Monatsrückblick Januar 2026

Und schwupps: Ist der Januar schon wieder vorbei. Wie schnell ging das denn?

Krankheiten und kein Ende

Voriges Jahr startete das Jahr genauso holprig wie dieses Jahr. Scheinbar ist der Januar der Monat der Krankheiten. Ich startete dynamisch und optimistisch ins Jahr, um gleich danach ordentlich gebremst zu werden. Ich blieb gesund, aber unseren kleinen Sohn erwischte es Anfang des Monats mit einer Mittelohrentzündung und Grippe. Ende des Monats bahnte sich erneut was an, wir konnten es aber durch Inhalationen und co im Zaum halten.

Aber nicht nur dem Kleinen machten seine Krankheiten zu schaffen. Der Schwiegervater bekam eine „neue“ Hüfte und der Schwager erlitt einen Herzinfarkt in Peru. War das eine Aufregung! Zum Glück sind beide auf dem Weg der Genesung.

Online Fahrt aufnehmen

Aber es gibt auch positive Dinge zu berichten: Ich füllte mein diesjähriges Jahresmotto „Fahrt aufnehmen“ mit Leben. Zuerst schickte ich einen Newsletter los. Dies möchte ich jetzt wieder regelmäßig einmal im Monat tun. Möchtest du auch Post von mir? Dann hier entlang.

Auch auf Instagram war ich im Januar sehr aktiv. Ich veröffentlichte fünfzehn Posts. Sie handeln von meinem entstehenden Roman, Buchrezensionen und Erkenntnissen zu Mutterschaft. Du bist herzlich eingeladen, mir dort zu folgen!

Was sonst noch los war

  • Der Januar war sehr kalt. Wir hatten auch recht viel Schnee. Das war vor allem für das kleine Kind wunderschön. Wir konnten sogar rodeln gehen.
  • Gegen Ende des Monats wurde es recht stressig auf Arbeit. Es galt, die Halbjahreszeugnisse zu schreiben.
  • Wir besuchten eine Modellbahnausstellung und der Kleine wollte am liebsten gar nicht wieder nach Hause gehen.

Meine Erkenntnisse des Monats

Auch 2026 möchte ich wieder jeden Tag eine Zeile schreiben. Meine wichtigsten One-Liner des Jahres:

  • Kein Neuanfang – ein Weitergehen
  • Frage des Jahres: Dient es meinen Zielen?
  • Ich sollte mich nicht ständig zurückhalten
  • Deine Gedanken kann dir keiner nehmen
  • Der 1. Arbeitstag war nicht so schlimm, wie gedacht
  • Beseelt von meinen Hobbies
  • Es ist (fast) alles irgendwie verhandelbar
  • Ich bin für mein Wohlergehen selbst verantwortlich
  • Mich triggern Menschen, die Leben, als würde es nie enden. Weil ich weiß, wie schnell das passieren kann
  • Gefühle sind niemals falsch oder zu viel
  • Jeder handelt nach seiner besten Option.
  • Ich muss nicht allen gefallen – nur den richtigen!
  • Neue Beruhigungsstrategie: Lesen!
  • Reminder für schlechte Tage: Es kommen auch wieder bessere!
  • „versteckte Wut“, „vorsichtige Freude“… Warum leben wir nicht wahrhaftiger?
  • Hoffnung hilft, funktionsfähig zu bleiben
  • Wir sollten schätzen, was wir haben
  • Seelische Anstrengung kostet Energie
  • Haltung macht stark – Man muss stark sein für Haltung
  • Es ist alles in mir!

Bücher

Ich habe im Januar zwei Bücher gelesen. Hier findest Du Rezensionslinks: Im Leben nebenan und Niemands Töchter .

Blogbeiträge des Monats

Mein Motto 2026: Fahrt aufnehmen!

Monatsrückblick Dezember 2025

Mehr Nähe als je zuvor: Warum Mütter sich trotzdem ständig ungenügend fühlen

Substanz in Zeiten von Sichtbarkeit: mein Schwanken zwischen Oberflächlichkeit und Haltung auf Instagram

Substanz in Zeiten von Sichtbarkeit: mein Schwanken zwischen Oberflächlichkeit und Haltung auf Instagram

Ich habe in den letzten Monaten etwas in der „Bookstagram-Bubble“ beobachtet, das mich echt irritiert und wütend gemacht hat: Instagramposts, bei denen offensichtlich ist, dass sie niemand wirklich gelesen hat, bekommen innerhalb von Sekunden Likes und Kommentare. Antworten, die auf jeden Post passen würden, egal ob es um eine persönliche Erfahrung, einen literarischen Text oder eine Buchrezension geht. Kleine Herzchen, die schneller verteilt werden, als man überhaupt einen Absatz erfassen könnte.

Ich bin der Sache auf den Grund gegangen und habe Muster erkannt: Man trifft sich unter Bookies (das gibt es aber auch in anderen „Instagram-Szenen“) zu sogenannten „Community-Times“ und liket sich blind die ersten paar Beiträge. Resonanz wird simuliert. Damit wird Austausch zur Pflichtübung. Und damit verliert der Inhalt des geliketen Beitrags komplett an Bedeutung.

Was mich daran mehr irritiert hat als alles andere, war nicht einmal die Praxis an sich. Es war das Gefühl, dass Mühe, Tiefe und echte Auseinandersetzung entwertet werden, wenn Reaktionen unabhängig vom Inhalt verteilt werden. Ich schreibe Texte, in die Zeit, Denken und innere Arbeit fließen. Ich schreibe über Themen, die nicht leicht verdaulich sind, die Reibung erzeugen, die nicht nach drei Sekunden abgeschlossen sind. Wenn auf so einen Text eine generische Antwort kommt, die genauso gut unter einem Sonnenuntergang oder einem Katzenfoto stehen könnte, oder ein Like innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde, fühlt sich das nicht nach Verbindung an, sondern ich fühle mich irgendwie betrogen.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie sehr mich das beschäftigt. Mehr, als es eigentlich sollte. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich nach dem Posten unruhig auf Zahlen geschaut habe, wie ich innerlich verglichen habe, wie ich mich gefragt habe, warum ich mich überhaupt so über ein paar digitale Herzchen aufrege. An diesem Punkt wurde mir klar, dass Instagram viel zu viel Raum in meinem Kopf eingenommen hatte. Ich schwankte zwischen einem diffusen Würdegefühl und dem sehr realen Druck, sichtbar sein zu müssen, wenn ich mit meinem Schreiben nicht völlig im luftleeren Raum existieren wollte.

Diese Ambivalenz hat mich gezwungen, ehrlicher mit mir zu werden. Ich stehe nicht außerhalb dieses Systems. Ich nutze diese Plattform. Ich profitiere von ihr. Ich will Leserinnen erreichen. Ich will, dass mein Roman, der gerade entsteht, später gesehen wird. Ich bin also keine moralisch überlegene Beobachterin, die von außen mit dem Finger zeigt. Nein: ich habe diese Likespielchen sogar ein paar Wochen lang mitgespielt, obwohl mein Bauchgefühl ungute Signale sendete. Ich war Teil dieses Spiels, auch wenn ich mich in vielen Momenten innerlich dagegen sträubte.

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, dass das, was mich so triggert, kein individuelles Fehlverhalten Einzelner ist. Es ist ein strukturelles Phänomen. Plattformen wie Instagram belohnen Geschwindigkeit, Aktivität und Vernetzung. Sie belohnen, wer häufig reagiert, wer viel kommentiert, wer permanent sichtbar bleibt. Qualität, Tiefe und Langsamkeit sind in dieser Logik Nebensachen. Sichtbarkeit entsteht durch Bewegung und nicht durch Substanz.

In so einem System ist es rational, Likes zu tauschen, sich gegenseitig hochzuziehen, Resonanz technisch zu erzeugen. Das ist keine Charakterschwäche, das ist Anpassung an ein Belohnungssystem. Wer in dieser Logik bestehen will, lernt schnell, dass echte Auseinandersetzung Zeit kostet und Zeit algorithmisch unattraktiv ist. Oberflächlichkeit wird nicht gewählt, weil Menschen per se oberflächlich sind, sondern weil das System sie dafür belohnt.

Und trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack. Denn auch wenn ich die strukturelle Logik verstehe, bleibt die Frage, was dabei mit Texten passiert. Mit Worten, die etwas erreichen sollen und mit Gedanken, die mehr sind als ein hübscher Hintergrund für Reichweite.

Lesen ist eine Form von Fokus. Es bedeutet, sich einzulassen, sich Zeit zu nehmen, den anderen ernst zu nehmen. Ungelesene Likes wirken auf den ersten Blick harmlos, fast freundlich. In Wahrheit entwerten sie die Arbeit derjenigen, die schreiben. Sie verwandeln Texte in Dekoration. Sie reduzieren Mühe auf ein visuelles Signal. Sie erzeugen eine Form von Resonanz, die inhaltlich leer ist.

Langfristig schadet das nicht nur den Schreibenden, sondern auch den Lesenden. Wenn alles gleich viel Beifall bekommt, verliert Beifall seinen Sinn. Wenn jedes Wort dieselbe Reaktion auslöst, verliert das Wort an Gewicht. Es entsteht eine Kultur der Bestätigung, in der niemand mehr genau hinschaut, weil Hinschauen sich nicht lohnt.

An diesem Punkt habe ich eine Entscheidung getroffen und meinem Bauchgefühl vertraut: Ich habe beschlossen, dieses Spiel für mich nicht mehr mitzuspielen. Es passt nicht zu dem, was ich schreibe und wie ich arbeiten will.

Ich schreibe Literatur. Ich schreibe über Mutterschaft, Selbstverlust, Wut, innere Spannung, Gleichberechtigung, Würde. Meine Themen brauchen Langsamkeit. Sie brauchen Unbequemheit. Sie brauchen Leserinnen, die bereit sind, einen Text auszuhalten, auch wenn er keine schnelle Erleichterung liefert. Dieser Stoff ist nicht algorithmusfreundlich. Und das wird sich nicht ändern, egal wie sehr ich mich anpasse.

Der Preis dafür ist real. Weniger Reichweite. Langsamere Resonanz. Weniger sichtbare Bestätigung. Ich habe aufgehört, mir vorzumachen, dass ich beides gleichzeitig haben kann: tiefe Texte und schnelle Belohnung. Das eine schließt das andere nicht kategorisch aus, aber es steht in einem strukturellen Spannungsverhältnis. Wer ernsthaft schreiben will, zahlt oft mit weniger Sichtbarkeit. Wer sichtbar sein will, zahlt leider meist mit Oberflächlichkeit. Dazwischen gibt es Kompromisse, aber keine bequemen Lösungen.

