Ikarus und Hasenschwanz – Der Duft meiner Kindheit

Andrea Beerbaum veranstaltet eine Blogparade zum Thema Duft meiner Kindheit und als ich den Titel las, ploppten bei mir sofort Gerüche vor meiner inneren Nase auf. Nun ist für mich der Begriff „Duft“ positiv besetzt. Wie Wohlgeruch, etwas, was man gerne riecht. Tatsächlich wird der ein oder andere Leser die Nase rümpfen, wenn er liest, wie es in meiner Kindheit roch. Das waren nicht immer Gerüche nach Rosen und Veilchen. So viel sei schon mal gesagt…

Zigarrenrauch

Einer der wichtigsten Männer in meinem Leben war mein Opa Henner. Er war Zigarrenraucher und es roch daher bei meinen Großeltern, wo ich mich oft aufhielt, immer nach Zigarrenrauch. Wir wohnten mit Oma und Opa unter einem Dach. Daher begleitete mich dieser Geruch täglich.

Nach dem Tod meines Opas qualmte meine Mutter in Gedenken an ihn immer an Heiligabend eine Zigarre, damit es „wie früher“ roch. Sonst war sie Nichtraucherin.

Mein Opa verstarb 1997. Da war ich 15 Jahre alt. Obwohl das schon sooo lange her ist, weine ich immer noch manchmal, wenn ich an ihn denke. Er war ein herzensguter Mensch, der sich sehr viel Zeit für uns Enkel nahm. Er konnte stundenlag mit uns Gesellschaftsspiele spielen. Häufig saß ich im Kleingarten mit ihm auf der Bank vor der grünen Gartenlaube mit weißen Streifen. Wir beobachteten das rege Treiben der Meisen am Nistkasten und aßen dabei Semmel mit Butter. Dazu gab es (für mich stark mir Milch verdünnten) Kaffee. Ich glaube, der Erfinder des Latte Macciatto war mein Opa und nicht die Italiener ;-)!

mein Opa und ich im Garten vor der grün-weißen Laube

Plumpsklo

Apropos Garten: Dort gab es ein Plumpsklo, genau wie Zuhause. Tatsächlich umströmte mich in meiner Kindheit also oft der „Duft“ von Exkrementen.

Abgase vom Bus-Depot

Direkt hinter unserem Haus lag der Busparkplatz der Verkehrsbetriebe. Schön aufgereiht standen dort die Ikarusbusse in ockergelb. Im Winter wurden die zeitig angelassen, um warm zu laufen und natürlich auch, um sie abtauen zu lassen. Dicke, schwarze Abgase stieß jeder einzelne dieser Busse aus. Es roch täglich nach Dieselqualm.

Hasenfell

Ein „Stofftier“ der besonderen Art war mein Hasenschwanz. Heute wahrscheinlich undenkbar, bekam ich irgendwann einmal den weiß-grauen Stummelschwanz eines geschlachteten Hasen geschenkt. Er diente mir zum kuscheln und ich habe heute noch seinen Fellgeruch in der Nase.

Westen

Zur Wende fuhren wir das Begrüßungsgeld abholen. Mit dem überfüllten Zug ging es zwei Mal nach Hof! Ich weiß noch genau, wie wir staundend im Aldi standen. Es roch so gut! Nach Westen! Es war eine Mischung aus Bananen und Waschpulver, die uns Kinder faszinierte. Der Duft nach etwas fremden und neuen ließ unsere kleinen Herzen aufgeregt schneller schlagen. Tatsächlich kauften wir uns vom ersten Westgeld Bananen zum Mittagessen und nahmen ein Glas Nutella mit zurück über die Grenze.

Später eröffnete in unserem Heimatort ein Penny als erster Supermarkt. Genau genommen war es ein großes weißes Zelt, was dann auf unserem Festplatz stand. Auch darin roch es noch nach Westen.

Entweder man hat sich an den Duft gewöhnt, oder es riecht nicht mehr so gut in den Supermärkten. Der Duft fehlt mir irgendwie.

Barackig

Kennst Du diesen Geruch von Holzlauben oder Schuppen, die lange nicht gelüftet wurden? So ein bisschen staubig und stockig, aber auch heimelig? Mir fällt kein passenderes Wort ein, als „barackig“. Vielleicht hast Du dafür einen schöneren Ausdruck?

Diesen besondere Duft roch ich in meiner Kindheit oft. Zum einen war mein Kindergarten in Baracken untergebracht. Besonders intensiv roch es im Schuppen für die Roller, Schubkarren und Laster. Zum anderen roch es in der Gartenlaube von unserem Kleingarten so. Mit beiden Orten verbinde ich positive Erinnerungen. Auch in den Bungalows vom Sommerferienlager war dieser Duft wahrzunehmen. Dort hatte ich ebenfalls immer eine schöne Zeit.

Parfum

Meine Oma und meine Mutter blieben ihren Parfums weitestgehend treu. Nach der Wende gab es ja bei uns auch endlich eine große Auswahl. Meine Oma nutzte „Tosca“, meine Mutter im Sommer „Sunflower“ und im Winter DKNY. Wir drei Mädchen dufteten nach oilily. Wenn Mama uns abends nicht persönlich ins Bett bringen konnte, weil sie zur Chorprobe war, oder zu einem Elternabend, dann sprühte sie manchmal Parfum auf ein Stofftaschentuch. So konnten wir sie beim Einschlafen riechen.

Mir hat dieser nostalgische Ausflug in meine Kindheit sehr gefallen. Man sollte viel mehr solcher Erinnerungen aufschreiben.

Wie roch Deine Kindheit?

100 Dinge auf die ich stolz bin

Als ich den Titel von Lorena Hormanns Blogparade las, musste ich erst einmal in mich hinein schmunzeln. „100 Dinge, auf die ich stolz bin“, klang für mich nach einem Selbstbeweihräucherungsthema! Gleich danach dachte ich: HUNDERT Dinge? Ich schaffe nicht mal zehn!

Gleichzeitig war ich neugierig auf mich und meinen Umgang mit dem Thema. Ich öffnete die Notiz-App meines Handys. Und schrieb,und schrieb!

Es war befreidend, rührend, bisweilen lustig und manchmal ein wenig schmerzlich. In mir wuchs ein Gefühl von echtem Stolz und die Erkenntnis: Ich bin gar nicht so schlecht, wie ich dachte! Ich habe wieder einen wichtigen Schritt in Richtung „bei mir ankommen“ (meinem Jahresmotto) getan.

Tatsächlich sind es sogar 102 Punkte, die ich gefunden habe. Ich werde die Liste weiterführen, wenn es neue Dinge gibt, die mich stolz machen.

Legen wir los:

