Auch im Jahr 2025 möchte ich weiter an meinen Rückblicken festhalten. Sie dienen mir zum reflektieren und erinnern. „Wer schreibt, der bleibt“ heißt es so schön. Und genau, das möchte ich damit bezwecken: Ich möchte bleibende Erinnerungen an mein Leben.
Die Januare haben es bei mir schon immer in sich. Ein langsames ins-Jahr-sliden ist nicht. Es geht immer gleich all in! So auch dieses Jahr.
Am 3. Januar bemerkte ich, dass ein Mader Gefallen an unserem Auto gefunden hatte. Er hatte ein Kabel durchgebissen und das gute Stück fuhr nur noch seeeehr langsam.
Ein paar Tage später rückten beide Schwiegereltern ins Krankenhaus ein. Schwieva wegen einer chronischen Wunde, Schwiemu aufgrund eines Sturzes bei Glatteis. Wir hatten demzufolge viel zu organisieren (Reha, Kurzzeitpflege, Pflegestufenantrag…) und vor allem nervlich war das schon belastend, weil meine Schwiegereltern nicht gerade einfach sind.
Bei mir bleiben
Aber der Januar hatte auch Schönes zu bieten! Mein Motto für das Jahr 2025 ist: Bei mir bleiben. Um mich auch in diesem Jahr weiterhin besser kennenzulernen, habe ich mir deshalb das Buch „zart besaitet“ von Garry Parlow gekauft. Es ist ein Sachbuch zum Thema Hochsensibilität und ich habe mich schon auf vielen Seiten widergefunden. Parallel zum Lesen schreibe ich an einer Liste mit diesen gefundenen Eigenschaften, die ich in einem extra Blogbeitrag veröffentlichen werde.
Gleichzeitig habe ich das Buch „achtsam Schreiben“ angefangen zu studieren. Ich liebe es, zu schreiben und möchte mich darin verbessern.
Ein dritter Kauf ist das Kartenset „Schreib Dich ins Glück“. Es beinhaltet 40 Karten mit Schreibimpulsen zu den unterschiedlichsten Problemen und Lebensfragen. Ich habe noch keine der Schreibübungen ausprobiert, aber das wird sicherlich noch, weil mir die Aufgaben darauf gefallen.
Die erste Flow landete in meinem Briefkasten. Ich liebe dieses Magazin! Schwiemu schenkte mir Weihnachten ein Abo dafür.
Ich habe im Januar einen Wertetest gemacht und dabei drei Werte für mich festgelegt, die mich 2025 begleiten sollen. Darüber ist der Blogartikel Meine persönlichen Werte entstanden.
Eine Routine, um bei mir zu bleiben, ist „one line a day“. Ich schreibe jeden Abend eine sehr kurze Zusammenfassung oder Erkenntnis zum Tag auf. Diese Art des Microjournaling ist neu in meinem Leben und es erfüllt mich bisher. Hier sind die besten One-liner des Monats Januar:
Glück ist kein Zufall, sondern erfordert aktives Handeln
Ent-täuscht zu werden ist positiv. Denn nun kennst du die Wahrheit
Journaling hilft mir, Ideen in To-Dos zu verwandeln
Du kannst nicht du selbst sein, wenn du dich selbst nicht kennst
Es ist alles für etwas gut – für den, der das Gute sehen will
Du kannst andere nicht ändern – aber deine Einstellung zu ihnen kannst du ändern
Es hängt unheimlich viel im Leben davon ab, dass du an die richtigen Menschen gerätst. Sei selbst so ein richtiger Mensch für andere!
Geburtstage
Anfang Januar hatte mein Mann Geburtstag und einer seiner besten Freunde plus Familie kam zum Abendessen als Überraschung mit zum Griechen. Das war eine Freude!
Den 16. Geburtstag des Großen feierten wir in der Kurzzeitpflegeeinrichtung der Schwiegereltern. Es gab Kuchen. Abends holten wir uns Langos.
Sonstiges
Zusätzlich zum Essen beim Griechen anlässlich des Geburtstags meines Mannes waren wir noch einmal gemeinsam Mittagessen und einmal mit meinem Schwager und seiner Familie im Honigbrunnen zu Abend essen.
Ein Ausflug zog uns ohne den Großen zum Stausee Bautzen, wo wir gute Familienzeit verbrachten und viel die Sonne scheinte.
Die Arbeit war streckenweise nervlich sehr kräftezehrend bei mir. Diese Zeitspanne hielt zum Glück nur kurz an.
Ich erhielt von meinen Schülern eine gute Beurteilung. Damit habe ich nicht unbedingt gerechnet.
Ende Januar war unser jüngerer Sohn krank. Ich war mir ihm drei Tage Zuhause.
Ich hatte drei Tage lang Kieferschmerzen und beide Ellenbogen taten mir weh. Man wird nicht jünger!
Die drei Männer entdeckten die Gravitrax Kugelbahn wieder neu.
Ich bin Schlitten gefahren. die Kinder natürlich auch!
Die Überlegung, Werte für sich festzulegen, um sie wie eine Art Kompass bei Entscheidungen zu nutzen, hatte ich schon in meiner Selbstständigkeit. Damals waren meine beruflichen Werte Kreativität, Wertschätzung und Verlässlichkeit.
Doch welche Kompassnadeln sind für mich persönlich wichtig?
Dieser Frage bin ich mithilfe dem sehr ausführlichen Wertetest von mindbizz nachgegangen. Dort kann man aus sage und schreibe 300 Werten acht Begriffe auswählen, die man dann noch gegeneinander abwiegen kann und damit eine Rangliste seiner Werte bekommt. So erhält man seine Wegweiser für sein Handeln und Entscheidungsprozesse.
Meine persönlichen Werte sind momentan:
Zufriedenheit
Ich finde es eigentlich schon so weit ich denken kann wichtig, zufrieden zu sein. Deshalb wünsche ich das auch immer wieder bei Geburtstagsgrüßen den Jubilaren. Egal wie reich man ist, wie beruflich erfolgreich oder gesund man ist und wie nah oder fern man seinen Zielen ist – wichtig ist doch, dass man trotz vielleicht nicht optimalen Lebensbedingungen immer wieder eine gewisse Zufriedenheit verspürt. Mir ist das zumindest sehr erstrebenswert. Ich übe mich immer wieder in bewusster Dankbarkeit und versuche, mir selber kleine Freuden zu machen, um die Zufriedenheit in mein Leben zu holen. Wie heißt es so schön? „Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große Glück warten.“ Ein Stück weit ist es also aktive Arbeit, zufrieden zu sein.
Ein Wortbestandteil von Zufriedenheit ist Frieden. Um zufrieden zu sein, bedarf es natürlich auch gewissen Rahmenbedingungen. Ich bin ein Mensch mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis und mir ist Frieden in der Welt deshalb ungemein wichtig. Ich möchte sicher leben können und auch meinen Kindern ein friedvolles Leben gönnen. Ich glaube, Angst und Unsicherheit sind Feinde der ZuFRIEDENheit. Leider scheinen sich „die da oben“ dessen nicht so ganz bewusst zu sein und ich kann nur hoffen, dass sich die derzeitig angespannte Weltlage wieder beruhigt, weil die menschliche Vernunft siegt.
Ein weiterer Wert, der für mich ganz eng mit Zufriedenheit verbunden ist, ist die Harmonie. Streit und Konflikte sind für mich Gift. Ein unharmonisches Umfeld saugt meine Energie aus und ich reagiere mit starken Stresssymptomen. Ich habe sehr häufig nicht die Kraft, mich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren und sitze Meinungsverschiedenheiten lieber aus, als Partei für mich zu ergreifen – des lieben Friedens Willen! In den letzten Jahren habe ich immerhin gelernt, das Wörtchen „Nein“ zu benutzen, um mich vor so mancher Ungerechtigkeit oder Belastung zu schützen. Oft hat mein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis aber die Oberhand, auch bei Konflikten, wo ich im Recht bin. Der Klügere gibt nach, denke ich mir dann. Aber wenn halt immer der klügere nachgibt, gewinnen die Dummen.
