Scanner-Persönlichkeit oder einfach nur vielseitig interessiert? Auf der Suche nach meiner Schublade

Es gibt Menschen, die schon mit fünf wussten, was sie später werden wollen. Sie haben einen roten Faden in ihrem Leben, ziehen eine klare Linie, werden Ärztin, Tischler oder Jurist und bleiben es. Oder sie suchen sich schon frühzeitig ein Hobby. Und bleiben diesem treu.

Und dann gibt es Menschen wie mich. Ich empfand die Frage nach meinem Berufswunsch als Jugendliche als Bedrohung. „Rentnerin“ antwortete ich immer, um damit meine Ahnungslosigkeit witzig zu überspielen. Und ich spielte auch nur deshalb so ausdauernd Flöte, weil meine Mutter mich immer wieder dazu ermunterte. Wenn es nach meiner Lust gegangen wäre, hätte ich glaube ich schon nach wenigen Jahren das Handtuch geschmissen, weil es micht nicht mehr reizte. Nur: Bin ich deswegen gleich eine „Scanner-Persönlichkeit“? Oder einfach nur vielseitig interessiert?

In den letzten Jahren bin ich immer wieder über den Begriff „Scanner“ gestolpert. Mal klang das wie eine Diagnose, mal wie ein geheimes Talent. Also habe ich mich auf Spurensuche begeben.


Was bedeutet Scanner-Persönlichkeit überhaupt?

Der Begriff wurde von Barbara Sher geprägt und beschreibt Menschen, die nicht „die eine große Leidenschaft“ haben, sondern viele. Scanner springen nicht wahllos von A nach B, sondern sie sind neugierig, schnell begeistert, lieben Abwechslung und wollen sich nicht dauerhaft auf nur ein Feld beschränken.

Das bedeutet: Scanner sammeln Wissen, probieren neue Dinge aus, denken vernetzt und sind häufig die Ersten, die eine neue Idee sehen und ausprobieren.
Auf eine schnelle Phase des Wissenserwerbs, folgt oft ein Abfall des Interesses. Aber da lauert ja schon das nächste spannende Abenteuer!

„Man wechselt nicht ständig seine Interessen“, antwortete meine Mutter mir immer, wenn ich ihr beispielsweise früher erzählte, das eine Freundin die Bio-AG in der Schule verlassen hat, oder die Christenlehrestunde schwänzte, weil sie lieber zum reiten ging.

Dinge nicht durchzuhalten, oder nicht zum Ende zu bringen, war ein Makel, das lernte ich schnell.


Vielseitig interessiert vs. Scanner – wo ist der Unterschied?

Vielleicht bist du einfach ein Mensch mit vielen Interessen. Vielleicht bist du aber auch ein „klassischer“ Scanner. Die Grenze ist fließend.

  • Vielseitig interessiert: Du hast einige Hobbys, vielleicht wechselnde Interessen, aber du kannst dich auch gut länger auf ein Thema konzentrieren. In der Literatur liest man ganz häufig den Begriff „vielbegabt“. Ich mag dieses Wort in diesem Zusammenhang nicht so gerne. Nur, weil ich mich für ein Thema sehr interessiere, heißt das noch lange nicht, das ich auf diesem Gebiet auch begabt bin.
  • Scanner-Persönlichkeit: Du fühlst dich eingeengt, wenn du dich nur auf ein Feld beschränken sollst. Du bist oft schneller satt an einem Thema und brauchst den Wechsel, um dich lebendig zu fühlen.

Im Job bin ich konstant, zuverlässig, tief drin im Thema. Ich bilde mich gerne weiter und versuche, Dinge zu optimieren. Ich arbeite schon seit mittlerweile zehn Jahren in ein und dem selben Unternehmen.

Privat bin ich hingegen springend, erforschend, hungrig nach Neuem. Aktuell vertiefe ich mein Wissen in der englischen und französischen Sprache und lerne dänisch. Ich lese gerne, blogge, journale und male. Ich fotografiere Insekten und koche Marmelade aus den Früchten unseres Gartens. Auf Instagram bin ich ebenfalls aktiv.

Also: Was nun? Bin ich Scanner, oder vielseitig? Vermutlich eine Mischung aus beidem. Ich habe in Onlinetests mal das eine, mal das andere Ergebnis bekommen.


Typische Kennzeichen eines Scanners

Ob man sich nun „Scanner“ nennt oder nicht – ein paar Eigenschaften tauchen immer wieder auf:

  • Neugier: Scanner wollen verstehen, ausprobieren, erleben.
  • Schnelles Lernen: Sie steigen leicht in neue Themen ein.
  • Breites Wissen: Über viele Felder verteilt – manchmal auf Kosten der Tiefe.
  • Kreativität: Scanner denken ungewöhnlich, vernetzen scheinbar Fremdes.
  • Enthusiasmus: Sie sind voller Energie, wenn sie ein neues Thema entdecken.

Diese Merkmale sind kein Stempel, sondern eher eine Tendenz. Vielleicht findest du dich in einigen wieder?


Vorteile einer Scanner-Persönlichkeit

Es gibt viele Dinge, die Scanner gut können:

  • Vielfalt im Denken: Scanner sehen Lösungen, auf die andere nicht kommen.
  • Flexibilität: Sie können sich schnell umstellen, wenn sich etwas ändert.
  • Kreative Verbindungen: Sie kombinieren Wissen aus unterschiedlichen Bereichen.
  • Lebensfreude: Neugier hält jung, neugierig macht lebendig.
  • Ressourcenreichtum: Wer in vielen Feldern zuhause ist, hat viele Anknüpfungspunkte.

Manchmal fühlen sich Scanner wie zwischen den Stühlen. Als fehle ihnen ein fester Anker. Aber oft ist genau das ihr Geschenk: Ihr vielseitiges Interesse macht sie flexibler, als andere „festgefahrene“ Menschen.


Herausforderungen im Alltag

Natürlich hat alles zwei Seiten. Als Scanner oder vielbegabter Mensch kennt man vielleicht diese Stolperfallen:

  • Überforderung: So viele Ideen, so wenig Zeit.
  • Unruhe: Nie das Gefühl, irgendwo „anzukommen“.
  • Selbstzweifel: Der Gedanke, nicht „tief genug“ zu sein.
  • Fremdzuschreibungen: „Du bist sprunghaft“, „Du kannst dich nicht entscheiden“.
  • Zeitmanagement: Projekte anfangen macht Spaß – Projekte beenden weniger.

Ich selbst kenne das: Im Kopf ein Feuerwerk an Ideen, auf dem Schreibtisch und im Haushalt To-do-Listen, im Herzen eine Mischung aus Begeisterung und Frust, weil ich nicht alles unter einen Hut bringe.


Mein eigener Platz ist irgendwo dazwischen

Nach meinen Tests und Erfahrungen komme ich zu dem Schluss: Ich bin weder Vollblut-Scanner noch einfach nur vielseitig. Ich bin etwas dazwischen. Vielseitig interessiert, neugierig, manchmal zerrissen, oft inspiriert.

Vielleicht ist das die eigentliche Wahrheit: Ich brauche nicht zwingend eine Schublade, mir reicht ein bunt beklebtes Regal 😉 Ob Scanner, Vielseitige oder irgendwas dazwischen: Mir doch wurscht!


Mein Fazit

Es gibt mehrere Begriffe mit ihren ganz eigenen Beschreibungen: Scanner, vielbegabt, vielseitig. Am Ende geht es weniger um den Begriff, sondern um die Gemeinsamkeiten: Wir sind Menschen, die sich schnell für neue Dinge begeistern, gerne neues lernen und sich nicht in Schubladen stecken lassen. Vielleicht ist genau das der wahre Kern: Wir müssen gar nicht die perfekte Schublade finden, denn wir sind so vielseitig, wie unsere Interessen.