Hier schließt sich für mich der Kreis zu meinem Roman. Ich schreibe gerade an einem Buch, das von genau diesen Spannungen handelt. Von Frauen, die funktionieren, statt wirklich zu leben. Von innerem Druck und Würde. Von dem Moment, in dem man merkt, dass man sich selbst vergisst. Es wäre inkohärent, diesen Stoff über ein Spiel zu promoten, das genau das Gegenteil belohnt: Performance statt Innerlichkeit, Lautstärke statt Tiefe, Aktivität statt Wahrhaftigkeit.

Ich will diesen Roman nicht über Reichweitenmechaniken nach oben schieben, die dem Inhalt widersprechen. Ich will ihn auch nicht künstlich verknappen oder dramatisieren, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich will, dass er langsam seine Leserinnen findet. Diejenigen, die sich in ihm wiederfinden. Diejenigen, die nicht nur ein Herz-Icon dalassen, sondern einen Gedanken mitnehmen.

Ich habe mich auch gefragt, ob diese Haltung naiv ist. Ob ich mir damit selbst im Weg stehe. Ob ich mir eine künstliche moralische Überlegenheit baue, um meine eigene Ungeduld zu kaschieren. Diese Fragen nehme ich ernst. Ich weiß, dass ich mich auch selbst vor unbequemen Wahrheiten schützen kann, indem ich mir eine Haltung konstruiere.

Trotzdem fühlt sich diese Entscheidung für mich sauber an. Sie ist unbequem, aber stimmig. Ich will mich nicht innerlich verbiegen, um in einem System mitzuhalten, das meinen Inhalten widerspricht. Ich will mich nicht über andere erheben, die dieses Spiel spielen. Ich will einfach meinen Platz darin finden, ohne mich selbst zu verraten.

Lesen wir noch oder bestätigen wir uns nur noch gegenseitig? Vielleicht ist das keine moralische, sondern eine kulturelle Frage. Vielleicht müssen wir uns neu daran erinnern, dass Texte mehr sind als visuelle Reize, die man mit einem schnellen Klick abhakt.

Ich bleibe bei Texten, die gelesen werden wollen. Auch wenn sie weniger Herzen bekommen. Wenn du möchtest, dann folge mir gerne: https://www.instagram.com/steffi.im_glueck/

Mehr Nähe als je zuvor: Warum Mütter sich trotzdem ständig ungenügend fühlen

Ich beschäftige mich fast jeden Tag mit meinem kleinen Sohn. Wir puzzeln, malen oder spielen Memory. Ich lese ihm viel vor und momentan sind Versteckspiele auch ganz hoch im Kurs.

Und trotzdem gibt es diesen leisen Zweifel im Hintergrund, der fragt: „Mach ich genug mit ihm?“ Diese Stimme begleitet viele Mütter meiner Generation. Und sie hat erstaunlich wenig mit der tatsächlichen Zeit zu tun, die wir mit unseren Kindern verbringen.

Denn wenn wir ehrlich sind, dann ist eines ziemlich klar: Wir verbringen heute mehr Zeit mit unseren Kindern als frühere Generationen. Und fühlen uns gleichzeitig unsicherer und unzulänglicher damit.

Ich kann mich beispielsweise nicht daran erinnern, dass meine Mutter mit mir auf dem Fußboden saß und etwas mit mir gespielt hat. Als wir Kinder größer waren, spielten wir Gesellschaftsspiele am Tisch. Aber ausschließlich an den Wochenenden! Mein Vater las uns gerne Märchen vor. Allerdings geschah das auch nur an den Wochenenden.

Hatte ich eine schlechte Kindheit? Nö!

Ist das nicht paradox?

Früher war Nähe punktuell, heute ist sie permanent

Es gab Zeiten, da war es nicht selbstverständlich, dass Mütter täglich exklusive Zeit mit ihren Kindern verbrachten. Nähe war eingebettet in den Alltag, nicht extra ausgewiesen. Kinder liefen mit. Erwachsene lebten ihr Leben. Gemeinsame Zeit entstand beiläufig: beim Essen, beim Arbeiten, beim Dabeisein. Meine Mutter hängte Wäsche auf, ich baute aus den Klammern eine Schlange. Meine Mutter nähte, ich sortierte die Knöpfe aus ihrer Knopfschachtel nach Größe oder Farben.

Heute ist Nähe etwas, das aktiv hergestellt wird. Sie bekommt auch einen Namen: Quality Time.

Allein dieses Wort verändert alles. Zeit ist nicht mehr einfach Zeit. Sie muss qualitativ hochwertig sein. Achtsam, pädagogisch wertvoll, emotional präsent, bindungsfördernd und entwicklungsrelevant. Plötzlich reicht es nicht mehr, einfach da zu sein.

Mutterschaft unter Dauerbeobachtung

Unsere Generation lebt nicht nur mit Kindern, sondern auch mit einem permanenten inneren Beobachter. Wir bewerten uns ständig selbst.

Habe ich genug gespielt?
War ich geduldig genug?
Habe ich wirklich zugehört?
Hätte ich weniger aufs Handy schauen sollen?
War ich innerlich wirklich präsent?

Diese Fragen tauchen nicht auf, weil wir uns nicht kümmern. Sie tauchen auf, weil wir uns kümmern. Frühere Generationen hatten weniger Wissen über kindliche Entwicklung, weniger psychologische Konzepte, weniger Ratgeber und weniger Vergleichsmöglichkeiten. Nicht zu vergessen: Es gab auch nicht so viel pädagogisches Spielzeug zur Auswahl.

Mehr Wissen, mehr Schuld

Viele von uns haben sich Wissen angeeignet zu Bindungstheorie, Bedürfnisorientierung, Co-Regulation und so weiter. All diese Konzepte sind nicht falsch. Im Gegenteil. Sie haben wichtige blinde Flecken früherer Erziehung sichtbar gemacht. Das Problem entsteht dort, wo Wissen in einen moralischen Maßstab kippt. Denn dann wird aus jeder Alltagssituation eine potenzielle Prüfung.

Wenn Zeit nicht mehr genügt

Ich erlebe es bei mir selbst und höre es von vielen anderen Müttern: Selbst wenn wir uns Zeit nehmen, bleibt das Gefühl, es hätte mehr sein müssen oder anders. Besser! Das ist der entscheidende Punkt:
Wir fühlen uns nicht schlecht, weil wir zu wenig Zeit investieren. Wir fühlen uns schlecht, weil Zeit heute nicht mehr als ausreichend gilt.

Von Beziehung zu Dienstleistung

Unbewusst hat sich das Bild von Elternschaft verschoben. Kinder sind nicht mehr Teil des Lebens der Erwachsenen. Erwachsene werden zu Dienstleistern im Leben der Kinder. Dienstleister aber können nie genug leisten. Denn ihr Wert bemisst sich nicht an Beziehung, sondern an Optimierung. Wir wollen alles richtig machen.

Warum das schlechte Gewissen bleibt

Das schlechte Gewissen verschwindet nicht durch mehr Einsatz. Es wird durch Einsatz genährt.

Denn jedes Mehr setzt einen neuen Maßstab: Gestern habe ich aber länger gespielt. Das letzte Spiel war pädagogisch sinnvoller. Heute habe ich ein schlechtes Gewissen, denn das Kind saß länger vor der Glotze…

Unsicherheit ist kein Zufall

Wir Mütter sind unsicher. Unsichere Mütter konsumieren und vergleichen sich. Sie lesen Ratgeber, buchen Kurse, folgen Accounts auf Social Media. Und sind damit beschäftigt.
Sichere Mütter tun das weniger. Das schlechte Gewissen ist also nicht nur ein Kollateralschaden moderner Mutterschaft. Es ist ein Motor.

Die Illusion der ständigen Präsenz

Ein weiterer Widerspruch unserer Zeit: Wir sollen ständig präsent sein. Gleichzeitig leben wir in einer Welt, die Dauerpräsenz unmöglich macht. Wir sind berufstätig, leisten Care-Arbeit, leiden unter Mental Load und nebenbei läuft unser Selbstoptimierungs-Programm. Das kann nicht aufgehen.

Was Kinder wirklich brauchen

Kinder brauchen Beziehung. Keine Performance. Sie brauchen Erwachsene, die echt sind. Kinder lernen durch beobachten und können verdammt gut erkennen, wann Mütter nur eine Rolle spielen. Unsere Kinder dürfen sehen, dass wir eine Pause brauchen, dass wir müde sind, dass uns die Hausarbeit nicht gefällt und dass wir nicht immer Lust haben, zu spielen. Wir müssen auch nicht jede Minute mit ihnen pädagogisch nutzen. Wie sollen sie denn sonst lernen, dass jeder Mensch Bedürfnisse hat? Wie oben schon geschrieben: Ich hatte eine gute Kindheit trotz fehlender Qualitytime mit meiner Mutter.

Ein neuer Blick auf Nähe

Sicherlich ist es nicht zielführend, mit dem Kind auf den Spielplatz zu gehen und dabei die ganze Zeit am Handy zu hängen. Aber vielleicht sollten wir unsere Ansprüche an die gemeinsame Zeit mit den Kindern trotzdem herunterschrauben. Nähe darf wieder beiläufig werden, alltagsnah und ungeplant. Nähe ist nicht nur das Memory, sondern auch gemeinsame Hausarbeit. Nähe ist nicht nur der Besuch des Indoor-Spielplatzes, sondern auch zusammen ein Hörspiel zu hören, während man kocht. Nicht jede Minute muss bedeutungsvoll sein und nicht jede Interaktion „pädagogisch wertvoll“.

Fazit

Dass wir uns heute trotz intensiver Mutterschaft schlecht fühlen, ist kein individuelles Problem. Es ist das Ergebnis einer Elternrolle, von der die Gesellschaft immer mehr verlangt. Der Ausweg liegt darin, den eigenen Anspruch an Präsenz zu hinterfragen.

Monatsrückblick Dezember 2025

Der Dezember war herrlich unspektakulär. Die Weihnachtsfeier mit den Kollegen fand in einem Café in Bautzen statt. Wir besuchten den ersten Weihnachtsmarkt des Kindergartens vom Kleinen. Der bestand nur aus drei Buden, einem Theaterzelt und einer Feuerschale in der Mitte und genau das hatte ganz viel Charme. Ansonsten gingen wir auf keinen Weihnachtsmarkt und besuchten auch keine überfüllten Einkaufszentren. Wir machten es uns Zuhause schön, diesmal mit zwei Weihnachtsbäumen. Einer außen, einer innen.