Selbsterkenntnis
Mein zweiter wichtiger Wert ist die Selbsterkenntnis. Oft werde ich für meine Reflektiertheit gelobt. Ich liebe es, mich selbst immer besser kennenzulernen, mein Inneres zu erforschen. Was bin ich für ein Mensch und warum bin ich der, der ich bin, sind Fragen, die mich begleiten. Wenn alle Menschen mehr in sich gehen würden und ihr Denken, ihre Glaubenssätze und ihr Handeln mehr hinterfragen würden, gäbe es mehr Frieden auf der Welt und wir kämen uns auch gesellschaftlich viel näher. Wenn man zu sich selbst keine Beziehung pflegt, leidet darunter auch die Beziehung zu anderen. Rein kognitiv sind wir Menschen so weit entwickelt. Trotzdem betäuben wir uns lieber mit Netflix und Social Media, anstatt unser Hirn für innere Arbeit zu nutzen. Damit entwickeln wir uns sehr wahrscheinlich zurück. Wir lassen lieber die KI für uns denken, als es selbst zu tun.
Übrigens sehe ich mit dem Wert der Selbsterkenntnis auch die Authentizität, Echtheit und Ehrlichkeit verknüpft. Denn nur wenn wir uns selbst (er)kennen, können wir uns auch „echt“ zeigen und authentisch handeln. Wir können nicht wir selbst sein, wenn wir gar nicht wissen, wer wir sind.
Bedeutsamkeit
Der dritte Wert schließlich ist die Bedeutsamkeit. Jede und Jeder von uns ist bedeutend. Als ich Ende November unseren Weihnachtsschmuck vom Boden holte, fand ich eine Mappe mit Briefen, Fotos und einem Kriegstagebuch von einem unserer Vorfahren. Er war mir unbekannt und war laut einer Urkunde im Zweiten Weltkrieg gefallen.
Dieser Mensch war sicherlich einmal für seine Familie und Freunde bedeutend gewesen und ist nun nach vielen Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Ich habe ihm, indem ich seine Hinterlassenschaften las, wieder eine Bedeutung gegeben, denn er (beziehungsweise die Erkenntnis, dass ein Mensch schon nach 2,3 Generationen wieder in vollkommene Vergessenheit gerät), haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass man immer wieder über Vergangenes spricht. Deshalb finde ich es wichtig, irgendetwas bedeutsames für die Nachwelt zu hinterlassen. Das muss kein nobelpreiswürdiges Vermächtnis sein. Ein paar Zeilen und Fotos, ein selbstgestaltetes Bild oder Gedicht oder vielleicht auch etwas handwerkliches (ein selbst gestrickter Schal, Kochrezepte, ein selbst gebautes Vogelhaus…) IRGENDETWAS, was dem Menschen, der irgendwann nur noch ein Name ist, als Mensch zeigt und ihn damit bedeutsam macht.
Eine Journalingfrage, die ich mir deshalb unbedingt dieses Jahr noch stellen möchte ist: Was sollen Deine Hinterbliebenen später einmal über Dich und von Dir erzählen? Wie möchtest Du in Erinnerung bleiben? Und was möchte ich der Nachwelt „anfassbares“ hinterlassen, damit man sich an mich erinnert?
Begriffe, die ich ebenfalls mit der Bedeutsamkeit in Zusammenhang bringe sind Wertschätzung, Anerkennung und Einzigartigkeit.
Ich bin sehr gespannt, was sich daraus ergibt, dass ich meine Werte nun festgeschrieben habe und ich bin auch neugierig, ob und wann ich diese Kompassnadeln wieder tausche. Für 2025 werden sie auf alle Fälle meine Leitsterne sein.
Hast Du Dir schon einmal über Deine persönlichen Werte Gedanken gemacht? Wenn nicht, hilft Dir bestimmt der oben verlinkte Test weiter. Ich habe mehrere Onlinetests probiert und fand diesen am ausführlichsten.
Den Advents- und Weihnachtsmonat habe ich sehr genossen. Ich liebe diese Stimmung im Dezember und erlebte die Familienzeit sehr achtsam. Zudem ist der Monat dank Jahresrückblick und Jahresende immer eine Zeit der Reflektion, die ich nicht missen möchte.
Weihnachtliche Dinge
Wie gerade geschrieben, erlebte ich viele schöne weihnachtliche Dinge.
Ein Highlight war zum Beispiel das Schmücken unseres Weihnachtbaums mit dem Kleinen.
Ich besuchte den Wenzelsmarkt in Bautzen zweimal mit den Kollegen und einmal mit meinen zwei Söhnen.
Unser Jüngster war begeistert von meinem Flötenspiel (einfache Weihnachtslieder kann ich noch) und trällerte „Lasst und froh und munter sein“ und „Schneeflöckchen, Weissröckchen“.
Wir nahmen uns Zeit und schauten ein paar Märchenfilme.
Mit den Schüler:innen meiner Klasse gestalteten wir ein kleines Adventsprogramm in einem Altenheim in Bautzen.
Ich gestaltete weihnachtliche Anhänger selbst.
Am 2. Weihnachtsfeiertag aßen wir eine Ente. In den letzten Jahren gab es immer Wild.
ein selbst gestaltetes GesteckDIY Anhängerlecker Dessert
W wie Wichtel kann weg
Die Adventszeit wollte ich für unseren kleinen, dreijährigen Sohn besonders geheimnisvoll gestalten. Ich plante schon seit Mitte Oktober den Einzug unseres Weihnachtswichtels. Briefe wurden geschrieben, Requisiten gekauft und jeden einzelnen Tag hatte ich vorbereitet. Leider zeigte unser Sohnemann kein Interesse an der Wichteltür. Zum Nikolaus ließ ich dann schweren Herzens meine Bemühungen und kleinen Streiche einfach weg. Er hat nichts vermisst.
Jahresende ist Zeit für Reflektion und Neuausrichtung
Zum vierten Mal schrieb ich einen Jahresrückblick und zum dritten Mal journalte ich während der Rauhnächte zu den immer gleichen Fragen. Das Schreiben tut mir unheimlich gut. Es erdet mich mit mir selbst und ich erhalte jedes Mal tolle Erkenntnisse. Früher war der Jahreswechsel eine sehr melancholische Zeit für mich. Ich konnte nur schwer loslassen und mich auf das neue Jahr einlassen. Seitdem ich Ende Dezember ganz bewusst viel Zeit in mein „Seelenheil“ stecke, geniesse ich den Jahreswechsel immer, denn ich kann mit ganz viel Neugier ins nächste Jahr starten und das vergangene Jahr würdig verabschieden.
Was wird das Jahr 2025 wohl bringen?
Was sonst noch geschah
Die gesamte Familie erwischte nacheinander ein Magen-Darm-Keim
Mein Mann reiste zu seiner Betriebsweihnachtsfeier nach Österreich
Ich backte zum ersten Mal Brot in meinem Leben
Ich laminierte zum ersten Mal in meinem Leben
Wir machten einen schönen Familienausflug an den Bärwalder See
Silvester gab es Bowle und wir hatten einen schönen, chilligen Abend Zuhause
schickes Restaurant am Bärwalder SeeZuckerwattenfabrik
2023 war mein Jahresmotto „Verbindung schaffen“ und mir war es kaum gelungen, diesen Vorsatz umzusetzen. Im Rückblick weiß ich auch, warum es nicht geklappt hatte, ein Netzwerk aufzubauen und so meine nebenberufliche Selbstständigkeit voran zu treiben: Ich hatte die Verbindung zu mir selbst verloren. Es war mir gar nicht möglich, meinen Fokus auf Beziehungen nach außen zu legen, denn meine „Basis“ nämlich ich, verdiente eigentlich meine volle Aufmerksamkeit.
Im letzten Jahr war deshalb mein Motto: Bei mir ankommen. Ich war frisch mit meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit gescheitert (die Gründe dafür liest Du hier: Warum ich mit meinem Onlinebusiness scheiterte) und hatte mich aufgrund der Dreifachbelastung meiner Mutterschaft plus meinem Hauptberuf plus meiner Nebenberuflichkeit vollkommen verloren.
Die Voraussetzung für mein Motto 2025: Erst mal bei mir ankommen!
Ich nahm mir also für das Jahr 2024 vor, bei mir anzukommen. Ich startete, ohne die leiseste Ahnung, wie ich das anstellen sollte. Eine zweite Frage, die erst einmal unbeantwortet blieb: Woran erkennt man eigentlich, dass man bei sich angekommen ist?