Hast Du schon deine Schublade, oder dein Regal gefunden? Bist Du ebenfalls vielseitig, oder bleibst du lang andauernd wenigen Themen treu?


Warum Journaling gerade heute so wichtig ist für uns Frauen!

Was ist Journaling überhaupt?

„Mit Journaling erreichst du Ecken im Hirn, da kommst du mit Nachdenken gar nicht hin“. Dieser Satz fiel mir ein, als ich zuletzt tiefer darüber grübelte, was Journaling eigentlich ist. In meinem Blogbeitrag Journaling: Wie ich es mache und was es mir bringt habe ich genau erklärt, was Journaling ist und ich gebe Tipps für Beginner. (Spoiler: Nein, es ist kein langweiliges Tagebuchschreiben damit gemeint!)

Warum ist Journaling heute so wichtig für Frauen?

Vielleicht hast du manchmal so viele Tabs in deinem Gehirn offen, dass du dich kaum noch daran erinnern kannst, was du eigentlich letztes Wochenende getan hast. Oder dir fallen abends im Bett noch hundert Dinge ein, über die du nachdenken musst. Gesprächsfetzen, ein Konflikt im Team auf Arbeit, der anstehende Kindergeburtstag…

Uns Frauen (natürlich gibt es auch Männer, die das betrifft) wird in unser schnelllebigen Zeit viel abverlangt. Im Beruf gilt es, allzeit eine gute Leistung zu zeigen. Der Haushalt macht sich entgegen eines alten deutschen Schlagers nicht von allein und dann muss Frau ja auch noch was für ihre Schönheit und Gesundheit tun, sich um die Kinder oder zu pflegende Angehörige kümmern, den nächsten Urlaub planen, den Termin für den Zahnarzt verschieben, im Eltern- oder Gemeinderat präsent sein und der Garten braucht auch seine Zeit… Kurz: Unsere To-Do-Liste scheint unendlich lang zu sein und für uns selber bleibt oft nur sehr wenig Zeit übrig. Doch gerade wenn wir so viele Bälle gleichzeitig in der Luft jonglieren, ist es wichtig, dass wir mit beiden Beinen guten Bodenkontakt haben, um uns ausbalancieren zu können. Eine gute Jonglage benötigt eine in-sich-ruhende und belastbare Jongleurin.

Und da kommt Journaling ins Spiel! Was? Noch ein Ball mehr? So könnte es im ersten Moment aussehen. Das Journaling ist aber kein weiterer Punkt auf der To-Do-Liste, sondern eine Art Anker, um dich in Balance zu halten. Es dient dazu, dass du dich auf dich selbst konzentrieren kannst, um mit deinen Bällen sicher umgehen zu können. Es sorgt gewissermaßen für den Bodenkontakt, den du brauchst.

Wir leben nicht nur in einer schnelllebigen Zeit, sondern auch in einer Zeit der „unbegrenzten Möglichkeiten“. Gerade wir Frauen in der westlichen Welt haben unheimlich viele Auswahlmöglichkeiten und können unser Leben sehr individuell gestalten. Die vielen Optionen können uns allerdings auch sehr verwirren. Eine Entscheidung zu treffen, ist schwer. Soll ich vielleicht doch noch nebenbei studieren? Ist es richtig, das Kind an einer anderen Schule anzumelden? Kaufe ich lieber das rote, oder das blaue Kleid? Soll ich zum Yogakurs, oder bleibe ich doch beim Tennis? Ständig legt uns das Leben neue Möglichkeiten vor die Füße und gleichzeitig wird der Lärm um uns herum immer größer. Wir müssen immer häufiger Entscheidungen treffen, aber haben gleichzeitig immer weniger Ruhe dazu. Also ob wir angestoßen oder anderweitig abgelenkt werden bei unserer Jonglage!

Beim Journaling wird die Welt leiser. Handschriftlich zu schreiben dauert seine Zeit und erfordert Konzentration. Unser Hirn wird deshalb gezwungen, langsamer zu werden. Gedanken können sich ordnen oder erweitern. Manchmal auch verdichten. Während wir schreiben – also aktiv etwas tun – können wir zudem unser nach Produktivität schreiendes Naturell überlisten. Denn wir tun ja was! Und zwar für uns.

Journaling hilft beim Reflektieren. Man lernt sich und seine Bedürfnisse besser kennen. Und nur wenn man weiß, wer man ist und was man braucht, kann man seine Bedürfnisse auch kommunizieren und versuchen, sie zu decken. Zudem fällt es leichter, Entscheidungen zu treffen. Wenn die Jonglage nicht so richtig klappt, ist es wichtig zu wissen, warum. Nur so wird man Erfolge haben.

Welche Rolle wird Journaling in der Zukunft spielen?

Unsere Welt wird sich voraussichtlich nicht langsamer drehen. Und unsere Auswahlmöglichkeiten werden sich auch nicht verringern. Mehr und mehr werden wir zugemüllt mit Informationen und Fake News. Die KI wird immer mehr unser Leben bestimmen und es wird schwierig werden, zwischen „richtig“ und „falsch“ zu unterscheiden. Selber zu denken wird immer wichtiger werden. Journaling kann uns dabei eine große Hilfe sein. Um bei sich zu bleiben. Und um ein wenig das Tempo aus dem Alltag zu nehmen. Um Entscheidungen zu treffen und auch, um nichts zu vergessen. Ich hatte 2011 eine Lebenskrise. Mir widerfuhr damals viel Ungerechtigkeit und ich hatte teilweise haarsträubende Erlebnisse. Ich journalte damals noch nicht und bereue das heute. „Du kannst ein Buch schreiben“, hörte ich in dieser Zeitspanne häufig. Leider habe ich in dieser Ausnahmesituation vieles verdrängt und vergessen. Ich bin mir sicher, dass Erinnerungen verblassten und ich so manche Dinge heute anders betrachte, als sie wirklich waren. Hätte ich damals darüber geschrieben, könnte ich heute meine Erinnerungen mit der Realität und meiner damaligen Lebenswelt abgleichen.

Wenn ich es schon nicht schaffe, mich an Begebenheiten von damals zu erinnern, wie sollen dann meine Kinder erst über mich und mein Leben bescheid wissen? Über mein heutiges (Er)leben kann ich anhand meiner Aufzeichnungen in der Zukunft nachlesen. Was habe ich getan und gefühlt? Warum habe ich welche Entscheidung getroffen? Was hat mich beschäftigt? Eventuell werden meine Zeilen auch meinem Nachwuchs später einmal zugänglich.

Wenn Du heute anfängst zu journalen, kannst du in Zukunft davon profitieren. Du kannst gewissermaßen deine Jonglage-Tricks notieren, aber auch welche Dinge vielleicht zum verlieren eines Balles geführt haben. So kannst du deine Resilienz steigern und entwickelst dich weiter.

Journaling hilft dir also heute und in der Zukunft.

So fängst du mit Journaling an!

Du weißt nicht, ob Journaling etwas für dich ist? Das kannst du herausfinden! In meinem Beitrag Journaling: Wie ich es mache und was es mir bringt ist auch eine kleine Anleitung zum ausprobieren dabei. Viel Spaß!

Was ich als Mutter und Bloggerin für Selbstfürsorge bewirken möchte

Dies ist nicht mein erster Was-will-ich-bewirken-Artikel. Im Jahr 2023 hatte ich darüber schon einmal einen Beitrag geschrieben. Damals war ich selbstständig als Social-Media-Mentorin und Logo-Gestalterin für leise selbstständige Frauen. Ich wollte bewirken, dass diese Frauen mit ihrem Business sichtbar werden. Dass sie „ihren Teil vom Kuchen abbekommen“. Mein Sinn für Gerechtigkeit trieb mich an!