Ein Highlight gab es dann in unserem Flur: Neuer Vinylbelag! Endlich ist unser Eingangsbereich wieder vorzeigbar!

Am vierten Advent war richtig was los, im negativen Sinne. Das Haus des übernächsten Nachbarn brannte ab. Ihnen ist nichts passiert, aber sie stehen vor dem Nichts!

Weihnachten war auch sehr entspannt, aber leider überschattet von einer starken Erkältungskrankheit aller mit Fieber und Halsschmerzen. So sind sie, die artigen Arbeitnehmer: kurieren sich über die Feiertage aus! Am dritten Weihnachtsfeiertag ( eher waren wir dazu nicht in der Lage), gab es Gans. Hat geschmeckt!

Dieses Jahr merkte ich ganz deutlich, wie das Weihnachtsgefühl direkt nach dem zweiten Feiertag stark abflaute. Die eigentliche Besinnlichkeit habe ich nur in der Adventszeit und auch in dieser Zeit fehlte mir die Weihnachtsstimmung, denn unser kleiner Sohn mag keine Weihnachtslieder. Kerzen sind auch nur cool, wenn man sie auspusten kann. Das machte mich oft traurig und ich frage mich, ob er sich später mal so gut an die Adventszeit erinnert, wie ich.

selbst bemalte Kugeln

Der Silvester verlief ebenfalls ruhig. An diesem Tag veröffentlichte ich meinen Jahresrückblick 2025. Falls du ihn noch nicht gelesen hast: Mach mal! Der ist echt persönlich geworden.

Weitere Blogbeiträge, die im Dezember entstanden sind

Dieser Satz hat mir gezeigt, warum mein Buch so nötig ist

Sperrnächte: Bedeutung, Zeitraum und klare Impulse für deinen Jahresabschluss

Die sieben Wirkungsfelder auf Mutterschaft –Modell für die Analyse moderner Belastungen

Meine Erkenntnisse des Monats

  • Rollenbilder aus der Steinzeit! Warum halten die sich so lange?
  • Auch Minischritte führen zum Ziel
  • Besinnliche Stunden zur Weihnachtszeit sind mit Kleinkind schwierig zu realisieren
  • Wort des Tages: Selbstverankerung
  • Es muss nicht perfekt sein, um schön zu sein
  • Man hat nie genug Zeit für alles Schöne. Darum ist es so kostbar!
  • Anfangen ist schwer. Dann läuft’s!
  • Erkenntnisse sind der Motor für Weiterentwicklung
  • Du musst nicht perfekt sein, aber präsent!
  • Glück ist, keine Not zu leiden!
  • Die Freude der Kinder ist der größte Lohn!
  • Neid kann ein Hinweis auf ein unverarbeitetes Trauma sein
  • Jahreswechsel beflügeln mich
  • Froh über meine Familie

Mein Motto 2026: Fahrt aufnehmen!

Als ich Ende 2025 an meinem Jahresrückblick 2025 saß, flog mir mein Jahresmotto für 2026 zu. Fahrt aufnehmen! Das klang so schön frisch und dynamisch, mit maritimen Touch, also genau mein Ding! 2025 war für mich ein Jahr, in dem ich die Segel setzte, nun ist es Zeit, loszudüsen, aber auch eins Stück weit loszulassen, mich treiben zu lassen und zu schauen, wo die Reise hingeht. ABER: Natürlich braucht es ebenso auch Fokus! Ganz möchte ich meine Ziele natürlich nicht aus den Augen verlieren! Ich habe einen Kompass mit auf meinem Segelschiff und bringe einen gewissen Eigenantrieb mit. Deshalb heißt mein Wort 2026 Eigenwind.

Fahrt aufnehmen: Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen werde 

Die grobe Zielplanung steht fest. Es wird keine bahnbrechenden Neuerungen geben. Mein Jahresanfang 2026 ist nicht geprägt von neuen Ideen und Leidenschaften. Für mich als (wahrscheinliche) Scannerin fühlt sich das sehr ungewohnt, aber auch befreiend an. Vielmehr ist mein Ziel 2026, an bestehendes anzuknüpfen. Kein Neuanfang, sondern ein Weitergehen!

1. Ein Roman entsteht

Im letzten Jahr habe ich begonnen, einen Roman zu schreiben. 2026 möchte ich mein Manuskript fertig stellen. Das ist mega viel Denk- und Schreibarbeit. Aber ich will es schaffen! Selten hat mich ein Projekt so erfüllt. Es geht um unsere Mutterrolle und die Herausforderungen damit. Und um das sich-selbst-Wiederfinden. Schließlich ist jede Mutter nicht nur Mutter, sondern auch noch eine eigenständige Persönlichkeit. Auch, wenn man das manchmal vegisst. Hier findest du meine Autorenseite.

2. Sichtbarkeit ausbauen

Mein Roman und mein Thema Mutterschaft braucht natürlich auch Leser! Und die finden mich nur, wenn ich sichtbar bin. Das bedeutet für mich (oh, jetzt kommt das böse Wort) Marketing! Ich möchte weiterhin einen Blogartikel zu den Themen Mutterschaft, Selbstfürsorge und Journaling schreiben. Meine Newsletter-Abonennten möchte ich verdoppeln und einen Newsletter pro Monat verschicken und ich möchte auf Instagram 1000 Follower haben. Ich weiß natürlich, dass die Zahl nichts aussagt. Trotzdem lässt sich der Erfolg natürlich an Zahlen gut ablesen. Mit derzeit 575 Followern wäre das ebenfalls fast eine Verdopplung und damit ein sehr großes Ziel, aber ich möchte mich mal ein wenig herausfordern, um aus meinem Schneckenhaus zu kommen.

3. Lesen, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung

Drei Ziele, die vielleicht nicht ganz so wichtig für den Blog und meinen Roman sind und über die ich daher vorraussichtlich weniger häufig berichten werde sind folgende:

  • 2025 habe ich angefangen, wieder mehr zu lesen. Die Leidenschaft möchte ich weiter fröhnen. Mein Ziel für 2026 sind zwölf Romane, also ungefähr jeden Monat ein Buch zu lesen.
  • Ich möchte mich um meine Gesundheit kümmern. Nicht nur mir, sondern auch meinen Kindern zuliebe. Schließlich bin ich Vorbild. Ich setze mir kein messbares Ziel (und weiß, dass das falsch ist), aber ich möchte fitter sein und mich gesund fühlen.
  • Ich habe kürzlich gemerkt, dass ich immer noch „Baustellen“ habe, was den Tod meines ersten Partners im Jahr 2011 anbelangt. Die möchte ich angehen. Persönliche Weiterentwicklung ist also auch 2026 nötig.

Du willst mich 2026 dabei begleiten, wie ich mein Motto und meine Ziele umsetze?

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Welches Ziel interessiert dich besonders?

Jahresrückblick 2025: Bei mir bleiben, Klarheit und Schreibmut

2025 du warst wunderbar! Du begannst zwar recht holprig mit einem Marderschaden am Auto und beide Schwiegereltern mussten gleichzeitig ins Krankenhaus, aber der Rest war spitze! Besonders die zweite Jahreshälfte ging mit ganz vielen Erkenntnissen und Klarheit einher. Wichtigste Neuigkeit 2025: Ich schreibe einen Roman.


Mein Jahresrückblick 2025

  1. Mein Jahresrückblick 2025
  2. Was habe ich mir für 2025 vorgenommen? Und wie ist es gelaufen?
  3. Meine Themen des Jahres
    1. Meine Schreibleidenschaft
    2. Kranke Schwiegereltern
    3. Renovierungsarbeiten in Haus und Garten
    4. Urlaube
    5. Lesen, lesen, lesen
    6. Ein Auf und Ab im Berufsleben
    7. Persönliche Weiterentwicklung
    8. Ereignisse beim Großen
    9. Die Entwicklung des Kleinen
  4. Worauf bin ich 2025 stolz?
  5. Vier Sätze, die mich 2025 beeinflusst haben
    1. Dies wird der letzte Sommer in Frieden.
    2. Was, wenn es gut wird?
    3. Da hast du nun keine Menschen mehr unter dir stehen, außer deiner Frau.
    4. Ich bin Witwe mit Ehemann…
  6. Was habe ich 2025 zum ersten Mal gemacht?
  7. Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
  8. Was ist 2025 richtig gut gelaufen?
  9. Was habe ich 2025 aufgegeben?
  10. Meine sechs liebsten eigenen Blogartikel des Jahres
  11. Meine liebsten eigenen Instagram-Beiträge
  12. Mein Jahr 2025 in Zahlen
  13. Was 2025 sonst noch los war
  14. Diese Dinge sind schon geplant für 2026
  15. Meine Ziele und Wünsche für 2026
  16. So kannst du mit mir in Kontakt bleiben

Was habe ich mir für 2025 vorgenommen? Und wie ist es gelaufen?

  • Ich hatte mir vorgenommen, Anschluss zu finden. Vielleicht in Form einer Freundin. Vielleicht über Hobbies. Das habe ich nicht geschafft. Es gibt zwar ein paar neue, lockere Kontakte über Instagram, aber mehr auch nicht. Schade!❌
  • Ich wollte mein Schreibtalent gerne mehr nutzen. Das habe ich sehr gut umgesetzt. Ich habe 2025 viele Blogartikel geschrieben und verfasse gerade einen Roman! ✅
  • Meine Hochsensibilität und Introversion wollte ich gerne mehr ausleben, also mehr darüber sprechen und schreiben. Das habe ich teilweise getan. Ein größerer Blogbeitrag steht aber noch aus. Zum Thema habe ich ein Sachbuch gelesen und mir eine Frage gestellt, die einen ganz anderen Anteil meiner Persönlichkeit berührt. Nämlich: Scanner-Persönlichkeit oder einfach nur vielseitig interessiert? Auf der Suche nach meiner Schublade
  • Ich wollte etwas bleibendes erstellen. Was das sein sollte, wusste ich noch nicht. Irgend etwas kreatives, was sich vielleicht meine Urenkel noch an die Wand hängen. Oder ein Fotoband meiner schönsten Bilder? Ein Buch? Keine Ahnung. Die Hauptsache kreativ. Was soll ich sagen? Ich schreibe gerade ein Buch. Etwas Bleibendes ist also im Entstehen. Juhu! 🔜
  • Im Garten ein kleines Beet mit dem Jüngsten zusammen anlegen, hatte ich mir vorgenommen. Es ist ein Pflanzkübel geworden mit Sonnenblumen, Kartoffeln und Kohlrabi. Die Ernte war eher mau, aber was zählt, ist der Gedanke! ✅
  • Gesundheitlich wollte ich am Ball bleiben. Mein Gewicht sollte weiter sinken und ich wollte mich mehr bewegen. Kurze Antwort: Hat leider nicht geklappt! ❌
  • Ich strebte eine Verbesserung meiner Arbeitsbedingungen an. Hat geklappt! Ich arbeite seit Februar in einem viel helleren Einzelbüro und fühle mich da sehr wohl. ✅
  • Motto 2025: „Bei mir bleiben„ Ich wollte den Kontakt zu mir nicht verlieren, um mich persönlich weiterzuentwickeln. Das hat sehr gut funktioniert! Ich bin mir näher als jemals zuvor und ich vergleiche mich weniger mit anderen.✅

Fazit: Von acht Zielen habe ich vier Ziele komplett erreicht und zwei teilweise. Zwei Ziele habe ich nicht umsetzen können. Ich bin damit nicht zu hundert Prozent zufrieden, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Insbesondere die Erfüllung meines Jahresmottos und der Beginn meines Schreibprojektes stechen positiv hervor und erfüllen mich mit Glücksgefühlen.