Ich fing im Januar 2024 nicht ganz bei Null an: Ich reflektierte mein Leben schon länger in meinen Monatsrückblicken und mir waren Techniken wie Journaling und malen bekannt, die mich auf meiner Reise zu mir selbst dienlich waren. Mein Wort des Jahres 2024 war dann auch schnell gefunden: Selbstfürsorge! Ich belas mich zudem zum Begriff der Resilienz.
Zwei empfohlene Dinge zum Thema Persönlichkeitsentwicklung probierte ich aus, gab sie aber wieder auf
Ich wollte meine Dankbarkeit schulen und notierte mir täglich abends drei Dinge, für die ich am Tag dankbar war. Leider war es für mich schnell nicht mehr umsetzbar. Unser kleiner Sohn verlangte abends immer viel Aufmerksamkeit, bis er endlich schlief. Schnell sah ich meine Dankbarkeitsaufgabe nur noch als lästige Pflicht. Zudem schätze ich mich sowieso als sehr dankbaren Menschen ein. Es machte für mich keinen Sinn, mich noch mehr darauf zu fokussieren.
Punkt 2 war es, mir täglich zu überlegen, was das vorrangige Tagesgefühl war und dies in einer Emotionsblume farbig einzumalen. An sich eine schöne Reflexionsübung! Leider kam mir auch hier der „allabendliche Wahnsinn“ in die Queere. Es war für mich schlecht umsetzbar und schließlich hörte ich damit auf. (Ich überlege allerdings jetzt gerade in diesem Moment, ob ich dieser Methode eine zweite Chance gebe).
Dinge, die mir beim bei-mir-ankommen halfen
Wie schon oben geschrieben, war mein Wort des Jahres 2024 „Selbstfürsorge“. Da ich mich im letzten Jahr wichtiger nahm, räumte ich mir auch hier und da mehr Zeit für mich ein. Ich genoss häufiger ein Vollbad, ich malte immer mal wieder und journalte von Zeit zu Zeit.
Mitte April merkte ich, dass ich mich unwohl fühlte in meinem Körper. Schokolade war zu meiner Leibspeise geworden und ich verzehrte täglich recht beträchtliche Mengen davon. Ich fühlte mich behäbig und einfach ungesund. Deshalb arbeite ich seitdem wieder an einer gesünderen Ernährung. Ich trinke täglich mindestens 1,5 Liter, gehe in den Mittagspausen spazieren und vermeide zuviel Süßes. Ergebnis: im Jahr 2024 durften 13 Kilo gehen. Auch das ist Selbstfürsorge! Ich fühle mich körperlich deutlich besser und das wirkt sich natürlich auch positiv auf meine Psyche aus.
Ich stieß auf den Begriff des „regretting motherhood“ und ich belaß mich dazu. (Soll ich darüber mal einen eigenen Blogartikel schreiben?) Nein, ich bereue es nicht, Mutter geworden zu sein. Aber ich lernte, dass ambivalente Gefühle zu wahrscheinlich jeder Mutter dazu gehören. Ich muss nicht 24/7 überglücklich schmachtend an meine Kinder denken, um eine gute Mutter zu sein. Eine Einsicht, die einen meiner falschen Glaubenssätze auflöste. Ich betrachte mich in diesem Punkt jetzt viel entspannter, als noch vor einem Jahr!
Schon länger war mir klar, dass ich ein introvertierter Mensch bin. Ich schob meine zurückgezogene Lebensart und die Tatsache, dass ich viel Zeit für mich und meine Gedanken brauchte, auf meine Introversion. Auch die Gabe, ziemlich gut „zwischen den Zeilen“ lesen zu können und Stimmungen anderer Menschen schnell zu erkennen, brachte ich mit der Introversion in Verbindung.
Eine alte Bekannte stieß mich auf den Begriff der Hochsensibilität und nach ein wenig Recherche stand für mich fest: Huch! Da trifft ja so viel auf mich zu! Plötzlich waren eine Menge meiner Eigenschaften und Verhaltensweisen erklärbar. Ich empfand diese „Diagnose“ als große Erleichterung. Ich war nicht außerirdisch, sondern hochsensibel! Und ich bin nicht die Einzige auf der Welt, die so ist! Es ist kein Makel, sondern eine Gabe! Ich brauche auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich mich zurückziehe. Im Gegenteil: Es holft mir, um wieder „funktionieren“ zu können. Ich erkannte, dass ich meine Bedürfnisse wahrnehmen und ausdrücken darf. Sie sind nicht schlecht, sondern gehören zu meiner Persönlichkeit. Ich brauche mich weder schwach zu fühlen, noch ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich Zeit für mich benötige!
Unsere drei Reisen im letzten Jahr und die gewonnene Zeit durch meine „Geschäftsaufgabe“ steuerten sicherlich ebenfalls dazu bei, dass ich bei mir ankommen konnte, denn sie schenkten mir Gelassenheit.
Bin ich denn nun bei mir angekommen?
Ich denke, ja! Ich nehme mich und meine Gefühle mehr war und dadurch erkenne ich natürlich auch meine Bedürfnisse viel besser. Mir ist es gelungen, mehr auf mich zu achten und die Bedürnisse auch zu erfüllen. Ich stehe mir selbst sehr nahe und mein Jahresmotto für das Jahr 2025 kann deshalb nur heißen:
Bei mir bleiben
Ich starte gekräftigt in dieses Jahr und bin ganz bei mir. Da möchte ich natürlich auch bleiben. Ich will darauf achten, mich nicht wieder zu verlieren, oder mich und meine Bedürfnisse wieder zu vernachlässigen. Ich muss mich wichtig nehmen, um für andere da sein zu können und Verbindungen eingehen zu können. Da schließt sich der Kreis wieder zu meinem Motto aus dem Jahr 2023. Das ist nicht egoistisch, sondern notwendig!
Mein Wort des Jahres 2025 soll deshalb „Selbstbesinnung“ sein.
Wie will ich das schaffen?
Es gibt Dinge, die haben sich 2024 bewährt und die werde ich fortsetzen: meine Me-Time in Form von journalen, malen und kreativ sein und die weitere Erforschung meiner selbst. Zu diesem Zweck habe ich mir dieses Jahr schon zwei Bücher gekauft, die ich gerade parallel lese: „Achtsames Schreiben“ und „zart besaitet„.
Ich möchte mich mehr mit meiner Schreibpersönlichkeit auseinander setzen und vielleicht nebenbei „meine Schreibe“ verbessern. Ich hoffe, es entstehen ein paar autobiografische Texte.
Im Buch „zart besaitet“ geht es um das Thema Hochsensibilität und ich habe schon auf den ersten Seiten ganz viele Dinge gelesen, die mich darin bestätigen, dass ich der Spezies des Hochsensiblen zweifelsfrei angehöre.
Und noch einen Kauf habe ich schon getätigt: Die Schreibimpulse in Kartenform lesen sich sehr vielversprechend.
Ich bin schon sehr neugierig darauf, ob es mir gelingen wird, 2025 den Fokus auf mir zu halten. Begleite mich doch gerne durch mein Lese-, Schreib- und Kreativjahr. Ich halte Dich gerne hier auf dem Blog auf dem Laufenden. Gerne kannst Du mir auch Tipps geben, die Dir helfen, bei Dir zu bleiben, oder die Dir zum Thema Schreiben einfallen. Ich suche immer nach Inspiration.
„Weißt Du, was ich bei Dir wahrnehme, liebe Steffi? Dass du wieder in Deinem Leben angekommen bist.“
Dieser Kommentar von Marita Eckmann unter meinem Monatsrückblick vom November trifft den Nagel auf den Kopf! Es war ein intensives Jahr, denn ich habe sehr viel innere Arbeit betrieben und auch viel Zeit ganz bewusst mit meiner Familie verbracht. 2024 war ein gutes Jahr für mich! Das kann ich ganz überzeugt schreiben!
Mein Jahresrückblick 2024
Was habe ich mir für 2024 vorgenommen? Und wie ist es gelaufen?
Ich wollte das journalen und das malen beibehalten. Beides habe ich getan, wobei das journalen nicht ganz so häufig auf meiner Agenda stand.
