Monatsrückblick April 2022

Der Monat begann mit Influenza. Meinen großen Sohn hatte es kurz nach seiner Coronaerkrankung erwischt. Er hatte mehrere Tage hohes Fieber. Ein Zustand, den ich so gar nicht von diesem robusten Kind kannte.

Danach war Ostern. Wir machten es uns Zuhause gemütlich. Mein Vater ist nicht mehr reisefähig und unser Baby fährt ungern lange Strecken im Auto. Somit musste ein Verwandtenbesuch ausfallen. Am Ostermontag besuchten wir den Findlingspark in Nochten. Was für ein schöner Tag! Endlich mal wieder ein Ausflug! Und dann auch noch bei Kaiserwetter.

Findlingspark Nochten

Gemeinsam mit meinen Söhnen schaute ich mal auf meiner Arbeitsstelle vorbei und freute mich, meine Kollegen wieder zu sehen.

Ich liebe den Frühling. Er ist meine liebste Jahreszeit. Alles wird grün und bunt, die Vögel zwitschern, die Bäume blühen…

Narzissen im Garten

Der Kleine singt auf Dadada, läuft am Laufgitter entlang und krabbelt durch den Garten. Es ist eine Wonne, ihn aufwachsen zu sehen.

Trotz Ausflug, Frühling und Babyliebe war der April mental anstrengend. Ich habe einen fordernden Auftrag für ein Logo, mein Mann steckte mitten in der aufregenden Suche nach einer familienfreundlicheren Arbeit und der Kleine forderte mich auch. Als ob das nicht alles ist, nahm mir der Krieg in der Ukraine ganz viel von meiner Unbeschwertheit.

Diese Artikel veröffentlichte ich im Monat April:

Wie war dein April 2022?

Warum du dich nicht NUR als Experte positionieren musst

Du kannst der beste Experte auf Deinem Gebiet sein uns trotzdem bucht niemand deine Leistungen.

Es ist paradox. Stell dir vor, du bist eine absolute Fachfrau auf deinem Gebiet und zeigst das auch nach außen. Schließlich soll jeder sehen, was du so drauf hast. Auf deinen Social Media Kanälen teilst du dein Wissen. Du schreibst informative Blogartikel. Du gibst die Mühe, tolle Grafiken zu erstellen. Oft bist du die Vorreiterin, deren Inhalte man kopiert. Und trotzdem kauft man bei dir nichts, zumindest würdest du dich über mehr Aufträge oder Verkäufe freuen. Es macht dir zwar Spaß, dein Wissen zu teilen, aber irgendwann bist du frustriert. „Perlen vor die Säue werfen“ – dieses Sprichwort fällt dir ein. Du strampelst dich ab und willst deine Leser bilden und die ignorieren es einfach. Zumindest feiern sie deine Bombenartikel nicht so, wie du es dir erhoffst. Derweil wird doch immer gepredigt, man soll so viele kostenlose Inhalte teilen, wie möglich. Follower, bei denen man in Vorleistung geht, werden später zu Kunden, heißt es.

Das kann sein. Muss aber nicht!

Wissen allein bringt uns nicht in Aktion

Für meine Bachelorarbeit untersuchte ich für den Landkreis Zwickau ein Aufklärungsprojekt für Jugendliche. Die Schülerinnen und Schüler sollten zum Thema Alkoholmissbrauch informiert werden. Ziel dieser Veranstaltung war es, die Teenager vom sogenannten „Komasaufen“ abzuhalten.

Meine Forschungen ergaben leider, dass das Projekt nicht viel brachte. Welcher Jugendliche lässt sich schon vom Trinken abhalten, nur weil er weiß, dass er davon eventuell im höheren Alter mal eine Leberzirrhose bekommt?

Genauso ist es mit deinen Infobeiträgen auf deinen Social Media Kanälen. Nur weil du Wissen vermittelst, kauft keiner etwas bei dir.

Was hat in dem Alkoholprojekt gefehlt? Man hätte einiges besser machen können:

  • Die Erlebnisse und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler standen nicht im Mittelpunkt.
  • Es wurden keine gesunden Alternativen zum Komasaufen oder Verhaltenstipps gegeben.
  • Die Jugendlichen kannten die Organisatoren nicht und vertrauten ihnen demzufolge auch nicht.
  • Die Veranstaltung war ein einmaliges Angebot und zeitlich eng getaktet.
  • Es wurde im Vorfeld der Projektentwicklung gar nicht erforscht WARUM die Teenager sich überhaupt betranken.
  • Demzufolge fühlten sich die Schüler unverstanden und man konnte ihnen auch keine Alternativen aufzeigen.

