Der goldene Oktober schimmerte dieses Jahr nicht so sehr, wie das besagte Edelmetall. Er war recht feucht und bedeckt. Es fehlte die Sonne, um die bunten Blätter zu beleuchten.
Draußen
Ich glaube, der Oktober war der Monat mit den meisten Spaziergängen dieses Jahr. Der Kleine fährt so gerne mit dem Laufrad und geht gerne auf den Spielplatz. Deshalb drehten wir ein paar Dorfrunden. Im Garten gab es viel zu tun: Nüsse aufsammeln, Äpfel pflücken und daraus Apfelmus und Marmelade kochen und natürlich Laub rechen. Viel Laub!
Spazierweglecker Äpfel
Drinnen
Die Oktoberferien nutzten wir, um den Flur zu renovieren. Wir kratzten die alte Farbe vom Treppengeländer und strichen es neu, wir erneuerten die Tapeten und strichen die Wandverkleidung neu an. an einer Wand kam der Putz runter. Mein Mann reparierte sie. Nun fehlt nur noch ein neuer Fußboden. Den lassen wir von einer Firma legen. Die Arbeit mit meinem Mann war echt gut. Wir stritten uns nicht und haben mal wieder gemerkt, dass wir ganz gut harmonieren.
Neues vom Kleinen
Unser Jüngster hatte einen echt schönen Monat, glaube ich. Er durfte auf einem Kartoffelroder mitfahren. Das hat ihn sehr glücklich gemacht und er wollte nicht mehr absteigen. Er spielte schön im Garten und ging mit dem Kindergarten ins Puppentheater. Außerdem fand dort auch ein Vorleseabend mit Fackelumzug statt. Das war schön und wir sind immer wieder froh, dass die Erzieherinnen ihre Arbeit mit so viel Herzblut machen.
Außerdem übernachteten die beiden Jungs zwei Mal bei den Großeltern. Eine absolute Premiere! Die Trennung klappte gut und uns Eltern brachte das ein paar freie Stunden ein, die wir sehr genossen.
Was sonst noch wichtig war
Meine Eltern besuchten wir auch mal wieder. Eigentlich sollten wir das viel öfter machen, aber es liegen halt pro Strecke 200 Kilometer dazwischen!
Der Große verbrachte eine Ferienwoche bei den Großeltern.
Mein Thermobecher verrägt keine 100 Grad. Es sprengte den Deckel raus und der Tee flutete meine Arbeitstasche. Meine Kopfhörer überlebten das nicht. Sehr ärgerlich!
Aporopos Arbeit: Gegen Ende des Monats wurde es recht anstrengend im Job. Die mentale Belastung erhöhte sich aufgrund einiger Verhaltensauffälligkeiten der Schüler stark. Das führte bis zur fristlosen Kündigung eines Schülers. Mehr kann ich natürlich nicht schreiben, aber solche Vorkommnisse gehen an mir natürlich nicht spurlos vorbei.
Lehrer’s Zaubertrank
Was schrieb ich so?
Ich habe nach 1,5 Jahren mal wieder einen Newsletter verschickt und möchte das jetzt wieder häufiger machen. Außerdem erschienen mehrere neue Blogartikel:
Ich liebe es, neue Dinge zu lernen und auszuprobieren. Ich werde gerne kreativ und bleibe nur ausgewählten Hobbies treu. Das Leben ist zu kurz, um sich Dinge zu verbieten, finde ich. Meine vielseitige Interessen bereichern meinen Alltag und ich verknüpfe sie auch gerne. Vielleicht bin ich eine Scanner-Persönlichkeit.
Meine verlorene Leidenschaft
2025 habe ich eine kleine Leidenschaft wiederentdeckt, die ich irgendwann auf dem Weg zum Erwachsenwerden abgelegt hatte: Das Lesen! Ich war in der Kindheit und frühen Jugend ein echter Bücherwurm. Sogar in die Bibliothek bin ich gegangen, um meinen Lesehunger zu stillen. Ich liebte es, in die Geschichten einzutauchen und konnte mir immer sehr gut ein inneres Bild machen von den Orten und Personen, über die ich las. Ich besaß ein reges Kopfkino und da es meine Eltern nicht sonderlich mochten, wenn wir Kinder Fernsehen schauten, las ich halt viel.
zwei meiner früheren Lieblingsbücher
Irgendwie verlor ich irgendwann das Interesse am Lesen. Andere Dinge rückten in den Vordergrund. die ersten Computerspiele kamen zum Beispiel auf den Markt und ich spielte lieber die Sims, oder Anno.
Die Wiederentdeckung
In den letzten Jahren las ich maximal zwei Bücher im Jahr, von Sachbüchern einmal abgesehen. Ich kaufte sie mir meistens auch nicht selber, sondern bekam sie geschenkt. Das änderte sich in diesem Jahr! Tatsächlich lese ich derzeit (Stand 21.10.2025) schon den siebenten Roman.
Und ich bin natürlich (ganz meine Natur) gleich „all in“ gegangen: Ich rezensiere die Bücher auf meinem Instagramprofil und habe mich bei zwei Vorab-Leseseiten registriert. Natürlich legte ich mir auch eine Amazonliste an, auf der ich Bücher sammle, die ich gerne einmal lesen möchte.
Ich nehme mir vor, all meine Rezensionen von 2025 am Ende des Jahres in einem eigenen Blogartikel zu veröffentlichen.
Die Weiterentwicklung
Vom Lesen ist es nicht weit zum Schreiben. Ich bin so begeistert von den Büchern, die ich dieses Jahr schon gelesen habe, dass ich mich nun getraue, einen eigenen Roman zu schreiben. Wie es dazu gekommen ist, kannst du hier nachlesen. Wie oben schon beschrieben liebe ich es, mich in andere Personen hineinzuversetzen und so richtig in die Welt eines Buches hineinzutauchen. Es reizt mich sehr, so etwas auch einmal selber zu entwerfen und aufzuschreiben.
Wenn Du mich auf meinem Schreibweg begleiten möchtest, dann besuche doch gerne meine Buchseite. Sie ist passwortgeschützt. Das fühlt sich momentan noch besser für mich an. Du kannst aber gerne das Passwort erhalten, wenn du mir eine E-Mail schreibst (steffi.fleischer@gmx.net), oder mich über Instagram kontaktierst.
Jawohl, so ist es. Wenn du am Ball bleiben möchtest und mitverfolgen willst, wie es mir dabei ergeht, besuche doch meine gleichnamige geheime Seite Jetzt schreibt sie auch noch ein Buch. Das Passwort dazu erhältst du per PN über Instagram, oder du schreibst mir einfach eine Mail an steffi.fleischer@gmx.net. (Warum ich das Ganze so geheim halte, erfährst du weiter unten).
Aber mal von vorn!
Was hat es denn damit auf sich?
Ein Buch zu schreiben, habe ich mir schon häufiger vorgestellt. Allerdings hatte ich dabei immer Sachbücher im Kopf. Ich wollte zum Beispiel einen Fotografieratgeber schreiben mit einfachen Tipps für Anfänger. Meine ganzen Marmeladenrezepte wollte ich auch schon einmal dokumentieren und mit eigenen Fotos versehen.
Anfang des Jahres nahm ich mir zudem vor, mehr zu schreiben. Das Ganze hatte ich sogar mit dem Sachbuch achtsam schreiben untermauert. Mitte des Jahres kam Judith Peters mit ihrem VIB Projekt um die Ecke. Seitdem ich dabei bin, schreibe ich jede Woche einen Blogbeitrag. Aber das ist noch nicht alles. Im Sommer hatte ich plötzlich (ja, wirklich aus heiterem Himmel) eine Idee für einen Roman und seitdem schreibe ich daran. Ich bin jetzt bei Kapitel drei. Geplant sind vierzehn.
Worum geht es in meinem Roman?