Meine Themen des Jahres

Meine Schreibleidenschaft

Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, mehr zu schreiben. Vorher hatte ich schon mehrmals gehört, ich hätte eine „schöne Schreibe“ und ich journale gerne, das macht man ja auch schriftlich. Tatsächlich hatte ich diesen Vorsatz aber im Frühjahr wieder aus den Augen verloren und dachte nicht mehr daran. Umso überraschter war ich nachträglich, als ich dieses Vorhaben in meinen Notizen wieder entdeckte, denn ich habe es gleich auf zwei Weisen umgesetzt:
Im Sommer buchte ich Judith Peters VIB-Programm. Seitdem flattert wöchentlich eine Blogbeitrags-Idee in mein E-Mail-Postfach. Ich schreibe nun wieder jede Woche einen neuen Blogartikel und es fühlt sich verdammt gut an! Auf diese Weise schreibe ich nicht nur einfach meine Gedanken zu einem bestimmten Thema herunter, sondern ich lerne dabei auch unheimlich viel. Ich genieße es, meinen Kopf sortieren zu können, meine Blogthemen (Mutterschaft, Selbstfürsorge, Journaling) zu vertiefen und über den Tellerrand zu schauen.

Wie oben schon genannt: Ich schreibe einen Roman! Bis zu diesem Sommer erschien es mir zu groß, ein eigenes Buch zu schreiben. Ich hätte es mir nicht zugetraut. Es war deshalb auch kein Wunsch von mir. Ich wollte zwar schon immer einmal ein Sachbuch erstellen. Aber einen Roman? Nie im Leben! Zu komplex! Tja, das hat sich ganz plötzlich geändert. Ich erlebte im August und September eine innere Aufbruchstimmung, die ich weiter verfolgte. Nun bin ich mitten drin in meinem Buchabenteuer. Willst du mehr darüber wissen? Dann schau doch fix auf meiner Autorenseite vorbei.

Kranke Schwiegereltern

Das Jahr 2025 nahm schon im Januar gewaltig an Fahrt auf: mein Schwiegervater musste ins Krankenhaus wegen einer chronischen Wunde und die Schwiegermutter brach sich im selben Zeitraum Handgelenk und Oberschenkelhals gleichzeitig. Wer sollte sie beide pflegen? Diese Zeit war stressig für meinen Mann und mental herausfordernd für uns, denn es galt viel zu organisieren: Pflegegrade beantragen, Kurzzeitpflegeplätze organisieren, danach den ambulanten Pflegedienst ins Boot holen, Wäsche waschen und tauschen, ihr Haus begindertengerechter umräumen…

Gleichzeitig kam ich ins Nachdenken. Meine Schwiegereltern sind nur 26 Jahre älter als ich. Wie werden wir altern? Wieviel Zeit bleibt uns noch?

Die fordernde Zeit war Gott sei Dank um Ostern herum vorbei. Schwiemu rappelte sich wieder auf und somit war auch die (immer noch anhaltende Pflege) vom Schwiepa wieder abgedeckt. Vorerst zumindest. Sie werden ja nicht jünger!

Renovierungsarbeiten in Haus und Garten

Der große Sohn (16) war Anfang Juni schon mit der Schule fertig. Seit Mitte August besucht er die weiterführende Schule. Er hatte also neun Wochen Sommerferien. Diese nutzte er, um von unserem Gartenzaun die alte Farbe zu entfernen und die Latten neu zu streichen. Da unser Zaun sehr lang ist, schaffte er ihn nicht komplett, aber ein Anfang ist gemacht.

Auch der Kleine half mit! Ehrensache!

Das Gartentor war komplett hinüber. Das Holz hatte sich quasi aufgelöst. Ein Neues musste her! Mein Mann hat eins selber zusammen gehämmert.

Im Haus nervte uns schon lange das Linoleum im Flur. Es hatte ein Loch, welches immer größer wurde, je öfter wir mit der Haustür darüber kratzten. Der Flur ist das Aushängeschild eines Hauses und es war mir manchmal schon peinlich, wenn Besucher (und sei es die Postbotin) zuerst diesen ranzigen Boden betrachteten, wenn ich die Haustüre öffnete. Die Herbstferien nutzten wir also für Renovierungsarbeiten im Flur. Wir strichen die Treppe neu, tapezierten frisch und haben nun endlich auch neuen Bodenbelag im Flur liegen. Das hat tatsächlich bis zum 15. Dezember gedauert, weil der Bodenleger eher keine Zeit hatte.

Urlaube

Dieses Jahr fuhren wir zwei Mal in den Urlaub. Über Ostern besuchten wir Baabe auf Rügen. Wir wohnten in einem Hotel mit Spielzimmer und sehr leckeren Essen und ließen es uns so richtig gut gehen! Rasenden Roland fuhren wir natürlich auch und das Wetter zeigte sich ebenfalls von seiner besten Seite. Aufgrund der Halbpension entspannten wir uns sehr gut, denn wir umgingen somit die üblichen Haushaltspflichten und erlebten eine unbeschwerte, leichte Zeit.

Im Sommer reisten wir für zwei Wochen nach Dänemark. Das tun wir immer. Was soll ich sagen? Wetter gut, Nordsee gut, Ferienhaus gut, Entspannung gut! Ich glaube, es gibt für uns kein besseres Land, um mal so richtig zu entschleunigen. Besonders positiv war der weiträumige, naturnahe Garten und die Mückenfreiheit (das war im letzten Jahr anders), so dass wir uns sehr viel draußen aufhielten und die Kinder viel herumtoben konnten. Der Kleine fuhr unermüdlich mit seinem Laufrad ums Haus.

Lesen, lesen, lesen

2024 las ich ein halbes Buch, mehr nicht. 2025 war das ganz anders. Ich entdeckte die Buchwelt neu! Ich liebe es, in fremde Personen hineinzuschlüpfen und mein Kopfkino ist beim Lesen auch immer sehr aktiv. Im Grunde ist ein Buch wie ein Film, der aber länger als die üblichen neunzig Minuten dauert.

Diese Romane habe ich 2025 gelesen:

Aufgelistet sind sie nach meiner Lesereihenfolge. Dies ist kein Ranking, welches Buch am besten war. Meine Rezension zu jedem Buch findest du hier: https://www.instagram.com/stories/highlights/18035073890678846/

nicht im Bild: 22 Bahnen. Das habe ich verliehen.

Diese Sachbücher habe ich 2025 gelesen:

Ein Auf und Ab im Berufsleben

Das Arbeitsjahr 2025 begann sehr erfreulich: In den Winterferien zog ich in ein neues Lehrerzimmer. Es hat Tageslicht und ist wärmer. Der Blick in die Bautzener Hinterhöfe ist schöner, als vorher. Tatsächlich legte sich das freundlichere Ambiente auf meine Arbeitsmtivation um. Ein echter Gewinn!

Auch die diesjährigen Zeugnisfeiern der Absolventen kann ich auf der „Haben“-Seite verbuchen. Das ist immer ein Highlight.

Im Frühsommer und zu Schuljahresbeginn ging es recht turbulent zu. Die Arbeitsbelastung war hoch. Das lag nicht nur an der Menge an Unterrichtsstunden, sondern auch an den Schülern mit „kreativen Verhaltensweisen“. Diese Belastung nahm ich leider auch mit ins Privatleben. Ich war nachmittags und abends oft noch so voller Eindrücke, dass es schwierig war, meiner Familie gerecht zu werden. Mein Akku für soziale Interaktion war einfach leer. Auch auf meine Kreativität hatte diese anstrengende Zeit Auswirkungen. Das merkte ich im Juli, als es wieder ruhiger wurde. Plötzlich ploppte meine Neugier wieder auf und es entwickelten sich neue Interessen bei mir, wie zum Beispiel mittels der App „obsIdentify“ Insekten im Garten zu bestimmen.

Ich nach der feierlichen Zeugnisausgabe

Persönliche Weiterentwicklung

Ich habe dieses Jahr wieder eine Menge Neues über mich gelernt und ich liebe das! Anfang des Jahres machte ich für mich klar, dass ich wahrscheinlich hochsensibel bin. Das erklärt zum Beispiel, warum mich soziale Kontakte oft so aussaugen, aber auch, warum ich scheinbar mehr mitbekomme, was zwischen den Zeilen gesagt wird, als das andere Menschen tun.

Ich habe dieses Jahr mehrfach in Konfliktgesprächen mit Schülern meine Meinung vertreten. Das fühlte sich nicht so unangenehm an, wie in den Jahren zuvor. Eher im Gegenteil. Es tat gut, Haltung zu zeigen. Ein Zeichen, dass ich wirklich „bei mir geblieben bin“.

Ich überschritt bewusst eine Grenze der Höflichkeit (ich kam zu spät zu einem Termin). Das klingt vielleicht etwas verstörend, hatte aber einen tiefen Grund: Ich wollte sehen und spüren, was passiert. Und was soll ich sagen: Es geschah gar nichts. Das wollte ich mir beweisen und es hat geklappt. Eine kleine Rebellion, um mich ein bisschen aus meiner sozial erwünschten „Ich bin ein nettes Mädchen-Rolle“ zu befreien. Sind wir nicht alle ein bisschen zu angepasst?

Ich war ja früher selbstständig und habe introvertierte Unternehmerinnen sichtbar gemacht. Umso überraschter war ich als ich reflektierte, dass ich mich mit meinem entstehenden Roman nicht so recht in die Öffentlichkeit wagte. Das habe ich natürlich geändert! Ich rede auf Instagram darüber und habe eine eigene Autorenseite eingerichtet. Mein Audio-Tagebuch verbirgt sich aber nach wie vor auf einer geheimen Seite. Das Passwort dafür erhältst du auf Anfrage per Mail (steffi.fleischer@gmx.net).