Die Veranstaltung diente wie gesagt viel zu sehr der Wissensvermittlung. Auf die Emotionen der Heranwachsenden ging man ungenügend ein.

Aus diesen Erkenntnissen kannst du tolle Paralellen für dein eigenes Business ziehen!

Strategien, um Kunden zu gewinnen

Was ist es denn nun, was den Follower im Endeffekt zum Kunden macht?

  • Gehe mit deinen Wunschkunden in den Austausch. Erforsche, was sie antreibt. Was sind ihre Probleme? Warum haben sie diese?
  • Zeige Ihnen Alternativen und Lösungsstrategien, anstatt sie mit Wissen zu bombardieren.
  • Baue Vertrauen zu deinen Followern auf, indem du dich ihnen vorstellst. Wenn du dich regelmäßig in den Storys oder auf Fotos zeigst und über dich erzählst, können die Menschen dich kennenlernen. Wen man kennt, dem vertraut man eher.
  • Gib den Leuten Zeit und überrumple sie nicht mit deinen Angeboten.
  • Lerne deine Kunden kennen und gehe auf ihre Gefühle ein. Nur wenn du ihre Emotionen, Sorgen und Nöte kennst, kannst du sie auch befriedigen.

Nur weil du weißt das Rauchen schädlich ist, wirst du nicht zum Nichtraucher! Und nur weil dir jemand sagt, wie gut er berät, coacht, Haare schneidet oder Blumen bindet, wirst du noch nicht zum Kunden. Du interessierst dich für das Angebot eines Menschen, wenn du dich verstanden fühlst und du emotional abgeholt wirst. Wenn du jemanden vertraust und ihn sympathisch findest, kaufst du eher, als bei einem unnahbaren Experten, der vielleicht sogar das bessere Angebot hat.

Hat dir dieser Beitrag die Augen geöffnet? Schreibe mir gerne über deine Experten-Erfahrungen in den Kommentaren!

12 von 12 April 2022

Es ist wieder soweit! Am zwölften eines jeden Monats sind alle Blogger*innen dazu aufgerufen, zwölf Fotos zu machen und so ihren Tag zu dokumentieren. Den Sammelpost dazu findest du hier.

Guten Morgen! Während ich mich frisch mache, räumt mein Kind die Blumenerde aus dem Topf. Juhu!

Meine Duftorchidee blüht auf der Küchenfensterbank. Die Morgensonne scheint.

Zeit für das vormittägliche Schläfchen. Der Kleine schlief von 9 bis 12.

Auch Hildegard verdöst den Tag.

Der Höhepunkt 😉 des Tages: Ein delikates Fundstück am Wegesrand beim Spaziergang.

Ich bin entzückt, was mein neues Handy alles kann. Diese kleine Spinne war vielleicht 2 cm klein und saß im Strandkorb im Garten.

Buschwindröschen, Narzissen und eine Aprikosenblüte im Garten am Haus. Ich liebe den Frühling. Wir konnten heute schön in der Sonne draußen sitzen.

Wer mitgezählt hat erkennt, dass es nur neun Bilder sind. Es passierte einfach nicht mehr. Ich hoffe, mein kleiner Einblick in den Tag hat dir trotzdem gefallen.

Warum ich mein Business „Werbewerkelei“ genannt habe…

… obwohl der Name das negativ besetzte Wort „Werbung“ beinhaltet.

Ich gebe zu, ich habe länger überlegt, ob ich mein kleines Unternehmen (kann man davon überhaupt schon reden?) WERBEwerkelei nennen kann. Der Grund ist das Wort Werbung.

Werbung – ist das nicht dieses endlose Geschwafel zwischen den Filmen im Fernsehen? Oder die eine-komplette-Seite-einnehmenden Bilder in den Hochglanzillustrierten? Schreit Werbung nicht aufdringlich „Kauf mich!“, wie der schmierige Lamadeckenverkäufer vergangener Werbeverkaufsfahrten?

Ja. Auch. Leider.

Viele Menschen fühlen sich deshalb durch Werbung genervt und belästigt. Da man also mit Werbung keinen Blumentopf mehr gewinnen kann, aber trotzdem nicht darauf verzichten will, muss ein neuer Begriff her: das Copywriting. Dieser Begriff aus dem Marketing ist englisch und klingt viel hipper.