  • 1. Ich habe meine Kinder knapp zwei Jahre und etwas über drei Jahre gestillt. Bei beiden langte zuerst die Milch nicht. Aber ich habe mich durchgekämpft und nicht aufgegeben!
  • 2. Das Stillen und stillfreundliche Zufüttern ohne Flasche habe ich mir alleine beigebracht.
  • 3. Aussagen wie: „Du musst mal abstillen“ und andere Erziehungstipps haben mich nie verunsichert.
  • 4. Ich bin 42 Jahre und habe noch nicht ein graues Haar. 5.
  • 5. Ich habe schon einmal 35 Kilo abgenommen, einmal 30 Kilo und nun bin ich gerade auf meinem dritten Abnehmweg. 11 Kilo durften schon gehen.
  • 6. Nach dem Tod meines langjährigen Partners habe ich mich mit meinem damals 2,5 jährigen Kind durch eine schwierige Krise gekämpft.
  • 7. Diese Zeit habe ich finanziell ohne Spendenaufruf gewuppt.
  • 8. Ich habe mit 34 Jahren meinen Bachelor für Pflegemanagement gemacht. Parallel war ich beim Schreiben der Thesis schon 30 Stunden die Woche als Berufsschullehrerin arbeiten und absolvierte zusätzlich eine berufspädagogische Weiterbildung.
  • 9. In mittlerweile 9 Jahren Lehrtätigkeit habe ich so einen hohen Erfahrungsschatz aufgebaut, dass ich für die Vorbereitung meiner Unterrichtsstunden vergleichsweise wenig Zeit brauche. Ich kann mich darauf verlassen, dass mir zur Not auch kurzfristig etwas sinnvolles einfällt.
  • 10. Es wird mir immer mal wieder gesagt, dass ich eine „schöne Schreibe“ habe.
  • 11. Ich lebe relativ frei von dem Satz „Was sollen nur die anderen denken“ und mache lieber, was ICH für richtig halte.
  • 12. Ich reflektiere mich sehr häufig und kenne mich deshalb recht gut.
  • 13. Ich kann mich gut in andere Menschen hinein versetzen. Dadurch gelingt es mir, auch mit „schwierigen“ Personen zurecht zu kommen.
  • 14. Ich bin introvertiert. Klingt für manche vielleicht eher negativ, hat aber auch seine Vorzüge (siehe Punkt 12).
  • 15. Ich kann von mir zurecht behaupten, mit der Zeit zu gehen – zumindest in Internetdingen halte ich mich auf dem Laufenden, um in der immer digitaler werdenden Welt nicht den Anschluss zu verlieren.
  • 16. Ich kann gut recherchieren und bin ziemlich hartnäckig, wenn ich irgendeine Info aus dem Netz brauche.
  • 17. Ich bin eine Scannerpersönlichkeit. Das führt mich zu immer neuen Hobbys und Interessen.
  • 18. Meine krankhafte Angst vor dem Autofahren habe ich überwunden und fahre nun sogar gerne (und gerne schnell).
  • 19. Früher rauchte ich täglich eine halbe Schachtel Zigaretten und bin seit 2013 Nichtraucherin.
  • 20. Ich habe früher viel fotografiert und bei Fotowettbewerben mehrmals gewonnen.
  • 21. Ich kann gut Leute zum Lachen bringen, denn ich habe einen trockenen Humor.
  • 22. Ich bin sehr pragmatisch. Bei mir gab es beispielsweise schon einmal ein Kinderspannbettlaken als Tischdecke bei einer Geburtstagsfeier. Der Gänsebräter diente schon als Gefäß, um Gardinen einzuweichen.
  • 23. Ich war schon einmal knapp zwei Jahre als Grafikdesignerin nebenberuflich selbstständig. Es war ein großer Wunsch von mir, so etwas mal auszuprobieren. Leider war es mir dann doch zu viel. Warum ich mit meinem Onlinebusiness scheiterte
  • 24. Ich bin ziemlich diplomatisch.
  • 25. Ich kann Ratschläge und andere Ideen gut annehmen, wenn sie fundiert sind und das auch anerkennen.
  • 26. Ich finde in jeder Situation und an jeder Person etwas positives und trage daher oft zu einem wohlwollenden Beziehungsklima bei.
  • 27. Meine Fehler kann ich gut zugeben.
  • 28. Ich kann gut aus Fehlern lernen.
  • 29. Ich blogge schon viele Jahre. Hier ist mein Foto/Rezepteblog: https://stefleifotografie.wordpress.com/
  • 30. Ich gebe gerne mein Wissen weiter.
  • 31. Ich bin hochsensibel und daher auch sehr einfühlsam.
  • 32. Durch meine Introversion wirke ich ein wenig unnahbar auf fremde Menschen. Das schützt mich vor Überforderung, weil ich als hochsensible Person sonst ständig mitfühlen müsste.
  • 33. Ich habe eine hohe Auffassungsgabe und kann mir über Neues schnell einen Überblick verschaffen.
  • 34. Ich habe einen starken Willen. Meine Gewichtsabnahmen und mein Durchhaltevermögen beim Stillen zeigen das.
  • 35. Ich kann gut singen. (Zumindest gut genug für Schlaf- und Weihnachtslieder)
  • 36. Ich kann gut und laut pfeifen.
  • 37. Ich habe früher Block- und Querflöte spielen gelernt.
  • 38. Ich bin stolz, dass mich meine Eltern musisch gefördert haben und mir viel von der Welt gezeigt haben.
  • 39. Ich muss nicht jeden Trend mitmachen, um mich gut/jung zu fühlen.
  • 40. Ich treffe (Kauf)entscheidungen häufig erst nach langer Überlegung und langem (Preis)vergleich. Das bewahrte mich schon vor vielen Fehlern.
  • 41. Ich habe trotzdem eine gute Intuition, auf die ich ebenfalls höre.
  • 42. Ich bin sparsam.
  • 43. Ich bin kreativ.
  • 44. Ich habe meinen Perfektionismus abgelegt und gegen Effizienz getauscht.
  • 45. Mein zweites Kind habe ich trotz vorausgegangenem Kaiserschnitt spontan entbunden und damit ein Stück Heilung erfahren.
  • 46. Ich bin in der DDR geboren. Also habe ich schon in einem Land gelebt, was es gar nicht mehr gibt.
  • 47. Ich bin nicht nachtragend, weil ich Kränkungen schnell vergesse.
  • 48. Ich habe die langwierigen Kinderwunschphasen erfolgreich ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen und mir ganz viel Wissen darüber angelesen.
  • 49. Ich kann gut Kompromisse eingehen.
  • 50. Meine Bedürfnisse lerne ich immer besser zu kommunizieren. Dadurch werde ich auch weniger ausgenutzt.
  • 51. Ich bin kommunikationsstark.
  • 52. Es fällt mir nach einer kurzen Zeit der Unsicherheit leicht, vor größeren Menschengruppen zu sprechen.
  • 53. Gedichte und Liedtexte lerne ich sehr schnell.
  • 54. Zahlenkombinationen merke ich mir ebenfalls schnell.
  • 55. Mein Allgemeinwissen ist recht groß.
  • 56. Es gibt nur wenige, die mich bei Stadt-Name-Land schlagen können.
  • 57. Mein Partner ergänzt mich in Dingen, die mir nicht so liegen perfekt. Er weiß zum Beispiel meistens, wo die Sachen liegen, die ich verlegt habe.
  • 58. Ich bin ein dankbarer Mensch.
  • 59. Mir unsympathischen Menschen kann ich eine oberflächliche Freundlichkeit zeigen. In der Regel merken diese Menschen nicht, wie ich wirklich über sie denke.
  • 60. Wenn mir jemand ein echtes Geheimnis anvertraut, ist es bei mir sicher. Ehrenwort!
  • 61. Ich kann gut wertschätzen, weil mir halt auch schnell positive Dinge auffallen.
  • 62. Meine langjährige Leidenschaft für die Fotografie von Nahaufnahmen hat mein Auge geschult. Ich sehe Details, die anderen verborgen bleiben.
  • 63. Ich führe schon seit mehreren Jahren Monats- und Jahresrückblicke.
  • 64. Mein alter Foto- und Rezepteblog wird immer noch rege angeschaut und hat schon über 236.000 Aufrufe. Besonders die Nischenartikel wie Ernte- und Seifenblasenfotografie haben nach wie vor viele Leser.
  • 65. Ich wohne in einem alten Schulhaus, Baujahr 1794 mit Garten auf dem Land. Unser Rückzugsort.
  • 66. Ich hatte schon einmal den Status “ von Wohnungslosigkeit bedroht“ nach der Geschichte unter Punkt 6 und zog in eine Sozialwohnung. Umso wertvoller erscheint mit Punkt 65.
  • 67. Auch wenn ich innerlich toben, bin ich doch meistens äußerlich sehr beherrscht und ruhig.
  • 68. Ich kann Spiegelschrift schreiben.
  • 69. Meine zwei Kinder machen mich sehr stolz.
  • 70. An den Krisen in meinem Leben bin ich immer gewachsen.
  • 71. Für meine Hochzeitsdeko und die Papeterie habe ich viel Lob bekommen. Die habe ich selbst entworfen.
  • 72. Wichtiges von unwichtigem zu trennen fällt mir leicht.
  • 73. In Mathematik war ich bis zum Abitur recht schwach. Das Mathemodul im Studium schloß ich hingegen mit 1,0 ab.
  • 74. Während meiner Selbstständigkeit habe ich mir mein Wissen, beispielsweise zum Newslettermarketing selbst angeeignet.
  • 75. Marmelade kochen kann ich – und zwar massenhaft. Es bereitet mir Freude, Obst und Gemüse aus dem Garten zu verarbeiten.
  • 76. Die Meinung von anderen höre ich mir gerne an. Trotzdem bleibe ich mir meistens selber treu und hänge mein Fähnchen nicht in jeden Wind.
  • 77. Meine Kinder haben einen guten Vater.
  • 78. Ich habe nur wenige Falten.
  • 79. Wenn es darauf ankommt, habe ich ganz viel Geduld.
  • 80. Langeweile kenne ich nicht, denn ich finde immer neue Interessen und Hobbies.
  • 81. Umgebungsgeräusche stören mich meistens nicht. Die kann ich gut ausblenden.
  • 82. Ich kann mich in Dingen und Tätigkeiten verlieren und alles um mich herum vergessen.
  • 83. Wenn ich nachts wach werde, gelingt es mir schnell, wieder einzuschlafen. Auch abends brauche ich nur eine geringe Einschlafzeit.
  • 84. Bei meiner Blogparade „ein Liebesbrief an mein Business“ nahmen über 70 Menschen teil.
  • 85. Ich kann meine Oberlippe mit der Nase ansaugen. (Ok: darauf bin ich jetzt nicht wirklich stolz, aber es ist doch ein witziges Talent, oder?)
  • 86. Mein Abitur habe ich geschafft. Und zwar im Jahr 2000.
  • 87. Bei Ahnungslosigkeit kann ich meist trotzdem etwas erfinden, was schlüssig klingt und den Nachfragenden zufrieden verstummen lässt.
  • 88. Lernen fiel mir immer recht leicht.
  • 89. Ich bin noch eine der letzten examinierten Krankenschwestern. Später hieß der Berufsabschluss dann Gesundheits- und Krankenschwester.
  • 90. „Grübelkeit“, also das lange Nachdenken über eine Sache befällt mich oft. Ich habe mir aber ein paar Strategien selber erarbeitet, um Grübeln stoppen zu können.
  • 91. Ich habe es schon mal geschafft, mir so viel Fitness anzutrainieren, dass ich relativ bequem einen Kilometer am Stück  schwimmen konnte.
  • 92. Das Rückenschwimmen habe ich mir selbst beigebracht.
  • 93. Beim Essen bin ich nicht pingelig. Mit schmeckt eigentlich alles außer breiiger Spinat
  • 94. Ich kann einen interessierten Gesichtsausdruck bei langen Monologen von anderen machen und dabei geistig wo ganz anders sein. „Das Licht ist an, aber keiner Zuhause“ ;-).
  • 95. Wenn ich Straßennamen sehe, deren namensgebenden Berühmtheiten ich nicht kenne, google ich danach. Das gleiche bei mir unbekannten Pflanzen oder Insekten. Das hat mir zu Punkt 55 verholfen.
  • 96. Ich kann gut vorlesen.
  • 97. In meiner Kindheit habe ich beim Schultheater mitgespielt und man hat mir ein hohes schauspielerisches Talent bezeugt.
  • 98. Trotz ziemlich schlechter Noten damals in Informatik, kann ich mich heute schnell und intuitiv in mir unbekannte Software einarbeiten.
  • 99. Da ich kaum verstecken kann, wenn ich lüge, bin ich ein recht ehrlicher Mensch.
  • 100. Deswegen Ich hatte auch noch nie einen Krankenschein wegen Unlust.
  • 101. Meine Objektivsammlung für die digitale Kamera ist recht umfangreich. Ich habe 21 Objektive, darunter auch analoge alte Gläser, die mittels Adapter an der Kamera halten.
  • 102. Meinen Autoführerschein habe ich ohne Wiederholungsprüfung geschafft. In der Theorie hatte ich Null Fehler.
  • 103. Ich kann ziemlicht gut pfeifen.