Ich wollte gesünder werden. 2023 hatte ich wieder einiges an Gewicht zugelegt und an Nerven eingebüßt. Das musste sich dringend ändern. Tatsächlich nehme ich seit April 2024 wieder langsam, aber stetig ab. 13 Kilo konnte ich seitdem ziehen lassen. Nervlich geht es mir seit der zweiten Jahreshälte auch deutlich besser.
Ich wollte glücklicher sein. Dazu gehörte auch eine berufliche/finanzielle Verbesserung. Hier lag glaube ich auch ein Großteil an meinem seelischen Konflikten verborgen. Tatsächlich gabe es endlich eine kleine Gehaltserhöhung bei mir und ich arbeite daran, Dinge auf Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen. Hier sehe ich allerdings immer noch Verbesserungspotential.
Ich wollte mehr bei mir sein. Äußere Faktoren und negative Umgebungsreize und -erlebnisse sollten mich nicht mehr persönlich runterziehen. Ich bin mehr bei mir und erkenne meine Bedürfnisse deutlich besser, als noch vor einem Jahr. Und ich nehme mich wichtiger als früher. Leider bin ich weiterhin extrem harmoniebedürftig. Das Außen beeinflusst mich nach wie vor sehr stark.
Mein Motto 2024 hieß: Bei mir ankommen. Was soll ich sagen? Ich habe im vergangenen Jahr sehr viel über mich gelernt. Es ist natürlich ungemein schwierig, zu entscheiden ob ich wirklich zu 100% bei mir angekommen bin, aber ich fühle mich auf alle Fälle sehr nah bei mir. Ich werde darüber noch einmal in einem gesonderten Blogbeitrag berichten! [Edit: Hier ist mein Blogbeitrag zum Thema]
Meine Website sollte sich grundlegend ändern. Da ich meine Werbewerkelei aufgab, aber diese Domain behalten habe, sollten sich hier die Inhalte ändern. Ich führte diesen Blog als Hobbyblog weiter. Das Facelift nahm ich gleich Anfang des Jahres in Angriff.
Eines meiner Bilder von 2024
Fazit: Nachdem ich 2023 nur sehr wenige meiner Vorhaben umsetzen konnte, war ich 2024 in meinem Element und ich bin sehr zufrieden. Ich konnte viele Wünsche umsetzen. Yeah!
Meine Themen des Jahres
Das Ende meiner Selbstständigkeit
Zum 1.1. meldete ich meine kleine Werbewerkelei ab. Ich hatte zwei Jahre eine nebenberufliche Selbstständigkeit unterhalten. Meine Themen waren Logodesign und Social Media Assistenz für „leise“ Unternehmerinnen und ich bin damit kläglich gescheitert. Oder nein: Warum sich das für mich nicht wie ein Scheitern angefühlt hat, sondern eher wie ein Gewinn, kannst Du in meinem Blogbeitrag Warum ich mit meinem Onlinebusiness scheiterte gerne nachlesen.
Fazit ein knappes Jahr nach Beendigung meines Business: eine Last weniger! Ich vermisse nichts und nutze die Zeit lieber für mich.
Gefühlschaos im Berufsleben
Ich bin Berufsfachschullehrerin für Pflegeberufe und das Jahr hatte es echt in sich! Es gab Zeiten, vor allem zwischen Februar und Juni und im Dezember, in denen bin ich an meine mentalen Grenzen gekommen. In dieser Zeitspanne erlebte ich eine hohe Arbeitsbelastung, die in mentale und körperliche Erschöpfungszeichen gipfelte. Viel Kopfweh, Herzrasen und starke Vergesslichkeit zeigten mir meine Grenzen auf. Die Arbeitsbelastung war nicht nur mengenmäßiger Natur, sondern auch psychisch herausfordernd. Wieder einmal hatte ich das Problem mangelnder Wertschätzung, verknüpft mit Ungerechtigkeiten und Schülern mit Null-Bock-Mentalität.
Aber es gab auch positives im Arbeitsjahr 2024 zu berichten: ich erkämpfte mir eine kleine Gehaltserhöhung und hatte während der Sommerferien Zeit, mich in aller Ruhe auf das neue Schuljahr vorbereiten zu können. Das führte zu Zufriedenheit und Entspannung bei mir. Ich konnte das hygge Urlaubsfeeling aus dem Dänemarkurlaub über den gesamten August retten.
Praxiseinsatz in einem KankenhausverkleidetPatient tot
Urlaube
Drei Mal zog es uns dieses Jahr in die Ferne. So häufig waren wir als Familie noch nie im Urlaub innerhalb eines Jahres, vielleicht waren wir aber auch noch nie so urlaubsreif.
Über Ostern buchten wir eine knappe Woche Rügen. Wir bewohnten ein schönes Ferienhaus bei Glowe und entspannten bei verschiedenen Strandspaziergängen. Es war wundervoll. Wir lieben das Meer und das maritime Feeling und es war für uns etwas ganz besonderes, nach den ersten stressigen Monaten mal rauszurauszukommen, zumal es eine recht spontane Entscheidung war.
GloweMeeresblickSteilküste mit den 2 Söhnen
In den Sommerferien waren wir in Jütland, Dänemark. Wir wohnten in einem Haus im Wald mit viel Platz zum toben für die Kinder. Gerade weil es nur wenig Badewetter gab, sahen wir viel, was wir sonst wahrscheinlich verpasst hätten. Beispielsweise wird uns eine Wanderung auf der Insel Hindø wohl lange in Erinnerung bleiben, bei der wir barfuss über nasse Schafsweiden laufen mussten. Ein Abenteuer für uns alle!
Nordseestrandglückliche Mamakulinarische Genüsse
In den Herbstferien zog es uns noch einmal nach Dänemark. Diesmal nach Blavand. Wir erlebten in dieser Oktoberwoche sehr viel und ließen uns gehörig den salzigen Nordseewind um die Ohren pusten.
OktobersonneFundstückBernstein im Museum
Es ist unheimlich nährend für die Seele, so viel entspannende und kräftigende Familienzeit miteinander zu verbringen. Ich bin unheimlich dankbar, dass wir diese drei Urlaube dieses Jahr erleben durften.
Das geschah beim großen Kind
Unser älteste Sohn Ende Januar fünfzehn Jahre jung und das Jahr 2024 stand bei ihm ganz unter dem Zeichen des Mopedführerscheins. Irgendwie zog sich die Fahrschule von den Winterferien bis in den September. Der Fahrlehrer ließ sich sehr viel Zeit zwischen den Terminen für die Übungsstunden. Aber was lange währt, wird gut: Der Große bestand die Prüfungen beide auf Anhieb und ist nun ein wenig unabhängiger und ziemlich stolz.
In Klasse 9 war ebenfalls das Schülerpraktikum dran. Er probierte sich im Beruf des Erziehers aus und besuchte dazu den lokalen Kindergarten. Er bekam eine prima Beurteilung und viel Lob und konnte seinen Berufswunsch festigen. Schön, wenn man in so jungen Jahren schon so eine Sicherheit in der Berufswahl hat!
Weitere erwähnbare Dinge im Leben des Großen: er erlebte eine Klassenfahrt nach Hamburg inklusive Heidepark Soltau und Serengetipark. Zur EM ging er zwei Mal zum Public viewing und er rasierte sich zum ersten Mal. Der Große wird immer erwachsener und wir sind stolz auf ihn, denn er erzielt auch gute Leistungen in der Schule.
Die Entwicklung des Kleinen
Der Kleine erlebte Ende Juni seinen dritten Geburtstag. Bei ihm tat sich dieses Jahr sehr viel: Er fährt sehr gerne Laufrad und singt auch gerne. Er ist ein richtiges Gartenkind. Auf Bäume klettern, Fußball spielen, Im Sandkasten und Stelzenhaus spielen, stromern, Beeren naschen und bei der Gartenarbeit helfen sind hoch im Kurs bei ihm. Sein Spielzeugrasenmäher und die Motorsäge kamen ebenfalls sehr häufig zum Einsatz. In der zweiten Jahreshälfte schafften wir es, abzustillen und auch die Windel können wir nun weglassen.