Ereignisse beim Großen

Unser älterer Sohn ist sechzehn Jahre alt und besuchte dieses Jahr im März mit seinem Französischkurs Paris. Ich habe diese Stadt auf meine Bucket-List. Jetzt sind wir schon so weit, dass sich der Große MEINE Wünsche erfüllt ;-)! Ein echtes Abenteuer, so eine große Stadt! Es hat ihm sehr gefallen.

Im Sommer stand der Realschulabschluss statt. Wie sind natürlich sehr stolz auf ihn. Die Klasse feierte dieses Ereignis sehr zünftig und ich war sehr gerührt, wie fröhlich die Jugend von heute zu feiern weiß!

Seit August besucht der Große das Gymnasium. Es fällt uns ein Stein vom Herzen, dass es ihm dort gefällt und er seine Schulwahl nicht bereut!

Großer Schreck zum Schuljahresstart: Er kugelte sich mehrmals kurz das Knie aus (spontan, ohne Fehlbelastung) und erlitt dadurch einen Muskelfaszienriss. Das war für uns ziemlich belastend, weil es ihm sehr weh tat und dies Auskugelungen so unwillkürlich auftraten. Man konnte es praktisch nicht vermeiden.

Die Getränkekarte vom Realschulball

Die Entwicklung des Kleinen

Unser junger Sohn ist vier Jahre alt und litt in der ersten Jahreshälfte fast monatlich unter leichten, kindertypischen Infektionen. Nichts dramatisches, aber trotzdem nervend! Er ist im Sommer wieder eine Kindergartengruppe nach oben gewechselt und besucht nun die Musikschule. Auch sonst ist er sehr pfiffig. Er fährt Fahrrad mit Stützrädern und puzzelt gerne und ausdauernd.

Etwas, was uns als Eltern mega Erleichterung schenkt: Er übernachtet anstandslos bei den Großeltern. Das haben wir dieses Jahr zwei Mal getestet. Am ersten Adventswochenende konnten wir deshalb als Paar an der Weihnachtsfeier in Österreich (dort sitzt die Firma, in der mein Mann angestellt ist) teilnehmen. Das hat uns sehr gut getan!


Worauf bin ich 2025 stolz?

Im August/September fühlte ich mich merkwürdig. In Aufbruchstimmung, getrieben. Aber wohin? Plötzlich kam mir ein Einfall: ich bereitete innerlich ein zweimonatiges Sabbatical vor. Januar und Februar 2027 wollte ich mit meinem Mann und dem Kleinen in Dänemark verbringen. Ziel: Fühlen, was das mit einem macht, wenn sich Zeit dehnt. Etwas wagen, was nicht alltäglich ist. Sein Leben bewusst genießen, denn wir haben nur dieses… (du siehst, ich schwärme immer noch). Problem bei der Sache: mein Mann. Er fand die Idee doof. Das Projekt starb. Und ich? Ich verkrümelte mich nicht schmollend in mein Schneckenhaus aus Selbstmitleid. Nee: Ich gebar meine Romanidee und stürzte mich mit einem Kopfsprung ins nächste Planungsabenteuer. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich diesmal nicht wie gelähmt in Selbstmitleid erstarrte, sondern sofort die nächste Idee anging. Was ich mal wieder dabei gelernt habe (und das finde ich nicht gut): Am besten, man verlässt sich nur auf sich selbst. Pläne mit anderen zu schmieden ist doof.

Vier Sätze, die mich 2025 beeinflusst haben

Dies wird der letzte Sommer in Frieden.

Diesen Satz sagte der Militärhistoriker Sönke Neitzel im März und obwohl ich keine Nachrichten schaue, las ich ihn in irgendeiner Headline. Mich begleitete dieser Satz monatelang. Immer wieder dachte ich daran und jedes Mal spürte ich diesen Kloß im Bauch und mein Herzschlag beschleunigte sich. Sogar im Sommerurlaub dachte ich ein paar Mal darüber nach. Werden wir 2026 in den Urlaub fahren können? Oder sind wir da gar auf der Flucht? Und wenn ja, wohin? Könnte schwierig werden, bei einem Weltkrieg!

Ich habe meine Angst ganz bewusst nicht als Blogartikel oder auf Social Media thematisiert. Ich wollte solchen Gedanken einfach keinen Raum geben, oder sogar noch andere unvorbereitete Menschen in diesen Gedankenstrudel mit hineinziehen. Mag sein, dass man mir jetzt vorhält, die Augen zu verschließen. Für mich ist es ein wenig Selbstschutz, um handlungsfähig zu bleiben. Tatsächlich lähmen mich die negativen Begleitsymptome meiner Grübeleien derart, dass ich innerlich wie einfriere. Ich kann dann an nichts anderes denken und bin quasi vor Angst erstarrt, wie die Maus vor der Schlange. Erst jetzt kann ich über diesen Satz gefühlsneutral schreiben. Herr Neitzel hat seinen Satz im September nämlich relativiert.

Mein Fazit zu diesem Satz: Ich habe kriegsangst. Ich glaube, ich bin damit nicht die Einzige. Reden wir zu wenig darüber, oder fühle ich das mal wieder nur intensiver als andere? Und woher kommt diese massive Angst bei mir? Hat das epigenetische Gründe? Wissenschaftler, Politiker und Medien haben so vieles in der Hand. Sie sind in der Lage, unsere Gefühle und Gedanken nachhaltig zu beeinflussen. Ob sie sich dessen immer so bewusst sind, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

Was, wenn es gut wird?

Über diese hoffnungsvolle Frage habe ich den Blogartikel Ein Satz, der mich trägt geschrieben. Er soll meine Leitfrage sein, wann immer ich in negative Zukunftsaussichten abdrifte.

Da hast du nun keine Menschen mehr unter dir stehen, außer deiner Frau.

Diese Feststellung machte ein Mann gegenüber meinem Ehepartner. Dieser Satz zeigte mir, wie stark patriarchalische Gedanken noch verbreitet sind. Er fühlte sich an, wie ein Punch mit einem Boxhandschuh mitten in mein Gesicht. Meinem Ärger darüber machte ich in meinem Blogbeitrag Dieser Satz hat mir gezeigt, warum mein Buch so nötig ist Luft.

Ich bin Witwe mit Ehemann…

sagte meine Mutter dieses Jahr zu mir. Das hat mich sehr getroffen, denn irgendwie hat sie Recht. Sie pflegt seit 8 Jahren meinen schwer dementen Vater. Gespräche sind nicht mehr möglich. Sie leben zusammen im gleichen Haushalt und essen zusammen, aber er ist eigentlich geistig kaum noch präsent. Es ist nicht nur seine Lebensqualität, die unter seiner Demenz wegbröckelt. Es ist auch ihre.

Was habe ich 2025 zum ersten Mal gemacht?

  • Ich habe im Sommerregen geduscht.
  • Den gesamten Sommerurlaub über trug ich Kleider oder weite Stoffhosen. Sonst trage ich immer Jeans.
  • Mein Mann und ich waren seit vielen Jahren mal wieder ohne Kinder unterwegs, weil sich die Großeltern um sie kümmerten. Wir haben es sehr genossen.

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Zuerst einmal für das wichtigste: Dass wir alle soweit gesund durch das Jahr gekommen sind. Klar, es gab hier und da mal ein Zipperlein. Mein Mann hatte mit dem Ischias zu kämpfen, der Große mit dem Knie…. Aber es war nichts gravierend Schlimmes.

Als zweites, meiner Idee, einen Roman zu schreiben. Diese Eingebung hat mich in eine rasend schnelle Form der Persönlichkeitsentwicklung katapultiert. Es ist fantastisch, was ich seit dem Sommer alles lernen durfte und welche Erkenntnisse ich gesammelt habe.

Eigenlob duftet: Ich bin mega dankbar für meine Reflexionsgabe und meine schier unerschöpfliche Ideenwelt. Was ich im Buch zart besaitet gelernt habe: Diese tiefe Denkgabe hat nicht jeder! Und auch wenn man Kreativität schulen kann: Ich bin stolz auf meine kreative Ader!

Ich bin dankbar, dass mir immer etwas einfällt. Sei es im Berufsleben, oder bei der Arbeit an meinem Roman: Ich kann mich darauf verlassen, dass mein Hirn immer einen guten Gedanken ausspuckt. Ich brauche keine Angst zu haben, dass ich mal sprachlos bin, oder nicht weiter weiß. Wie beruhigend!

Was ist 2025 richtig gut gelaufen?

Ich bin (getreu meinem Jahresmotto) bei mir geblieben. Das ist sicherlich nicht messbar, aber deutlich fühlbar. Einflüsse von außen, wie zum Beispiel Konflikte auf Arbeit, habe ich nicht so nahe an mich rangelassen, wie sonst. Ich ruhe momentan sehr in mir. Daran hat sicherlich das Schreiben „Schuld“. Mein Kopf ist so voller Themen, da haben äußere Einflüsse einfach weniger Platz.

Meine Journalingpraxis hat sich verändert. Ich nehme mir nur selten Zeit, „so richtig“ mit Notizbuch einen größeren Text zu journalen. Dafür mache ich kleine Dinge, die mich voran bringen: ich beantworte seit meinem Geburtstag täglich und kurz in einem Drei-Jahresjournal eine Frage und ich notiere jeden Abend einen einzigen Satz. Meist sind das kleine Erkenntnisse. Die schönsten Sätze veröffentliche ich dann jeden Monat hier im Blog in meinen Monatsrückblicken. Hier kommen die Highlights des ganzen Jahres:

  • „Ich kann besser als früher aushalten, nicht alles zu wissen.“ Man nimmt „im Alter“ einiges gelassener 😉
  • „Ich stehe auf der Sichtbarkeitsbremse aus Angst, meine tiefe Art zu denken zu zeigen.
  • „Ich darf meine Mutterschaft genießen und gleichzeitig traurig sein, über das, was mir die Mutterschaft genommen hat.“
  • „Selbstfürsorge ist ein Grundbedürfnis und keine Belohnung!
  • „Da ist was in mir, was raus will. Ich bin stolz und froh, meine Stimme gefunden zu haben.“
  • „Ich denke tiefer als andere. Das macht einsam.“ Aber ich stehe halt auch noch zu sehr auf der Sichtbarkeitsbremse, um gesehen zu werden.
  • „Du kannst nicht du selbst sein, wenn du dich selbst nicht kennst.