Monatsrückblick Juli 2024

Was für ein Monat! Der beste bisher! Es gibt nur positives zu berichten:

Urlaubsvorbereitung

Aufgrund von Home Office und Abbau von Überstunden konnte ich unseren Urlaub entspannt vorbereiten. Meine Entspannung strahlte auf die gesamte Familie ab. Wir packten in Ruhe die Reisetaschen und später das Auto und starteten schließlich ausgeruht am 6. Juli gen Dänemark.

Lifehack: Ich bin eine dieser Menschen, die sich nicht merken kann, was sie alles schon in den Koffer gepackt hat und was nicht. Die Folge ist zwanghaftes Nachsehen. Diesmal habe ich mir selbst ein Schnippchen geschlagen, in dem ich auf jedes Gepäckstück ein Inhaltsverzeichnis gelegt habe.

Urlaub in Dänemark

Man hat ja so viel vom Urlaub, wenn man schon entspannt dort ankommt! Wir erlebten vierzehn wunderschöne Tage in Vester Husby und Umgebung. Die Nordsee ist magisch! Ach was sag ich: Ganz Dänemark ist magisch! Nicht umsonst fahren wir dort jedes Jahr hin. Nicht ganz zo zauberhaft war das Wetter, zumindest wenn man bedenkt, dass es ja ein SOMMERurlaub war. Aaaaber: Wir sind auch nicht die typischen Strandlieger und haben viele (Wander)ausflüge gemacht. Dadurch haben wir Dinge gesehen und erlebt, die wir sonst verpasst hätten!

unser Ferienahaus
Wanderung auf der Insel Hindö inklusive nasser Füße

Ich habe diesmal im Urlaub auch ein lang anhaltendes Glücksgefühl voller Zufriedenheit und Entspanntheit spüren dürfen. Dieses Gefühl hatte ich in unserem Jahresurlaub im letzten Jahr vermisst.

Vorbereitung des neuen Schuljahres

Genauso chillig, wie der Beginn des Julis begann, endetete er auch. Ich konnte gelassen meine kommende Klassenleitertätigkeit vorbereiten, denn ich hatte Zeit dazu. Tatsächlich ist so etwas nämlich mit einem immensen Verwaltungsaufwand verbunden.

Was sonst noch wichtig war

Wir verbrachten wieder viel Zeit in unserem Garten am Haus. Es ist eine Wohltat, wenn man einfach raus gehen kann. Der Kleine ist ein richtiges „Gartenkind“ und liebt es, im Sandkasten zu spielen und durch den Garten zu räubern. Die ersten Brombeeren hat er auch schon genascht.

Der Große absolvierte endlich ein paar praktische Fahrstunden. Er will seinen Mopedführerschein erwerben. Ein verlängertes Wochenende verbrachte er in Werdau bei beiden Großeltern.

Ich habe an einem Kirschbaum im Garten eine Baumperle entdeckt. Wenn Du wissen möchtest, was es damit auf sich hat, lies gerne hier: https://baumperlenfrau.de/baumperlen/

Kauf des Monats

Ein Armband von Deichbrise durfte diesen Monat ans Handgelenk hüpfen. Schön, oder? Es erinnert mich an den Urlaub am Meer.

Erkenntnisse des Monats

  • Ich muss erst wieder lernen, Vertrauen in die Gesundheit des Jüngsten zu entwickeln. Wir erlebten den ersten schnupfen- und fieberfreien Monat seit zwei Jahren. Die OP im Juni scheint Wunder bewirkt zu haben. Trotzdem fühlte ich im Urlaub häufig, wie warm sich der Kleine anfühlt und ich kann eine gewisse Paranoia nicht leugnen.
  • Wie jedes Jahr schlich sich nach der ersten der zwei Urlaubswochen eine gewisse Traurigkeit ein, dass das Ende der Reise immer näher rückt. Bei mir war das Glas halb leer, statt halb voll. Ich war aber nach der ersten Woche in Dänemark schon so tiefenentspannt, dass ich die zweite Woche gar nicht mehr gebraucht hätte, um meine Akkus zu laden. Ich münzte die zweite Woche als einfach im Kopf als „Bonuswoche“ um. Jeder einzelne Tag, den ich noch länger bleiben durfte, war für mich ein nicht selbstverständlicher Bonustag, den ich dadurch ganz bewusst genossen habe.
  • In stürmischen Zeiten, sollte man noch mehr Zeit für sein „Seelenheil“ aufbringen, obwohl man dafür weniger Zeit hat. Denn dann braucht man es besonders!

Zahlen des Monats

Abnahme: 1,3 Kilo trotz ganz vielen kulinarischen „Entgleisungen“ im Urlaub

Tag mit überwiegend positiver Grundstimmung: 31! Jawohl! Es war kein einziger schlechter Tag dabei.

Monatsrückblick Juni 2024

Besser spät, als nie möchte ich über den turbulenten vergangenen Monat berichten.

Besuch bei der Verwandtschaft

Der Juni begann eigentlich ganz schön. Wir fuhren nach Werdau, um meine Eltern und meine „ersten“ Schwiegereltern zu besuchen. Sogar meine große Schwester kam vorbei. Im Advent waren wir das letzte Mal bei ihnen und es tat sehr gut, sie mal wieder zu sehen. Wir hatten eine entspannte Zeit und der Kleine war natürlich „der Star“ der Verwandtschaft.

Arztmarathon

Die Liste unserer Arztermine im Juni war lang. Der Kleine war zwei Mal bei seiner Kinderärztin. Einmal zur U7a- Untersuchung. Einmal wegen Mittelohrentzündung. Beide Kinder und der Göttergatte hatten Prophylaxebesuche beim Zahnarzt. Mir wurde am 18.6. ein Weisheitszahn gezogen, eine gänzlich schmerzfreie Prozedur, worüber ich immer noch staune. Da der Jüngste direkt nach der Mittelohrentzündung inklusive Antibiotikagabe erneut fieberte, wurden wir in der HNO-Abteilung des Görlitzer Klinikums vorstellig. Der Hörtest war niederschmetternd und wir entschlossen uns für eine rasche OP fünf Tage später. Er bekam in einem ambulanten Eingriff in Vollnarkose die Rachenmandeln verkleinert und zwei Röhrchen ins Trommelfell. Das Ganze war recht aufregend, aber die anschließende Heilungszeit verlief vollkommen problemlos. Kinder scheinen solche Dinge leichter wegzustecken, als Erwachsene.