Silvana ist Familienmutter und berufstätig. Sie merkt, dass sie sich immer hinten anstellt, um den Alltag am Laufen zu halten. Dabei träumt sie sich ans Meer und sammelt dort Erkenntnisse und findet Fragen, mit denen sie sich im Alltag beschäftigt. Sie möchte lernen, ihr Leben trotz (oder gerade wegen der Kinder) mehr zu leben und besser auf sich zu achten. Ob ihr das gelingt?
Was habe ich seitdem gelernt?
Es gibt eine Menge Hobbyautorinnen! Ich hätte nie gedacht, dass das so viele sind!
Es ist nicht einfach! Man schreibt nicht mal so nebenbei einen Roman. Tatsächlich gibt es dabei unheimlich viel zu bedenken. Das geht bei ganz einfachen Dingen los, wie zum Beispiel: Schreibe ich in der ich-Form oder in der Sie-Form? Welche Zeitform wähle ich? Und geht dann immer weiter.
Die Hauptfigur entwickelt sich während des Schreibens und plötzlich denkt man über Dinge nach, die man vorher nicht einmal geahnt hätte.
Die Zeit ist ein limitierender Faktor! Es ist für mich schwierig, Zeit zum schreiben zu finden und das frustriert mich. Aber: Gut Ding will Weile haben und ich habe eigentlich gar keine Eile. Eigentlich kämpfe ich mit den gleichen Struggles wie meine Romanfigur.
Tja, meinen Vorsatz, mehr zu Schreiben, bin ich definitiv angegangen und es ist wunderschön! Aber es steht in den Sternen, wann mein Roman fertig ist.
Du willst mich bei meinem Romanprojekt begleiten?
Möchtest du wissen, welche Erkenntnisse und Erfolge es gibt? Ich nehme dich gerne mit! In kleinen Audioschnipseln von um die vier Minuten Länge, halte ich dich auf meiner geheimen Buch-Seite auf dem Laufenden über meinen Schreibprozess. Du findest sie hier: Jetzt schreibt sie auch noch ein Buch.
Warum verstecke ich mein Buchprojekt hinter einem Passwortschutz?
Wenn du die Seite lesen möchtest, benötigst du ein Passwort. Ich weiß sehr wohl, dass mich das Leser (oder in meinem Fall Hörer) kostet. Noch ist mein „Buchbaby“ allerdings so klein, dass ich es schützen möchte. Es fühlt sich einfach momentan nicht richtig an, alle Welt daran teilhaben zu lassen. Das heißt aber nicht, dass das immer so bleibt. Vielleicht mache ich meine Audioschnipselsammlung öffentlich, wenn mein Buch ein wenig „gewachsen“ ist. Momentan (Stand 16.10.2025) sind sieben kleine Minipodcastfolgen online. Darin erzähle ich dir zum Beispiel, warum ich dich ausgerechnet in Audiofolgen mitnehme und welche Ängste ich in Bezug auf das Schreiben habe.
Wie oben schon geschrieben, erhältst du das Passwort, wenn du mich über Instagram anschreibst, oder du meldest dich einfach per Mail bei mir. Meine Adresse: steffi.fleischer@gmx.net.
Hast du Fragen an mich, oder schreibst du auch gerade ein Buch? Dann lass es mich gerne wissen. Ich liebe den Austausch!
Im Juli hatte ich ich mir elf Dinge überlegt, die ich im dritten Quartal 2025 gerne erreichen möchte. Neun Häkchen konnte ich setzen. Das macht mich sehr zufrieden!
Ich habe es beispielsweise geschafft, zwei Bücher zu lesen und einen Melonen-Feta-Salat mit Zitronensaft zu essen. Mein Abnehmziel ist allerdings eine Zunahme geworden. So ein Mist aber auch! Aber wie gesagt: 9 aus 11 ist trotzdem ein voller Erfolg!
Was sich bewährt hat, wird beibehalten und deshalb möchte ich mir auch für das vierte Quartal eine Liste LUste erstellen, mit Dingen, die ich gerne noch dieses Jahr schaffen oder erleben möchte. Einfach, weil ich Lust darauf habe ;-)!
Meine To-want-Luste für das 4. Quartal 2025
mein wichtigstes Ziel: Ich schreibe gerade einen Roman. Zwei Kapitel sind schon fertig und ich schreibe bis zum Jahresende drei weitere Kapitel. Ein Kapitel pro Monat klingt jetzt vielleicht gar nicht so viel, aber gerade im Dezember werde ich wohl nicht groß zum Schreiben kommen. Da liegt immer eine Menge anderes an! Von daher sind drei Kapitel schon eine kleine Herausforderung für mich! Du möchtest mich auf meinem Schreibweg begleiten? Hier kannst Du mir über die Schulter schauen: Jetzt schreibt sie auch noch ein Buch Da ich den Kreis der „Eingeweihten“ gerne noch klein halten möchte, benötigst du ein Passwort für diese geheime Seite. Schreibe mir dazu bitte einfach eine Mail, oder frag mich über Instagram.
Ich lese zwei Bücher. Ich habe dieses Jahr gemerkt, wie gut mir das Lesen tut. Deshalb möchte ich es gerne beibehalten.
Ich schreibe auch 2025 einen Jahresrückblick. Das ist ein festes Ritual und es ist jedes Jahr aus Neue erstaunlich, was ich für Erkenntnisse daraus ziehe. Für ein bisschen mehr Verbindlichkeit habe ich mich dazu schon bei Judith Peters (die „Leitkuh“ unter den Bloggerinnen (ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel :-)) dazu hier angemeldet.
Das Rauhnachtsjournaling ist das nächste Jahreswechselritual, welches ich unbedingt wiederhole.
Auch die Kulinarik soll nicht zu kurz kommen: Eine Kürbissuppe werde ich kochen!
✅Ofengemüse. Mit roter Beete, Möhren und Kartoffeln. Da habe ich Lust drauf!
Zum Jahreswechsel werde ich wieder eine süffige Bowle mit Früchten zaubern.
Bratäpfel werde ich machen.
Ich habe mal wieder Lust auf einen gemütlichen Fimabend. Mit Kakao, Decken und der ganzen Familie!
Ich möchte die Advents- und Weihnachtszeit besonders schön zelebrieren. Dazu gehört auch eine „vernünftige :-)“ Deko. Ich schmücke unseren Hauseingang dieses Jahr üppiger als im letzten Jahr.
Ich erstelle einen Kalender mit den schönsten Fotos meiner Söhne für den Rest der Familie.
Es gibt wieder einen Jahresrückblick für meine Familie. Dazu drucke ich Fotos von unseren Erlebnissen 2025 aus und wir schauen sie uns an und quatschen gemütlich darüber.
Ich fahre mit meinem Mann zu seiner Firmenweihnachtsfeier nach Wien.
Der September hielt noch einmal viele sonnige Tage bereit und ich könnte ihn auch „Erntemonat“ nennen, denn es gab im Garten viel zu tun.
Obst, Obst, Obst
Dieses Jahr trugen alle Bäume reichlich Früchte und ich verarbeitete demzufolge viele Früchte zu Likör, Marmelade und Kompott. Es entstand zum Beispiel Pflaumen-Brombeer-Marmelade, Birnenmarmelade und Mirabellenlikör. Meine Idee, ein paar Früchte zum naschen an den Straßenrand zu stellen, fand keine Abnehmer. Das enttäuschte mich ein bisschen.
klein und groß – Gartenarbeit mit Kind ist immer ein ErlebnisHochprozentigesmein verschmähtes ObstNashibirnen mit Besuch
Ausflüge
Wir hielten uns nicht nur sehr viel im Garten auf, auch ein Ausflug fand statt: Wir fuhren Anfang des Monats an den „Bäri“, den Bärwalder See und ärgerten uns über uns selbst, dass wir keine Badebekleidung mitgenommen hatten, denn es war wirklich wunderbar warm. So konnte nur unser kleiner Sohn in die Pfütze hüpfen. Danach aßen wir noch Eis. Was für ein schöner Tag!