Problem: es ist auch ziemlich irreführend. Bei dem Wort „copy“ denke ich als erstes an kopieren. Tatsächlich dachte ich, als ich das erste Mal das Wort „Copywriting“ hörte, an jemanden der Texte von anderen kopiert und auf sein Business anpasst. Eine Art „Textvorlagenbastler“. Aber weit gefehlt – mit Copywriting ist das Schreiben von Verkaufstexten gemeint.

Da aber jederman und -frau Werbetexte verschmäht, dürfen diese Zeilen nicht mehr wie Werbung klingen. Heutzutage verkauft man nicht, man jubelt unter.

Überspitzt dargestellt muss man sich das so vorstellen:

Wo man früher mit der Tür ins Haus fiel, schafft man heute erst einmal eine Vertrauensbasis. Man zeigt sich menschlich und bringt seine Persönlichkeit mit ein (Stichwort Influencer-Marketing). Danach ködert man den Kunden mit Gratiscontent – sogenannten Freebies. Anstatt das Problem des Kunden zu lösen, schafft man damit aber eher ein Problembewusstsein. Und während der Kunde noch an der Haustür steht und seine Gratis-Broschüre liest, klopft der Verkäufer an die Hintertür und hat seine kostspielige Lösung parat.

Und warum habe ich mich nun trotzdem WERBEwerkelei genannt?

Ich bin ein ehrlicher Mensch. Wo Werbung drin ist, darf auch ruhig Werbung drauf stehen. Mit meinen Firmenlogos, dem Branding und den Grafiken sorge ich dafür, dass meine Kundinnen für ihre Unternehmen werben können.

Ich finde das Wort „Werbung“ gar nicht so schlimm. Man bewirbt sich beispielsweise auch, wenn man einen Job sucht. Die (hoffentlich tadellose) Bewerbungsmappe ist das Aushängeschild für den Bewerber. Kein Mensch würde dem Interessenten etwas negatives vorwerfen wenn er sich bewirbt. Im Gegenteil!

Meine Meinung

Für Werbetexte wird heute oft das Wort Copywriting benutzt. Meiner Meinung nach ist das ein irreführender Begriff, weil es an kopieren erinnert. Ich habe nichts gegen englische Begriffe, insbesondere wenn sie schöner klingen oder kürzer sind als unsere deutschen Wörter. Dies ist hier beides nicht der Fall. Für mich bleibt Werbung Werbung. Gerade wenn sie unterhaltsam ist und nicht zu häufig eingesetzt wird, hat sie für mich keinen negativen Beigeschmack. Für mich war daher klar, dass meine erste Namens-Eingebung, die „Werbewerkelei“ bleiben darf.

Was verbindest du mit den Begriffen „Copywriting“ und „Werbung“?

Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Wunschkunden?

Kennst du den Unterschied zwischen deiner Zielgruppe und deinem Wunschkunden?

Die Zielgruppe

Deine Zielgruppe sind die Menschen, die du mit deinem Angebot ansprechen möchtest. Meine sind zum Beispiel eher introvertierte Frauen, die gerade ein Business gründen oder schon selbstständig sind und nun wahrgenommen werden möchten in der großen weiten Unternehmenswelt. In meinem Beitrag Warum es sinnvoll ist, seine Zielgruppe einzuschränken hatte ich dir schon erklärt, warum du sie eingrenzen solltest.

Und wer ist nun der Wunschkunde?

Ein Wunschkunde ist eine Person aus dieser Zielgruppe. Man nennt sie übrigens auch Buyer Persona, falls du mal über diesen Begriff stolpern solltest. Sie ist dein persönlicher Traumkunde. Je realistischer du dir diese Person vorstellen kannst, desto besser wirst du dein Angebot für sie formulieren und anpassen können.

Wie kannst du dir einen Wunschkunden ausdenken?

Stell dir vor, dein Wunschkunde oder deine Wunschkundin kommt in deinen (imaginären) Laden. Wie sieht deine Wunschperson aus? Wie lebt sie? Was hat sie für Fragen? Was benötigt sie? Wie spricht sie?

Sicher benötigst du etwas Zeit, dir deinen ganz persönlichen Traumkunden vorstellen zu können. Nimm sie dir und gehe ruhig in die Tiefe. Je genauer du diese Person „kennst“, desto besser kannst du dich in sie hineinversetzen.