Der Riesensprung war allerdings nur möglich, weil er Mitte Juni eine ambulante Rachenmandelverkleinerung und gleichzeitig eine Paukenröhrchen-Operation hatte. Seitdem ist der zweijährige Dauerschnupfen weg und er wird auch körperlich kräftiger. Auch Mitte Juni hatte er einen schweren Sturz auf die Ecke des Sandkastens. Den „küsste“ er mit seiner Wange. Es ist nichts passiert, aber es sah sehr gefährlich aus.
Der Kleine braucht (zu unserem Leidwesen) nur wenig Schlaf. Dies führt dazu, dass wir abends keine Zeit für uns oder Hobbies haben, sondern meist ermattet um zehn oder noch später mit ihm zusammen ins Bett gehen. Er kann schon gut zählen und schneidet gerne mit der Schere.
Laufrad fahren – eines seiner liebsten Tätigkeiten
rund ums Haus
Ein paar erwähnbare Eckpfeiler von Haus und Garten:
Wir haben ein neues Palettenbeet gestaltet und bepflanzt. Das Alte war in die Jahre gekommen.
Das Stelzenhaus stand noch auf dem Grundstück meiner Schwiegereltern und wurde in unseren Garten „transplantiert“.
Das Waschbecken im Bad bekam ein Loch. Genau genommen hatte es schon lange einen Sprung und dieser Riss gab nun einfach mal nach. Jetzt haben wir einen neuen schicken Waschtisch.
Unappetitilich, aber auch das gehört dazu: Wir hatten ein verstopftes Abflussrohr und der Kanaldienst musste kommen.
aus alt mach neu – unser Palettenbeetdas Stelzenhaus
Worauf bin ich 2024 stolz?
Es gibt zwei Dinge, die mich 2024 besonders stolz machen:
Ich habe gelernt, meine Bedürfnisse noch besser zu erkennen und „Nein“ zu sagen – und das ohne dieses fiese schlechte Gewissen dabei. Es hat mich 2024 sogar mehrmals stolz gemacht, nein zu sagen.
Ich habe 13 Kilo seit Mitte April abgenommen. Das ist zwar kein Rekordwert, doch es ging langsam, aber stetig mit dem Gewicht nach unten. Ich bin stolz darauf, mich wieder wohler in meinem Körper zu fühlen und ich werde auch 2025 weiter an meinem Wohlfühlgewicht arbeiten.
Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2024 getroffen habe?
Entscheidung 1: Wir haben uns Ende Juni nach 2 jährigem Dauerschnupfen und wiederkehrenden Mittelohrentzündungen für eine Rachenmandel-OP und den Einsatz von Paukenröhrchen beim jüngsten Kind entschlossen. Das Resultat: eine deutlich stabilere Gesundheit und (laut Kindergarten) ein großer Zuwachs an Interaktion. Sein Gehör scheint mehr beeinträchtigt gewesen zu sein, als gedacht.
Entscheidung 2: drei Urlaube im Jahr sind schon eine echte Hausnummer. Sie haben uns aber mega gutgetan und kamen immer genau zur richtigen Zeit. Wir gönnen uns sonst nur wenig. Da war das einfach drin!
Was habe ich 2024 über mich selbst gelernt?
Schon immer bin ich ein Mensch, der viel Zeit für sich braucht. Ich mag es, allein zu sein und reflektiere mich gerne. Bisher habe ich das mit meiner Introversion in Zusammenhang gebracht. Dieses Jahr stuppste mich jemand auf den Begriff der Hochsensibilität und ich erkannte, dass viele Eigenschaften und Verhaltensweisen von mir wie Arsch auf Nachttopp auf diesen Begriff passen. Ich finde es fantastisch, wieder etwas Neues an mir entdeckt zu haben.
Was habe ich 2024 zum ersten Mal gemacht?
Ich habe zum ersten Mal Natursauerteigbrot gebacken.
Noch nie in meinem Leben habe ich etwas laminiert. 2024 habe ich das zum ersten Mal gemacht.
Ich war zum ersten Mal nackt am FKK-Strand
Ich bin nach 13 Jahren mal wieder mit dem Auto angeeckt. Ein Geländer hatte ich übersehen.
Ich habe mir einen Zahn ziehen lassen müssen. Das geschah in meiner Kindheit mit den Milchzähnen das letzte Mal.
Was waren 2024 die größten Herausforderungen?
Der Kleine schläft selten vor 22:00 Uhr abends ein. Wir haben demzufolge weder Paarzeit, noch Zeit für Hobbies oder einem simplen Fernsehabend. Da ich aber eigentlich enorm viel Zeit für mich und mein Innenleben brauche, litt ich darunter stark.
Zweites Ärgernis: ich habe einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Es belastet mich enorm, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle. Leider konnte ich trotz Gehaltserhöhung die Schere zwischen meinem Gehalt und dem einiger Kollegen nicht schließen.
Wofür bin ich 2024 besonders dankbar?
Ich bin sehr dankbar für meinen Mann, der so viel Care-Arbeit übernimmt, dass ich immer wieder Zeit finde, mir kleine Auszeiten zu nehmen. Ich freue mich über meinen großen Sohn, der bisher trotz Pupertät sehr vernünftig ist. Ich bin erleichtert, dass die OP vom Kleinen komplikationslos verlaufen ist. Ich bin dankbar, dass es bei Terminen nie ein Problem ist, die Arbeitszeit darauf auszurichten. Ich bin heilfroh, dass auch 2024 niemand im näheren Umfeld verstorben, oder schwer erkrankt ist.
Was ist 2024 richtig gut gelaufen?
Eigentlich bin ich ein unheimlich großer Prokrastinierer. Dinge werden von mir erst dann erledigt, wenn sie richtig dringend sind. Das führt natürlich zu Stress. Dieses Jahr war das anders: Die Steuererklärung war im Februar fertig, die Urlaubskoffer ganz entspannt eine halbe Woche vorher gepackt und mit den Weihnachtsvorbereitungen begannen wir schon Mitte November. Das machte so ein entspanntes und befriedigendes Gefühl. Wir hatten unser Leben im Griff, auch wenn es sich gleichzeitig ziemlich spießig anfühlte.
Was nehme ich NICHT mit nach 2025?
Es befriedigt mich ungemein, wenn ich jemanden Wissen vermitteln kann. Vorraussetzung: das Publikum arbeitet nicht gezwungenermaßen mit mir zusammen, sondern zeigt Interesse am Thema. Tatsächlich saugt es mich aus wie ein Vampir, wenn ich auf desinteressierte Schüler treffe, die mir mit jeder Faser ihres Körpers zeigen, dass sie nur gezwungenermaßen in die Schule gehen. Ich bin Berufsschullehrerin geworden, weil ich dachte, dort sitzen Menschen, die ihren Wunschberuf lernen und nicht mehr nur ihre reguläre Schulpflicht absitzen. Leider habe ich jedes Jahr mehr mit Schülern zu tun, die nichts lernen wollen. Dies belastet mich so sehr, dass darunter auch mein Privatleben leidet. Ein Punkt, der sich 2025 unbedingt ändern muss.
Was habe ich 2024 aufgegeben?
Mit Routinen zu brechen oder Dinge aufzugeben, die mir nicht mehr dienen, war früher immer mit Versagens-Gefühlen verbunden. Lieber führte ich Gewohnheiten weiter fort, als sie zu beenden. Schon 2023 begrub ich diese dämliche Angewohnheit und auch 2024 konnte ich mit Dingen guten Gewissens aufhören:
Jeden Abend notierte ich drei Dinge, für die ich am Tag dankbar war. Es gab mir nichts, denn ich bin von Grund auf ein sehr dankbarer Mensch. Im Gegenteil: Es machte sich ein nerviges Pflichtgefühl breit. Also beendete ich diese Routine.
Ebenfalls allabendlich fragte ich mich, welches vorherrschende Gefühl den vergangenen Tag am besten beschrieb. Auch diese Pflichtaufgabe erfüllte mich nicht und ich führte sie im Laufe des Jahres nicht mehr fort.
Schon Mitte Oktober hatte ich (voller Stolz, denn ich war zeitig!) damit begonnen, alles für den Einzug unseres Wichtels im Advent vorzubereiten. Für jeden einzelnen Advents- und Weihnachtstag hatte ich einen kleinen Brief oder einen Streich vorbereitet und auch etwas Mini-Equipment dafür besorgt. Leider zeigte unser kleine Sohn überhaupt kein Interesse daran. Es schmerzte zwar etwas, weil ich für ihn die Adventszeit damit etwas magischer gestalten wollte, aber ich beendete meine Wichtelaktion zum Nikolaustag wieder. 😦
Ich habe abgestillt.