Bärwalder See mit Kraftwerk Boxberg
Zweimal ging es im September noch auf den Spielplatz im Ort. Der Kleine ist ein geschickter Klettermaxe und findet es dort immer sehr schön.
Da wir gerade beim Kleinen sind: Er ist jetzt ein Musikschulkind! Ich bin ein wenig stolz. Er hat musikalische Früherziehung und es macht ihm bisher eine Menge Freude!
Autsch
Der Große kugelte sich beim Schulsport das Knie aus (und zum Glück gleich wieder ein). Er hatte allerdings sehr große Schmerzen und wir besuchten die Notaufnahme, einen Tag danach den Unfallchirurgen und noch einen Tag später fuhr mein Mann mit ihm bis nach Leipzig, da es in Ostsachsen keine zeitnahen Radiologie-Termine gab. Er benötigte ein MRT. Das Ende vom Lied: ein Muskelfaszienriss, der zwar mittlerweile schon wieder ausgeheilt ist, aber das Knie war schon wieder ausgekugelt! Das Problem liegt also scheinbar tiefer und ich habe die leise Befürchtung, das Problem wird uns noch ein Stück begleiten :-(.
Bücher, Bücher, Bücher
Ich habe diesen Monat 22 Bahnen von Caroline Wahl zuende gelesen. Mein neues Buch, welches ich gerade lese gibt es noch gar nicht zu kaufen. Ich habe es bei Vorablesen gewonnen. Es heißt Drei Tage im Schnee. Und dann habe ich mir noch eine Schmökerbox gekauft. Das tolle dabei ist, dass man vorher nicht weiß, was man eigentlich für ein Buch kauft. Ich liieeebbbe Überraschungen! Ich freue mich schon sehr darauf, das Buch zu lesen.
die Schmökerbox mit Buch und Goodies
Und jetzt stelle dir mal bitte einen Trommelwirbel vor. [Trommelts?] Es gibt noch etwas Neues in Sachen Buch!
Ich schreibe selber eins. Hinter den Kulissen entsteht gerade ein Roman. Da mein Buchbaby noch ganz klein ist (quasi 7. Schwangerschaftswoche oder so ;-)), habe ich das bis jetzt noch nicht an die große Glocke gehängt. Wenn Du magst, kannst du mir aber über die Schulter schauen. Es gibt eine geheime Seite, auf der ich den Entstehungsprozess des Buches in kleinen Audios begleite. Sie ist passwortgeschützt. Schreibe mir über Instagram, oder per Mail und ich schicke dir sehr gerne das Passwort zu.
Ich habe eine geheime Buch-Entstehungsseite
Meine Blogbeiträge des Monats
Neben meinem Monatsrückblick August 2025, erblickten noch drei weitere Blogbeiträge das Licht des Internets:
Selbstfürsorge lohnt sich nicht, wenn ich nicht mindestens eine Stunde Zeit dafür habe. So dachte ich früher. Dann habe ich gemerkt, dass ich aufgrund von mangelnder Zeit als berufstätige Mutter, meistens überhaupt nicht dazu kam. Also musste ich was ändern! Heute nehme ich mir bewusst Zeit für mich. Auch kurze Auszeiten sind selfcare-tauglich!
In diesem Artikel findest Du 100 Selbstfürsorge-Ideen, geordnet nach Zeit: von 1 Minute bis 1 Stunde und länger. So kannst Du Dir genau die Idee aussuchen, die gerade in Deinen Alltag passt.
Vielleicht lässt du dich inspirieren und merkst, wie leicht es ist, Selbstfürsorge in dein Leben zu integrieren. Ich wünsche dir viele positive Effekte!
1 Minute Selbstfürsorge
Schließe die Augen und atme dreimal tief durch.
Trinke ein Glas Wasser oder Tee bewusst und langsam.
Stell Dich ans Fenster. Was kannst du beobachten?
Umarme Dich selbst.
Lächle Dich im Spiegel an.
Lass Wasser über deine Handgelenke fließen.
Spreche dein Lieblingszitat oder eine positive Affirmation.
Mach Deine Schultern locker mit kleinen Kreisen.
Trag einen Lippenbalsam oder eine Handcreme auf.
Atme den Duft eines ätherischen Öls ein.
Schreibe ein Wort auf, das Dich heute stärkt.
Applaudiere dir.
Schau dir ein schönes Bild an.
Stelle Dich für eine Minute barfuß hin und spüre den Boden.
Öffne kurz das Fenster und atme frische Luft ein.
Summe Deinen Lieblingssong.
Schüttele deine Arme und Beine aus.
Wippe im Stehen mit den Füßen.
Schließe die Augen und stell Dir einen schönen Ort vor.
Schreibe ein schnelles Dankbarkeits-Stichwort auf.
5 Minuten Selbstfürsorge
Hör ein Lieblingslied von Anfang bis Ende.
Schreibe genau fünf Minuten alles auf, was dir gerade durch den Kopf geht.
Mach ein kurzes Stretching für Nacken und Rücken.
Bereite Dir einen Tee zu und trinke ihn bewusst.
Schreib eine kleine Nachricht an eine liebe Person.
Lies eine Seite in einem inspirierenden Buch.
Sitze einfach nur für 5 Minuten ungestört da.
Such Dir ein Symbol (Stein, Figur, Muschel) und betrachte es ganz bewusst.
Tanze!
Male mit der nicht-dominanten Hand ein kleines Bild.
Spreche mit dir, als wärst du deine beste Freundin. zum Beispiel als Whats-App-Nachricht.
Leg Dich kurz hin und entspanne Deine Muskeln bewusst.
Schau Dir alte Urlaubsfotos an.
Hör ein kurzes Mantra oder Meditation auf YouTube.
Zünde Räucherstäbchen oder eine Kerze an.
Lies ein kurzes Gedicht oder einen Leidtext.
Geh für fünf Minuten ans Fenster in die Sonne.
Mach Lachyoga.
Singe!
Schreib eine Mini-To-do-Liste nur mit schönen Dingen.
10-15 Minuten Selbstfürsorge
Höre eine Traumreise.
Lies ein Kapitel in einem Buch.
Schreibe eine Tagebuchseite über Deinen Tag.
Mach ein 10-Minuten-Workout oder Yoga.
Male ein Mandala oder eine kleine Zeichnung.
Bereite Dir einen Snack mit Obst oder Nüssen.
Höre einen kurzen Podcast.
Mach ein Fußbad.
Schreibe eine Liste mit Dingen, die Dir Freude machen.
Mache Wechselduschen.
Pflanze etwas um oder pflege Deine Zimmerpflanzen.
Mach eine Atemübung mit Musik.
Schreibe einen Brief an Dein zukünftiges Ich.
Blättere durch ein Fotoalbum oder einen Bildband.
Fang ein kleines DIY-Projekt an (Kerze gießen, Collage).
Schreib ein Mini-Haiku über das, was Du gerade fühlst.
Schreib eine kleine Dankbarkeitsgeschichte.
Erstelle dir eine kleine Playlist mit Lieblingssongs.
Schreibe eine „Loslass-Liste“ mit Dingen, die Du nicht mehr brauchst.
Gönn Dir eine Gesichtsmaske.
30 Minuten Selbstfürsore
Geh spazieren.
Mach eine längere Meditation (z. B. Bodyscan oder Visualisierung).
Lies mehrere Kapitel in einem Buch.
Mach ein spontanes Picknick – auch drinnen mit Decke & Snacks.
Koche ein gesundes Essen nur für Dich.
Schreibe mehrere Seiten im Journal. Beginne mit „Was wäre, wenn…“
Geh an einen Ort in der Nähe, an dem Du sonst nie bist (Parkbank, Café, Ufer).
Starte ein „Selfcare-Glas“: kleine Zettel mit Dingen, die Dir guttun, zum später ziehen.
Leg Dich mit einer Decke und Tee aufs Sofa.
Schreibe einen Brief an eine Freundin.
Fang ein kleines Puzzle an.
Male ein größeres Bild oder schreibe eine Kurzgeschichte.
Mach ein Fotospaziergang.