Obwohl ich mein kleines Business mittlerweile an den Nagel gehängt habe (die Gründe dafür findest du hier), habe ich meinen Gerechtigkeitssinn nicht verloren.

Wie du in der Überschrift lesen kannst, haben sich die Themen dieses Bloges gewandelt. Was ich als Mutter und Bloggerin für Selbstfürsorge bewirken möchte, erfährst Du nun, zwei Jahre nach meinem ersten Beitrag, noch einmal neu.

Was ich als Mutter bewirken möchte

Meine eigene Mama hat drei Töchter. Ich bin das Sandwichkind. Ich erlebte meine Kindheit in einem traditionellen Rollenmodell. Papa brachte das Geld heim, Mutter war Hausfrau und kümmerte sich um den Haushalt und uns Kinder. Es befriedigte sie nicht. Oder sagen wir mal so: Ich glaube schon, dass sie es genoss, nicht mehr als Krankenschwester tagtäglich auf Arbeit gehen zu müssen. Aber sie machte keinen Hehl daraus, dass wir Kinder und Papa ihre Karriere beendet hatten. Neben ihrer Arbeit als leitende OP-Schwester hatte sie nämlich auf der Abendschule extra noch ihr Abitur gemacht, um danach Medizin zu studieren. Daraus wurde nichts. Nun ist es ja nicht so, dass sie nichts leistete. Aber ihre Arbeit als Mutter und Hausfrau blieb unbezahlt und ungesehen. Sie engagierte sich zusätzlich ehrenamtlich. Zum Beispiel übernahm sie den Kindergottesdienst und sie pflegte ihre beiden Eltern. Was ihr fehlte, war Anerkennung! Und Zeit! Wie oft mussten wir Kinder uns anhören, dass sie weder zum lesen, noch zum stricken kam. Ihre Me-time war arg begrenzt.

Natürlich prägte mich mein damaliges Erleben. Ich möchte als Mutter von meinen zwei Söhnen deshalb anders wahrgenommen werden. Ich möchte erreichen, dass sie mich nicht als alleinige Herrscherin über Kochtopf und Staubsauger erleben. Ich möchte, dass sie sehen, dass auch ein Mutter Bedürfnisse hat. Bestenfalls profitieren dann ihre Partnerinnen auch davon. Und ich will bewirken, dass sie wissen, wie Selbstfürsorge funktioniert. Ich nehme mir aktiv und sichtbar Zeit für mich und meine Hobbies und lebe es ihnen vor. Selbstfürsorge ist nichts, was man sich erst verdienen muss. Weder als Mann, noch als Frau. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, ist ein Sprichwort, was ich als Kind sehr oft gehört habe. Aber ich bin der Meinung, dass man erst richtig arbeiten kann, wenn es einem gut geht. Für mich sind Arbeit und Entspannung mindestens gleich wichtig.

Was ich als Bloggerin bewirken möchte

Wie schon oben geschrieben, habe ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Nicht nur ein ausgeglichenes Verhältnis der alltäglichen Care-Arbeit in der Familie ist mir wichtig, sondern auch, dass wir Frauen (und Mütter) gesehen werden und selbstbewusst für uns und unsere Bedürfnisse einstehen. Früher verhalf ich „leisen“ Unternehmerinnen zu Sichtbarkeit, heute hat sich meine Zielgruppe gewandelt. Ich schreibe über Selbstfürsorge, Journaling, Resilienz, Mutterschaft und Selbstreflexion. Ich möchte erreichen, dass wir Frauen uns wichtig nehmen und uns mit uns selber auseinandersetzen. Wir können unseren Bedürfnissen nur Ausdruck verleihen, wenn wie sie selbst erkennen. Viele meiner Beiträge sind sehr persönlich. Ich möchte damit andere Frauen inspirieren und ermutigen, sichtbar zu werden und aktiv ihre Meinung zu vertreten. Es gibt immer noch so viele Frauen, die unzufrieden mit ihren Lebensumständen sind. Die unter dem Mental Load des Familienalltags stöhnen. Die sich ständig hinten anstellen. Und trotzdem nichts daran ändern. Weil sie keine Kraft dazu haben, oder es einfach so hinnehmen. Denen möchte ich ein Vorbild sein, dass es sehr wohl möglich ist, aus dem Hamsterrad auszusteigen, oder zumindest kleine Schritte in Richtung „mehr-ich“ zu gehen.

Du möchtest wissen, wie ich Selbstfürsorge in den Familienalltag integriere? Dann lies gerne meinen Beitrag Warum mir Selbstfürsorge wichtig ist und wie ich sie einfach in den Alltag integriere

Monatsrückblick Juli 2025

Der Juli war vollgepackt mit Koffern, Neuentdeckungen und Erlebnissen. Ich habe ihn genossen! Und das lag nicht nur an unserem Dänemarkurlaub…

Der Monat begann erst einmal nicht so freudig, denn der Kleine war krank! Er hatte Fieber ohne irgendwelche anderen Symptome und ich war mit ihm Zuhause. Das war aber nicht weiter schlimm, denn wir hatten ja ohnehin Sommerferien. Demzufolge war bei mir auf Arbeit wenig los und ich habe dort nicht viel verpasst. Ab dem 9. Juli hatte ich dann Urlaub.

Alles neu macht der Mai Juli

Meine wohl wichtigste Erkenntnis des Monats war, dass ich unheimlich kreativ, begeisterungsfähig und offen für Neues bin, wenn die Belastung der Erwerbsarbeit sinkt. Da dies der Fall war, habe ich einige Neuentdeckungen gemacht:

  • Obsidendify, eine App, mit deren Hilfe man Pflanzen, Pilze und Tiere bestimmen kann. Super interessant und lehrreich!
  • VIB Ich bin eine very important Bloggerin – da ich mich bei Judith Peters‘ neuer Blogger-Community angemeldet habe. Ich folge Judith schon einige Jahre und sie hat nun ein Programm aus dem Boden gestampft, bei ich jede Woche eine unverbindliche Blogthemaempfehlung erhalte. Ich möchte es schaffen, 52 Blogartikel in einem Jahr zu schreiben. Mal sehen, ob das klappt!
  • Duolingo Wir waren dieses Jahr bereits das fünfzehnte Mal im Urlaub in Dänemark und ich kann die Sprache immer noch nicht sprechen! Mit Hilfe der App Duolingo möchte ich meine dänischen Sprachkenntnisse voran bringen.
  • Nature Journaling Ich liebe die Natur, zeichne und journale gerne. Nature Journaling verbindet alle drei Interessen. Also durfte dieses Buch und ein neues Journal bei mir einziehen und ich habe im Urlaub auch schon angefangen, die erste Seite zu füllen.
  • Immer am Meer entlang Ein Buch, was mich seeeeehr inspiriert hat und gaaaaaanz eventuell einen neuen Wunsch in mir geweckt hat. Ich denke und hoffe, du wirst bald mehr von mir darüber lesen.
  • Lisa Scheler – Malpause Ein kleiner, aber feiner Malkurs, der mich eigentlich wieder ein bisschen in meine Zeichenkreativität bringen sollte. Ich habe ihn aber im Urlaub vernachlässigt und muss ihn noch weiter durcharbeiten

Urlaub in Dänemark

Wie oben schon geschrieben weilten wir bereits das fünfzehnte Mal in Dänemark. Es war wie immer wunderschön ruhig dort und zu unserem Erstaunen auch deutlich wärmer, als zur gleichen Zeit in Deutschland. Wir wohnten diesmal in Slettestrand, Norddänemark. Besonders gut hat mir dort unser naturnaher Garten am Ferienhaus gefallen. Ganz häufig besuchten wir die schönen Strände der Nordsee und vom Limfjord zum baden, Füße kühlen und zum Muscheln suchen. Nirgends können wir so schön entschleunigen, wie dort!