Gartenzeit

Wir verbrachten wieder viel Zeit draußen. Ein Highlight war die „Transplantation“ des Stelzenhauses vom schwiegerelterlichen Gartens zu uns mittels Traktorfahrt. Der Kleine liebt es.

Geburtstag

Nur drei Tage nach der ambulanten OP hatte der Kleine seinen dritten Geburtstag. Wir feierten gemütlich mit den Schwiegereltern. Highlight für den Kleinen war eine Spielzeugtorte, von der wir alle „kosten“ mussten und eine Spielzeug-Mototsäge, vor dem kein Baum im Garten mehr sicher ist :-). Lerneffekt des Monats: Der Kleine kann Flaschen auf- und wieder zudrehen.

Stress und Kurzweil auf Arbeit

In der Berufsschule steppte der Bär. Praktische und mündliche Prüfungen gab es abzunehmen und die feierliche Zeugnisausgabe musste vorbereitet und durchgeführt werden. Zudem war für die ersten Ausbildungsjahre trotzdem noch regulärer Unterricht – quasi nebenbei.

Sonstige Ereignisse

Mein Mann war Anfang des Monats auf Dienstreise.

Der Große besuchte zwei Public Viewing Veranstaltungen anlässlich der Fußball-EM. Ich muss mich daran gewöhnen, dass er flügge wird!

Der Kleine fiel ausgerechnet drei Tage vor seiner OP bei einem Sturz mit der Wange auf die Ecke seines Sandkastens. Er sah aus wie ein Boxer: Die rechte Gesichtsseite wurde dick und blau und zusätzlich zierte noch ein großer Kratzer die komplette Wange. Gott sei Dank war sonst alles in Ordnung.

Meine Kolleginnen und ich waren zum Schuljahresabschlussgrillen bei meiner Chefin eingeladen. Ich hatte den Kleinen mit und er erkundete den Garten wie ein Wirbelwind. Mit meinen Kolleginnen verbrachte ich daher kaum Zeit.

Kauf des Monats

Ich besitze nun auch einen (auf Insta und TikTok gehypten) Stanley Quencher. In diesen „Thermopott“ passen knapp 1,2 Liter Getränke und er hält sie je nach Inhalt über lange Zeit warm oder kalt. Seit ich das Teil besitze, hat sich mein Trinkverhalten enorm verbessert.

das Prachtstück

Zahlen des Monats

Tage mit überwiegend positiven Vibes: 24

Tage mit schlechter Stimmung: 6

Tage mit Me-Time: nur 5, aber ich habe wieder ein Bild zu malen angefangen:

Gewichtsabnahme: 2,7 Kilo, gesamt: 7,7 Kilo

Erkenntnisse des Monats

  • Es hängt im Leben so vieles davon ab, an wen du gerätst. Der HNO-Arzt, bei dem wir immer in Behandlung waren, hat die Probleme des Kleinen nie ernst genommen. „Wir warten ab“, sagte er immer, trotz zwei Jahren Dauerschnupfen. Hörtest hatte er nie für nötig gehalten.
  • Jedem Zahn kann man im menschlichen Körper ein Organ zuordnen. Krankt das Organ, meldet sich oft der betreffende Zahn un anders rum. Das habe ich entdeckt, als ich mich über meinen muckernden Weisheitszahn belas. Nachzuschauen ist das hier: https://haus-der-zahngesundheit-koeln.de/leistungen/ganzheitliche-zahnmedizin/zahn-organ-beziehung/. Faszinierend, oder? Ich hatte übrigens den Abend vor der Weisheitszahnextraktion ein lang andauerndes Herzstechen.

Monatsrückblick Mai 2024

Der Wonnemonat Mai war nicht ganz für die Tonne, aber auch nicht so wonnig, wie sein Ruf.

Zahnschmerzen

Bei mir begann er mit Zahnschmerzen. Bei einem Arzttermin stellte man fest, dass ein Weisheitszahn gezogen werden muss. Der Termin für das Vorgespräch ist erst am 18. JUNI! Ich dachte erst, ich hatte mich verhört. So lange noch warten? Das konnte ja heiter werden! Also hatte ich den gesamten Mai über immer mal wieder Zahnschmerzen, besonders dann, wenn ich aus Versehen auf der Seite mit dem kranken Zahn kaute.

Ausflug zum Senftenberger See

Am ersten Maiwochenende besuchten wir bei Sommerwetter den Senftenberger See. Es fühlte sich an, wie Urlaub! Es gab einen schönen Spielplatz, Eis und Pommes. Der Blick auf den großen See ließ mich entspannen, obwohl der Kleine zu diesem Zeitpunkt schon gesundheitlich etwas angeschlagen war. Dieser Umstand ließ uns den gesamten Mai nicht wieder los. Der Kleine fieberte viel und hatte immer wieder Ohrenschmerzen. Dies bescherte mir wieder den ein oder anderen freien Tag (nur Mütter wissen, dass diese „freien Tage“ alles andere als entspannend sind).

Wie an der Ostsee
Der Sedlitzer See daneben ist noch nicht „fertig“, aber spiegelglatt

Entwicklung vom Kleinen

Aber es gibt auch positives vom Jüngsten zu berichten: er kann wunderbar singen und ist recht sattelfest bei allerlei Texten von Kinderliedern. Wow, für nicht einmal drei Jahre finde ich das richtig gut! Zweimal hat er diesen Monat auch durchgeschlafen. Zudem zeigt er Interesse am Schneiden mit der Schere und zählt bis neun. Er hat einige Sprünge diesen Monat gemacht!

Neues vom Großen

Auch der Große glänzte mit einem Erfolg: er bestand nach Pfingsten die theoretische Fahrprüfung fürs Moped beim ersten Versuch. Ende des Monats kauften wir ihm die Klamotten. Schick sieht er aus in seiner Zweiradkluft!

Gertrud war (nicht) weg

Mein Mann machte diesen Monat wieder eine kleine Dienstreise und einmal war er Samstags nicht da. An diesem Tag vermuteten wir, dass unsere Katze Gertrud verschwunden war. Wir suchten sie überall. Schließlich saß sie am Futternapf, als wäre nichts gewesen. Da wir aber im Nachhinein eine kleine Wunde am Ohr entdeckten vermuten wir, sie hatte sich vor Schmerzen versteckt. Der Tierarzt konnte ihr helfen!

Gertrud

Ein Zitat, passend zur Diensteise meines Mannes:

Neues vom Garten

Im Garten am Haus tat sich auch einiges. Das alte Palettenbeet war morsch und unansehlich. Wir haben ein Neues gebaut und mit einem wunderbaren Petrolton lasiert. Sieht es nicht toll aus?

aus alt mach neu

Auch Tomaten haben wir gepflanzt. Eine wurde leider von den Schnecken gekillt. Die sind dieses Jahr in großer Anzahl zu finden.

Kinderfest

Am letzten Tag des Mais feierte der Kindergarten sein Kinderfest. Toll, was die Mitarbeiter dieses kleinen Dorfkindergartens immer auf die Beine stellen! Unser Kleiner ist zwar keine Partymaus, aber die Seifenblasen rissen ihn dann doch vor Begeisterung mit und er hatte viel Freude beim Haschen der bunten Blasen.

Sonstige Begebenheiten

Anfang Mai hatte ich samstags eine Dienstfahrt nach Dresden zur Landesarbeitsgemeinschaft für Pflegeschulen. Das hat mir gefallen. Schließlich war ICH mal diejenige, die rauskam, während mein Mann sich um die Kinder kümmerte.

Noch ein Ausflug soll nicht unerwähnt bleiben: traditionell laufen mein großer Sohn und ich immer den Tag nach Himmelfahrt auf einen nahe gelegenen Berg, den Bubenik. Diesmal nahmen wir auch den Kleinen mit. Ich liebe solche kleinen Exklusivzeiten mit den Kindern!

Apropos Exklusivzeit: der Große Bestand darauf, dass ich den ESC mit ihm schaue. Na wenn es weiter nichts ist! Den Wunsch erfüllte ich ihm gerne.

Abstimmung mit eigens entworfenen Wahlzettel für den ESC

Bei mir ankommen

Ich bin hochsensibel. Eine Schulfreundin machte mich darauf aufmerksam. Derzeit belese ich mich zu dem Thema. Sicher wird es dazu auch mal einen eigenen Blogbeitrag geben. Meine Reise zu mir selbst bringt ganz schön tiefgreifende Entdeckungen mit sich! Im Rahmen der Selbstfürsorge habe ich im Mai ein neues Bild angefangen zu malen und mir ein Parfum gegönnt (Hugo Boss The Scent Elixir).

