Mann finden, den sie liebt

Ich bin trotzdem nicht sofort angekommen. Die vielen Namen, die für mich ungewohnt englisch klangen und schlimmer: sich teilweise ähnlich waren, haben mich am Anfang eher auf Abstand gehalten. Die beiden Protagonisten heißen beispielwesie Brett und Brad. Also wirklich! Da war man wenig einfallsreich! Ich musste öfter inne halten, um zu überlegen, wer welche Person ist.

Je weiter die Geschichte ging, desto mehr hat sie mich aber gepackt.
Gegen Ende wurde daraus ein richtiges Weiterlesen-wollen.
Die Liebesgeschichte der Protagonistin hatte daran zum Beispiel Schuld. Sie gehört für mich in den Bereich Slow burn. Sehr spannend. Auch die vielen Plottwists.

Was mich zwischendurch gestört hat

Die Figuren werden immer wieder über ihr Äußeres beschrieben. Schönheit spielt eine große Rolle.
Bei Frauen, aber auch bei Männern und sogar Kindern.
Und ich habe mich beim Lesen mehr als einmal gefragt, ob es das wirklich braucht.
Weil die Geschichte an sich stark genug ist.

Ein paar Sätze sind mir besonders hängen geblieben. Sie sagen auch schon viel über den Schreibstil aus, der durchaus angenehm zu lesen ist.


Am Ende bleibt für mich ein Buch, das nicht perfekt ist, aber durchaus spannend ist.
Eines, das daran erinnert, wie leicht man eigene Wünsche aus den Augen verliert.
Und wie ungewohnt es sich anfühlen kann, sie wieder ernst zu nehmen.

4 von 5 ⭐.

Hast du auch eine Wünscheliste❓

Ich habe eine! Dieses Buch hat mich daran erinnert, sie wieder einmal hervor zu holen:

  • Paris
  • Island
  • eine Kreuzfahrt (Nordeuropa)
  • Wien
  • Klimahaus Bremerhaven
  • einen top gestalteten Garten inklusive Teich ist mir nicht mehr wichtig, naturnahes Chaos ist mir lieber
  • fitter und schlanker sein war ich schon, bin ich nicht mehr
  • Heiraten (ist vollzogen)
  • Grenen in Norddänemark (schon erledigt)
  • rauschfreiere Kamera und lichtstärkere Objektive (Kamera ist mittlerweile neu)
  • eine eigene Fotoausstellung (nicht mehr wichtig)
  • eine Meerschweinchenfamilie (sind zwei Katzen geworden 🙂)
  • zum Sonnenaufgang ganz spontan ans Meer fahren
  • Urlaub am Wattenmeer
  • Morgenmakros machen (bin Spätaufsteher) (abgehakt)
  • Wellnessurlaub in einem Hotel mit Thermalbad
  • nebenberuflich selbstständig machen mit Fotografie/Workshops für Anfänger nicht mehr wichtig
  • oder einen (Mini)job bei dem ich den Social Media Bereich eines Unternehmens betreue und/oder einen Firmenblog führe habe ich gemacht, war nebenberuflich selbstständig
  • ein Kind
  • Polarlichter sehen
  • ein Buch schreiben (ist in Arbeit)

Monatsrückblick März 2026

Viel los war im März. Erfreuliches, aber auch nicht so tolle Ereignisse fanden statt. Wieder einmal bin ich am Ende des Monats erstaunt, wie viele Dinge in einen Monat passen. Also: fangen wir an!

Bärwalder See

Gleich am ersten Tag des Monats machten wir einen Ausflug zum Bärwalder See und gingen dort spazieren. Der Kleine fuhr mit dem Laufrad immer voraus und wir genossen die Ruhe, denn es waren noch nicht so viele Gäste dort. Warum ist es eigentlich immer so entspannend, auf Wasser zu blicken?

Küchenkauf

Unser Großprojekt dieses Jahr ist die Renovierung und der Neueinbau einer Küche. Nachdem wir im IKEA nicht ganz so gut beraten wurden, fuhren wir zu Porta. Wir erhielten eine erstklassige, dreistündige Planung und schlugen zu. Geplant ist, im August die neue Küche einzubauen. Bis dahin muss alles renoviert sein. Dazu muss natürlich erst einmal die alte Küche ausgeräumt und abgebaut werden und eine „Ausweichküche“ für diese Zeit eingeräumt werden… Klingt nach viel Arbeit, die wir auch schon begonnen haben.

so wird sie aussehen, unser Schmuckstück

Rums – oder eher „Dupp“

Ich hatte einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit. Es passierte zwar eigentlich so gut wie nichts, außer dass der Unfallgegner und ich jetzt einen kleinen Lackschaden am Auto haben (ohne Dellen!), aber leider wollte sich die gegnerische Fraktion nicht im Guten mit uns einigen und nun läuft alles über unsere Versicherungen. Alles sehr ärgerlich und überhaupt nicht gut für mein Nervenkostüm!

Leipziger Buchmesse

Ein Traum! Nach mindestens 20 Jahren hatte ich mir dieses Jahr fest vorgenommen, mal wieder zur Leipziger Buchmesse zu fahren. Ich war am Messefreitag dort und es war wirklich sehr schön. Darüber habe ich in einem Blogbeitrag berichtet.

Was sonst noch wichtig war

  • Unser kleiner Sohn wurde zu seinem ersten Kindergeburtstag eingeladen
  • Bei einem Ausflug zum Spielplatz schlief er in der Vogelnestschaukel ein
  • Ich hatte Geburtstag und habe einen Tag später ein bisschen gefeiert, weil direkt an meinem Ehrentag mein Mann auf Dienstreise war
  • Durch den Geburtstag und die Leipziger Buchmesse habe ich jetzt einen riesengroßen „SUB“ – Stapel ungelesener Bücher
Wir waren viel draußen

Blogbeiträge des Monats

Dieses Jahr läuft es irgendwie nicht so fluffig mit meinem Blog hier, denn mir fehlt die Zeit. Trotzdem erblickten folgende Artikel das Licht des Internets:

Wenn ein Buch dein Innerstes erschüttert… Eine Rezension zum Coming-of-Age-Roman „Restsommer“ von Kea von Garnier

Leipziger Buchmesse: Zwischen Kritik, Menschenmengen und einem leisen Gefühl von Zugehörigkeit

Erkenntnisse des Monats

  • Frühling weckt die Lebensgeister
  • Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebts sich ohne ihr
  • Schreiben erfüllt mich, die Erwerbsarbeit nicht.
  • komplett ausgezutscht durch mental-soziale Situation auf Arbeit
  • Die Dämonen von früher holen einen immer wieder ein
  • Warum sind Zahnärzte so teuer?
  • mein Nervensystem reagiert auf negative Nachrichten zu stark
  • Entweder du gewinnst, oder du sammelst Erfahrung
  • Shit happens – und bringt uns nicht um!
  • Was für sich und als Paar tun – unbezahlbar!
  • Bestärkt in meinem Lese- und Schreibweg
  • Der Friedlichste kann nicht in Friden leben, wenn andere das nicht wollen.
  • Ich kann Lob besser annehmen, als früher.
  • Uninteressierte zu unterrichten zehrt an den Nerven