Lerne ein paar Vokabeln einer Fremdsprache.
Höre eine inspirierende Podcastfolge.
Bastle ein kleines „Vision Board“ nur mit Zeitschriften-Schnipseln.
Schreibe eine Bucket-List.
Mach Progressive Muskelentspannung.
Geh duschen. Inklusive Haarkur und Eincremen hinterher.
Rufe jemanden an, der dir nahesteht.
1 Stunde oder mehr Selbstfürsorge
Nimm ein ausgedehntes Bad mit Musik und Kerzen.
Gehe eine lange Runde in der Natur spazieren.
Besuche einen Yoga- oder Fitnesskurs.
Gehe in den (botanischen) Garten.
Triff Dich mit einer Freundin zum Kaffee.
Schreibe an einem kreativen Projekt (z. B. Blog, Buch, Gedicht).
Besuche ein Museum oder eine Ausstellung.
Mach eine Fahrradtour.
Backe ein Brot oder Kuchen.
Gehe ins Kino.
Höre ein komplettes Album bewusst durch.
Starte ein größeres DIY-Projekt.
Lies ein ganzes Buch an einem Nachmittag.
Besuche eine Bibliothek.
Gehe zum Friseur.
Schreibe Briefe an mehrere Freund:innen.
Verbringe eine Stunde im Café, nur mit Dir, einem Heißgetränk und Deinem Notizbuch.
Lerne ein neues Rezept und koche es in Ruhe.
Mache eine kreative Foto-Session mit Dir selbst.
Plane bewusst eine „Me-Time-Auszeit“ (halber Tag nur für Dich) mit mehreren schönen Dingen.
Routinen und Scanner-Persönlichkeiten: Passt das überhaupt zusammen?
Wenn du eine Scannerin bist, dann kennst du dieses Gefühl: Du sprudelst vor Ideen, liebst Abwechslung und probierst ständig Neues aus. Gleichzeitig fällt es dir schwer, länger bei einer Sache zu bleiben. Der Gedanke an Routinen wirkt schnell ermüdend und einschränkend. Aus Lust wird Frust. Aus dem Kann ein Muss. Ich denke bei dem Wort „Routine“ immer an alte Leute, die ihren Tag genau durchtakten. Laaaannngweilig!
Aber Routinen sind nicht dein Feind, sondern können zu deinem größten Verbündeten werden. Sie helfen dir, deine vielen Interessen zu leben, ohne dich im Chaos zu verlieren. Und das Beste daran: Mit einem Routine-Tracker machst du den ganzen Prozess nicht nur übersichtlich, sondern auch spielerisch und motivierend. Und das mögen wir Scannerinnen ja wieder. Stimmts?
In diesem Artikel erfährst du, warum ein Routine-Tracker gerade für Scannerinnen ein wertvolles Tool ist, wie du ihn gestalten kannst und welche Varianten besonders Spaß machen. Am Ende wirst du sehen: Routinen müssen nicht langweilig sein. Sie können sich anfühlen wie ein kreatives Spiel, das dich jeden Tag ein Stückchen näher zu deiner Erfüllung bringt.
Warum Routinen für Scannerinnen so eine Herausforderung sind
Scanner-Persönlichkeiten sind dafür bekannt, dass sie neugierig und vielseitig sind. Sie wollen am liebsten alles gleichzeitig ausprobieren: Journaling, Malen, Yoga, Schreiben, ein neues Hobby, vielleicht sogar ein Business-Idee nebenbei. Dieses ständige Feuerwerk an Impulsen ist faszinierend und anstrengend zugleich.
Denn während die Begeisterung für Neues groß ist, fehlt oft die Kontinuität. Scannerinnen verlieren sich leicht im Dschungel der Möglichkeiten. Sie springen von Projekt zu Projekt und haben das Gefühl, nichts „wirklich durchzuziehen“. Das kann zu Frust führen und zu dem Gedanken: „Ich fange immer Dinge an, aber bringe sie nicht zu Ende.“
Genau an dieser Stelle kommen Routinen ins Spiel. Eine Routine ist kein starres Korsett, sondern ein kleiner Fixpunkt im Alltag, der dir Halt gibt. Und wenn du es schaffst, Routinen auf deine Art zu gestalten (flexibel, kreativ und bunt), dann werden sie zu einer Quelle von Kraft und Leichtigkeit statt zu einer Bürde.
Was ist ein Routine-Tracker und warum hilft er Scannerinnen?
Ein Routine-Tracker ist ein Werkzeug, mit dem du deine Routinen sichtbar machst und festhältst, wann du sie praktizierst. Es ist eine Art visuelle Landkarte deiner Gewohnheiten. Jedes Mal, wenn du deine Routine gemacht hast, markierst du es im Tracker mit einem Häkchen, einem Symbol, einer Farbe oder einem Sticker.
Das klingt simpel, doch es hat eine erstaunliche Wirkung:
Du machst deine Fortschritte sichtbar
Du siehst auf einen Blick, wie oft du deine Routine schon durchgehalten hast
Du spürst eine kleine Belohnung, jedes Mal wenn du ein Feld ausfüllst
Für Scannerinnen ist das besonders wertvoll, weil der Tracker Abwechslung und Motivation bringt. Statt dich an eine langweilige To-do-Liste zu ketten, gestaltest du deinen Fortschritt wie ein kreatives Kunstwerk. Dein Tracker ist nicht nur eine Erinnerungshilfe, sondern auch eine kleine Galerie deiner Erfolge.
Welche Routinen eignen sich für einen Tracker?
Bevor wir tiefer einsteigen, lass uns überlegen: Welche Routinen kannst du überhaupt tracken? Hier ein paar Beispiele, die besonders für Scannerinnen sinnvoll sind:
Gesundheitsroutinen: genug Wasser trinken, Bewegung, Schlafzeiten einhalten
Scanner-Projekte: täglich eine Idee notieren, ein Projekt 10 Minuten bearbeiten, ein Kapitel lesen
Ich persönlich liebe Statistiken und dokumentiere gerne, was ich so mache und was mich bewegt. Meine Monatsrückblicke sind ein Beispiel dafür. Da ist der Schritt nicht weit, auch einen Habit Tracker auszufüllen. So sehe ich schwarz auf weiß, wie ich meine Selbstfürsorge-Aktivitäten durchführe.
Wichtig: Du musst nicht alles gleichzeitig tracken. Fokussiere dich auf wenige Routinen, die dir gerade am wichtigsten sind. So bleibt der Tracker übersichtlich und motivierend.
Verschiedene Arten von Routine-Trackern
Es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinen Routine-Tracker gestalten kannst. Jede Variante hat ihren eigenen Charme. Such dir die aus, die zu dir passt.
1. Der klassische Habit-Tracker im Bullet Journal
Viele Menschen nutzen ihr Bullet Journal oder einen Terminkalender, um Routinen zu tracken. Dabei zeichnest du ein Gitter mit Tagen und Routinen, und jedes Mal, wenn du eine Routine erledigt hast, füllst du das entsprechende Feld aus.
Für Scannerinnen eignet sich diese Variante besonders, wenn du ohnehin einen Planer oder ein Journal führst. Du kannst das Raster bunt gestalten, mit Symbolen arbeiten oder kleine Illustrationen hinzufügen.
mega simpel, aber wirkungsvoll
2. Der visuelle Mandala-Tracker
Eine kreative Variante ist ein Mandala- oder Kreis-Tracker. Dabei zeichnest du einen großen Kreis, der in Segmente aufgeteilt ist. Jedes Segment steht für einen Tag oder eine Routine. Wenn du die Routine erledigt hast, malst du das Feld bunt aus. Am Ende entsteht ein farbenfrohes Kunstwerk, das dir zeigt, wie fleißig du warst.
Scannerinnen lieben diese Form, weil sie nicht nur praktisch, sondern auch ästhetisch ist. Es fühlt sich weniger nach „Pflicht“ und mehr nach kreativem Ausdruck an.