Weitere Erkenntnisse des Monats

Korrigieren kostet körperliche Kraft. Die Kontrolle der schriftlichen Abschlussprüfungen der Krankenpflegehelfer stand an und obwohl man dabei ja nur rumsitzt, war das richtig anstrengend!

Meine Gewichtsabnahme bringt Kontrolle und Ablenkung in mein Leben. Das fallende Gewicht ist demzufolge nicht nur körperlich eine Wohltat, sondern auch geistig.

Meine Gesundheit

Ich hatte diesen Monat nicht nur Zahnschmerzen, sondern auch noch Hand-Mund-Fuß und litt unter einer mentalen Erschöpfung, die sich in massiver Vergesslichkeit äußerte. Ich hoffe zumindest, diese Gedächtnislücken entstanden ausschließlich aufgrund von Stress und haben keine körperlichen Ursachen.

Zahlen des Monats

Tage mit überwiegend positiven Emotionen: 20

Tage mit überwiegend negativen Emotionen: 10

Tage, an denen ich Selbstfürsorge betrieben habe: nur 5

Monatsrückblick April 2024

Der Monat April begann für uns auf Rügen. Wir urlaubten über den Monatswechsel. Wenn Du wissen möchtest, wie der erste Teil der Reise war, dann schaue gerne in den Monatsrückblick März 2024. Am 01.04. ging es für uns nach Lohme. Dort spazierten wir ein bisschen am steinreichen Strand und entdeckten den Schwanenstein, ein ufernaher Findling mit sehr trauriger Geschichte. Das Wissen über diese Tragödie hallte noch lange in mir nach. Vielleicht, weil ich auch zwei Söhne habe. Da das Wetter trüb und nieselig war, fuhren wir danach nach Prora und schauten uns einfach ein bisschen um. Am 02.04. rollten wir wieder nach Hause.

Familienleben

Der Kleine ist in love mit seiner Oma. Die besuchte ihn zm Oma-Opa-Tag im Kindergarten. Außerdem singt er neuerdings voll niedlich und war natürlich auch wieder im Garten spielerisch aktiv. Seine Matschküche entpuppte sich als Eiswagen und wir mussten Sandeis essen in den Geschmacksrichtungen Banane, Kiwi und Möhre. Mein Mann fuhr Mitte des Monats für eine Woche auf Dienstreise. Der Wichtel war sehr anhänglich in dieser Zeit. Ein ausgiebiger Spielplatzausflug sorgte für eine Menge Freude bei ihm.

Mit dem Großen war ich auf der Führerscheinstelle. Wieder ein Meilenstein auf dem Weg zur Moped-Fahrerlaubnis geschafft!

Gartenliebe

Erst Frühling, dann Frost. So lässt sich wettertechnisch der April zusammenfassen. Die Obstbaumblüte setzte zeitig ein. Sogar das erste Mal grillen war angesagt. Kurz vor Ende des Monats kühlte es dann nachts bis auf -4 Grad runter. Der Walnussbaum beispielsweise nahm das sehr übel!

Unser Pflanzregal vorm Haus aus Euro-Paletten ist nach 10 Jahren Standzeit verfault. Wir haben ein neues Projekt, denn der Neubau ist beschlossene Sache.

Gewinne und Verluste

Grund zur Freude machte ein Schreiben vom Finanzamt. Ich bekomme ein hübsches Sümmchen wieder, da ich meine Steuererklärung von 2023 schon erledigt habe. Außerdem gewann ich bei einem Gewinnspiel der Zeitschrift „flow“ ein paar Zeitschriften. Diese werden auf meiner Arbeit zum collagieren verwendet. Wir möchten mit unseren Schülern kreativ werden. Endlich habe ich es geschafft, eine kleine Gehaltserhöhung zu bekommen. Die haut mich jetzt nicht um vor Freude, ist aber eine Anerkennung.

Ach ja, die Überschrift heißt ja Gewinne und VERLUSTE! Ich möchte ein paar Pfunde verlieren und habe mich aktiv dazu entschlossen, wieder abzunehmen! Zu diesem Zweck gönnte ich mir ein Walking Pad, um wetterunabhängig und tageszeitunabhängig sporteln zu können.

Und sonst so?

Ich war beruflich wieder ganz schön eingespannt und leider war der Monat auch von Zahnweh begleitet. Mist! Am letzten Tag des Aprils war Hexenbrennen. Die Temperaturen waren mild und es war ein schönes Ereignis. Den Schaschlik und das Fischbrötchen rannte ich mir wieder ab, denn der Kleine hatte Hummeln im Hintern und wir umrundeten das Feuer im Dauerlauf.

Erkenntnisse des Monats

Ich habe mittlerweile so viel Erfahrung im Lehren, dass ich mich darauf verlassen kann, dass der Unterricht läuft und mir auch bei sehr kurzfristigen Stundenplanänderungen etwas einfällt. Das ist sehr befreiend für mich.

Ein Mangel an Wertschätzung ist nicht mit Essen kompensierbar.

Zahlen zu „bei mir ankommen“, meinem Jahresmotto

An 25 Tagen war ich überwiegend positiv gestimmt, an 5 Tagen ging es mir mental nicht so gut. Nur an 9 Tagen hatte ich Zeit für Muse (Badewanne, schreiben oder malen). Das ist der schlechteste Wert bisher.

Monatsrückblick März 2024

Ðer März begann mit der frohen Tatsache, dass das alte Simsonmoped meines Mannes nach langer Reparaturzeit durch den Opa zusammen mit dem Großen, endlich läuft! Es sprang an. Damit rückt nun der Führerschein ein Stück näher. Auch am Anfang des Monats erkrankte der Kleine an einem Magen-Darm-Virus. Mein Mann und ich teilten uns in die Betreuung des kranken Kindes hinein. Ich konnte endlich mein Schlafdefizit aufholen, da ich in dieser Zeit Mittagsschlaf machte. Auch meine häufig vorkommenden Kopfschmerzen verschwanden in dieser Zeit. Und ich konnte meinen Blogbeitrag zur Resilienz fertig stellen.

Zeit mit dem kranken Kleinen verbracht
Hildegard kam ins Krankenbett geschlichen

Es duftet

Was mir in der Durchfallzeit des Kleinen sehr half, war der Duftdiffusor, der mit Lavendel oder Orange lief und damit den eher weniger schönen Krankheitsduft vermuten ließ. Überhaupt war für mich der März ein Monat der schönen Düfte. Ich erhielt eine Parfumprobe von Hugo Boss Elixier the scent for her und verliebte mich sofort in den mich geborgen umhüllenden Amber-Duft. Eigentlich passt dieses schwere Parfum nicht zur Frühlings- und Sommerzeit, aber ich komme nicht los davon!

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Apropos schwer: für mich gestaltete sich der März sehr arbeitsreich. Meine Arbeit als Berufsschullehrerin forderte mich mental so heraus, dass ich auch Mitte des Monats wieder unter Kopfschmerzen litt. Zudem leistete ich wieder mehr Unterrichtsstunden, als für meinen 30-Stunden-Job vorgesehen. Ich bin also weiterhin ziemlich unzufrieden auf der Berufsebene und das zieht mich enorm herunter und bestimmte sehr häufig meine Gedanken. Die Vorosterzeit war für mich als berufstätige Mutter kaum genießbar. Trotzdem gelang es uns ganz gut, Zeit mit beiden Söhnen zu verbringen, denn wir buchten spontan Osterurlaub. Dazu weiter unten mehr…

der Garten erwacht
Mauerbienen im Garten beobachten

Die Kinder

Der Große meisterte sein Praktikum im ortsansässigen Kindergarten und war sehr begeistert. Eine Ausbildung als Erzieher kann er sich gut vorstellen. Das freut mich, so hat er ein Ziel vor Augen und muss nicht mehr „im trüben fischen“. In der Praktikumszeit war der Kleine das erste Mal alleine mit dem Großen nachmittags bei Oma und Opa. Er ist ja sehr anhänglich und auf mich fixiert, aber es klappte sehr gut.

Mein Geburtstag

Ich hatte am 23. Geburtstag und bekam vor allem Sachen für meine Malerei geschenkt. Eine Sortierbox für die vielen Stifte, Aquarellbuntstifte, einen neuen Block und zwei Bücher. Sehr schön! Wie gerne hätte ich mehr Zeit gefunden, um all die Sachen gründlich auszuprobieren!

Birthdaygirl

Uuuuurlaub!

