Ich durfte den außerordentlich berührenden Debütroman „Wie Schwimmen im Sand“ von Alexandra Alius lesen und habe ihr daraufhin ein paar Fragen gestellt.

Woher hast du das Hintergrundwissen zu deinem speziellen Thema?
Ich habe selbst ein adoptiertes und ein leibliches Kind und verfüge über eigene Erfahrungen sowie über Kontakte zu Adoptiv- und Pflegefamilien. In diesem Zusammenhang habe ich mich intenisv mit dem Thema frühkindliche Bindung auseinandergesetzt und der Dynamik in Adoptionsfamilien.
Du hattest ein Arbeitsstipendium. Wie hast du das bekommen?
Ich hatte mich mit einer Arbeitsprobe und einem Exposé meines Romans beim Förderkreis der Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg um ein Arbeitsstipendium beworben.
Warum hast du dich für die Zusammenarbeit mit einem Kleinverlag entschieden?
Als unbekannte Autorin mit einem solchen Debüt in einem Publikumsverlag zu landen, ist sehr unwahrscheinlich. Entschieden hatte ich mich trotzdem für den Rote Katze Verlag, als die Zusage kam, obwohl noch einiges bei anderen Verlagen offen war. Und für Selfpublishing muss man irgendwie berufen sein. Und ich glaube, das bin ich nicht.
Wie lange hast du für das Schreiben deines Buches gebraucht?
Ganz ehrlich? Mit vielen Unterbrechungen und Neuanfängen waren es sicher zehn Jahre. Die letzten fünf davon intensiv.
Was würdest du rund um den Schreib- und Veröffentlichungsprozess beim nächsten Mal anders machen?
Nicht mehr wild drauflos schreiben und im Nachhinein erst einen Spannungsbogen darüberlegen. Ich würde den nächsten Roman außerdem im Vorfeld auch selbst bewerben, das habe ich bei diesem gar nicht gemacht. Natürlich hatte ich Vertrauen zu meinem Verlag, und einen Vertrag außerdem, aber ich musste das Buch einfach zuerst in meinen Händen halten, um zu glauben, dass es wirklich existiert und veröffentlicht ist. Dann erst habe ich eine Homepage erstellt und mich auf Instagram angemeldet. Zugegeben, ich habe auch etwas gefremdelt mit Social Media. Inzwischen finde ich mich besser zurecht.
Du arbeitest auch als Poesiepädagogin. Was verbirgt sich dahinter?
Ich habe einen Schein gemacht, der mich zur Kursleiterin im Kreativen Schreiben befähigt. Ich hatte selbst einige Kurse besucht und schon seit Jahren damit geliebäugelt, so etwas selbst zu tun. Jetzt, wo der Roman raus ist, habe ich endlich Zeit dafür.
Ist schon ein neuer Roman geplant?
Ja, ich habe schon angefangen zu schreiben und lerne meine neue Protanogistin nach und nach kennen.
Ich danke Alexandra Alius für das Interview und wünsche ihr für ihr neues Werk viel Erfolg!
