Was habe ich 2025 aufgegeben?

Vergleiche! Ich schaue nicht mehr so viel nach links und rechts. Wir sind alle Individuen mit ganz anderen Lebensentwürfen, Prioritäten, Prägungen und Voraussetzungen. Ich nehme vermeintlich erfolgreichere Frauen zwar zur Kenntnis, aber schaue da eher objektiv drauf. Ich gehe meinen Weg, weil ich denke, er passt zu mir und nicht, um andere auszustechen, oder ihnen zu gefallen, sondern weil es sich für mich richtig anfühlt.


Meine sechs liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

Schwierig! Sehr schwierig, da eine Auswahl zu treffen! Ich habe dieses Jahr 41 Blogartikel geschrieben. Was mir dabei besonders aufgefallen ist: Viele davon sind recht klar und kämpferisch. Ich legte oft den Finger in die gesellschaftliche Wunde, die unsere Frauen- und Mutterrollen prägt. Und ich rief auf zu Selbstfürsorge. Eines ist jetzt schon sicher: Ich werde auch 2026 nicht leiser werden!

Stellvertretend für meine vielen Beiträge über Selbstfürsorge möchte ich diesen Beitrag erwähnen: Warum mir Selbstfürsorge wichtig ist und wie ich sie einfach in den Alltag integrieren und diesen hier: Warum Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern die Voraussetzung für gesellschaftliche Veränderung.

Zwei meiner „Darum-schreibe-ich-ein-Buch-Artikel“: Aus geerbter Wut wird Mut: Der wahre Grund, warum ich dieses Buch schreibe und Dieser Satz hat mir gezeigt, warum mein Buch so nötig ist.

Mein fast schon wissenschaftlicher Beitrag, der mal alle Einwirkungen auf unser modernes Mutterbild zusammenfasst: Die sieben Wirkungsfelder auf Mutterschaft –Modell für die Analyse moderner Belastungen.

Und ein Beispiel für einen meiner praktischen Anleitungsartikel zu Selbstfürsorge und Journaling: Journaling mit dem Mond

Meine liebsten eigenen Instagram-Beiträge

Social Media ist ja so eine Sache für sich! Einerseits liebe ich es, meine Gedanken dort zu teilen und mit anderen zu interagieren, andererseits ist es halt mega kurzlebig und gute Beiträge landen in der Versenkung. Das fühlt sich für mich sehr oberflächlich an. So oberflächlich, dass ich im Februar zusätzlich zu meinem Hauptprofil steffi.im_glueck ein neues privates Profil erstellt habe. Es fühlte sich für mich unsicher an, meine Blogbeiträge gänzlich öffentlich zu teilen. Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. Ich möchte Haltung zeigen. Meine Mutterschafts- und Selbstfürsorgethemen sind einfach zu wichtig, um sie nur heimlich zu veröffentlichen. Im Endeffekt brauchte ich diesen Umweg über ein Privatprofil um zu erkennen, dass ich das Publikum gerne erreichen möchte.

Insgesamt habe ich 48 Beiträge geteilt, also im Durchschnitt fast jede Woche einen. Das überrascht mich! Ich habe mit weniger gerechnet! Hier sind die Instagrambeiträge, die ich persönlich am besten fand:

Mein Jahr 2025 in Zahlen

  • Instagram-Follower: 564 (Vorjahr: 499)
  • Threads-Follower: 232 (Vorjahr: 176)
  • Veröffentlichte Blogartikel: 41
  • Anzahl Amazonpäckchen: 137 (Vorjahr: 123, 2023: 93, 2022 und 2021 jeweils 146)
  • gelesene Bücher: 14 (letztes Jahr ein halbes)
  • geschaute Filme/Serien: 1 (Systemsprenger) (letztes Jahr 1)
  • Gartenerzeugnisse: Es gabe eine reiche Ernte! Hier meine Gartenschätze: 5 Gläser Holunderblütengelee
    12 Gl Kirschmarmelade
    Sauerkirschlikör mit Rum
    8 Gläser Glaskirsch-Marmelade
    3 Gläser Stachelbeermarmelade
    7Gläser Kiba
    8 Gläser Reneklaudenmarmelade
    Birnenkompott
    Mirabellenkompott
    Mirabellenkuchen
    6 Gläser Birnen-Mirabellen-Marmelade
    4 Gläser schwarze Johanne Birne Banane Marmelade
    2 Liter Mirabellenlikör angesetzt
    3 Gläser Birnenmarmelade
    4 Gläser Pflaumen-Brombeer-Marmelade
    3 Gläser Birnenmarmelade
    4 Gläser Birnen-Stachelbeer-Marmelade
    Birne auf Rum
    Pflaumenkuchen
    3 Gläser Nashibirnen Marmelade
    7 Gläser Apfel (Weihnachts)Marmelade
    Apfelauflauf
    3 Gläser Apfelmus
    4 Gläser Zitronengelee
    Zitronensirup
    Limoncello

Was 2025 sonst noch los war

Wir machten exklusive die Reise nach Wien noch neun Ausflüge in die nähere Umgebung: Stausee Bautzen, See Boxberg, Stausee Sohland, Bärwalder See (wir lieben das Wasser), Oybin, Besuch der Eltern 2x, 2x Elbepark

  • Ich habe meine Fremdsprachfreude entdeckt. Mit der App „Duolingo“ lerne ich dänisch, mit der App „Praktika“ Englisch und Französisch.
  • Insekten und Pflanzen habe ich bestimmt und erfasst mit der App „OpsIdentify“
  • Ich habe auf Threads einen kleinen Shitstorm erlebt. Erst war ich irritiert, dann fasziniert und nach 24 Stunden war auch wieder alles vorbei.
  • Ich habe ein Portrait gemalt und ein Meeresbild noch nicht fertig gestellt

Fazit: Mein Jahr 2025 hielt einige Überraschungen bereit. Angefangen mit den Krankheiten meiner Schwiegerelten, über das Erwachen meiner Romanidee und meine neue Leseliebe, bis zu dem grandiosen Ausflug nach Österreich. Es war ein schönes, trubeliges Jahr mit ganz vielen neuen Erkenntnissen, die ich nicht missen möchte! DANKE 2025!


Und nun noch ein kleiner Vorrausblick aufs neue Jahr:

Diese Dinge sind schon geplant für 2026

  • Wir wollen wieder zwei Mal in den Urlaub fahren. Gebucht ist noch nichts, aber es soll einen Osterurlaub geben und im Sommer wieder für zwei Wochen nach Dänemark gehen.
  • Unser Kleiner wird seine Einschulungsuntersuchung haben und dann ein Vorschulkind sein
  • Wir sind zu einer Konfirmationsfeier nach Rostock im Mai eingeladen.

Meine Ziele und Wünsche für 2026

  • Ich möchte meiner Leseleidenschaft weiter fröhnen. Es ist so schön zu lesen und ich frage mich, warum ich das so lange vernachlässigt habe. Ich habe eine Liste mit Büchern, die ich gerne lesen möchte auf Amazon und die möchte ich gerne schamlos plündern ;-).
  • Mein Roman soll weiter gedeihen. Theoretisch fehlen mir noch zehn Kapitel. Ich müsste also nicht einmal ein Kapitel pro Monat schreiben, um den Rohentwurf fertig zu stellen. Ich bin gespannt, ob mir das gelingt, denn „nebenbei“ blogge ich ja beispielsweise auch noch und bin berufstätige Mutter. Mein Ziel ist es, am Ball zu bleiben, ohne mich unter Druck zu setzen. Ich möchte einen deutlichen Fortschritt am Manuskript sehen. Wenn es nicht ganz fertig wird, ist es aber nicht schlimm.
  • Ich möchte mich um meine Gesundheit kümmern. Nicht nur mir, sondern auch meinen Kindern zuliebe. Schließlich bin ich Vorbild. Ich setze mir kein messbares Ziel (und weiß, dass das falsch ist), aber ich möchte fit sein und mich gesund fühlen.
  • Ich habe kürzlich gemerkt, dass ich immer noch „Baustellen“ habe, was den Tod meines ersten Partners im Jahr 2011 anbelangt. Die möchte ich angehen. Persönliche Weiterentwicklung ist also auch 2026 nötig!
  • Sichtbarkeit ist wichtig. Mein Ziel: meine Newsletterabonennten verdoppeln und 1000 Follower auf Instagram
  • Motto 2026: Fahrt aufnehmen! Ich fühle mich gerade sehr beschwingt. Beim Schreiben dieses Jahresrückblicks habe ich noch einmal gemerkt WIE SEHR ich das Thema „Mutterrolle in der Gesellschaft“ und meinen entstehenden Roman fühle! Daran möchte ich unbedingt anknüpfen! Ich spüre gerade so einen Elan, den möchte ich möglichst beibehalten und seinen Sog auch in meine private Weiterentwicklung mit einfließen lassen. Mein Wort 2026 wird lauten: Eigenwind.

So kannst du mit mir in Kontakt bleiben

Du bist neugierig, was ich 2026 so anstelle? Oder interessierst du dich für meinen Roman und die Themen Mutterschaft, Selbstfürsorge und Journaling? Dann freue ich mich sehr wenn du mich im nächsten Jahr begleitest. Dazu gibt es drei Möglichkeiten:

  • Trage dich in meinen Newsletter ein
  • Folge mir auf Instagram
  • Hast du eine Idee für eine Kooperation zu den Themen Mutterschaft, Roman schreiben, oder soll ich dir als lebendiges Buch dienen? (z.B. auf Insta, als Gastbeitrag auf deinem Blog, als Interview…), dann melde dich über meine E-Mail steffi.fleischer@gmx.net.

Wie war Dein Jahr 2025? Erzähle mir gerne davon oder teile den Link zu Deinem Jahresrückblick in den Kommentaren!

PS: Für die Historiker 😉 Jahresrückblick 2024, Jahresrückblick 2023, Jahresrückblick 2022, Jahresrückblick 2021

Die sieben Wirkungsfelder auf Mutterschaft –Modell für die Analyse moderner Belastungen

Ich schreibe gerade einen Roman. Er dreht sich rund um die Themen Mutterschaft, die Belastungen, die die Mutterrolle mit sich bringt und um Wege der Selbstfindung in dieser Lebensphase. Logisch, dass ich mich deshalb tief mit der Lebenswelt von Müttern beschäftige. Ich schreibe diesen Roman aber nicht nur aus theoretischem Interesse, sondern weil ich spüre, dass viele Mütter etwas tragen, das sie selbst kaum benennen können. Aber natürlich interessiert mich dieses Gebiet auch, weil ich selber eine Mutter bin.

