Von Ute Kunz habe ich ein Manuskript gelesen und war davon sehr begeistert. Natürlich darf ich nichts zum Inhalt erzählen. Was ich verraten darf: Mich hat nicht nur die Story gepackt, sondern auch der sehr angenehme Schreibstil. Ute Kunz war gerne bereit, sich von mir interviewen zu lassen.

Welche Bücher hast du schon veröffentlicht und bei welchen Verlagen?
Unter meinem aktuellen Pseudonym, Tess Tyler, habe ich drei Romane beim dp Verlag veröffentlicht: Liebe auf Umwegen (New Adult/Familiengeheimnis), Mord in Hollowfield (Cosy Crime) und Das Geheimnis von Pinewood Crest (Familienroman). Unter meinem ersten Pseudonym, Caitlyn Young, sind viele Kurzgeschichten, Novellen und Romane bei unterschiedlichen Verlagen erschienen, zum Beispiel bei Edel Elements, dem dp Verlag, dem Ashera Verlag und dem Arunya Verlag. Darunter auch ein Jugendbuch mit dem Titel Bärentanz (Ashera Verlag), aus dem ich mehrfach in Schulen gelesen haben.
Du nutzt mehrere Pseudonyme. Warum?
Ich benutze das Pseudonym Caitlyn Young schon eine Weile nicht mehr. Von dem Namen habe ich mich verabschiedet, als ich mich vor etwa zwei Jahren von meiner ersten Agentur getrennt habe und neu durchstarten wollte. Außerdem gefiel es mir nicht mehr, dass Caitlyn Young ein geschlossenes Pseudonym war; schließlich muss und möchte ich mich nicht hinter einem Namen verstecken. Mein Ziel ist es, eines Tages unter meinem Klarnamen Ute Kunz zu veröffentlichen, doch da viele meiner Geschichten im englischsprachigen Raum (USA und England) spielen, passt bisher (auf Verlagswunsch) ein englischklingender Name besser.
Du schreibst, Selfpublishing kommt für dich nicht infrage. Warum?
Tatsächlich ist das kein Weg für mich, auch wenn es, was die Agentur- und Verlagssuche angeht, deutlich einfacher wäre. Für mich sind die Hürden, die ich überwinden muss, um zum Beispiel eine Agentur von einer Geschichte zu überzeugen, eine Herausforderung, die ich gern annehme. Außerdem überlasse ich zum Beispiel das Herantreten an Verlage, Verhandlungen und Abrechnungen lieber einer Agentur und habe mehr Zeit zum Schreiben. Coverdesign und Lektorat lege ich lieber in die Hände der Verlage, schließlich bin ich nicht für alles Expertin … Und weil mein Ziel ein großer Publikumsverlag ist, geht der Weg ohnehin mit sehr großer Wahrscheinlichkeit über eine Agentur.
In welchen Genre(s) fühlst du dich Zuhause?
Bisher in den Genres Liebesroman, Familienroman, Cosy Crime und Psychothriller, wobei ich grundsätzlich kein Genre ausschließen und noch vieles versuchen möchte. Ich finde es spannend, unterschiedliche Texte zu schreiben.
Seit wann schreibst du und warum?
Ich schreibe seit meiner Kindheit, weil ich es von Anfang an musste. Es macht mir Spaß, Geschichten zu erfinden und in die Seelen verschiedener Persönlichkeiten hineinzuschauen, sogar in sie hineinzuschlüpfen und ihre persönlichen Beziehungen zu analysieren. Dabei geht es mir immer um die großen Themen im Leben (Liebe, Verlust, Tod, Sinn, Glaube, Vergebung, Vertrauen usw.), aber ich würde niemals mit erhobenem Zeigefinger schreiben. Mich faszinieren Geschichten (auch beim Lesen), die nachhallen und einen Gedankenprozess in Gang setzen; gern auch zu Themen, mit denen man sich bisher kaum beschäftigt hat. Das fördert Empathie im Leben. Und natürlich schreibe ich auch, um zu unterhalten und der Realität für ein paar Stunden am Tag zu entfliehen – und um sie durch das Schreiben am Ende ein Stück weit besser zu verstehen.
Magst du etwas über dein aktuelles Manuskript verraten?
Ich scheibe eine Geschichte über eine Frau Anfang 50 , die sich nach der schmerzlichen Trennung von ihrem Mann ins Schreiben flüchtet und eine Art Besessenheit entwickelt, die den Austausch mit einem Nachbarn, der Schriftsteller ist, beflügelt. Mehr verrate ich noch nicht …
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