Am 17.03. wurde uns bewusst, dass wir schon wieder urlaubsreif waren. Daher buchten wir Urlaub über Ostern. Wir verbrachten ein paar schöne Tage in einem sehr hübschen Ferienhaus auf Rügen. Ich startete mit einer starken Erkältung, die sich aber dank Seeluft rasch besserte. Wir waren viel am Strand und besuchten die Orte Glowe, Juliusruh, Bakenberg, Sassnitz und am Nordstrand schlenderten wir ebenfalls einen Vormittag entlang. Am 1.4. erkundeten wir den Strand von Lohme, aber dieser Ausflug gehört ja dann schon in den nächsten Monatsrückblick. Alles in allem tat uns die Auszeit sehr gut. Ich bezweifle leider, dass der Erholungseffekt sonderlich lange anhält, denn es ist nicht mit einer Abnahme meiner Arbeitsbelastung zu rechnen.

weitere Begebenheiten

Einen Ausflug machten wir im März auch. Wir fuhren an den Berzdorfer See uns gingen dort spazieren.

feines Wetterchen am „Berzi“
Ein beliebtes Ausflugsziel

Zu beklagen war der Tod unseres Nachbarn. Er war ein netter, hochaltriger Mensch, der immer freundlich grüßte und der irgendwie dazu gehörte zu unserem Wohnumfeld. Sein Tod machte uns sehr betroffen.

Trauerkarte für die Nachbarn, selbst gemalt

Zahlen des Monats

Ich hatte 25 gute Tage mit überwiegend guter Stimmung und 6 Tage, an denen ich schlecht gelaunt war. An 11 Tagen fand ich Zeit für ein wenig Selbstfürsorge in Form von Malerei oder einem Wannenbad.

Erkenntnisse des Monats

Diesen Monat gab es nicht so viele Erkenntnisse. Eigentlich nur eines:

Durch meine hohe Arbeitsbelastung hatte ich das Gefühl, mein Leben zu verpassen. Die vorösterliche Stimmung konnte ich nicht wahrnehmen. Es fehlte Zeit und ein freier Kopf für Achtsamkeit.

Monatsrückblick Februar 2024

Der Februar plätscherte so dahin, ohne Höhepunkte wie große Ausflüge oder dergleichen. Auch diesen Monat habe ich wieder bemerkt, dass im Endeffekt aber recht viel passiert ist, was ich nun aufschreiben möchte. Fangen wir also an!

mein Job als introvertierte Berufsschullehrerin

Neben meiner Haupttätigkeit, als Lehrerin vor der Klasse zu stehen, standen im Februar recht viele praktische Leistungskontrollen in den pflegerischen Einrichtungen der Umgebung an. Diese Lks sind zwar mit etwas Aufwand verbunden, bieten aber Abwechslung und haben auch immer einen Unterhaltungswert. Der Umgang mit den Praxisanleitern „im Feld“ und den Patienten ist immer ein wenig mit Horizonterweiterung und Austausch verbunden. Das gefällt mir immer sehr gut. Besonders interessant war eine praktische Leistungskontrolle im Krankenhaus. Das Setting machte mir vorher ein paar Bauchschmerzen, aber irgendwie war ich dann doch „in meinem Element“, schließlich habe ich ja ursprünglich Krankenschwester gelernt.

Schwester Steffi im Einsatz

Was ich bei den Leistungskontrollen auch bemerkt habe: Diese Erlebnisse klingen in mir nach und rauben mir als introvertierte Person zudem viel Energie. Wenn ich hinterher noch unterrichten muss und dann vielleicht sogar noch mit den Lehrerkollegen intensivere Gespräche stattfinden, kostet mich das extrem viel Kraft. Für meine Familie bin ich dann abends quasi fast nicht mehr ansprechbar. Mein Kopf ist dann so voll von Eindrücken, dass ich kaum noch Kapazitäten habe und mich zu jeder Interaktion zwingen muss.

Neben all den größeren und kleineren Konflikten im Team und mit den Schülern, gab es auch etwas Schönes zu berichten: in den Winterferien fanden wir Pflegelehrer uns zwei Mal zusammen und erstellten Patientenakten für unsere Pflegepuppen. Das war sehr bereichernd und lecker, denn wir frühstückten dabei auch gemütlich.

Eine unserer Pflegepuppen

Zeit mit dem großen Sohn

Der Große hatte in den Ferien seinen theoretischen Fahrschulteil für den Mopedführerschein und ich war zwei Tage mit ihm beschäftigt, Mopedkleidung und andere Dinge zu kaufen. Es war so schön, mal wieder Zeit mit ihm zu verbringen, auch wenn ich mir auf einen Parkplatz ein paar Kratzer am Auto einfing. Ich übersah ein Geländer. Mein erstes Mal anecken, seit meinem 18. Lebensjahr war das!

Apropos Missgeschick: Diesen Monat bin ich ebenfalls im Matsch ausgerutscht. Mir ist nichts passiert, aber meine Kleidung war großflächig verschmutzt.

Ab in die Waschmachine!
zwei Tage Urlaub genommen, um einzukaufen. Früher hätte ich Zeit zum chillen gehabt
ein wenig Deko gekauft

Wegwehchen

Der Febraur war recht stressig und das merkte ich mal wieder auch körperlich: im vergangenen Monat waren Nacken-, Magen- und Knieschmerzen zu verzeichnen. Letztere rühren allerdings wahrscheinlich eher von meinem hohen Gewicht her, anstatt vom Stress.

Und sonst so?

Im Februar waren wir außerdem auf einem 80. Geburtstag, wo mir aufgefallen war, dass es kaum Gespräche zwischen den Generationen gab. Ich glaube, es fehlt den Menschen einfach an Idolen, Fernsehsendungen und anderen Themen, die ein großes Altersspektrum umfassen. Früher war das mehr gegeben. Auch ein Ausflug nach Leipzig zum Ex-Schwager plus Famlilie stand an, der mir gut gefallen hat. Gut getan hat mir das sonnige Wetter und die länger werdenden Tage.

Ein Schneeglöckchen im Garten

Mit dem Kleinen Sohn habe ich den ersten Laufrad-Spaziergang gemacht. Er legt ganz schön Tempo vor! Ein bisschen Gartenarbeit war auch drin.

Erkenntnisse des Monats

Diese Rubrik gibt es erst seit diesem Jahr in meinen MoRüBlis und ich liebe sie!

  • Ich fühle mich wichtig und gebraucht, wenn ich um meine Meinung gefragt werde
  • Aufgrund meiner Arbeitsbelastung fällt mir das Abschalten schwer
  • Unmotivierte Schüler ziehen mich mit herunter. Überhaupt kostet mich die Arbeit momentan viel Kraft!
  • Außer den Sommerurlaub sind in nächster Zeit keine Höhepunkte geplant. Das macht mich missmutig und ziellos.
  • Was mich am Muttersein nervt, ist die Willkür, der man ausgesetzt ist. Es ist nicht möglich, eine festgelegte Zeit für sich zu haben. Wir arbeiten allerdings an einer Lösung und versuchen meinen Mann mehr in die Einschlafbegleitung einzubeziehen.
  • Ein Gefühl tiefer innerer Zufriedenheit durchströmt mich, wenn es in der Familie harmonisch zugeht und wir alle beisammen sind.
  • Ohne Kalorien zu zählen fehlt mir komplett der Elan und das Durchhaltevermögen, um abzunehmen.

Blogbeitrag des Monats

Anfang des Monats erstellte ich einen Blogbeitrag, in dem ich auflistete, warum ich mit meinem Business gescheitert bin. Ich bekam viel Reichweite und Resonanz auf den Beitrag. Ich kam zu der Erkenntnis, dass in unserer auf Erfolg fokussierten Welt für negative Berichte und Erfahrungen kein Platz ist. Mein Blogbeitrag war wahrscheinlich genau deswegen so erfolgreich. Er erzielte Aufmerksamkeit, weil er Seltenheitswert hatte.

Zahlen des Monats zum Thema „bei mir ankommen“

Ich hatte 26 Tage, die überwiegend positiv waren und nur drei Tage im Februar, die eher schlecht waren. An 14 Tagen fand ich Zeit, ein wenig Selbstfürsorge zu betreiben. Ich begann zum Beispiel ein Ostereierbild zu malen und erforschte den Begriff Resilienz weiter (Spoiler: Der Blogbeitrag zur Resilienz ist im März fertig geworden: Was ist Resilienz und wie kannst Du sie fördern?)

Was ist Resilienz und wie kannst Du sie fördern?

Ich befinde mich gerade auf einer Selbstfürsorge-Reise. Mein Jahresmotto lautet „Bei mir ankommen“. Bei meiner Recherche zum Thema, stolperte ich über den Begriff der Resilienz, den ich in diesem Blogbeitrag näher beleuchten möchte. Vielleicht kommst Du ja auch öfter mal an Deine Grenzen im Alltags-Hamsterrad und ein wenig mehr Resilienz würde auch Dir gut tun?

Was ist Resilienz?