3. Der spielerische Bingo-Tracker
Ein Bingo-Tracker funktioniert wie eine Bingo-Karte. Jede Routine hat ein Feld, und jedes Mal, wenn du sie erfüllst, markierst du es. Ziel ist es, Reihen oder Muster zu füllen.
Das macht besonders viel Spaß, weil es wie ein Spiel wirkt. Du kannst dich selbst herausfordern, ein „Bingo“ pro Woche zu schaffen und es motiviert dich, auch mal eine Routine einzubauen, die du sonst vielleicht überspringen würdest.
Wenn du lieber digital arbeitest, gibt es viele Apps, mit denen du deine Routinen tracken kannst. Vorteil: Du bekommst Erinnerungen und Statistiken. Nachteil: Es ist weniger kreativ und persönlich.
Für Scannerinnen kann eine App hilfreich sein, wenn du oft unterwegs bist oder digitale Tools liebst. Aber Achtung: Manche Scannerinnen verlieren schnell die Lust, wenn es zu technisch wird.
5. Der minimalistische Strichlisten-Tracker
Manchmal ist weniger mehr. Eine einfache Strichliste oder eine kleine Tabelle reicht völlig aus. Du brauchst kein großes System, nur einen Ort, an dem du deine Erfolge festhältst.
Das ist ideal für Scannerinnen, die nicht zu viel Aufwand wollen, sondern einfach nur einen klaren Überblick.
Tipps zur Umsetzung
Wichtig: Sieh den Tracker nicht als Druckmittel, sondern als spielerische Begleitung. Es geht nicht darum, 100 % perfekt zu sein. Es geht darum, dranzubleiben und Fortschritte sichtbar zu machen, egal wie klein sie sind. Das Ziel sollte also nicht sein, deinen Tracker lückenlos auszufüllen, sondern dein Tun begleitend zu dokumentieren.
Belohne dich, wenn du eine bestimmte Anzahl von Tagen geschafft hast. Nicht mit großen Geschenken, sondern mit kleinen Freuden wie einem Kaffee oder einem Spaziergang allein.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Viele Scannerinnen scheitern daran, dass sie ihren Tracker zu kompliziert gestalten. Sie nehmen sich zu viele Routinen auf einmal vor oder machen den Tracker so aufwendig, dass er selbst zur Routine wird, die nicht mehr Spaß macht.
Ein weiterer Fehler ist Perfektionismus. Wenn du einen Tag oder sogar eine Woche auslässt, ist das kein Grund, alles hinzuschmeißen. Dein Tracker darf Lücken haben. Sie erinnern dich daran, dass du Mensch bist und dass es trotzdem weitergeht.
Der Schlüssel liegt darin, klein anzufangen. Wähle zwei oder drei Routinen, die dir wirklich wichtig sind. Gestalte deinen Tracker so, dass er Freude macht, und erinnere dich daran: Jeder Schritt zählt.
Zusammenfassung
Ein Routine-Tracker ist weit mehr als nur ein Kontrollinstrument. Für Scannerinnen ist er ein kreatives Werkzeug, das Motivation, Klarheit und Freude bringt. Er verwandelt Routinen von etwas Langweiligem in ein buntes Spiel, das dich inspiriert, dranzubleiben.
Egal, ob du einen minimalistischen Strichlisten-Tracker nutzt, digital arbeitest, ein farbenfrohes Mandala malst oder mit Bingo-Feldern beginnst: Entscheidend ist, dass dein Tracker zu dir passt. Er soll dich nicht einschränken, sondern dir zeigen, dass du deine Routinen mit Leichtigkeit leben kannst.
Wenn du beginnst, Routinen spielerisch zu tracken, wirst du merken, wie sie sich fast von selbst in deinem Alltag verankern. Stück für Stück wächst ein buntes Bild deiner Fortschritte und gleichzeitig wächst dein Vertrauen in dich selbst.
Also: Nimm dir heute ein Blatt Papier oder öffne dein Journal und zeichne den ersten Tracker. Wähle zwei Routinen, die dir am Herzen liegen, und beginne. Fülle die ersten Felder aus und spüre, wie gut es sich anfühlt, wenn deine Erfolge sichtbar werden.
Du sitzt am Küchentisch. Dein Kind will Aufmerksamkeit, dein Handy vibriert mit neuen Nachrichten und in deinem Kopf dreht sich ein Karussell aus Ideen. Du würdest so gern ein neues DIY-Projekt starten, gleichzeitig reizt dich ein spannender Online-Kurs, und in einer ruhigen Minute würdest du am liebsten ein paar Zeilen in dein Journal schreiben. Doch stattdessen stapelt sich die Wäsche, der Alltag ruft und am Ende des Tages fragst du dich, wann eigentlich noch Platz für dich und deine Kreativität bleibt.
Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, gehörst du vielleicht zu den sogenannten Scanner-Persönlichkeiten. Menschen, die voller Interessen, Ideen und Talente stecken, sich für vieles begeistern können und ungern auf nur ein einziges Thema festgelegt werden. Vielleicht bist du auch „nur“ vielbegabt. Ich habe mal versucht, die beiden Begriffe voneinander abzugrenzen. Wenn du zusätzlich Mutter bist, bedeutet das: Du jonglierst nicht nur mit Familienalltag und Verantwortung, sondern gleichzeitig auch mit deiner eigenen kreativen Vielseitigkeit. Irgend etwas kommt immer zu kurz. Und meistens sind das deine Interessen!
Mir ging (und geht) es zuweilen so. Aber es gibt einen Schlüssel, der dir und mir helfen kann, unsere Vielseitigkeit zu leben, ohne uns im Chaos zu verlieren: kleine kreative Routinen. Sie bringen Struktur in unser buntes Leben, schenken Selbstfürsorge und helfen, unsere Kreativität auch im vollen Alltag auszuleben.
In diesem Artikel erfährst du, warum Routinen für Scanner-Mütter so wertvoll sind, welche Formen besonders gut funktionieren und wie du es schaffst, sie ohne Druck in deinem Leben zu verankern.
Was bedeutet es, eine Scanner-Mutter zu sein?
Der Begriff „Scanner-Persönlichkeit“ geht auf die Autorin Barbara Sher zurück. Er beschreibt Menschen, die vor Ideen sprühen, vielseitig interessiert sind und sich selten auf ein einziges Projekt beschränken können. Scannerinnen sind neugierig, wissbegierig und lieben es, Neues auszuprobieren. Für sie ist das Leben zu bunt und vielfältig, um nur in einer einzigen Richtung unterwegs zu sein.
Als Mutter bringt diese Persönlichkeit jedoch eine besondere Herausforderung mit sich. Einerseits möchtest du deine Kinder begleiten, ihnen Geborgenheit und Struktur geben. Andererseits hast du das tiefe Bedürfnis, auch dich selbst zu entfalten mit all deinen Talenten und kreativen Ideen.
Genau an diesem Punkt entsteht oft ein Konflikt: Deine Vielseitigkeit fordert Raum, während dein Alltag kaum Lücken lässt. Du fühlst dich hin- und hergerissen zwischen den Bedürfnissen deiner Familie und deinem Wunsch, etwas für dich selbst zu tun. Das führt dann zu Frustration oder dem Gefühl, dich selbst zu verlieren.
Doch es gibt auch eine andere Perspektive: Als Scanner-Mutter bist du ein enormes Vorbild für deine Kinder. Du lebst ihnen vor, dass Kreativität, Neugier und Entfaltung Teil eines erfüllten Lebens sind. Alles, was du für dich selbst tust, inspiriert auch deine Familie. In meinem Beitrag Was ich als Mutter und Bloggerin für Selbstfürsorge bewirken möchte, gehe ich darauf ein, warum es mir wichtig ist, meinen Kindern die Kraft der Selbstfürsorge vorzuleben.
Warum sind Routinen gerade für Scanner-Mütter so wichtig?