Dinge, die ich im Urlaub anders gemacht habe

Wie war das? Alles neu macht der Juli?

Tatsächlich habe ich im Urlaub so einiges anders gemacht, als im Alltag. Auch dort war ich also offen für Neues. Und es tat so gut!

  • Wir saßen abends viel draußen
  • Ich habe im Regen geduscht
  • Ich bin viel barfuß gelaufen
  • Ich habe gemalt
  • Ich trug keine Jeans und habe sogar Kleider angehabt. Ich fühlte mich so frei! Ein ganz neues Körpergefühl!
  • Wir schauten abends Filme

Vielleicht sollte ich einige dieser Neuheiten auch in den heimischen Alltag integrieren?

Was sonst noch geschah

  • Ich las das Buch Ava liebt noch fertig und schrieb auf Instagram eine Rezension darüber
  • Meine Steuererklärung machte ich ziemlich spontan. War gar nicht so schlimm. Warum schiebt man das dann trotzdem so lange vor sich her?
  • Unser großer Sohn war zu den Großeltern verreist
  • Ich habe (ebenfalls sehr spontan) meine Haare um vielleicht zwanzig Zentimeter kürzen lassen. Nun kann ich wieder einen Pferdeschwanz tragen. Ein ganz neues Kopfgefühl, sage ich dir!
  • Mit einer Kollegin machte ich einen ausgedehnten Cafe-Besuch. Schön war’s!
  • drei Gläser Stachelbeermarmelade und sieben Gläser Sauerkirsch-Bananenmarmelade habe ich gekocht

Meine Erkenntnisse des Monats

  • Die Zeit vergeht!
  • Ich brauche nach intensiverem Menschenkontakt Zeit für mich, sonst bin ich genervt!
  • Manchmal kann man nicht helfen – nur beobachten.
  • Der größte Stressfaktor ist die Erwerbsarbeit. Das merkt man aber erst, wenn man zur Ruhe kommt.
  • Manche Erfahrungen kann man „seinem“ Teenager nicht ersparen. Das ist schwer!
  • Gartenzeit=Seelenzeit
  • Genießen ist etwas aktives! Man muss es sich selber schön machen.
  • Jeder hat andere Prioritäten im Leben
  • Jedes neue Interesse ermöglicht mir neues Wissen – lässt sich mitenander verknüpfen
  • Ich entdecke ständig Neues. Das macht mich reich!
  • Schreiben ist ein Quell der Freude
  • Seid vorsichtig mit euren Worten!
  • Man darf nicht jede Abweichung pathologisieren!
  • Du hast immer eine Wahl!
  • Dankbar, gesund zu sein!
  • Reisen ist ein Privileg
  • Ich bin.
  • Warum wärst du gerne mit dir befreundet?
  • Abseits bekannter Routen warten manchmal neue Erlebnisse und Erfahrungen
  • Bedürfnisse auszusprechen hilft, sie zu erfüllen
  • Manches scheint anders, als es ist.
  • Ich bin „leer gedacht“ – Freiheit im Kopf!

Meine Blogbeiträge des Monats

Neben meinem Monatsrückblick Juni 2025 veröffentlichte ich noch vier andere Blogbeiträge.

Journaling: Wie ich es mache und was es mir bringt

Meine To-want-LUste für das 3. Quartal 2025

5 Gründe, warum ich Journaling liebe

8 Dinge, die passieren, wenn du deine Selbstfürsorge vernachlässigst

Ich glaube, der Juli wird mit Sicherheit einer der schönsten Monate des Jahres 2025 sein. Ich bin immer noch ganz beseelt von ihm!

Der Mythos vom immer produktiven Leben

Früher sagte mein Mann ganz häufig am Ende der Wochenenden: „Toll, was wir wieder alles am Wochenende geschafft haben.“

Mich irritierte dieser Satz jedes Mal, wenn er ihn aussprach. Seit wann ist ein Wochenende nur dann gut, wenn man etwas „schafft“? In meiner Kindheit war das Wochenende da, um sich zu erholen und um als Familie eine gute gemeinsame Zeit zu verbringen.

Ich habe damals zum ersten Mal gemerkt, wie sehr dieses Leistungsdenken unser Leben durchzieht. Wir maßen sogar freie Zeit an To-do-Listen. Selbst am Wochenende galt es, die Tage zu nutzen, um irgend etwas zu erledigen.

Jetzt, auf der Heimfahrt vom zweiwöchigen Dänemark-Urlaub, meinte mein produktiver-Wochenende-Mann zu mir, dass ich nicht mal im Urlaub unproduktiv sein könne. Tatsächlich habe ich es nicht übers Herz gebracht, mal einen Tag ausschließlich im Ferienhaus zu relaxen. Ich habe meine Familie jeden Tag „rausgescheucht“. Ich war der Meinung, wenn wir am Meer Urlaub machen, dann müssen wir es auch jeden Tag sehen. Ein Nichts-tu-Tag wäre für mich vergeudetete Zeit gewesen. Ich bin also auch nicht besser, als mein Mann!

Wir leben in einer Welt mit der Währung „Produktivität“. Schon Kinder lernen, dass ihr Wert davon abhängt, wie viel sie leisten. Schüler werden mit Hausaufgaben übers Wochenende „bedacht“, ihre Leistungen werden benotet. Erwachsene verwechseln ihren Kalender mit ihrem Selbstwert. Ein faules Wochenende? Wie langweilig! Da wird der Dachboden entrümpelt, nach Rezepten für den Kuchenbasar gegoogelt und noch schnell die Präsentation für die nächste Arbeitswoche vorbereitet. Überhaupt: Fleiß ist eine Tugend! Faulheit eine Sünde. Sogar die Selbstfürsorge-Techniken, wie lesen, malen oder spazieren gehen, werden zur Pflicht und mittels Habit Tracker fein säuberlich abgehakt. Sie werden damit zu aktiven und dokumentierten Aufgaben und somit erhalten sie die Legitimation der Nützlichkeit.

Aber was bleibt von uns übrig, wenn wir nur noch funktionieren?


Warum wir glauben, nur als „produktive Menschen“ wertvoll zu sein

Wir sind in einer Leistungskultur groß geworden. Schnell, höher, weiter – das sind nicht nur Schlagworte, sondern Glaubenssätze. Pausen fühlen sich fast verboten an. „Ich habe keine Zeit“, ist für viele ein Statussymbol. Doch dahinter steckt die Angst, dass wir nichts wert sind, wenn wir nicht liefern.

Die permanente Nutzung des Smartphones mit all seinen Apps, schürt dieses Phänomen zusätzlich. Wir vergleichen uns auf Social Media mit Fitness-Influencern, Reise-Profis und Ordnungsprofilen und fragen uns, wie um alles in der Welt es Petra schafft, täglich ein warmes Abendessen frisch zu kochen, oder wann Bärbel monatlich acht Romane liest. Es gibt Apps, die damit werben, die wichtigsten Fachbuchinhalte in fünfzehn Minuten zusammenzufassen. So können Pausen sinnvoll gefüllt werden. Moment! Pausen füllen? Dann sind es doch keine Pausen mehr!

Zwei aktuelle Beispiele für Apps, die ich derzeit nutze und die ebenfalls mit dem Prinzip der Leistungsbelohnung arbeiten: 1. die Sprach-App „Duolingo“. Ich möchte ein wenig dänisch lernen. Lockerflockig, ohne Zwang! Aber die App macht einen Wettbewerb daraus: Ich kann mich mit anderen vergleichen. Schaffen die mehr Lektionen am Tag als ich? Außerdem gibt es einen Tageszähler. Die App möchte, dass ich nicht nur lerne, wenn ich Lust darauf habe, sondern täglich! Zweites Beispiel: Meine App, die ich mir heruntergeladen habe, um Insekten bestimmen zu können, hat eine Rangliste. Je mehr Krabbler ich finde, desto höher steige ich im Ranking.