Resilienz bedeutet, trotz aller Widrigkeiten stark und widerstandsfähig zu bleiben. Es geht darum, sich von Rückschlägen zu erholen, aus Krisen zu lernen und gestärkt daraus hervorzugehen. Resiliente Menschen zeigen eine gewisse Flexibilität im Umgang mit Problemen, eine positive Einstellung und die Fähigkeit, sich selbst und anderen gegenüber mitfühlend zu sein. Kurz gesagt, Resilienz ermöglicht es dir, schwierige Zeiten zu überstehen und gestärkt daraus hervorzugehen. Ich habe die Bezeichnung „Immunsystem der Psyche“ gelesen und finde das sehr passend. Unser Immunsystem blockt Erreger ab und lernt daraus, um für nachfolgende Infektionen gewappnet zu sein. So ähnlich ist das auch mit der Resilienz: Lernen aus Krisen, um für spätere Ereignisse vorbereitet zu sein. Jetzt könntest Du denken, Resilienz ist so etwas wie eine Charaktereigenschaft oder genetisch bedingt. Entweder man ist resilient, oder halt nicht. Aber ich habe eine gute Nachricht für Dich: Übung macht den Meister! Es ist eine Art Technik, die aus sieben Teilen besteht. Wenn Du erst einmal verinnerlichst, was sich dahinter verbirgt, kannst Du diese Methode ganz bewusst einsetzen und für Dich nutzen. Wichtig zu wissen ist vielleicht noch, dass Resilienz ein prozesshaftes Geschehen ist. Die Technik dient lediglich als sicheres Werkzeug.

Aus welchen Teilen besteht die Resilienz?

Die Resilienz besteht aus sieben Teilen:

Was ist der Inhalt dieser Teile und wie kann ich sie umsetzen?

  1. Akzeptanz: Manche negative Dinge und Gegebenheiten sind von uns nicht verhinderbar oder beeinflussbar. Sie passieren einfach. Es bleibt uns nur, sie anzunehmen. Leitspruch: Es ist, wie es ist! Darüber zu grübeln oder uns das Problem wegzuwünschen führt nicht zur Bewältigung, sondern lässt uns erstarren. Hier können Fragen helfen, die Deinen Ist-Zustand beleuchten. „Was ist passiert? Wie fühle ich mich jetzt? Was hat das im Moment für Konsequenzen?“ Indem Du den Kopf nicht in den Sand steckst, sondern Dir bewusst wird, dass Du ein Problem oder ein negatives Ereignis bewältigen musst, kannst Du es besser und schneller annehmen und bearbeiten. Manchmal hilft hier auch die objektive Draufsicht. Wenn ein Außenstehender Dich von oben betrachtet – Wie würde er das Problem „nüchtern“ umreißen?
  2. Optimismus: Lenke Deine negativen Gedanken auf positives. Ich setze mich beispielsweise jeden Abend für ein paar Minuten hin und reflektiere drei Dinge, für die ich dankbar bin. Auch wenn es manchmal so scheint: Der Tag war nie nur schwarz. Es gibt auch immer kleine bunte Dinge zwischen den dunklen Flecken. Wenn wir uns mehr auf schöne Dinge fokussieren, treten die schlechten Sachen etwas mehr in den Hintergrund.
  3. Selbstwirksamkeit: Das Gegenteil von Selbstmitleid. Sicherlich kann man sich auch einmal selbst bedauern, aber das führt nicht raus aus der Krise. Du verdienst es, genauso liebevoll mit dir umzugehen, wie Du es mit deinen Liebsten tust. Tausche Dein Selbstmitleid in ein Mitgefühl. Hier kommt auch die Selbstfürsorge ins Spiel: Nimm Dir regelmäßig Zeit für Dich selbst, um aufzutanken und dich zu erholen. Gönn Dir kleine Auszeiten, in denen Du etwas tust, das Dir Freude bereitet, sei es ein entspannendes Bad, ein Spaziergang in der Natur oder das Lesen eines guten Buches. Wenn Du dann ein wenig Kraft getankt hast, stecke die Energie in deine Motivation. Lerne, „Nein“ zu sagen und deine Grenzen zu respektieren und zu kommunizieren. Du tust Dir auf Dauer keinen Gefallen, wenn Du versuchst, alles zu stemmen und Deine Bedürfnisse nicht stillst.
  4. Verantwortung: Übernimm Verantwortung für das Problem. Schiebe die Schuld nicht auf andere, selbst wenn sie dort wirklich liegen sollte. Warte nicht, bis die Schuldigen auf Dich zukommen. Das kostet Dich Zeit und Ärger! Treffe Entscheidungen. Äußere Deine Gefühle und Wünsche.
  5. Soziale Beziehungen: Du bist nicht allein. Pflege Deine sozialen Beziehungen zu Familie und Freunden. Teile Deine Sorgen und Ängste mit anderen und suche Unterstützung, wenn Du sie benötigst. Das Gefühl der Verbundenheit kann Dir helfen, schwierige Zeiten zu überstehen und gestärkt daraus hervorzugehen. Fragen, die Du Dir stellen kannst: „Wer kann helfen? Wer hört mir zu?“ Vielleicht ist das auch ein Außenstehender, an den Du noch gar nicht gedacht hast. Gibt es Selbsthilfegruppen oder brauchst Du professionelle Hilfe?
  6. Lösungsorientierung: Lass das Grübeln sein. Anstatt das Problem tatenlos zu betrachten ist es besser, in Lösungen zu denken. Frage Dich: Was kann ich tun, um das Problem zu lösen, oder die Krise zu meistern und dann komme ins Handeln. Jeder noch so kleine Schritt ist besser als keiner auf dem Weg aus der Abwärtsspirale. Hast Du auch daran gedacht, welche alternativen Lösungen es gibt? Vielleicht ist Plan B für Dich besser gemacht, als Plan A?
  7. Zukunftsorientierung: Geh ruhig planvoll vor und frage Dich immer wieder, wie Du Dich nach der Bewältigung Deines Problems fühlen wirst. Hier könnte Dir auch Journaling gut helfen. Vielleicht unterstützen Dich auch kleine motivierende Belohnungen auf dem Weg zu Deinem Ziel, oder ein Visionboard, auf dem Du Deine Zukunft visuell darstellst?

Journalingfragen zu den einzelnen Aspekten

Ich liebe es, mir mit Hilfe handschriftlicher Aufzeichnungen innere Klarheit zu verschaffen. Vielleicht hilft es dir auch! Hier findest du zu jedem der sieben Bereiche der Resilienz fünf Fragen, über die du nachdenken kannst, wenn du an Krisen wachsen möchtest:

1. Akzeptanz

  • Welche aktuelle Situation fällt mir schwer zu akzeptieren, und welche Gefühle löst sie in mir aus?
  • Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich diese Situation vollständig annehmen könnte?
  • Welche vergangenen Herausforderungen habe ich akzeptiert, und wie hat das mein Wohlbefinden beeinflusst?
  • Welche Aspekte meines Lebens kann ich nicht ändern, und wie kann ich lernen, sie zu akzeptieren?
  • Wie kann ich meine Energie darauf richten, Dinge zu verändern, die in meiner Kontrolle liegen, anstatt gegen Unveränderliches anzukämpfen?

2. Optimismus

  • Welche drei Dinge liefen heute gut, und wofür bin ich dankbar?
  • Wie kann ich eine aktuelle Herausforderung aus einer positiven Perspektive betrachten?
  • Welche positiven Eigenschaften habe ich, die mir helfen, schwierige Situationen zu meistern?
  • Wie kann ich meinen Fokus von negativen auf positive Gedanken lenken?
  • Welche kleinen Freuden kann ich in meinem Alltag finden, die meinen Optimismus stärken?

3. Verantwortung

  • Für welche Aspekte meines Lebens übernehme ich derzeit Verantwortung, und wie wirkt sich das auf mein Wohlbefinden aus?
  • Welche Entscheidungen kann ich treffen, um eine aktuelle Herausforderung aktiv anzugehen?
  • Wie kann ich meine Gefühle und Bedürfnisse klarer kommunizieren, um Missverständnisse zu vermeiden?
  • Welche Schritte kann ich unternehmen, um meine Probleme proaktiv zu lösen, anstatt auf äußere Umstände zu warten?
  • Wie kann ich Verantwortung für meine eigenen Handlungen übernehmen, ohne mich selbst zu verurteilen?

4. Selbstwirksamkeit

  • Wann habe ich zuletzt eine schwierige Situation erfolgreich gemeistert, und welche Fähigkeiten habe ich dabei genutzt?
  • Welche Ziele möchte ich erreichen, und welche Schritte kann ich unternehmen, um sie zu verwirklichen?
  • Wie kann ich meine Selbstfürsorge verbessern, um meine innere Stärke zu fördern?
  • Welche Entscheidungen habe ich heute getroffen, die meine Selbstwirksamkeit stärken?
  • Wie kann ich liebevoller und mitfühlender mit mir selbst umgehen, besonders in stressigen Zeiten?