Der Kleine benötigt keine Windeln mehr. Ich habe also das Windeln wechseln eingestellt.
Kinderwagen schieben gehört erst einmal der Vergangenheit an. Der Kleine ist rausgewachsen.
Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres
Neben dem für mich sehr wichtigen Blogartikel zu meiner Unternehmensaufgabe, den ich auch oben schon erwähnt habe, sind noch ein paar andere erwähnenswerte Artikel entstanden:
Was ist Resilienz und wie kannst Du sie fördern? Den Begriff der Resilienz näher zu beleuchten, war auf meiner Reise zu mir selbst, ein Herzensbedürfnis. Es kann nicht schaden, sich immer mal wieder an seine eigenen (Heilungs)kräfte zu erinnern.
100 Dinge auf die ich stolz bin Eine mächtige Anzahl an Dingen, die sehr selbstwertstärkend sind. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass es so viele sind!
Ach so: es gibt noch einen weiteren wichtigen Blogartikel 2024! Es nennt sich „ein gewichtiges Thema“ und beiinhaltet meine Gewichtsbiografie. Der Beitrag ist so persönlich geworden, dass er für mich unveröffentlichbar ist. Aber es war wichtig, ihn zu schreiben, um vergangene, schmerzhafte Begebenheiten aufzuarbeiten.
Mein Jahr 2024 in Zahlen
Instagram-Follower: 499
Threads-Follower: 176
Veröffentlichte Blogartikel
Anzahl Amazonpäckchen: 123 (Vorjahr: 93, 2022 und 2021 jeweils 146)
gelesene Bücher: ein halbes (Der Gesang der Flusskrebse)
geschaute Filme/Serien: 1 (Der Schwarm)
Gartenerzeugnisse: ein maues Jahr! Nur 6 Gläser Apfelmarmelade habe ich gekocht!
Was 2024 sonst noch los war
Wir haben ca. 16 Ausflüge gemacht. Leider fehlt dabei immer öfter der große Sohn. Mit seinen 15 Jahren wird er langsam flügge.
der Olbersdorfer SeePilze sammelnSenftenberger See
Fazit: 2024, Du warst ein gutes Jahr! Es gab zwar ein paar Schwachstellen, so hatte ich manche Monate mit der Arbeitsbelastung zu kämpfen, aber alles in allem war ich sehr zufrieden. Keine schlimmen Krankheiten, keine Todesfälle im näheren Umkreis, drei Urlaube – was will man mehr? 2025 darf gerne auch so schön werden.
Diese Dinge sind schon geplant für 2025
Der Große wird im März eine Bildungsfahrt nach Paris antreten. Ich freue mich sehr, dass er in seiner Jugend was erleben darf!
Im Sommerurlaub geht es für uns nach Dänemark, wie immer. Diesmal wollen wir weit in den Norden fahren.
Wenn alles klappt, wird der Große im Sommer seinen Realschulabschluss schaffen und dann aufs berufliche Gymnasium wechseln.
Meine Ziele und Wünsche für 2025
Anschluss finden. Vielleicht in Form einer Freundin. Vielleicht über Hobbies?
„Du hast ’ne schöne Schreibe“, höre ich immer wieder. Ich würde dieses Talent gerne mehr nutzen.
Meine Hochsensibilität und Introversion möchte ich gerne mehr ausleben, also mehr darüber sprechen und schreiben. Irgendwie fällt mir das aber schwer, weil ich nicht das richtige Medium dafür finde. Über Instagram erhalte ich recht viel Reichweite, aber es ist mir zu oberflächlich. Threads mag ich sehr, aber da kann man wegen der Begrenzung nur wenig schreiben. Den Blog hier lesen nur wenige. Keine Ahnung! Hast Du eine Idee für mich, dann melde Dich gerne!
Etwas bleibendes erstellen. Was das sein soll, weiß ich noch nicht. Irgend etwas kreatives, was sich vielleicht meine Urenkel noch an die Wand hängen. Oder ein Fotoband meiner schönsten Bilder? Ein Buch? Keine Ahnung. Die Hauptsache kreativ.
Ich möchte im Garten ein kleines Beet mit dem Jüngsten zusammen anlegen. Ich Stelle mir das schön vor, mit ihm Möhren zu säen und ihm zu zeigen, wie aus einem Samenkorn eine Pflanze entsteht.
Gesundheitlich möchte ich ebenfalls am Ball bleiben. Mein Gewicht darf weiterhin langsam, aber stetig sinken und ich möchte darauf achten, mich häufig zu bewegen.
Beruflich arbeite ich in einem tollen Team, dass ich ungern verlassen möchte. Auf Dauer saugen mich aber die Gegebenheiten dort ziemlich aus. Ich strebe eine Verbesserung meiner Arbeitsbedingungen an.
Motto 2025: „Bei mir bleiben„. Letztes Jahr galt es, bei mir anzukommen. Das habe ich ganz gut umgesetzt. Jetzt gilt es, dran zu bleiben und nicht wieder den Kontakt zu mir zu verlieren.
Wie war Dein Jahr 2024? Erzähle mir gerne davon oder teile den Link zu Deinem Jahresrückblick in den Kommentaren!
Der November fühlte sich für mich wie eine Art Wartemonat auf die Adventszeit an. Kein goldener Herbst mehr, aber auch noch keine Weihnachtszeit. Alles in allem recht entspannt, der graue Monat!
Ausflüge
Zu Beginn des Monats besuchten wir den Tierpark in Zittau. Wir hatten das Laufrad des Kleinen mit und er interessierte sich sehr wenig für die Tiere. So schnell waren wir noch nie durch einen Zoo „gerannt“, denn der Kleine hatte auf seinem fahrbaren Untersatz mächtig Tempo! Die Spielplätze erkundeten wir allerdings sehr ausgiebig. Den ersten Glühwein der Saison genossen wir ebenfalls.
Ein weiterer Wochenendausflug führte uns nach Werdau, zu meinen Eltern und Ex-Schwiegereltern. Es war sehr schön. Der Kleine genoss den Kontakt zu ihnen und wir gaben sogar schon Weihnachtsplätzchen gebacken. Dieses Jahr werden wir uns wohl nicht mehr wiedersehen! Die Übernachtungssituation lässt das nicht zu.
Adventsbasteln
Anfang November lud mich der Kindergarten zum Adventsbasteln ein. Wir gestalteten die Umverpackung für die Weihnachtsgeschenke der Kinder. Das war eine schöne Auszeit für mich.
Kochen
Kulinarische Highlights gab es im November auch. Ich kochte Kürbissuppe und einen Brokoli-Kartoffel-Auflauf aus den Inhalten einer Rettertüte von Lidl.
Kreatives und Hobby
Trotz dem alltäglichen Familienwahnsinn gelang es uns, Zeit für Muse zu finden. Wir puzzelten zusammen und ich gestaltete Geschenkanhänger mit Diamond Painting. Auch die Kinderbilder-Kalender fürs nächste Jahr sind schon gestaltet, bestellt und geliefert. Mit der Planung und dem Kauf von Weihnachtsgeschenken kam ich ebenfalls gut vorwärts. Auch die Vorfreude und Planung für den Wichteleinzug bei uns Zuhause trieb die ersten Früchte: Ende des Monats erschien eine kleine Wichtelbaustelle bei uns im Flur. Unser Dreijähriger war nicht ganz so erfreut, wie erhofft.
Und sonst so?
Mein Mann war mal wieder auf Dienstreise.
Ende November waren wir zu einer kleinen Weihnachtsfeier eingeladen. Wir gingen abends Essen – zum ersten Mal seit 3,5 Jahren ohne Kinder.
Der Kleine benötigt tagsüber keine Windel mehr. Wieder ein Meilenstein erreicht!
Trotz vorweihnachtlicher Käufe und Planung, war ich ein wenig traurig, dass ich die Woche vor dem ersten Advent wenig Zeit hatte, um zu schmücken.
Er wird immer größer!