Ist das alles noch gesund?


Die stille Erschöpfung hinter dem Dauer-Output

Produktiv zu sein fühlt sich lange Zeit gut an. Wir freuen uns über unsere Leistung. Wir bekommen Lob. Das schwierige daran ist aber, dass wir uns an unser Produktionsniveau gewöhnen und es sogar steigern. Fast unmerklich springen wir auf den schneller-höher-weiter-Zug auf. Bis es kippt. Bis wir merken, dass wir zwar viel geschafft, aber uns selbst dabei verloren haben. Die Erschöpfung kommt schleichend und sie zeigt sich oft zuerst in kleinen Dingen: Wir lachen weniger, wir genießen weniger, wir leben mehr auf Autopilot als aus dem Herzen heraus. Die Achtsamkeit verblasst und damit auch die echte Freude am Leben. Vielleicht sind wir dann einfach nur unzufrieden. Irgendwann aber entwickeln wir merkliche Anzeichen unseres Raubbaus. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Magenschmerzen… Die ganze Bandbreite an Stresssymptomen. Aber auch dann findet bei einigen von uns noch kein Umdenken statt. Anstatt das Tempo vom Hamsterrad zu drosseln, denken wir, wir sind nicht widerstandfähig genug. Wir müssen uns einfach weiter optimieren, um den Anforderungen stand zu halten. Wir buchen deswegen den Yogakurs – zusätzlich!


Wie Selbstfürsorge produktiver ist als jede To-do-Liste

Das Paradoxe ist: Wer sich echte Pausen erlaubt, wer sich ernsthaft um sich kümmert, wird langfristig produktiver. Nicht, weil Selbstfürsorge ein Mittel zum Zweck ist, sondern weil sie uns in Balance bringt. Eine Pause ist kein Stillstand. Sie ist ein bewusstes Auftanken, damit wir klarer denken, besser fühlen und nachhaltiger handeln können.

Schau dir die Tiere an: Löwen schlafen bis zu 20 Stunden am Tag, Katzen liegen herum, als wäre Nichtstun ihre Berufung, und selbst Hunde wissen, wann es Zeit ist, einfach nur in der Sonne zu dösen. Niemand misst ihren Wert daran, wie viele Aufgaben sie erledigen.

Warum erwarten wir das von uns?

Was echte Selbstfürsorge wirklich bringt

Wer sich dem Müßiggang hingibt, wird oft mit Dingen belohnt, die sich nicht planen lassen:
✨ Gedanken, die sich endlich sortieren
✨ Ideen, die aus dem Nichts auftauchen
✨ neue Möglichkeiten und Denkweisen
✨ Ein ungewohnter Fokus auf sich selbst
✨ Die Rückkehr der eigenen Neugier

Nichts davon lässt sich erzwingen. Aber alles davon wächst dort, wo ein Raum dafür erschaffen wird.


Dein persönlicher Anti-Produktivitäts-Moment

Was wäre, wenn du dir heute erlaubst, nicht produktiv zu sein? Wenn du eine selbst gewählte Zeit lang nur da bist – ohne Ergebnis, ohne Ziel? Wenn du einfach mal nur dasitzt, oder etwas tust, ohne am Ende etwas erreicht zu haben? Oder wenn du ganz bewusst etwas nicht tust, was von dir verlangt wird? Wenn du zum Beispiel (wie ich) deinen Duolingo-Streak brichst und mal alle Fünfe gerade sein lässt? Vielleicht merkst du dann, dass der Wert deines Lebens nicht in To-do-Listen gemessen wird, sondern in den Momenten, in denen du dir für dich Zeit nimmst.


Warum ich meinen Kindern ganz bewusst vorlebe, wie Selbstfürsorge geht und was das mit meiner Mutter zu tun hat, erfährst du in meinem Blogbeitrag Warum mir Selbstfürsorge wichtig ist und wie ich sie einfach in den Alltag integriere

8 Dinge, die passieren, wenn du deine Selbstfürsorge vernachlässigst

Gib es zu: Du kümmerst dich viel um andere. Deinen Partner, deine Kinder, deine Eltern, eventuell um Kollegen vielleicht auch um Haustiere oder die ältere Nachbarin. Das ist großartig!

Aber sorgst du auch gut für dich?

Was passiert, wenn du dich selbst immer hinten anstellst?

Selbstfürsorge klingt nach Räucherstäbchen, Spa und Kerzenschein. „Brauch ich nicht“, denkst du vielleicht.

Aber sie ist viel mehr als das: Sie ist die Kunst, sich selbst im Alltag ernst zu nehmen. Wenn du es versäumst, dich um dich selbst zu kümmern, hat das Folgen! Hier sind 8 Dinge, die passieren können, wenn du deine Selbstfürsorge auf die lange Bank schiebst:

1. Dein Akku blinkt rot

Du kennst dieses Gefühl, wenn dein Handy-Akku fast leer ist? Genau so geht es deinem Körper und deinem Geist, wenn du dich nicht um dich kümmerst. Du funktionierst vielleicht gerade so, aber wie lange noch?

2. Dein Geduldsfaden wird zur Zündschnur

Kleinigkeiten bringen dich schneller aus der Fassung. Dinge, die dich sonst kaum stören, fühlen sich plötzlich nervig an. Wenn du keine Pausen machst, reagierst du nicht mehr aus der Ruhe heraus, sondern aus Reiz.

3. Deine Kreativität verlässt dich

Ohne Selbstfürsorge fehlt deinem Kopf Raum für freie Gedanken. Plötzlich fühlt sich alles nach Pflicht an. Dein Körper ist auf „funktionieren“ programmiert. Kreative Ideen haben da keinen Platz. Als ob du Scheuklappen trägst.

4. Dein Körper sendet SOS

Verspannungen, Kopfschmerzen, Magengrummeln, Schlaflosigkeit und sogar Panikattacken: dein Körper redet mit dir, auch wenn du nicht zuhörst. Fehlende Selbstfürsorge ist oft der Anfang von Stresssymptomen, die du nicht ignorieren solltest.

5. Du wirst zur Statistin in deinem Leben

Wenn du immer nur anderen den Vortritt gibst und deine Bedürfnisse hinten anstellst, verlierst du den Platz in der Hauptrolle. Dein Leben fühlt sich irgendwann wie ein Film an, in dem du nur Statistin, oder schlimmer noch: der Caterer bist. Die anderen leben, du schaust zu und umsorgst sie.

6. Deine Gedanken werden grau

Ohne kleine Pausen für dich selbst fehlt oft der bunte Blick auf das Leben. Statt frischer Perspektiven und lebendiger Ideen stapeln sich graue Gedanken und machen deinen Alltag öde.

7. Dein Leben fühlt sich bleischwer an

Wenn du erschöpft bist, verschwindet oft als Erstes das Leichte. Plötzlich fehlt der Blick fürs Absurde, fürs Schöne, fürs Lustige und für kleine Details. Ohne Selbstfürsorge übersiehst du die schönen Dinge des Lebens.

8. Du wirst dünnhäutig

Wenn du dich gut um dich kümmerst, wird wahrscheinlich deine kleine Seele auch eine Art Abprallpolster gegen ungerechtfertigte Kritik oder kleinere Sticheleien haben. Läufst du eh schon am Limit, dringen Konflikte und Stress viel schneller zu dir durch und belasten dich zusätzlich.

Und was nun?

Selbstfürsorge ist kein Luxus. Sie ist ein Lebenselixier, das du brauchst, um bei dir zu bleiben. Schon kleine Rituale, wie ein tiefer Atemzug, ein Spaziergang oder ein paar ehrliche Gedanken im Journal, machen den Unterschied. Sie können verhindern, dass diese 8 Dinge Realität werden.

