Sicher sichtbar

„Was gibt Dir Sicherheit bei Deiner Sichtbarkeit?“, fragt Sabine von beckandbold im Rahmen ihrer Blogparade. Ein interessantes Thema, wie ich finde.

Sichtbarkeit – Als Instagram-Beraterin und Branddesignerin für eher introvertierte Unternehmerinnen ist genau DAS, der Begriff, um den sich alles dreht. Meine Kundinnen möchten mit ihrem Business sichtbar werden, um neue Kund:innen zu gewinnen und Bestandskund:innen zu binden. Und noch ein Fakt schwebt in der obigen Fragestellung mit: viele Menschen fühlen sich unsicher, wenn es um ihre Sichtbarkeit geht. Gerade wir introvertierten Frauen haben häufig Probleme damit, uns zu präsentieren und dabei auch noch „eine gute Figur“ zu machen.

-Wie soll ich mich darstellen?

-Kann MAN das so sagen?

-Wirkt mein Verhalten arrogant oder unprofessionell?

Diese und ähnliche Fragen stellen wir uns, sobald wir uns mit unserem Business zeigen. Wir wünschen uns Sicherheit, um uns mit unserer Sichtbarkeit wohlzufühlen. Schließlich wollen wir Professionalität ausstrahlen und uns und unser Unternehmen positiv darstellen. Da hat ein unsicheres Auftreten keinen Platz.

Was bringt mir ganz persönlich Sicherheit für meine Sichtbarkeit?

Ich möchte diese Fragestellung unterteilen in meine Onlinesichtbarkeit und in meine persönliche Sichtbarkeit. Bei beiden Bereichen gibt es Gemeinsamkeiten.

Wissen

Was mir in beiden Bereichen hilft, ist Wissen. Es gibt mir Sicherheit, wenn ich weiß, worüber ich rede. Deshalb recherchiere ich vor der Veröffentlichung eines Blogbeitrages oder eines Social Media Posts genau.

Offline in meiner Arbeit als Lehrkraft mache ich das ebenfalls so. Ich gehe (soweit das zeitlich möglich ist) nicht unvorbereitet in den Unterricht. Ich hasse es, ins Schwimmen zu kommen! Wenn ich hingegen über ein Thema reden kann, über das ich viel Wissen habe, gibt mir das Sicherheit.

Optik

„Kleide dich immer für den Job, den du gerne hättest.“ Ein professionelles Auftreten ist mir offline und online wichtig. Um wahr- und ernst genommen zu werden, muss der Auftritt stimmen. Ich nutze ein Firmenlogo und habe festgelegte Farben, Schriften und Symbole. Diese sind sowohl auf meiner Website, als auch auf meinem Instagramprofil zu finden. Eine wirre, zusammengeschusterte Webpräsenz wirkt unprofessionell und damit schwindet die Sicherheit. Zudem spart ein festes Branddesign Zeit und sorgt für einen Wiedererkennungswert. Wenn Du Unterstützung bei deinem Branddesign und deinem Social Media Auftritt benötigst, dann melde dich gerne hier bei mir.

Ein weiterer Tipp, den ich selbst noch nicht umgesetzt habe: professionelle Businessportraits! Ich denke, wenn man ein paar Fotos hat, auf denen man sich gefällt, fällt es einem logischerweise auch leichter, diese zu teilen.

Offline achte ich ebenfalls auf ein gepflegtes Äußeres. Leider finde ich kaum Zeit, mich zu schminken. Aber gewaschene Haare und saubere Kleidung gehören für mich zum Wohlgefühl dazu. Wenn ich besonders selbstsicher wirken möchte, trage ich gerne einen Blazer. Jaja, ich weiß: Er ist dem männlich wirkenden Anzug angelehnt. Er repräsentiert für mich Seriösität und Kompetenz und ich fühle mich damit wirklich ein Stück weit sicherer.

Authentizität

Ein sperriges Wort, welches in aller Munde ist. Ich mag es nicht, mich zu verstellen. Schauspielerei kostet Kraft. Wenn ich eine Rolle spielen muss, die gar nicht zu mir passt, fühle ich mich unsicher. Mich muss nicht jeder mögen. Und es muss auch nicht jeder eine Insta-Inspektion bei mir buchen. Das wäre ja zeitlich gar nicht machbar für mich! Also verstelle ich mich nicht. So ziehe ich die Kund:innen an, die zu mir passen. Das funktioniert online und offline.