Wenn du eher der visuelle Typ bist, schauen ruhig im Internet nach Portraits und mache dir im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von ihr.

Als Beispiel stelle ich dir mal meine Traumkundin vor:

Meine Wunschkundin ist Susann

Susann ist Ende 30 und hat zwei Kinder (7 und 2). Sie wohnt mit Kindern, Mann und Hund in einem Reihenhaus. In der Elternzeit hat sie sich nebenberuflich selbstständig gemacht. Sie näht Kinderkleidung. Leider reicht ihr Einkommen bei weitem nicht aus, um hauptberuflich selbstständig zu nähen. Es ist eher ein lieb gewonnenes Hobby.

Das Ende der Elternzeit naht und damit muss Susann wieder zurück in ihren alten Bürojob. Susann steht unter Druck. Sie weiß, dass sie Haushalt, Kita, Schule, Büro -und Nähjob nicht unter einen Hut bringen wird. Deshalb möchte sie es schaffen, dass ihre kleine Nähfirma, die sie so liebt, so viel Gewinn abwirft, dass sie ihre Bürojobstunden reduzieren kann.

Susann weiß, dass sie mehr Kunden braucht. Susann ahnt, dass sie mehr Kundschaft bekommen könnte, wenn sie online sichtbarer wäre. Allerdings kostet das Zeit. Und sie ist auch eher introvertiert. Zudem sehen ihre Social Media Profile wenig ansprechend aus. Es fehlt ihnen an Professionalität. Sie benötigt erst einmal ein Logo plus Branding, sowie hübsche Social Media Grafiken.

Was Susann noch nicht weiß: dass sich das Branding auf Dinge wie die Zielgruppe, ihre Positionierung und ihre Werte und Vision aufbaut. Mit all diesen Dingen kann ich Susann helfen. Sie muss mich nur noch finden und ich muss sie von meinem Angebot überzeugen.

Vorteile eines Wunschkunden

Es geht natürlich nicht darum, dass ich eine Petra oder Constanze nicht bei ihrem Firmendesign unterstützen würde. Auch ist es völlig egal, ob meine Kundin in der Realität ein Haustier hat oder nicht. Sich einen imaginären Wunschkunden zu schaffen hat aber zwei entscheidende Vorteile:

  • Dir fallen passendere Ansprechmöglichkeiten und Beitragsthemen ein

Du kannst dir besser vorstellen, was deine Zielgruppe interessiert. Demzufolge fällt es dir auch leichter, deine Kunden online und offline anzusprechen. Wenn du dir ebenfalls eine Susann, Lisa, oder einen Jürgen erdenkst, kannst du dich immer fragen, ob dein Angebot, dein Flyer oder dein (Blog)beitrag diese Person gut ansprechen würde.

  • Du ziehst fast automatisch deine Wunschkunden an, weil sie sich in deinem Firmenauftritt wiederfinden.

Wenn ich dir helfen soll, dein Firmenlogo oder dein Branding zu entwickeln, werde ich dich nach deiner Zielgruppe und deinem Wunschkunden fragen. Denn es ist wichtig, diese Dinge darauf anzupassen.

Hat dir dieser Beitrag geholfen? Dann erzähle es mir gerne!

Monatsrückblick Februar 2022

Wie jedes Jahr war der Februar viel zu kurz. Tatsächlich fehlen ihm ja nur zwei, drei Tage im Vergleich zu den anderen Monaten. Er fühlt sich für mich aber immer wieder mindestens eine ganze Woche kürzer an. Warum, weiß ich nicht. Ist halt so!

Die erste Monatshälfte waren wir alle „angehackt“. Soll heißen: wir fühlten uns nicht sonderlich gut. Allesamt waren wir leicht erkältet. Aber wir hatten kein Corona, Gott sei Dank! Mitte Februar begannen die zweiwöchigen Winterferien, die unser großer Sohn bei den Großeltern verbrachte. Wenn er doch mal da war, wurde gespielt.

Mein Business im Februar

Ich widmete meine Zeit dem Erstellen von Blogbeiträgen und Instagramposts und war so richtig in meinem Element! Zudem drudelte der erste Auftrag rein. Die Erstellung eines Logos für eine Coachin aus dem Bereich Bewegung und Ernährung. Interessanterweise war ich kein bisschen aufgeregt und hatte auch gleich eine coole Designidee. Die ließ sich besser umsetzen als erwartet. Die ersten Gedanken sind doch meist die besten! Ganz fertig bin ich noch nicht mit der Logogestaltung. Im März werde ich es dir auf alle Fälle zeigen!