Warum ich gerade weil ich Mutter bin, meine Selbstfürsorge sehr wichtig nehme, verrate ich dir in folgendem Blogbeitrag: Warum mir Selbstfürsorge wichtig ist und wie ich sie einfach in den Alltag integriere

Wie sorgst du heute für dich?

5 Gründe, warum ich Journaling liebe

Journaling ist mehr, als nur Tagebuch zu schreiben. Journaling ist Persönlichkeitsentwicklung. Ich glaube, wenn man es nicht selber mal ausprobiert hat, kann man nicht nachvollziehen, wie viel das bringt. Ich liebe Journaling und habe fünf Punkte gefunden, warum mir das Journalen so gut tut.

Was ist Journaling überhaupt?

Ich habe einen Blogartikel geschrieben, in dem ich erkläre, was Journaling ist, welche Techniken es gibt und wie du es ganz leicht mal ausprobieren kannst. Schau dir also unbedingt meinen Beitrag Journaling: Wie ich es mache und was es mir bringt an, um mehr darüber zu erfahren.

Jetzt aber zu meinen fünf Gründen, warum ich Journaling liebe:

1. Weil ich gerne schreibe

Ich mag es zu schreiben. Der Denkprozess wird dadurch verlangsamt. Ich bin davon überzeugt, dass es gut fürs Hirn ist, wenn ich meine Gedanken über die Hand nach außen bringe.

Mir fällt es leicht, zu schreiben. Schon in der Schule mochte ich Aufsätze und konnte es nie verstehen, wenn sich Mitschüler beschwerten, dass wir so viel aufschreiben müssen. Es ist für mich eine Art Handwerk, die mir gefällt. So wie andere Freude am Stricken verspüren, mag ich es, wenn der Stift über das Papier gleitet.

2. Weil ich dazu kein Smartphone brauche

Ich mag mein Handy. Wirklich. Und ich habe es sehr, sehr oft in der Hand. Nicht nur zum rumdaddeln auf Instagram, sondern auch für wichtige Dinge. Ich bestelle darüber bei Amazon, schaue nach dem Wetterbericht und den Sprechzeiten vom Hausarzt, beantworte Mails meiner Schüler und so weiter. Ohne Handy wäre ich aufgeschmissen. Oft erzeugt es aber auch Unruhe in mir. Aufgrund der permanenten Verfügbarkeit aller möglichen Informationen, laufe ich halt auch Gefahr, nicht mehr im Moment zu leben. Irgend etwas gibt es immer wichtiges nachzulesen, oder zu recherchieren.

Fürs Journalen benötige ich mein Notizbuch und einen Stift. Ich habe während ich schreibe, schlicht und einfach keine Hand frei fürs Handy. Mein Journal vibriert nicht, es dudelt nicht und nichts, absolut gar nichts lenkt mich von meiner eigentlichen Schreibtätigkeit ab. Eine Wohltat für mein Nervensystem!

3. Weil ich mir währenddessen Zeit für mich nehme

Wenn ich mein Notizbuch in die Hand nehme, weiß der Rest der Familie, dass ich nicht verfügbar bin! Meine ungeteilte Aufmerksamkeit liegt bei mir allein, meinen Gedanken und Gefühlen. Ich fahre dabei automatisch einen Gang runter und meistens wird es ganz still in mir. Ein bewusstes Ankommen bei mir selbst. Es tut mir unheimlich gut, diese Zeit der Selbstfürsorge ganz für mich allein!

4. Weil ich mir damit über vieles klarer werde

Man macht sich ja eigentlich ständig über irgend etwas Gedanken. Aufgrund der vielen To-Dos am Tag, schaffe ich es aber häufig nicht, ein Thema wirklich tief zu beleuchten. Mit Hilfe des Journaling komme ich „der Sache“ meist viel besser auf den Grund. Ich führe damit häufig einen Gedanken zuende, dessen Faden ich im Alltag verloren habe. Dadurch sehe ich meist am Ende klarer. Diese Aha-Erkenntnisse befriedigen mich! Ich liebe Selbstreflexion. Man lernt nie aus. Und man ist glaube ich nie damit fertig, sich kennenzulernen.

5. Weil ich damit Wünsche in Ziele verwandeln kann

Ich nutze Journaling nicht nur als Rückblick zur Selbstreflexion, oder um in Erinnerungen zu schwelgen. Es hilft mir nämlich auch bei der Zukunftsplanung. Sobald ich Wünsche aufschreibe, erhalten sie für mich mehr Bedeutung. In dem Moment sehe ich sie schwarz auf weiß. Sie sind keine Träume mehr, die immer mal wieder meine grauen Zellen streifen. Oft wird mir dann bewusst, dass ich diese Wünsche in die Realität umsetzen möchte und sie verwandeln sich in Ziele. Und Ziele sind planbar. Zack! Schon bin ich in der Umsetzung!

Du siehst, Journaling ist mir wichtig, weil es für mich viele positive Effekte hat. Hast du Lust, es einmal auszuprobieren?

Meine To-want-LUste für das 3. Quartal 2025

Dies ist nicht meine erste Quartalliste, hier und hier findest du Beiträge von vergangenen Jahren. Wie du siehst, mache ich nicht für jedes Quartal eine. Diesmal habe ich aber mal wieder Bock darauf, sehr wohl wissend, dass schon ein paar Tage des dritten Quartals rum sind (Scheiß auf Perfektionismus ;-)).

Was unterscheidet die To-want-Liste von der allseits bekannte To-do-Liste?

Auf der Do-Liste findet man Dinge, die man unbedingt erledigen MUSS, auf der Want-Liste sind Sachen, die man gerne erledigen MÖCHTE. Es ist also streng genommen keine Liste, sondern eine Luste.

Darauf habe ich Lust im Juli, August und September diesen Jahres

  • ✅Melonensalat mit Feta und Zitronensaft
  • Nature Journaling (Anleitungsbuch und Notizheft sind schon gekauft)
  • ✅Dänisch lernen
  • ✅Nach Dänemark in den Urlaub fahren (und dich in den Storys meines Insta-Accounts mitnehmen)
  • ✅Eis in Dänemark essen (das schmeckt da besonders gut)
  • ✅Birnen und Pflaumen im Garten ernten und daraus Marmelade machen
  • VIB sein und eifrig Blogartikel schreiben.
  • ✅Insekten und wildlebende Tiere fotografieren und in die App ObsIdentify hochladen
  • ✅Meine hoffentlich eintretende Urlaubsentspanntheit lange aufrecht erhalten, um gelassen das nächste Schuljahr zu rocken (ich bin Lehrkraft)
  • ✅Zwei Bücher lesen (Empfehlungen gerne in die Kommentare)
  • Zwei Kilogramm abnehmen

Ich werde erledigte Dinge immer mit einem kleinen grünen Häkchen ✅ versehen. Mal schauen, wie viel ich von meiner Luste am Ende abhaken kann.

Auf welche Dinge hast du Lust diesen Sommer?

Monatsrückblick Juni 2025

Der Juni war für mich ein sehr gefühlsstarker Monat mit vielen Ereignissen und warmem Wetter.

Berufliches

Im Juni fanden viele praktische Prüfungen statt. Ich mag diese Termine, denn sie ermöglichen mir einen Blick in die Praxis und es ist teilweise faszinierend, wie sich Schüler „draußen“ verhalten und über sich hinaus wachsen.

Es fanden auch die feierlichen Zeugnisausgaben für die fertigen Heilerziehungspfleger und die Krankenpflegehelfer statt. Das sind jedes Jahr Meilensteine, die einen Endpunkt markieren.