Zahl des Monats
Ein Kilogramm habe ich diesen Monat abgenommen. Ganz ohne Selbstkasteiung.
Bei mir ankommen
Diesen Monat entstand ein Blogbeitrag mit meiner Gewichtsbiografie. Allerdings ist er SO persönlich geworden, dass ich ihn nicht veröffentlichen möchte. Ich habe viele Erkenntnisse gesammelt und es war eine recht schmerzliche Reise in meine Kindheit.
Zweite Erkenntnis: Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist immer grüner. Soll heißen: Man denkt nur, dass andere mehr Zeit haben/ihre Sache besser machen/zufriedener sind. Tatsächlich ist das gar nicht so!
Der Monat Oktober war energiereich und gespickt mit schönen Erlebnissen. Ich bin mir sicher, daß recht warme Wetter mit viel Sonnenschein hat dazu beigetragen, dass es ein wirklich guter Monat war.
Highlight 1: Unser Urlaub in Süddänemark
Nach dem Tag der Einheit starteten wir unseren einwöchigen Aufenthalt in Blavand. Wir haben uns prächtig erholt und viel erlebt. Tägliche Strandspaziergänge, ein liebevoll eigerichtetes Ferienhaus mit Futterkrippe für die Waldtiere und die dänische Gemütlichkeit haben uns sehr gefallen. Trotzdem mochten wir die Gegend nicht ganz so sehr, wie andere Orte der dänischen Nordseeküste. Das hatte folgende Gründe: Südlich von Blavand fanden wir am Strand von Skallingen Schilder, auf denen vor Minen gewarnt wurde. Relikte aus dem 2. Weltkrieg! Nördlich von Blavand, Richtung Henne stießen wir auf einen gesperrten, mit Chemikalien verseuchten Strandabschnitt. Hinter Blavand fanden (sogar nachts) Schießübungen im Militärgebiet statt. Ich hatte zum Glück Oropax mit, denn natürlich wurde auch das Ferienhausgebiet beschallt. Blavand an sich besitzt nur ca. 200 Einwohner, aber 2000 Ferienhäuser. So richtig „hygge“ war der Touristenort nicht. Keine Altstadt, kein Hafen. Dafür Souvenierläden ohne Ende. Das war einfach nicht „unser“ ursprüngliches Heile-Welt-Dänemark, wie wir es kennen. Wie gesagt: wir hatten trotzdem eine schöne Zeit. Das Meer, unser Ferienhaus und das tolle Tirpitz-Museum ließen uns gut erholen.
SammelglückÜberraschende Flut. Das Auto bekam eine gratis UnterbodenwäscheSunset in Skallingenverminter Strandungesundes EssenBernstein- Oper im Tirpitz-MuseumBernsteinklumpendänisches SofteisDeko am FerienhausFerienhaus
Highlight 2: Pilze sammeln bei Herrnhut
Wir lieben alle das „rumräubern“ im Wald. Gemeinsam gingen wir Pilze sammeln und hatten dabei eine schöne Zeit. Gefunden haben wir zwar nicht viel, aber die frische Luft und die Laubfärbung taten uns sehr gut.
meine zwei Liebenes plätschertSkulpturen „Der Streit“
Highlight 3: Olbersdorfer See
Am letzten Wochenende zog es uns an den Olbersdorfer See. Landschaftlich ein Augenschmaus! Der Kleine hatte sein Laufrad mit und dank der schönen Spielplätze war der Nachmittag sehr kurzweilig!
Neues vom Kleinen
Anfang des Monats war ich mal wieder mit ihm zuhause: er hatte eine Erkältung. Ansonsten machte er wieder einen großen Entwicklungsschub. Windeln benötigt er tagsüber immer seltener. Er entdeckte das Kneten, schneiden und das Hämmerchenspiel für sich. Neuerdings telefoniert er gerne mit seinen Großeltern. Das ist sehr lustig, weil er immer etwas am Telefon zeigen möchte und ohne Unterbrechung quatscht 😀. Er ist momentan mega angänglich. Dass er so intensiv Laufrad fährt, ist auch neu. Am 30.10. Hatte er viel Spaß auf der Halloweenparty im Kindergarten.
Schnecke aus KneteLaufrad fahrenScherenschnitt
Was sonst noch geschah
Der Bruder meines Mannes weilte mit seiner Familie in der Heimat und wir verbrachten einen angenehmen Nachmittag und Abend mit ihnen bei den Schwiegereltern.
Wir hatten eine Abwasserhavarie direkt vorm Urlaub. Die Kanalreinigung musste ran. Pfui! Die Ursache ist leider ungeklärt.
Mein Mann war auf einer kurzen Dienstreise in Österreich.
Es gab mal wieder was leckeres aus dem Dutch oven.
Der Große besuchte in den Ferien seine Großeltern in Westsachsen.
Wir schafften es, in den Ferien mal zu dritt zu Mittag essen zu gehen.
Mein Mann brachte mir Blumen mit.
Bei mir ankommen
Meine Stimmung im Oktober war größtenteils gut. Ich bin in Ausmist- und Weihnachtslaune gekommen. Konkret sah das so aus, dass ich ziemlich viel „Wohlstandsmüll“, also zum Beispiel alte überzählige Tassen weggeschmissen habe und ein paar Schubladen ausgeräumt und ausgewischt habe. Das hat gut getan!
Zudem zieht dieses Jahr eine Wichtel bei uns ein und ich habe schon alle seine Streiche geplant und Kleinigkeiten dafür gekauft. Am liebsten würde ich schon weihnachtlich dekorieren. Hihi.
Meine berufliche Situation sehe ich auch klarer: Ich glaube, ich werde meinen Master nächstes Jahr in Angriff nehmen. Mein Bachelor reicht langfristig gesehen für die Lehrtätigkeit nicht mehr aus. Bisher empfand ich das nicht als schlimm, denn mit meinem Bachelor in Pflegemanagement bin ich für Jobs außerhalb des Schuldienstes ganz gut aufgestellt. Aber irgendwie liebe ich das Unterrichten dann doch zu sehr, um es aufzugeben.
Leider hatte ich diesen Monat wieder eine Situation, bei der ich mich sehr ungerecht behandelt gefühlt habe. Näheres kann ich hier nicht schreiben. Es nagte allerdings extrem an meinem Selbstwertgefühl und ich hatte daran sehr zu knabbern.
mal wieder was kreatives fertig geworden
Zahlen des Monats
Diesen Monat nahm ich 800g zu. Mist! Ich war nicht ganz so diszipliniert wie sonst und im Urlaub haben wir ganz schön geschlemmt! An ca. vier Tagen war meine Stimmung echt schlecht. An allen anderen Tagen herrschte eine gute Stimmung bei mir. Das lag sicher auch an der recht geringen Arbeitsbelastung im Oktober.
Erkenntnisse des Monats
Ein paar Stündchen unproduktiv zu sein im Urlaub ohne Unternehmung, sind keine vergeudete Zeit sondern es ist eine Zeit des Miteinanders und der Entschleunigung mit der Familie an einem anderen Ort.
Eine Gewichtszunahme macht aus mir keinen schlechteren Menschen.
Anfang September war es sommerlich warm. Trotzdem sank meine „Urlaubschilligkeit“ rapide ab. Die hatte ich mir den gesamten August über erhalten können.
Berufsleben
Auf der Arbeit war es warm, stressig und aufgrund von Bauarbeiten am Nachbarhaus sehr laut. Etwas positives gab es aber doch: unsere Heilerziehungspflege-Schüler führten mit unseren Schülern der Krankenpflegehilfe Stationsarbeit zum Thema „Behinderung“ durch. Das war eine willkommene Abwechslung und ein erfolgreiches, bereicherndes Projekt.
goldene Hochzeit
am ersten Septemberwochenende reisten wir in meine Heimatstadt Werdau, denn die Eltern meines ersten langjährigen Partners feierten ihre goldene Hochzeit. Es gab eine Einsegnung in der Kirche und nach einer Schrecksekunde (dem Hotel war unsere Buchung entfallen) erlebten wir einen schönen und sommerlichen Nachmittag und Abend in einem Pavillon in einem großen Lavendelgarten.
schick gemacht
Am Sonntag besuchten wir meine Eltern und ich musst leider feststellen, dass es meinem an fortgeschrittener Demenz leidenten Papa wieder schlechter ging seit unserem letzten Besuch. Die erste Stunde unserer Heimfahrt auf der Autobahn brachte ich daher mit heulen zu. Es schmerzt unheimlich, zusehen zu müssen, wie die eigenen Eltern immer weiter abbauen!