Ich habe -bezogen auf das Business- für mich mitgenommen, dass die Gründung meines kleinen Unternehmens genau die richtige Entscheidung für mich war. Allerdings ist es nicht ganz leicht für mich, einen Auftrag zu bearbeiten UND weiterhin den Blog und Instagram zu bespielen. Dazu reicht die Zeit einfach nicht! Ohne diese Aktivitäten wird es allerdings schwierig werden, neue Kundinnen zu finden. Kurz: es geht nur in kleinen Schritten vorwärts!

Diese Blogartikel habe ich im Februar geschrieben:

Die Entwicklung unseres Wichtels

Viel spazieren war ich mit unserem Jüngsten

Der Kleine legte den Turbo ein. Knien,stehen,robben, krabbeln und sich im Laufgitter an der Reling seitlich hangeln. Motorisch hat das Baby gefühlt täglich etwas Neues gelernt. Gebrabbelt wird auch schon. Faszinierend. Allerdings kommt mein Kopf nicht hinterher. Trotz allem Stolz vermisse ich mein kleines hilfloses Baby, was nur rumlag. Ich kann so richtig gar nicht verarbeiten, dass der Kleine so schnell groß wird. Das stimmt mich melancholisch. Und noch etwas hat mich tief getroffen:

Der Krieg in der Ukraine

Mitte Februar erzählte ich meinem Mann noch, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als dass unsere Söhne unbeschwert groß werden dürfen. Nichtsahnend, dass in unserer kleinen Welt der Krieg ein Thema wird. Noch ist er weit weg. Ich bete, dass es so bleibt. Und ich bin in Gedanken bei den Ukrainern, die sich jetzt so ängstigen müssen.

Gründen in der Elternzeit

Ausschlaggebend für diesen Blogeintrag ist ein Instagram-Beitrag, in dem dazu aufgerufen wurde, mehr über seine Kinder im Arbeitsleben zu berichten. Zu recht! Nur wenn man als Eltern zu seinen Kindern steht und über seine Bedürfnisse redet, kann sich in unserer Gesellschaft auch etwas zugunsten von Familien ändern.

Elternzeit heißt Elternzeit, weil du in erster Linie Mama eines kleinen Kindes bist. Sonst würde sie Gründungszeit heißen.“

Mein Mann hatte recht mit diesem Satz. Und ich war ihm auch nicht böse, als er ihn aussprach. Vorangegangen war dieser Antwort meine Klage, dass mich unser Baby von der Arbeit abhält.

Ich liebe es, Mama von diesem wunderbaren Zwerg zu sein. Aber ein bisschen, nur ein ganz kleines bisschen mehr Zeit hätte ich dann doch gerne für mein neues Unternehmen.

Ohne den kleinen Wichtel hätte ich wahrscheinlich gar nicht den Mut gefunden, mich selbstständig zu machen. Ich bin ihm also in erster Linie dankbar, für seinen emotionalen Arschtritt (sorry für den Ausdruck). Allerdings ist er schon recht fordernd und bei Weitem kein Anfängerbaby. Zumindest nicht, was seine Schlafgewohnheiten angeht.
Er benötigt nicht nur eine Einschlafbegleitung, sondern am liebsten ist ihm eine Durchschlafbegleitung. Es ist für mich deshalb schwierig, Zeit fürs neu entstehende Business zu finden.

Mir war natürlich schon vorher klar, dass meine Gründungsphase länger dauern würde, als ohne Baby. Trotzdem habe ich permanent Hummeln im Hintern und werde manchmal ein wenig ungeduldig, wenn ich mir meine To-Do-Liste anschaue.
Ich hätte gerne einen Newsletter eingerichtet und ein E-Book erstellt. Auf Pinterest würde ich gerne meine Blogbeiträge teilen. Und wo wir schon dabei sind: ich würde gerne viel intensiver bloggen. Das macht sich aber nicht in den zwei Stunden am Abend, die der kleine Sohnemann dann vielleicht doch einmal alleine schläft.

Andererseits genieße ich das Leben mit Baby sehr und bin mir bewusst, dass diese Zeit schnell vergeht und unwiederbringlich ist. Warum klage ich also? Es ist alles schön so wie es ist! Auch wenn manches langsamer läuft, als geplant.

Wie ist das bei dir, hast du Kinder? Wie meisterst du den Spagat zwischen Familie und Arbeitsleben?