Fast scheint es, der Begriff „Routine“ ist ein neues Modewort. Zumindest fällt das Wort sehr viel in meiner Instagram-Bubble. Wenn ich an das Wort „Routine“ denke, sehe ich vor meinen Augen eine ältere, beige gekleidete Dame, die gerade Wäsche faltet. Rentner haben Routinen. Sie könnten frei sein, aber richten ihren Tagesablauf nach der Uhr aus. Drei Mal täglich Tabletten schlucken, Mittagessen um 12 Uhr und so weiter. Und das geht nicht nur mir so: Viele Scannerinnen haben ein ambivalentes Verhältnis zu Routinen. Sie wirken oft langweilig, zu starr oder einschränkend.
Aber genau das Gegenteil kann der Fall sein: Routinen schaffen Freiraum. Sie geben deinem Alltag eine feste Struktur, auf die du dich verlassen kannst. Gerade dadurch gewinnst du Energie, die du für deine vielen Ideen nutzen kannst.
Besonders für Mütter sind Routinen ein wertvolles Werkzeug. Sie helfen, den täglichen Anforderungen standzuhalten, den mentalen Ballast zu reduzieren und kleine Inseln für die eigene Kreativität zu schaffen. Eine Routine ist wie ein kleiner Ankerpunkt, der dich immer wieder zu dir selbst zurückführt, auch wenn rundherum Chaos herrscht.
Wichtig ist allerdings, dass deine Routinen flexibel bleiben. Sie sollen dich nicht einengen, sondern dir Möglichkeiten eröffnen. Das bedeutet: Statt dich zu verpflichten, jeden Morgen eine Stunde lang kreativ zu sein, reichen oft schon fünf Minuten Journaling oder eine kleine kreative Handlung zwischendurch. Für Scannerinnen sind es gerade die kurzen, abwechslungsreichen Rituale, die den Unterschied machen.
Welche kreativen Routinen passen zu Scanner-Müttern?
Heute sehe ich das anders. Auch kleine Zeitfenster können kostbar sein! Entscheidend ist, dass wir uns nicht zu viel vornehmen, sondern kleine, liebevolle Gewohnheiten finden, die sich mühelos in unseren Alltag einfügen.
Eine Möglichkeit sind Mikro-Rituale. Das kann ein kurzer Journaling-Moment am Morgen sein, in dem du ein paar Gedanken oder Dankbarkeiten notierst. Vielleicht ist es auch ein kleiner Skizzenmoment beim Kaffee oder ein Satz, den du dir abends aufschreibst, bevor du ins Bett gehst. Es sind die winzigen Schritte, die dich kontinuierlich mit deiner Kreativität verbinden. Gerade wir Scanner verlieren schnell unsere Begeisterung, wenn wir ausgedehnte Projekte haben. Mikro-Rituale passen deshalb gut zu unserem Naturell.
Auch familienfreundliche Routinen sind wunderbar. Du musst nicht immer alles allein machen. Lade deine Kinder ein, gemeinsam kreativ zu sein. Maljournaling, Basteln oder ein kurzes „Kreativ-Ritual“ vor dem Schlafengehen können für die ganze Familie bereichernd sein. So integrierst du deine Kreativität in den Alltag, ohne zusätzliche Zeitfenster freischaufeln zu müssen. Toller Nebeneffekt: Du bindest deine Kinder nicht nur ein, was Nähe und Verbindung schafft, sondern lebst ihnen gleichzeitig vor, „wie Selbstfürsorge geht“.
Natürlich darf es auch Solo-Kreativzeit geben. Vielleicht nimmst du dir einmal in der Woche 30 Minuten für dich, um zu malen, eine Collage zu kleben oder eine Mindmap für deine vielen Ideen zu zeichnen. Diese Zeit gehört nur dir und erinnert dich daran, dass deine Interessen wichtig sind.
Wie integrierst du Routinen in einen vollen Familienalltag?
Viele Mütter haben den Anspruch, ihre Routinen „perfekt“ umsetzen zu müssen, aber genau daran scheitert es oft. Der Schlüssel liegt darin, realistisch zu bleiben. Statt dich unter Druck zu setzen, eine Stunde lang kreativ zu sein, fang lieber klein an. Fünf Minuten reichen völlig, um den Kontakt zu dir selbst nicht zu verlieren.
Eine hilfreiche Methode ist das Ankoppeln an bestehende Gewohnheiten. Wenn du ohnehin morgens einen Kaffee trinkst, nutze diese Zeit für ein kurzes Journaling. Wenn du deine Kinder ins Bett gebracht hast, gönn dir noch ein paar Minuten mit deinem Skizzenbuch. Indem du Routinen an Dinge bindest, die ohnehin passieren, werden sie automatisch Teil deines Alltags. Ich zum Beispiel gönne mir fünfzehn Minuten für mich, wenn ich von der Arbeit komme und zu Mittag esse. Danach hole ich mein jüngstes Kind vom Kindergarten ab. Ein zweites Zeitfenster habe ich nach dem Abendessen. Meist spielt der Kleine dann noch etwas und ich habe Zeit, um zu journalen.
Ein zweiter Tipp: Blocke dir deine Zeit für Selbstfürsorge in deinem Terminkalender. Einen Zahnarzttermin verschiebst du auch nicht mal ebenso. Diesen psychologischen Kniff kannst du dir zu Hilfe nehmen, wenn du dazu neigst, das Familienwohl deiner Me-time vorzuziehen. Selbstfürsorge ist notwendig und KEINE Belohnung!
Womit kannst du Routinen gestalten?
Manchmal hält uns die Vorstellung zurück, dass wir für kreative Routinen erst die perfekte Ausstattung brauchen. Aber in Wahrheit reicht schon ein einfacher Stift und ein Blatt Papier, um loszulegen.
Wenn du Freude an schönen Materialien hast, kannst du dir ein Journal aussuchen, das dich inspiriert, oder ein Set bunter Stifte. Vielleicht entdeckst du auch die Lust an Aquarellfarben, Collagen oder Washi-Tape, mit denen du dein Journal lebendig gestalten kannst.
Digitale Tools sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, Routinen zu unterstützen. Notizen-Apps, digitale Moodboards oder ein Tablet mit Zeichenfunktion können dir helfen, auch unterwegs kreativ zu sein. Entscheidend ist nicht das Material, sondern die Kontinuität. Fang klein an und erweitere deine Möglichkeiten, wenn du merkst, dass es dir guttut.
Für wen eignen sich diese Routinen besonders?
Die hier beschriebenen Routinen sind für all jene Mütter wertvoll, die das Gefühl haben, ihre eigenen Interessen im Alltag aus den Augen zu verlieren. Sie sind ideal für Scannerinnen, die vor Ideen sprühen, aber keine Struktur finden. Und sie sind ein Geschenk für Frauen, die Selbstfürsorge und Kreativität nicht länger als getrennte Bereiche sehen wollen, sondern beides miteinander verbinden möchten.
Wenn du zu den Frauen gehörst, die oft denken „Ich würde ja so gerne, aber ich habe keine Zeit“, dann sind kreative Routinen genau das Richtige für dich. Sie holen dich aus diesem Gefühl heraus und zeigen dir, dass auch kleine Schritte zählen.
Schritt-für-Schritt: Deine kreative Routine als Scanner-Mama
Wie fängst du nun konkret an? Am besten wählst du ein einziges Ritual, das dir Freude macht. Das kann ein Dankbarkeits-Journaling am Morgen sein oder ein kurzes Zeichnen am Abend. Setze dir ein realistisches Zeitfenster: Lieber fünf Minuten, die du einhältst, als eine Stunde, die du nie beginnst.
Lege Materialien, die du benötigst in dein Blickfeld. So wirst du immer wieder daran erinnert, dass du dir Zeit für deine Selbstfürsorge nehmen wolltest. Außerdem fällt der Einstieg leichter. Es ist viel bequemer, einfach loslegen zu können, als erst noch umständlich Zeichenutensilien, Bücher, oder dein Strickzeug heraussuchen zu müssen.