5. Soziale Beziehungen

  • Welche Beziehungen in meinem Leben geben mir Kraft, und wie kann ich sie pflegen?
  • Mit wem kann ich meine Sorgen teilen, um Unterstützung zu erhalten?
  • Wie kann ich meine sozialen Kontakte stärken, um ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen?
  • Welche Aktivitäten kann ich unternehmen, um neue Freundschaften zu knüpfen?
  • Wie kann ich anderen meine Unterstützung anbieten, um gegenseitige Verbundenheit zu fördern?

6. Lösungsorientierung

  • Welche konkreten Schritte kann ich unternehmen, um ein aktuelles Problem zu lösen?
  • Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung, die mir bei der Problemlösung helfen können?
  • Wie kann ich meine analytischen Fähigkeiten nutzen, um effektive Lösungen zu finden?
  • Welche alternativen Wege gibt es, um mein Ziel zu erreichen, wenn der ursprüngliche Plan nicht funktioniert?
  • Wie kann ich flexibel auf unerwartete Herausforderungen reagieren und trotzdem lösungsorientiert bleiben?

7. Zukunftsorientierung

  • Welche Ziele habe ich für meine Zukunft, und wie kann ich sie realistisch planen?
  • Welche Schritte kann ich heute unternehmen, um meinen langfristigen Zielen näher zu kommen?
  • Wie stelle ich mir mein Leben in fünf Jahren vor, und was kann ich tun, um diese Vision zu verwirklichen?
  • Welche möglichen Hindernisse könnte es geben, und wie kann ich mich darauf vorbereiten?
  • Wie kann ich meine Ziele anpassen, um flexibel auf Veränderungen in meinem Leben zu reagieren?

Fazit

Lebenskrisen passieren. Schön, wenn man ein Handwerkszeug an der Hand hat, das Orientierung bietet, diese gut zu überstehen und mehr noch: vielleicht sogar daran zu wachsen. Wenn Du diese 7-Schritte-Methode anwendest, lass mich doch gerne wissen, ob sie für Dich gut anwendbar und erfolgreich war. Viel Erfolg!

Monatsrückblick Januar 2024

Ach, im Januar ist ja gar nichts weiter passiert. So dachte ich zumindest, bis ich meinen Terminplaner zur Hand nahm. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Platz in einem Monat steckt, obwohl er gefühlt immer viel zu kurz war, oder?

Bei mir ankommen

Der Januar begann nicht nur mit dem Ende meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit, sondern auch mit dem Rauhnachtjournaling. Ich stellte mir jeden Abend eine Frage, z.B. „Wie willst du dich dieses Jahr fühlen?“. Schon im Dezember hatte ich mein Jahresmotto „bei mir ankommen“ gekürt und es kristallisierte sich heraus, dass das Jahr 2024 der Selbstfürsorge dienen soll.

Zufälligerweise schenkten mir zwei Kolleginnen ein Glücksglas als Neujahrspräsent. Das passt so ein wenig zur Selbstfürsorge, denn mit Hilfe des Glases kann ich mir besser bewusst machen, was mir alles schönes widerfährt.

mein Glücksglas

Apropos „bewusst machen“: Zusätzlich habe ich ein neues Ritual eingeführt: ich reflektiere jeden Abend mindestens drei Dinge, für die ich dankbar bin.
Außerdem malte ich ein Kleeblatt und forschte ein wenig über den Begriff „Resilienz“. Das ist eine kleine Macke von mir. Ich lerne gerne Neues. Deshalb möchte ich im Laufe des Jahres auch mein Wissen über Themen rundum die Selbstfürsorge ausbauen. Ich kann es also nicht einfach fließen lassen, sondern muss auch gleich das Ganze ein Stück „wissenschaftlich“ betrachten.

Malen mit Nagellack. Das Bild ist noch nicht fertig.

Ende der Selbstständigkeit

Mit der Geschäftsaufgabe meiner Werbewerkelei musste sich natürlich auch auf meiner Website etwas ändern. Die Domain steffi-fleischer.com behielt ich nämlich. Ich werde diesen Blog hier fortführen. Allerdings musste mein altes Firmenlogo weg und die Startseite erhielt ein neues Outfit. Ebenfalls gehörte zu meinem Ende der nebenberuflichen Selbstständigkeit auch eine Info an das Finanzamt. Es tat mir nicht weh. Ich verfasste sogar einen Blogbeitrag darüber, warum ich mich als Gewinnerin sehe und warum ich meine Freiberuflichkeit aufgab.

Steffi Fleischer Logodesign, Branding, social Media Werbewerkelei werde Wahrgenommen
aus alt…
… mach neu

Ausflüge

Zwei Erlebnisse gab es im ersten Monat des Jahres. Wir besuchten eine Modelleisenbahnausstellung in Löbau. Der Kleine hielt es lange aus, denn es gab viel zu sehen.

Klein, aber oho!

Außerdem fuhren wir nach Neustadt in ein Erlebnisbad. Es war dort leider etwas frisch. Trotzdem war es wunderschön, dem Kleinen beim ausgiebigen Plantschen zuzusehen. Er rutschte unzählige Male und hatte seinen Spaß. Wenn es den Kindern gut geht, entspannen sich auch die Eltern.

ich vor schönem Hintergrund im Bad

Was sonst noch geschah

Zwei kleine Paarzeiten gab es auch. Mein Mann und ich gingen zwei Mal zu Mittag essen und anschließend erledigten wir noch gemeinsam den Wocheneinkauf. Das klingt jetzt nicht sonderlich romantisch. War es auch nicht! Haha. Trotzdem ist es für uns schon ein Stück weit entspannend, wenn wir auch mal für ein, zwei Stunden kinderlos sind. Man ist ja mit wenig zufrieden!

Noch ein „Highlight“ im Januar: ich gönnte mir eine professionelle Zahnreinigung. Für mich als Angstpatientin ist das tatsächlich erwähnenswert. Den Termin eine Woche darauf zur Versorgung eines Löchleins schenkte ich großzügig meinem Mann, der lustigerweise eine halbe Stunde vorher plötzlich Zahnschmerzen bekam. So ein (für mich freudiger) Zufall!

Unser großer Sohn wurde Ende des Monats 15 Jahre alt. Es gab allerdings keine große Sause, denn er feierte bei einem Freund, der ebenfalls Geburtstag hatte.

Essen des Monats

Es gab Bratapfel. Ein Gericht, welches ich auf meiner To-want-Liste für das 4. Quartal 2023 schon notiert hatte.

Lecker!

Ein Ärgernis gab es leider auch: ich nahm an der Journaling-Challenge bin Bianca Fritz teil. Diese machte ich schon einmal 2023 mit. Leider glichen sich die Inhalte fast 1:1 mit denen des letzten Jahres. Und das, obwohl Wiederholer ganz bewusst angesprochen wurden. Da die Challenge auch nicht ganz billig war, fühle ich mich ein bisschen veräppelt. Für die einmalige Nutzung ist Biancas Angebot Gold wert. Noch einmal buche ich sie definitiv nicht!

Erkenntnisse des Monats

  • Ich habe bewusst im Hauptjob Grenzen gesetzt. Problem dabei: mein schlechtes Gewissen. Ich fühlte mich jedes Mal faul und unangepasst, obwohl ich eigentlich richtig handelte. Ein NEIN zu anderen, ist ein JA zu mir.
  • Mein Inneres gehört mir ganz allein. Ein kostbares Geschenk, auf das ich achtgeben will.
  • Effizienz, Erfolg und Produktivität sind nicht gleichzusetzen mit Glück.
  • Malen macht glücklich und beschwingt.
  • Social Media führt dazu, dass wir unser Wissen breit aufstellen, aber nicht tief. Die Verankerung ins Langzeitgedächtnis wird dabei erschwert.
  • Ich bin so oft in Gedanken versunken, dass es mir schwer fällt, für die Familie präsent zu sein.
  • Abnehmen ist bei mir wahrscheinlich nur durch strenges Kalorien zählen möglich. Sobald ich das nicht tue, werden meine Portionen wieder größer und der Schokikonsum steigt.

Blogbeiträge des Monats

Ich lag nicht auf der faulen Haut! Wie Du siehst, blogge ich auch ohne meine Selbstständigkeit hier fleißig weiter. Drei Beiträge schlüpften aus meiner Tastatur.

Mein Jahresmotto: Bei mir ankommen

Sind Aktivitäten zur Selbstfürsorge verschwendete Zeit?

Warum ich meine Selbstständigkeit an den Nagel gehängt habe

Du siehst, es war ganz schön was los bei mir. Ich bin gespannt, was der Februar für mich bereithält!