Steter Tropfen…

Sowohl online, als auch offline gibt es einen einfachen „Trick“ für mehr Sicherheit: die Übung! Je häufiger man sich überwindet sichtbar zu sein, desto mehr Erfahrung sammelt man. Meist erkennt man dann, dass gar nichts passiert, wenn man sich zeigt. Keine blöden Kommentare, kein Shitstorm, keine Hater – nichts! Im Gegenteil, bestenfalls wird man gesehen und erhält konstruktives Feedback. Man erlangt Sicherheit und irgendwann fällt es einem leichter, sich zu zeigen. Kein Meister ist vom Himmel gefallen und man lernt jedes Mal etwas dazu.

Ich hatte es Ewigkeiten vor mir hergeschoben, auf Instagram einmal live zu gehen. Schließlich kann man da ja keine Versprecher entfernen und ich hatte auch Angst, den Faden zu verlieren. Hier findest du mein erstes Live zum Thema „Wiederholungen auf Instagram„. Tatsächlich bekam ich hinterher viel Lob und fand es gar nicht so schlimm. Es sind oft einfach nur Ängste vor Neuem, die uns lähmen. Je häufiger wir diese Ängste überwinden, desto kleiner werden sie, weil wir feststellen, dass sie unbegründet sind.

Und selbst WENN man einmal negative Kritik bekommen sollte, die unberechtigt ist: Dann kann man sie ja löschen.

Auch offline kann man ein sicheres Auftreten üben. Indem man zum Beispiel vor dem Spiegel trainiert, oder sich Antworten auf häufig gestellte Fragen schon vorher überlegt.

Wie ist das bei dir? Fühlst du dich sicher mit deiner Sichtbarkeit? Hast du vielleicht noch ein paar weitere Tipps, die dir Sicherheit geben? Dann immer her damit!

Werde WAHRgenommen, deine Steffi

4 Kommentare zu „Sicher sichtbar

  1. Hallo Steffi.
    Du schreibst hier über ein Thema, dass mir sooo bekannt vorkommt. Auf der einen Seite möchte ich Unternehmerin sein, online und offline Produkte verkaufen und mich mit vielen Menschen austauschen, auf der anderen Seite bin ich total unsicher. Ist die Webseite und der Shop „schön“ genug. Kann ich so vor die Leute treten, weiß ich genug über mein Thema und wenn das niemanden interessiert, was reden wir dann?
    Schön zu lesen, dass ich damit nicht alleine stehe.
    Mach bitte weiter so.
    Viele Grüße Susanne

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  2. Liebe Steffi,

    ein toller Artikel zu meiner Blogparade. Ich freue mich so sehr, dass eine Expertin zum Thema gleich als erste auf meinen Aufruf reagiert hat. Danke, Danke, Danke :-).

    Besonders schön in dem Kontext finde ich auch, dass Deine Blogparade „Liebesbrief an mein Business“ die allererste Blogparade war, an der ich bewusst teilgenommen habe!

    Deine Unterteilung in Online / Offline sichtbar gefällt mir gut. Sie zeigt kleine feine Unterschied – und eben viel Übereinstimmung in Punkten, auf die es ankommt. Bei einigen davon unterstützt Du ja ganz konkret und praktisch Deine Kund:innen.

    WISSEN, OPTIK, AUTHENTIZITÄT und DRANBLEIBEN/ÜBEN sind Deine Tipps, um mit der eigenen Sichtbarkeit sicherer und gelassener zu werden. Ja, da hast Du recht.
    Und ich wertschätze Menschen und „Branddesigner:innen“ sehr, die helfen, dass man richtig, wahr und wiedererkennbar rüberkommt.

    In meiner Arbeit liegt der Fokus quasi einen Schritt vorher. Nämlich da, nochmal genau hinzuschauen und Antworten zu finden auf:

    Bin ich so, oder eher so?
    Was macht mich authentisch?
    Wie gelingt mir der „Klick“, damit ich mutig bin, meine Stärken auch sehe und mir traue?

    Kurz gesagt: Es geht mehr um das „personal“ – als um die Brand. Und ich bin sicher, Du weißt, was ich meine ;-).

    Jedenfalls: Ich freue mich über unsere zweite Blogparaden-Begegnung!

    Ganz herzliche Grüße,
    Sabine

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