Blümchen für die Lehrerin (also mich)

Realschulabschluss vom Großen

Apropos Meilenstein und Endpunkt: Unser großer Sohn hatte seinen Realschulball. Wir sind sehr stolz, dass er den Abschluss der Klasse 10 so souverän gemeistert hat und ich war mega gerührt, wie ausgiebig seine Klasse zum Realschulball gefeiert hat. Schön, seinen Sohn und die Mitschüler so fröhlich zu sehen! Der Große nutzte auch die Tage danach noch für so manche Party. Er wird halt immer älter!

Die Getränkekarte zur Abschlussfeier

Geburtstag vom Kleinen

Es gab noch einen Grund zum Feiern (ich merke gerade, der Juni war ein Feiermonat!): Der Jüngste wurde 4. Zu Feier des Tages bastelten wir eine Krone zusammen und backten die Pfannkuchentorte von Pettersson und Findus nach. Ich entwickelte sogar einen Caketopper für diesen Anlass. Leider hatte der Kleine Fieber und ich blieb die nächsten Tage mit ihm Zuhause.

Oybin

Meine Schwiegereltern meines ersten Partners kamen zu Besuch und passten auf den Kleinen auf, während wir den Großen aus der Realschule verabschiedeten. Wir verbrachten ein schönes Wochenende zusammen und fuhren mit der Zittauer Schmalspurbahn nach Oybin. Dort aßen wir Eis und besuchten den Spielplatz und den Märchengarten. Das war ein richtig schöner Ausflug!

Zittauer Schmalspurbahn

Gartenfreuden

Ich liebe den Duft und Geschmack von Holunderblüten und deshalb kochte ich Holunderblütengelee und setzte einen Likör an. Auch die Kirschbäume trugen in diesem Jahr sehr üppig und wir kochten 12 Gläser Marmelade daraus.

Und sonst so?

Der Juni stand ebenfalls im Zeichen des Putzens. Wir reinigten grundhaft das Gästezimmer und ich stellte mal wieder fest, dass äußere Ordnung auch zu innerer Ordnung führt.

Mein Mann war wieder einmal kurz auf Dienstreise und auf einem Konzert mit Übernachtung. Das sind immer so Momente, wo ich merke, wie wenig Freiräume ich als Mutter habe. Über Nacht weg bleiben? Undenkbar für mich!

Neben zwei Sommerhosen habe ich mir auch ein Kleid gekauft (siehe Foto oben) – und dass, obwohl ich mich bisher wenig in Kleidern gezeigt habe.

Ei neues Armband-Set gehört nun auch zu mir.

Armbänder von Banded Braclets

Wir haben uns unseren weißen Zaun vorgenommen. Die alte Farbe muss abgeschliffen werden und neue Lasur kommt ran.

alle helfen mit

Blogbeiträge

Zwei wichtige neue Artikel habe ich veröffentlicht, neben meinem Monatsrückblick Mai 2025:

Ein Satz, der mich trägt ist ein sehr persönlicher Blogbeitrag geworden. Darin erzähle ich, welcher Satz mich seit meiner Kindheit prägte, um dann schmerzlich seine Wahrheit zu verlieren. Ich verrate dir auch welcher „Ersatz-Satz“ mich nun begleiten soll.

Warum mir Selbstfürsorge wichtig ist und wie ich sie einfach in den Alltag integriere ist ebenfalls ein Blick in meine Kindheit. Zusätzlich zeige ich, wie Selbstfürsorge für mich machbar ist zwischen Beruf und Familienalltag.

Erkenntnisse des Monats

Na klar! Auch meine One-liner dürfen diesen Monat nicht fehlen!

  • Ich brauche Selbstfürsorge und Harmonie, damit es mir gut geht.
  • Selbstfürsorge ist ein Grundbedürfnis und keine Belohnung!
  • Wenn es anfängt, „verrückt-chaotisch“ zu werden, erlange ich erst Betreibstemperatur 🙂
  • Ich würde gerne mal wieder einen Film schauen.
  • Man schafft nie alle To-Dos. Also werde ich das auch nicht mehr versuchen. Akzeptanz ist der Schlüssel!
  • Ich reagiere unheimlich sensibel, wenn ich übersehen werde.
  • Es wird heißer gekocht, als gegessen!
  • Ohne Zeitdruck prokrastiniere ich extrem, obwohl es mich stört.
  • Karma regelt.
  • Schüler:innen wachsen zu sehen, rührt mich.
  • In der Natur fahre ich herunter.
  • Ich liebe es, zu wissen, was andere Menschen antreibt.
  • Selbstfürsorge leben – und damit etwas anders machen als meine Mutter.
  • Den Moment genießen? Ich sauge ihn ein!
  • Wie pervers die Menschen sind! Wie kann man denn Kriege beginnen, oder Atomwaffen herstellen?
  • Bewusst angeeckt, um zu merken, dass nichts passiert.
  • Beziehungsebene als Lehrkraft stärken – so wichtig!
  • Ich bin souverän in neuen zwischenmenschlichen Situationen.
  • Lass den Smalltalk und sag doch einfach gleich, was du willst!
  • Ich brauche nicht viel zum Glücklichsein!
  • Tiefes Glück, wenn es der Familie gut geht!
  • Diese Unsicherheit, wenn das Kind krank ist!

Journaling: Wie ich es mache und was es mir bringt

Journaling ist was für unausgelastete junge Frauen mit zu viel Zeit, dachte ich. Und überhaupt – Was soll das bringen? Das waren lange Zeit meine Gedanken. Ich hatte mich nie mit Journaling beschäftigt und dachte, es ist einfach nur wie Tagebuch schreiben. Am besten noch in einem selbst gestalteten Bullet Journal!

Heute denke ich darüber ganz anders. Ich änderte meine Meinung, nachdem ich den Zauber des Journalens das erste Mal erlebt hatte.

Was ist Journalen überhaupt?

Journaling hat nicht das Ziel, seinen Tagesablauf zu notieren. Dies ist der größte Unterschied zum Tagebuch schreiben. Beim Journaling geht es eher darum, Gedanken aufzuschreiben. Diese liegen manchmal verborgen und es gibt verschiedene Techniken, um sie ins Bewusstsein zu rücken.

Viele Menschen nutzen so genannte „Journaling prompts“, das sind gezielte Fragestellungen. Zum Beispiel: „Für was bin ich heute dankbar?“, „Worauf bin ich momentan stolz?“ oder „Was würde ich tun, wenn ich nicht scheitern könnte?“

Eine andere Methode ist ist das Brain dumping oder sind die Morgenseiten. Dabei schreibt man alles aus sich heraus, was gerade an Gedanken aufkommt. Das kann sehr befreiend oder überraschend sein.

Es gibt auch noch viele andere kreative Möglichkeiten der handschriftlichen Aufarbeitung. Ein Beispiel ist es, einen Brief an sich selbst zu schreiben aus Sicht einer imaginären besten Freundin.

Diese Techniken wende ich an

One line a day

Ich schreibe jeden Abend nach dem Abendessen einen kleinen Gedanken auf. Das kann eine Erkenntniss sein, oder etwas, was mich am Tag besonders gefreut oder geärgert hat. Das herausfordernde dabei ist, sich kurz zu fassen. Die Essenz klar zu formulieren. Nebenbei eine gute Übung, um auch im Alltag Dinge schnell und präzise besprechen zu können.

Monats-/Jahresrückblick

Jeden Anfang des Monats schaue ich meine Fotogalerie vom Handy durch und zücke den Terminkalender, um den vergangenen Monat Revue passieren zu lassen. Dann schreibe ich einen Blogbeitrag darüber. Dieser hat mehr oder weniger immer den gleichen Aufbau. Ich schreibe über Ausflüge, die neuesten Meilensteine meiner Kinder, meine Erkenntnisse und Dinge, die mir Freude gemacht haben, oder mich negativ beeinflusst haben. Am Ende des Jahres fasse ich dann die wichtigsten Jahresreignisse in einem Jahresrückblick zusammen.