Dann verbindest du dieses Ritual mit etwas, das ohnehin in deinem Alltag stattfindet. Vielleicht schreibst du in dein Journal, während du deinen Kaffee trinkst. Oder du malst ein paar Linien, nachdem du deine Kinder ins Bett gebracht hast. Je stärker du dein Ritual mit bestehenden Abläufen verknüpfst, desto leichter wird es dir fallen, dranzubleiben.
Vergiss nicht, dir selbst gegenüber liebevoll zu bleiben. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Manchmal wirst du deine Routine auslassen und das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist nur, dass du immer wieder zurückkehrst. Feiere kleine Erfolge, und erinnere dich daran, dass jeder noch so kurze Moment für dich selbst zählt.
Breche deine Ziele auf kleine Etappen herunter. Wenn du ein größeres Projekt hast, kann es schnell frustrieren, dass du gefühlt nicht vorwärts kommst. Das große Leinwandbild wird nicht fertig, der Strickpullover gleicht eher einem Bikini. Versuche den Druck abzumildern, indem du dir kleine Meilensteine setzt. Auch die fertige Grundierung, oder ein gestrickter Ärmel ist toll!
Warum lohnt sich das Dranbleiben?
Wir brauchen ungefähr 90 Tage, bis eine neue Sache zur Gewohnheit wird. Es lohnt sich also, gerade in der ersten Zeit dranzubleiben. Dann wird eine Routine daraus und die Umsetzung fällt dir immer leichter, bis sie zur Alltäglichkeit wird. Beim Zähneputzen klappt das doch auch, oder? Außerdem gibst du so auch deinen Familienangehörigen die Möglichkeit, sich an deine neue Art der Selbstfürsorge zu gewöhnen. Mein Mann schaut mich beispielsweise nicht mehr fragend an, wenn ich in mein Journal schreibe.
Wenn du kreative Routinen in deinem Alltag verankerst, wirst du bald Veränderungen spüren. Du wirst merken, dass du klarer denkst, entspannter bist und dich weniger im Chaos verlierst. Du gewinnst kleine Oasen der Ruhe, die dir Kraft schenken. Und vor allem stärkst du deine Identität als kreative, vielseitige Frau.
Deine Routinen zeigen dir, dass es nicht entweder Familie oder Kreativität sein muss. Beides ist möglich, wenn du es in kleinen, liebevollen Schritten lebst. Und genau darin liegt die große Kraft: Statt dich überfordert und ausgebremst zu fühlen, wächst du mit deinen Routinen hinein in ein Leben, das dich mehr erfüllt.
Und jetzt du!
Kreative Routinen sind kein Luxus, sie sind ein Anker. Gerade als Scanner-Mutter brauchst du kleine Rituale, die dir helfen, deine Vielbegabung zu leben, ohne dich zu verlieren. Sie schenken dir Struktur und Selbstfürsorge und machen dir bewusst, dass deine vielen Ideen ein Geschenk sind, kein Problem.
Ob ein kurzer Journaling-Moment am Morgen, ein kreatives Abendritual mit deinen Kindern oder ein paar Minuten Skizzieren nur für dich: Es sind die kleinen Routinen, die den Unterschied machen. Perfektion ist dabei nicht das Ziel. Viel wichtiger ist, dass du dir selbst immer wieder Raum schenkst und deine Kreativität in deinem Alltag verankerst.
Also: Warte nicht auf den perfekten Moment. Fang heute mit deiner ersten Mini-Routine an. Nimm dein Journal, schreib drei Sätze auf, oder male ein kleines Bild. Spüre, wie gut es tut, dir selbst diese Zeit zu schenken. Und erlebe, wie schon der kleinste Schritt dich näher zu mehr Klarheit, Freude und kreativer Erfüllung bringt.
Der August war für mich ein Monat mit Aufbruchsstimmung. Im Inneren war bei mir „Ramba-Zamba“ angesagt.
Wie genossen die letzten Urlaubstage in Dänemark und besuchten einen kleinen Yachthafen. Sogar mit den Füßen in der Nordsee waren wir noch einmal.
Ich las im Urlaub und auf der Heimfahrt das Buch „Immer am Meer entlang“ von Franziska Jebens und das setzte in mir etwas in Gang: Ich erkannte, dass man im Leben mindestens einmal etwas Besonderes gemacht haben muss. In mir erwachte der Wunsch, auch einmal auszubrechen. Da für mich aus finanziellen Gründen ein Sabbatjahr nicht infrage kommt, brach ich meinen Sabbaticalplan auf zwei Monate herunter. Ich wollte mal austesten, wie sich das anfühlt, wenn sich Zeit ausdehnt. Wenn man zu Beginn einer Reise nicht schon wieder den Endpunkt im Kopf haben muss. 2027 sollte es losgehen! Leider musste ich diese beflügelnden Gedanken wieder fallen lassen, denn mein Mann möchte nicht! Alleine fahren ist allerdings auch keine Option für mich. Ich war und bin mega enttäuscht und traurig. Ich fühle mich ziemlich ausgebremst und irgendwie auch ziemlich unverstanden.
Was mir diesmal gut gelungen ist: Ich suhlte mich nicht lange in Selbstmitleid, sondern wandte mich neuen Plänen zu. Was ich vorhabe, möchtest du wissen? Das ist noch geheim :-).
Der August nahm weiter seinen Lauf und er war ein kleiner Neustart, denn das neue Schuljahr begann. Unser großer Sohn wechselte auf eine weiterführende Schule und besucht nun schon die elfte Klasse. Der kleine Sohn wechselte die Kindergartengruppe und für mich gabe es „eine Horde“ neue Schüler mit all ihren Herausforderungen. Aber es gelang mir gut, auf Arbeit die chillige Urlaubsstimmung aufrecht zu erhalten.
erster Schultag im Lehrerzimmer
Im Garten begann die Erntezeit. Ich kochte Reneklodenmarmelade und Birnenkompott, Birnen-Mirabellenmarmelade und Mirabellenkompott. Mein Mann backte Mirabellenkuchen. Der war ein Gedicht!
Neues von den Kindern
Der Große besucht nun nicht nur eine weiterführende Schule, es zog ihm bei Starkregen auch die Mopedräder weg. er stürzte, aber er und das Zweirad haben zum Glück nur ein paar Kratzer davon getragen. Unser kleiner Schatz war Ende des Monats mal wieder mit Fieber Zuhause und ist nun ein Musikschulkind. Er geht zur musikalischen Früherziehung.
Neuentdeckungen
Ich las noch ein zweites Buch im August. Auf Instagram habe ich 25 letzte Sommer von Stephan Schäfer für dich rezensiert. Und ich habe schon wieder eine neue App in mein Herz geschlossen. Sie nennt sich Praktika. Damit spreche ich mit KI-„Menschen“ englisch und französisch. Das macht sehr viel Spaß und ich poliere nebenbei meine Fremdsprachenkenntnisse auf. Ach ja: Ich begann ein Bild zu malen. Motiv: Das Meer – wa sonst ;-). Es ist ein Aquarell und ich krümelte Salz darüber für spannende Effekte.
Meine Erkenntnisse des Monats
Ich hätte gerne einen Ausschaltknopf für negative Gedanken
Schon eine-Nacht-drüber-schlafen heilt so manchen Ärger
Ich möchte Erinnerungen sammeln, anstatt Materielles
der Blick aufs Meer eröffnet neue Horizonte
Wir sollten viel mehr unsere Wünsche in Ziele umformulieren
Welche Frage sollte ich mir einmal stellen?