Mutterschaft war nie statisch. Doch selten zuvor waren die Anforderungen an Mütter so vielfältig, und widersprüchlich wie heute. Zwischen familiären Prägungen, gesellschaftlichen Erwartungen, partnerschaftlichen Rollenmustern und digitalen Vergleichskulturen entsteht ein Spannungsfeld, das tief in das Erleben von Frauen eingreift. Ich habe versucht, diese Wirkungsbereiche zu systematisieren und für mich greifbar zu machen.

Heraus gekommen ist das Modell der sieben Wirkungsfelder auf Mutterschaft. Es beschreibt die zentralen Einflussbereiche, die das Denken, Fühlen und Handeln moderner Mütter bestimmen.

Es dient nicht nur der Analyse und Systematisierung, sondern auch der Entlastung: Wenn Belastungen systemisch entstehen, liegt das Problem nicht beim Individuum, sondern in den Wirkungsfeldern, die auf es einwirken.


Welche sieben Dimensionen wirken auf uns Mütter ein und was ist darunter zu verstehen?

Die 7 Dimensionen der Mutterschaft im Modell von Steffi Fleischer
Modell der sieben Wirkungsfelder auf Mutterschaft

1. Epigenetik & Herkunftsmuster

Transgenerationale Erfahrungen formen die Anforderung an Mutterschaft. Bindungsmuster, familiäre Glaubenssätze, Verhaltensmodelle und unbewusste Loyalitäten wirken über Jahrzehnte nach. Viele Mütter wiederholen Fürsorge- oder Leistungsrollen, die sie aus der eigenen Herkunftsfamilie kennen. Sie sind also keine bewusste Wahl, sondern formen unsere Intuition. Dieses Wirkungsfeld erklärt die tiefe emotionale Ladung von Mutterthemen: Sie berühren die ältesten Schichten unserer Biografie.


2. Partnerschaft, Familie & Rollenverteilung

Die Organisation von Carearbeit ist eine zentrale Stellschraube mütterlicher Belastung. Wer übernimmt welche Aufgaben? Wer entscheidet? Wer trägt mentale Last?
Partnerschaftliche Strukturen beeinflussen sowohl den Handlungsspielraum als auch das Erleben von Fairness. Selbst in modernen Beziehungen bleibt die Care-Arbeit oft bei der Mutter hängen, mit realen Folgen für Arbeitszeit, Karrierechancen, Schlaf und Selbstwirksamkeit. Ein zweiter beeinflussender Faktor ist die Heterogenität von Familienmodellen: Die Organisation in Patchworkfamilien, vielleicht noch in Verbindung mit ausbleibender Hilfe duch Großeltern, kann ein zusätzlicher Belastungsfaktor sein. Nicht zu vergessen sind hier natürlich auch die vielen Frauen, die alleinerziehend sind.


3. Interne Normen & soziale Prägungen

Dieses Wirkungsfeld beschreibt die Stimme im Inneren:
„Eine gute Mutter ist immer präsent.“
„Ich muss alles schaffen.“
„Ich muss alles unter einen Hut bekommen.“

Solche Sätze sind keine individuellen Eigenheiten, sondern gesellschaftliche Idealbilder. Sie nähren Schuldgefühle, selbst wenn objektiv keine Norm verletzt wurde. Das Problem liegt nicht bei den Frauen, sondern beim Bild der sich selbst aufopfernden Mutter, die ihre Selbstbewertung steuert.


4. Soziale Vergleichsgruppen & Mütterkulturen

Andere Mütter fungieren oft unbewusst als informelle Normgeber. Kita-Backlisten, WhatsApp-Gruppen, Spielplatzgespräche oder ungeschriebene Regeln der Peer-Group erzeugen einen Druck, der subtil wirkt, aber nachhaltig.
Dieses Wirkungsfeld beschreibt die kollektive Ebene: Erwartungen, die nicht ausgesprochen werden müssen, um wirksam zu sein. Mütter vergleichen sich und kommen dabei vermeintlich schlecht weg. Denn andere Mütter stellen sich oft besser, „mütterlicher“ dar, als sie sind.


5. Kinder & entwicklungsbezogene Anforderungen

Mutterschaft ist eine Beziehung, keine Rolle im luftleeren Raum. Kinder selbst erzeugen Anforderungen, Erwartungen und emotionale Dynamiken.
Im Kleinkindalter stehen Bindung, Co-Regulation und Fürsorge im Vordergrund.
Im Schulalter entstehen neue Felder, wie zum Beispiel der wachsende Leistungsdruck, soziale Vergleiche, oder Hausaufgabenhilfe. Und: Dieses Wirkungsfeld verändert sich dynamisch mit dem Alter der Kinder und bedarf stetiger Anpassung.


6. Selbstoptimierung, Medienkultur & digitale Vergleichsdynamiken

Verglich man sich früher nur mit anderen Müttern im Umfeld, haben wir heute eine neue Möglichkeit: Digitale Medien haben Muttersein nicht nur sichtbarer gemacht, sondern auch vergleichbarer. Und das 24 Stunden am Tag! Social Media verstärkt Idealbilder und beschleunigt Vergleiche.
Gleichzeitig gehört der Selbstoptimierungsdruck zu den prägendsten kulturellen Strömungen unserer Zeit: effizienter sein, organisierter, gesünder, geduldiger, belastbarer. Die Öffentlichkeit und das Private verschmelzen.


7. Strukturelle Rahmenbedingungen

Betreuungsangebote, Arbeitszeitmodelle, Familienpolitik, medizinische Versorgung und finanzielle Sicherheit bilden den äußeren Handlungsspielraum von Mutterschaft.
Gesellschaftliche Strukturen entscheiden darüber, ob Vereinbarkeit gelingt, ob sich Belastung verringert, oder ob Frauen permanent überforderte Einzelkämpferinnen werden.


Querwirkungen: Gesundheit & gesellschaftliche Beschleunigung

Diese beiden Phänomene treten nicht als eigenständige Wirkungsfelder auf, weil sie keine Ursachen darstellen, sondern Folgen und Verstärker:

Gesundheit wird durch alle sieben Felder beeinflusst: Schlaf, Stress, mentale Belastung und emotionale Erschöpfung entstehen aus ihrer Summe.
Beschleunigung wird insbesondere verstärkt durch unsere digitalisierte Welt und die damit verbundene permanente Erreichbarkeit. Sie erhöht das Tempo, mit dem (nicht nur) Mütter auf Reize reagieren müssen.

Die Querwirkungen erklären, warum Belastungen sich kumulieren und warum Entlastung ganzheitliche Ansätze braucht.


Warum dieses Modell wichtig ist

Das Modell der sieben Wirkungsfelder zeigt, dass Mutterschaft nicht durch individuelle „Fehler“ überlastet ist, sondern durch ein Geflecht aus Erwartungen, Strukturen und historischen Prägungen. Es eröffnet einen neuen Blick:

  • weg vom Mythos der „unzulänglichen Mutter“
  • hin zu einer systemischen Betrachtung moderner Mutterschaft
  • hin zu einer entlastenden Perspektive
  • hin zu einem gesellschaftlichen Diskurs, der Verantwortung verteilt statt individualisiert

Das Modell macht Mutterschaft und seine beeinflussenden Faktoren erklärbar. Und Erklärbarkeit ist der erste Schritt zu Veränderung. Erst wenn wir die Wirkungsfelder benennen, wird Veränderung verhandelbar. Solange wir Mutterschaft individualisieren, bleibt Entlastung eine private Aufgabe.

Sperrnächte: Bedeutung, Zeitraum und klare Impulse für deinen Jahresabschluss

Es gibt im Dezember eine Phase, die still bleibt, obwohl sie viel in Bewegung bringen kann. Die Sperrnächte. Ein Zeitraum, den viele kaum kennen, wahrscheinlich, weil er so unspektakulär ist. Es sind zwölf Nächte, in denen man das Jahr bewusst abschließen kann.

Traditionell starten die Sperrnächte am 8. Dezember und enden am 20. Dezember. Sie gelten als die zwölf Nächte vor den Rauhnächten. Früher nutzten die Menschen diese Zeit, um das Jahr aufzuräumen: Felder, Arbeiten, Vorräte, Verträge – alles wurde „gesperrt“ oder beendet, bevor die winterliche Stille begann.

Heute lässt sich dieser Zeitraum genauso nutzen: als Einladung, Altes abzustellen, mentale Türen leise zu schließen und das Jahr nicht einfach auslaufen zu lassen, sondern bewusst abzuschließen.


Warum die Sperrnächte heute relevant sind

Unsere Leben sind voller kleiner offener Schleifen, die wir kaum bemerken, aber trotzdem mit uns herumtragen. Unerledigte Gedanken, nie geführte Gespräche, Erwartungen, die wir längst hätten ablegen können. Die Sperrnächte bieten ein Zeitfenster, in dem du genau diese Dinge anschauen kannst.

Zugegeben: Sie fallen in eine recht trubelige Zeitspanne. Die Adventszeit ist in der Regel vollgestopft mit Geschenkekauf und Weihnachtsfeiern. Aber gerade, wenn du besonders wenig Zeit hast, solltest du auf dich achten. Nimm dir täglich ein paar Minuten Zeit für deinen mentalen Jahresputz, bevor die Feiertage beginnen.


Sperrnächte: Bedeutung, Zeitraum und klare Impulse für deinen Jahresabschluss

12 klare Journaling-Fragen für die Sperrnächte

1. Was darf dieses Jahr enden?

Nicht alles muss mit ins neue Jahr. Manches ist einfach fertig.

2. Welche Pflicht war nie deine?

Ein guter Moment, stille Fremderwartungen zu identifizieren.

3. Welcher Gedanke hat dir Energie gezogen?

Benennen heißt entlasten.

4. Womit willst du aufhören, dich zu beeindrucken?

Manche Ansprüche sind überfällig.

5. Welche Kleinigkeit willst du erledigen, damit dein Kopf leiser wird?

Ein Mini-To-do wirkt oft größer, solange es unerledigt ist.

6. Was hast du zu lange toleriert?

Grenzen sind notwendig.

7. Welche Wahrheit hast du ignoriert, obwohl sie simpel war?

Erkennen ist manchmal der Abschluss.

8. Was war dieses Jahr ein gutes „Nein“ ?

Ein klarer Satz kann ein neues Muster setzen.

9. Wo hast du Tempo gehalten, obwohl du müde warst?

Ermüdung erkennen ist kein Schwächezeichen.

10. Was willst du künftig nicht mehr erklären müssen?

Entscheidungen dürfen still sein.

11. Welche Sorge hat sich als übertrieben herausgestellt?

Rückschau entlastet.