Drei Jahres Tagebuch

Vor kurzem habe ich ein Buch bekommen, in dem für jeden Tag eine Frage formuliert ist. Der Clou: Diese 366 Fragen kann man sich drei Jahre in Folge beantworten. Mich fasziniert das, weil ich so sehe, ob und wie ich mich weiterentwickle. Kennenglernt habe ich diese Methode im Rauhnachtjournaling von Bianca Fritz.

Journaling mit Hilfe von Fragen oder ohne Impuls

Ich besitze ebenfalls ein Journal, in dem ich einfach so schreibe, wenn mich die Muse packt. Darin beantworte ich Journaling prompts, die mir „über den Weg gelaufen sind“ und sammle Ideen für kreative Hobbys oder Blogbeiträge. Auch BeMERKENswertes aus Büchern oder Zeitschriften finden dort ihren Platz.

Journaling Karten

Drei Kartensets verschiedener Autorinnen besitze ich.

Das Set „Kreative Schreib-Impulse“ von Daniela Alge ist kein klassisches Journalingset, sondern dient eher dazu, spielerisch achtsam und kreativ zu schreiben. Die Impulse sind sehr überraschend und regen deshalb prima zum texten an.

Das Journaling-Kartenset von Bianca Fritz enthält sehr offene Fragen, die gerade deshalb gut dazu dienen, einfach darauf los zu schreiben. Ich erhalte immer wieder neue Ergebnisse, trotz gleicher Fragen.

„Schreib dich ins Glück“ liefert Ideen, um intuitiv ins Schreiben zu kommen. Auf den Karten stehen Schreibimpulse und dazu erhält man eine kleine Anleitung, für welche Situationen im Leben der jeweilige Impuls besonders hilfreich ist. Kurz: Persönlichkeitsentwicklung und Klarheit in Kartenform.

Ich glaube, jeder der gerne journalt, schreibt auch gerne. Logisch eigentlich. Diese Kartensets stellen Journaling auf eine spielerische Ebene. Ich ziehe meistens einfach eine Karte, um mich überraschen zu lassen. So gewinnt das tiefe Thema Schreiben für mich eine locker-flockige Leichtigkeit.

Kennst Du weitere interessante Sets und Spiele rund ums Thema Journaling und Schreiben? Dann empfehle mir sie gerne. Ich bin immer auf der Suche nach Neuem!

So bin ich zum Journalen gekommen

In meiner Jugend begann ich, Tagebuch zu schreiben. Irgendwann gab ich es wieder auf, weil ich das Interesse daran verlor und andere Dinge (zum Beispiel die Liebe, hihi) wichtiger wurden. Mit dem Journaling kam ich das erste Mal über Instagram in Berührung. Dort warb Bianca Fritz für ihr Rauhnachtjournaling. Sie stellte die gesamte Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar über jeden Tag eine Frage zum reflektieren und Pläne schmieden und traf damit genau meinen Nerv. Ich erhielt ein Werkzeug, um wirklich tief nachdenken zu können und schöpfte daraus viele Erkenntnisse. Damit war der Weg geebnet, mehr über das Journalen zu lernen und es öfter anzuwenden.

Das bringt mir das Journalen

  • Es hilft mir, unausgesprochene Gedanken zu formulieren.
  • Ich kann damit über Dinge nachschreiben, über die ich tiefer nachdenken will.
  • Ich lerne, zuende zu denken, über Sachen, die im Alltag aufgrund von Ablenkung untergehen.
  • Ich lerne mich selber besser kennen.
  • Meine geschriebenen Gedanken überraschen mich manchmal.
  • Ich erinnere mich besser an Vergangenes.
  • Ich halte die Vergangenheit fest.
  • Ich verwandle Wünsche in Ziele.
  • Es hilft mir, zu planen und umzusetzen.
  • Es führt mich zu tiefer Selbstreflexion.
  • Es gelingt mir damit, andere Blickwinkel einzunehmen.
  • Es entspannt mich.
  • Es hilft mir, mich zu konzentrieren.
  • Ich werde dadurch achtsamer.
  • Ich fokussiere mich besser.
  • Ich kann Dinge aus dem Kopf schreiben, über die ich grübele.
  • Es hilft mir, mit Vergangenem abzuschließen.
  • Es hilft, Erinnerungen zu sammeln.
  • Es ersetzt manchmal ein Gespräch mit einem Menschen oder der besten Freundin.
  • Unbewusstes gelangt ins Bewusstsein.
  • In dieser Zeit kann ich alles andere ausblenden.
  • Ich verbinde mich mit mir selbst.
  • Es hilft mir, wenn ich eine Entscheidung treffen muss.
  • Ich lerne dabei, mich selbst zu analysieren und Verhaltensweisen zu hinterfragen.
  • Ich lerne, mir die richtigen Fragen zu stellen.
  • Ich erfahre ein tieferes Verständnis für mich selbst.

Wie anfangen?

Du möchtest auch einmal ausprobieren, ob Journaling etwas für dich ist? Ok. Es ist im Grunde ganz einfach. Hier ist meine kleine Anleitung: Nimm dir fünf Minuten Zeit. Achte darauf, dass du WIRKLICH ungestört bist und du bequem sitzt. Nimm dir ein Blatt Papier (oder ein leeres Notizbuch) und einen Stift, der gut übers Papier gleitet und schreibe einfach darauf los. Wichtig ist, dass du für mindestens fünf Minuten den Stift nicht groß absetzt. Denkpausen sind also nicht erlaubt. Solltest Du nicht mehr wissen, was du noch schreiben könntest, aber die fünf Minuten sind noch nicht um, dann schreibe die Frage „Was will noch raus?“ aufs Papier (vielleicht sogar mehrmals hintereinander). Irgendein Gedankenblitz wird dir dann wieder einfallen. Du brauchst einen Einführungssatz, um überhaupt starten zu können? Hier habe ich drei „Journalingprompts“ für dich:

  • Was geht mir gerade durch den Kopf?
  • Das möchte ich loslassen:
  • Am besten wäre es, wenn ich…

Solltest du während deiner Schreibzeit nicht beim Thema bleiben und abschweifen von deinem eigentlichen Einführungssatz, ist das gar nicht schlimm. Im Gegenteil. Durch das Schreiben mit der Hand kommen manchmal unterbewusste Dinge ans Licht. Das ist das spannende am Journalen. Ich schreibe sehr häufig Dinge auf, die ich noch nie (oder noch nie so ausführlich) bewusst durchdacht habe. Übrigens schreibst du nur für dich. Schriftbild, Rechtschreibung und Grammmatik sind völlig egal. Auch dein Ausdruck interessiert niemanden. Schreib wirklich flüssig, ohne groß nachzudenken.

Fazit

Journaling ist ein mächtiges und magisches Tool, um Klarheit zu gewinnen. Es gibt verschiedene Methoden, die allesamt recht einfach umzusetzen sind. Im Grunde benötigst du nur einen Zettel und einen Stift.

Wie heißt es so schön? „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung!“ Mit Hilfe vom Journalen erhälst du tiefgreifende Erkenntnisse, die du nutzen kannst, um dein eigenes Verhalten besser zu verstehen, oder vielleicht sogar, um wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können. Auch um Prozesse zu begleiten (zum Beispiel Jobsuche, Abnehmziele…) kann das Schreiben sehr hilfreich sein.

Schreibe mir gerne, ob du journalst, oder ob du es einmal probieren möchtest.

Du möchtest wissen, warum ich Journaling liebe? In meinem Blogbeitrag 5 Gründe, warum ich Journaling liebe habe ich das aufgeschrieben.