Ich wünsche mir für den Beruf extra Nachdenktage, die man spontan nehmen kann
Marmelade zu machen erfüllt mich, weil ich ein greifbares Ergebnis dabei habe
Ich spüre Erfüllung im kreativen Tun und bin voller Tatendrang
Wenn man entspannt ist, hat man ein Stressschutzschild
Motivierte Schüler – motivierte Steffi
In stressfreien Zeiten bin ich anderen zugewandter
Ich bin zur Zeit sehr „bei mir“ und brauche keine Bestätigung von außen
Mit Ü40 schiebt man nichts mehr auf die lange Bank. Ich möchte das Leben auskosten
Ich bin Scannerin, beziehungsweise vielseitig und muss mich ausprobieren, dabei fühle ich mich lebendig
Ärger wird größer, wenn man ständig darüber redet
Da ist was in mir, was raus will
Ich habe es geschafft, etwas schnell loszulassen und neu zu denken
Ich kann darauf vertrauen, dass ich immer gute Ideen habe
Auch negative Geühle müssen gefühlt werden und können mich weiterbringen
Kürzlich nahm ich eine ganz eigenartige Stimmung in mir wahr. Ich fühlte mich entspannt und in mir ruhend. Aber gleichzeitig spürte ich eine eigenartige innere Unruhe, wie ein Getriebensein. Aufbruchstimmung!
Als ich von dieser Beobachtung auf meinem Instagramprofil berichtete, bekam ich mehrere Nachrichten. Es ging einigen Followern ähnlich wie mir. In den Chats war häufig die Rede vom Mond (es war gerade die Zeit des Neumonds) und von kosmischen Einflüssen. Das ließ mich nicht los! Sollten meine seltsamen Gefühle wirklich damit zusammenhängen?
Der Mond hat mich schon immer fasziniert. Ich kann mich noch an so manche schlaflose Nachtstunden in meiner Kindheit erinnern. Oft stand ich dann am Fenster meines Kinderzimmers und besah den Mond. Ich fand die dünne Sichel wunderschön, aber auch, wenn er hinter Wolken verschwand und dann wieder auftauchte. Oder wenn er voll war, „rund und schön“ und ich seine Krater erkennen konnte. „Der Mond ist aufgegangen“ war eines meiner liebsten Schlaflieder. Die melancholisch-ruhige Melodie gefällt mir noch heute.
Ich begann, mich ein wenig über unseren Erdtrabanten und dessen Einfluss auf uns Menschen zu belesen (meine Scanner-Persönlichkeit kickte wieder voll rein ;-)).
Was ich schon vorher wusste
Ein Mondzyklus dauert 29 Tage und damit in etwa so lang, wie der Menstruationszyklus einer Frau. Zugleich erreicht er damit fast die Länge unserer kalendarischen Monate. Er erzeugt die Gezeiten der Meere. Angeblich wachsen die Pilze bei zunehmendem Mond besser und er beeinflusst scheinbar unseren Schlaf. Zumindest schlafen viele Menschen bei Vollmond schlechter.
Das habe ich neu gelernt
Studien finden keine durchgehenden Beweise dafür, dass der Mond unsere Gefühle, unseren Schlaf oder unser Verhalten beeinflusst. Schade!
Einige Studien geben wohl Hinweise darauf, dass Menschen in Vollmondnächten schlechter schlafen, aber es gibt auch Untersuchungen, die das widerlegen. Oftmals sind es selbsterfüllende Prophezeiungen: „Ach, heute ist Vollmond! Da werde ich bestimmt Schlafprobleme bekommen.“ Zack! Problem da :-)!
Unterm Strich bleibt: Für die Biologie des Menschen spielt der Mond keine so klare Rolle wie Tageslicht, Hormone oder einfach der ganz normale Alltagsstress.
Mein Weg zum Mond
Rein wissenschaftlich betrachtet ist der Mond vielleicht weniger ein kosmischer „Schalter“, der unsere Gefühle und unser Denken steuert, wie Ebbe und Flut, sondern vielmehr ein Symbol am Himmel. Er erinnert mich an Rhythmen, an Wandel, an den ständigen Wechsel von Fülle und Leere. Diesen Zyklus nutzen viele Menschen. Es gibt zum Beispiel Bücher, die das „Gärtnern mit dem Mond“ erkären. Der Mond kann also eine Orientierungshilfe sein und als Kompass für Prozesse dienen. Ich bin nicht sonderlich bewandert in Astrologie, Esoterik und angrenzender Fachgebiete, aber ich lehne es auch nicht ab. Nur weil es keine Beweise gibt, muss etwas nicht stimmen. Warum dann den Mondzyklus nicht für sich nutzen?
Journaling mit den Mondphasen
Ein Mondzyklus ist eine „Miniatur-Version des Lebens“, weil sich in ihm alles wiederholt: Beginn, Wachstum, Höhepunkt, Rückzug, Stille. Ich habe Lust, die einzelnen Phasen zur Selbstreflexion zu nutzen. Da ich das Journaling für mich entdeckt habe, habe ich mir für jede Mondphase passende Fragen überlegt.
🌑 Neumond – Neubeginn
Alles ist dunkel, der Himmel leer. Eine Einladung zum Rückzug. Es ist der perfekte Moment, innezuhalten und sich zu fragen: Was möchte ich in mein Leben einladen? oder Welches Ziel habe ich?
🌒 Zunehmende Sichel – erste Schritte
Die Sichel taucht auf. Jetzt geht es darum, den ersten Schritt zu tun. Was kann ich heute tun, um anzufangen?
🌓 Halbmond– Vorankommen
Licht und Schatten stehen sich gegenüber. Ist der Mond halb voll, oder halb leer? Komme ich meinem Ziel näher? Gibt es Stolpersteine auf meinem Weg?
🌔 Zunehmender Mond – Wachstum
Die helle Fläche wird größer. Energie und Tatkraft nehmen zu. Jetzt ist die Zeit, in Bewegung zu bleiben, Dinge weiterzuentwickeln, Unterstützung zu suchen oder das eigene Licht stärker zu zeigen. Welche Erfolge sehe ich? Welche Schritte liegen jetzt noch vor mir?
🌕 Vollmond – Fülle und Intensität
Der Mond leuchtet in voller Kraft. Der Höhepunkt der Energie ist erreicht. Werde ich mein Ziel erreichen? Wovon habe ich zuviel?
🌖 Abnehmender Mond – Loslassen
Das Licht zieht sich zurück. Jetzt geht es darum, Ballast abzugeben. Loslassen bedeutet nicht Verlust, sondern Platz schaffen für das, was kommen kann. Vielleicht brauche ich weniger Energie, weil das Projekt läuft. Welche Dinge kann ich loslassen?
🌗 Halbmond– Abschluss
Wieder ist Halbmond, diesmal im Abnehmen. Diese Phase lädt mich ein, zum Ende zu kommen, offene Fäden zu knüpfen, vielleicht Gespräche zu führen, einen Punkt zu setzen. Was habe ich erreicht? Was muss ich noch tun, um abschließen zu können?
🌘 Abnehmende Sichel – Rückzug
Die Energie geht weiter zurück. Es wird ruhiger. Zeit, um sich auszuruhen und ein Fazit zu ziehen. Was kann ich tun, um zur Ruhe zu kommen? Bin ich zufrieden mit meinem Weg? Was kann ich beim nächsten Mal anders machen?
Was bringt DIR das im Alltag?
Jetzt kannst du natürlich sagen: Schön und gut – aber was soll ich mit all dem anfangen, wenn ich eigentlich nur wissen will, ob ich bei Vollmond schlechter schlafe? Die Antwort ist einfach: Gar nichts, wenn es dir nichts gibt!
Aber vielleicht reizt dich der Gedanke, den Mondzyklus als Symbol für dein eigenes Leben zu nutzen. Du musst dafür nicht an kosmische Strahlungen glauben. Es reicht, die Phasen als Erinnerung zu sehen: Dass alles seine Zeit hat und alles in Bewegung ist. Dass es Momente gibt für Neuanfang, für Wachsen, für Klarheit und auch Momente für Rückzug, Loslassen, Abschied.
Vielleicht möchtest du die Leitfragen als Journalingprompts nutzen, um dir ganz bewusst zu den passenden Mondphasen Zeit für Selbstreflexion zu nehmen? Vielleicht helfen dir meine Impulse, um ein Ziel zu verfolgen? Probiere es gerne aus. Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrungen mitteilst. Hier findest du einen Mondkalender, damit du gleich starten kannst.