Hobbymesse Leipzig
Seit Jahren waren wir mal wieder auf der Hobbymesse (ehemals Modell-Hobby-Spiel) in Leipzig. Ich muss sagen, wir waren etwas enttäuscht! Der Ausstellungsbereich war kleiner gehalten, beziehungsweise mit erheblichen Lücken. Die Preise für Bastelmaterialien waren teurer, als im Einzelhandel. Ich konnte mir die ein oder andere Inspiration holen, aber es ist definitiv kein MUSS mehr, da hin zu fahren.
großer Bus
Neues vom Großen
Unser 15jähriger hat seine praktische Mopedprüfung beim ersten Mal bestanden und ich ahne, dass er in Zukunft selbstständiger seinen Weg gehen (bzw. fahren) wird. Er fährt die alte Simson meines Mannes und ist happy! Er hat sich auch zum ersten Mal rasiert.
Neues vom Kleinen
Der Kleine hatte zwei Mal Fieber. Erkältung! Aber diese Erkrankungen waren keineswegs so schlimm, wie vor seiner Paukenröhrchen-OP. Sein Wort des Monats: Ladiventor für Ventilator.
Was noch?
Mein Mann war mit Kunden auf Dienstreise in Österreich und erlitt einen Hexenschuss, von dem er sich noch lange nicht erholt hat!
Wir feierten den Geburtstag meiner Schwiegermutter.
Das Gericht des Monats war Apfelauflauf! Der alte Apfelbaum trug dieses Jahr wunderschöne, rote Früchte.
Erkenntnis des Monats
Ich reagiere unheimlich psychosomatisch, wenn jemand in der Familie krank ist. Bei der Erkältung des Kleinen war ich zu Beginn innerlich wieder stark aufgewühlt, konnte mich dann aber recht gut „einfangen“.
Zahlen des Monats
Ich war an drei Tagen überwiegend schlecht gestimmt, die restliche Zeit erlebte ich als positiv. Mein Gewichtsverlust betrug im September 1,5 Kilogramm.
Drei Viertel des Jahres Zweitausendvierundzwanzig liegen nun schon wieder hinter uns. Zeit, zu überlegen, was im Rest des Jahres unbedingt noch passieren darf!
Gemeinsam mit über 1000 anderen Blogger:innen nehme ich an Judith Peters „Blogtoberfest“ teil und möchte meine persönliche Jahresend-Bucketlist mit Dir teilen. Los geht’s!
✅Herbsturlaub in Dänemark
Besuch von Karls Erlebnishof in Döbeln
✅Tierparkbesuch
✅Ein Wichtel soll uns im Advent besuchen.
Ich möchte weiterhin abnehmen (über 13 Kilo sind schon weg) und Ende des Jahres unter 90 Kilo wiegen.
So, jetzt bist Du dran! Konnte ich Dich inspirieren? Gibt es Dinge, die Du ebenfalls für das vierte Quartal vorhast? Dann können wir uns vielleicht gegenseitig bei der Durchführung motivieren! Oder gibt es etwas, was noch auf meiner Liste fehlt, aber unbedingt noch darauf stehen sollte? Erzähle mir gerne davon in den Kommentaren!
Der August war heiß! Und die Schulferien endeten. Eine sehr dumme Konstellation ;-).
In den Klassenzimmern war es unerträglich warm. Es gab viel verkürzten Unterricht.
Start ins neue Schuljahr
Am 05. begann das neue Schuljahr. Ich wurde wieder Klassenlehrerin. 14 Schüler und Schülerinnen sitzen in meiner Klasse und ich war gut vorbereitet! Ich hatte die letzten Juliwochen genutzt, um Unterlagen auszudrucken und mir einen Kopf gemacht, wie ich die ersten Stunden gestalte. Demzufolge verlief der August schultechnisch echt chillig. Eigentlich ist der alljährliche Neubeginn eine der stressigsten Phasen im Lehrerleben. Dieses Jahr nicht. Ich konnte meine Urlaubsentspannung über den gesamten Monat retten. Ich hatte auch genügend Kapazitäten, um den gesamten Schreibkram immer zeitnah erledigen zu können. Das brachte mich in die komfortable Lage, den Überblick zu behalten. Ich mag es, wenn ich die Kontrolle behalten kann. Das gibt mir Sicherheit und Entspannung!
Unterlagen fürs neue Schuljahr
Abstillen
Den Drive des Neuen nutzte ich ebenfalls, um endlich das große Thema „abstillen“ in Angriff zu nehmen. Nach über drei Jahren war ich bereit dazu (oder eher genervt davon). Im Nachhinein bin ich sehr überrascht und stolz, wie schnell und einfach das ging! Es gab kaum Tränen. Dafür müssen wir jetzt abends zum Einschlafen noch mehr vorlesen und Geschichten erzählen. Das bedeutet: Ich habe kaum mehr Zeit als vorher für mich. Aber mein Körper gehört mir wieder alleine.
Neues vom großen Kind
Der Große war diesen Monat mit einem Freund auf dem Rummel und auf Klassenfahrt mit Besuch von Hamburg, einem Safaripark und dem Heidepark. Die Klassenlehrerin war sehr erfreut über die Disziplin der Klasse und es hat ihm sehr gefallen. Er ist nun schon in der 10. Klasse! Wie die Zeit vergeht…
Neues vom kleinen Kind
Der Kleine hatte einen Gruppenwechsel im Kindergarten. Er ist jetzt kein Krippenkind mehr. es gab ein Entwicklungsgespräch und er gedeiht prächtig. Diesen Monat ist er unbeobachtet auf einen Baum im Garten geklettert. Er ist ein Wirbelwind und hat auch endlich mal ein bisschen Gewicht zugelegt. Was ein bisschen nervt: Er hat ein niedriges Schlafbedürfnis. In unserem ostdeutschen Kindergarten herrscht Mittagsschlafpflicht. Das bedeutet: Er schläft abends kaum einmal vor 22:00 Uhr ein. Wir haben kaum mal ein Stündchen für uns. Hobbies? Draußen sitzen und den Abend genießen? Fehlanzeige!
kleiner Klettermaxe
das defekte Waschbecken
Unser Waschbecken hatte schon lange einen Sprung. Der Kleine hat nun „gearbeitet“ und es vollends kaputt gemacht. Ein neues musste her! Wir sind an einem Samstag ins IKEA gefahren und haben mal wieder etwas Paarzeit gehabt, denn die Kinder blieben bei Oma und Opa.
Ikeakaufdas defekte Waschbecken
Was sonst noch geschah
Ich habe Zeit gefunden, mir die Nägel zu lackieren
im Garten wohnt ein Waldeidechsen-Pärchen
mein Mann hat eine Wundrose am rechten Unterschenkel
wir haben den Geburtstag von Opa Bernd gefeiert
WaldeidechseTigerschnegel haben wir auch im Gartennoch eine Gartenschönheitdas erste Apfekompott
Käufe des Monats
Ich trage neuerdings wieder gerne Schmuck und habe mir ein Pandora-Armband gegönnt. Ich möchte es mit maritimen Charms gestalten. Anlässlich meiner neuen Schmuckleidenschschaft habe ich auch ein Instagram-Reel veröffentlicht. Ein to-good-to-go-Überraschungspaket mit Leckereien wurde auch geliefert.
Zahlen des Monats
Ich habe 3,4 Kilo im August abgenommen und hatte nur einen schlechten Tag im Stimmungstracker.
Blogbeiträge des Monats
Kaum zu glauben, aber ich habe mal wieder gebloggt. Juhu! Gleich zwei Artikel erschienen im Rahmen von Blogparaden:
Obwohl ich „nur“ 30 Stunden Erwerbsarbeit leiste, hängt mein Befinden enorm davon ab, wie es mir beruflich geht. Ist es entspannt auf der Arbeit, bn ich auch entspannt zuhause. Ist es stressig, belastet es mich auch nach Dienstschluss noch sehr und ich kann schlecht abschalten.