12. Welche Tür schließt du symbolisch, damit eine andere ruhiger aufgehen kann?

Klarheit öffnet Türen.


12 Tage: Für jeden der vergangenen Monate einer

Eine weitere Idee, die Sperrnächte zu nutzen: Die zwölf Nächte können symbolisch für die zwölf Monate stehen. Gehe Monat für Monat durch und überlege dir, was du aus dieser Zeit mitnehmen möchtest, aber natürlich auch, was du aussperren möchtest. Was hat dir nicht gut getan? Wovon möchtest du dich trennen?

Trenne dich von materiellen Dingen

Vielleicht merkst du, dass es in deiner Wohnung Dinge gibt, die sich angehäuft haben und für die es keinen Nutzen gibt. Viellicht stören sie dich sogar, weil sie viel zu viel Platz brauchen! Weg damit! Die Sperrnächte kannst du prima nutzen, um auszusperren, was du nicht mehr benötigst.

Kurz und gut

Die Sperrnächte sind ein Zeitraum von zwölf Tagen. Sie dauern vom 08. Dezember bis zum 20. Dezember. Symbolisch dienen diese Tage dazu, das Jahr abzuschließen. Du kannst sie nutzen, um Rückschau zu halten und Dinge zu beenden, oder auszusperren, die dir im vergehenden Jahr nicht mehr dienen, oder gut tun.

Monatsrückblick November 2025

Der Monat November begann erfreulich. Ich gewann ein Gewinnspiel auf Instagram und erhielt einen Gutschein für zwei Übernachtungen für zwei Personen in einem schicken Hotel. Das wird bestimmt wunderbar!

Gewonnen!

Zitronenschwemme

Am Beginn des Monats bekamen unsere zwei Zitronenbäumchen neue Erde und wir schafften sie ins Winterlager. Die reifen Früchte nahm ich ab und machte daraus Zitronensirup, Zitronengelee und Limoncello. Ich liebe das, wenn ich eigenes Obst aus dem Garten weiter verarbeiten kann!

Stolz!

Arbeitsflut und Dienstreise

Aufgrund der längeren Krankheit einer Kollegin arbeitet ich im November 34 Stunden. Zusätzlich zum Pensum an Unterrichtsstunden bei einer großen (und damit herausfordernden) Klasse liefen auch noch einige praktische Prüfungssimulationen, so dass meine Arbeitsbelastung recht hoch war. Blöderweise machte sich das gleich in Nasenbluten bei mir bemerkbar. Bestimmt hatte ich hohen Blutdruck.

Ausgerechnet diesen Monat musste mein Mann auch noch auf eine längere Dienstreise. Zum Glück holten meine Schwiegereltern unseren Kleinen oft vom Kindergarten ab, so dass er nicht zu lange im Kindergarten bleiben musste. Das wären für ihn sonst über 9 Stunden an manchen Tagen gewesen!

Erlebnisse

Von wegen ruhiger November! Wir machten uns ein paar schöne Tage und besuchten den Stausee in Sohland für einen gemütlichen Spaziergang. Der Kleine fuhr zum ersten Mal mit Stützrädern Fahrrad. Auch eine Kreativmesse mit tollen DIY-Produkten stand auf dem Plan.

Der Höhepunkt des Monats war aber mit Abstand die kleine Reise in den Wienerwald zur Weihnachtsfeier der Firma meines Mannes. Wir gingen ins Casino in Baden und erlebten zwei sehr schöne kinderlose Tage. Die waren bei den Großeltern.

Ich als Autorin

So richtig an die große Glocke habe ich es ja bisher nicht gehängt, dass ich einen Roman schreibe. Das hat sich diesen Monat geändert. Ladys and Gentlemen: Ich präsentiere meine eigene Autorenseite! Diese habe ich auch auf meinem Instagramprofil mit verlinkt. So viel Sichtbarkeit! Tatsächlich war dieser Schritt wie ein Befreiungsschlag für mich. Vorbei ist die Heimlichtuerei! Jawohl, ich schreibe ein Buch! Das kann ruhig jeder wissen!

So sieht sie aus, meine Autorenseite

Zeitgleich erschien nach langer Zeit auch wieder ein Newsletter von mir. Ich hatte echt Lust darauf und habe mir vorgenommen, diesen wieder häufiger erscheinen zu lassen.

Meine Erkenntnisse des Monats

Der Monat war ein Monat des persönlichen Wachstums. Das spiegelt sich auch in meinen One-Linern wieder:

  • MUTer beginnt, wenn Mutter aufhört zu funktionieren
  • Ich kann besser als früher aushalten, nicht alles zu wissen
  • Einen Roman zu schreiben ist hochkomplex
  • Annehmen, dass manchmal was warten muss…
  • Achte auf dich! Andere tun es aber nicht!
  • Beim Weinen muss man tief Luft holen – sonst erstickt man! (Weisheit des Jüngsten)
  • Mental Load verhindert, Frauen in ihre Stärke zu bringen
  • Positives passiert, wenn wir es einladen
  • Es wird oft nur halb so schlimm, wie gedacht
  • Du wirst das, was du glaubst, zu werden
  • Das Allein-Gefühl ohne meinen Mann macht mich fertig!
  • Die Wut auf rollenbedingte Ungerechtigkeit stammt von epigenetischen Narben
  • Ich darf lockere Gegebenheiten mehr für mich nutzen
  • Aus Rotz wird Trotz, aus Wut wird Mut
  • Ungerechtigkeit in Gerechtigkeit umwandeln
  • Familie und Wahnsinn liegen nah beieinander
  • Manchmal muss man nicht reagieren. Nur abwarten, dass es sich von selbst erledigt
  • Ich stehe auf der Sichtbarkeitsbremse aus Angst, meine tiefe Art zu denken zu zeigen
  • Komfortzone verlassen = Wachstum
  • Höre auf deinen Körper!
  • Ich bin gesellschaftsfähiger als ich denke

Blogbeiträge des Monats

Meine Artikel waren diesen Monat verändernd und kraftvoll. Wie weiter oben schon geschrieben: Der Moant hatte viel persönliches Wachstum zu bieten, an dem ich meine Leser:innen gerne teilhaben lasse:

Manchmal plane ich meine Blogbeiträge noch von Hand

Kokon-Projekt: Langzeit-Selbstfürsorge, die dich verwandelt

Warum Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern die Voraussetzung für gesellschaftliche Veränderung

Aus geerbter Wut wird Mut: Der wahre Grund, warum ich dieses Buch schreibe

Dieser Satz hat mir gezeigt, warum mein Buch so nötig ist

Am Wochenende war ich als Partnerin zur Weihnachtsfeier der Firma eingeladen, in der mein Mann angestellt ist. Es war sehr schön. Wir verbrachten eine leichte und lustige Zeit mit mir alles fremden Menschen und viel Smalltalk. Tatsächlich fühlte ich mich wohl und locker. Nach viereinhalb Jahren kümmerte ich mich mal zwei Tage am Stück nicht um unseren aufgedrehten, geliebten Sohn. Das tat gut, obwohl ich ihn auch vermisste.

Doch im Laufe des Tages entstand ein Gespräch, das mich drei Tage später immer noch beschäftigt: Ein Mann, bisher für mich der Inbegriff von sympathisch, dynamisch und reflektiert, erzählte meinem Mann, wie schwierig Führungsverantwortung manchmal sei. Er selbst sei in einer leitenden Position und das sei manchmal ganz schön anstrengend. Soweit nichts Besonderes.

Dann fragte er meinen Mann nach dessen früherer Führungsrolle.
Mein Mann antwortete: „Ich hatte damals 20 Leute.“

Und dann fiel dieser Satz. Ein Satz, der in mir sofort eine Art inneres Beben ausgelöst hat:

„Na, da hast du ja jetzt keine Menschen mehr unter dir stehen, außer deiner Frau.“

Bitte was? Ich merkte richtig diesen Schlag in die Magengrube. Ich war für den Bruchteil einer Sekunde wie erstarrt! Wie tief dieser Satz mich traf! Wie viel er auf einmal in mir aufgewühlt hat.
Alles, was ich mit meinem Buch gerade rücken möchte. Alles, was ich an alten Rollenmustern hinter mir lasse. Bevor ich nachdenken konnte, polterte ich zurück:

„Nein. Bei uns ist das eher anders herum.“

Das stimmt so nicht. Ich sehe mich mit meinem Mann absolut gleichberechtigt. Aber dieser Satz hatte etwas in mir verletzt und gedemütigt. In der Wut habe ich ihn einfach reflexhaft umgedreht.

Warum es wichtig ist, über solche Szenen zu reden

Wie gesagt: Jetzt, drei Tage später spüre ich immer noch, wie sehr mich der Satz berührt hat.
Wie tief ich solche Rollenbilder in mir ablehne. Wie klar mir geworden ist, warum mein Buch über Mutter- und Frauenrollen wichtig ist. Denn offenbar gibt es immer noch Menschen, in deren Köpfen Frauen unter Männern stehen. Als wäre das ein Naturgesetz. Dieses Erlebnis hat mir mit voller Wucht klar gemacht, dass es KEINE Einbildung ist, oder wir Frauen einfach nur übertreiben. Nein. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um in unserer ach-so-fortschrittlichen Gesellschaft, gleichberechtigt anerkannt zu sein. Mag sein, dass es manche Frauen nicht stört. Dass sie es hinnehmen. Für mich hat sich dieser Moment so würdelos angefühlt wie schon lange nichts mehr.

Im Nachhinein betrachtet, hat diese Szene mein WARUM gestärkt. Genau deshalb schreibe ich und genau deshalb ist dieses Buch so nötig.

Und mein Mann?

Er hat großartig reagiert. Das hat mich sehr berührt: Er schwieg. Er hat mich weder korrigiert, noch sich über mich gestellt. Er hat sich nicht selbst verteidigt oder versucht, vor dem Gesprächspartner „gut dazustehen“. Er hat einfach geschwiegen. Ich glaube, er hat genau gespürt, dass ich Raum brauchte und diesen Satz nicht stehen lassen konnte. Er hat mich nicht klein gemacht, um sich größer zu fühlen. Seine Stärke lag darin, mich reden zu lassen und meine ihn klein machende Antwort (was ungerecht war) so stehen zu lassen. Im Endeffekt hatte ich ja den gleichen Fehler wie unser Gesprächspartner gemacht. Mein Mann hatte es nicht nötig, sich größer zu machen. In diesem Moment hatte er scheinbar instinktiv erkannt, dass ich diesen Moment der Unterstellungs-Umkehr brauchte, um meine Krönchen wieder gerade zu rücken.