Besser spät, als nie möchte ich über den turbulenten vergangenen Monat berichten.
Besuch bei der Verwandtschaft
Der Juni begann eigentlich ganz schön. Wir fuhren nach Werdau, um meine Eltern und meine „ersten“ Schwiegereltern zu besuchen. Sogar meine große Schwester kam vorbei. Im Advent waren wir das letzte Mal bei ihnen und es tat sehr gut, sie mal wieder zu sehen. Wir hatten eine entspannte Zeit und der Kleine war natürlich „der Star“ der Verwandtschaft.
Arztmarathon
Die Liste unserer Arztermine im Juni war lang. Der Kleine war zwei Mal bei seiner Kinderärztin. Einmal zur U7a- Untersuchung. Einmal wegen Mittelohrentzündung. Beide Kinder und der Göttergatte hatten Prophylaxebesuche beim Zahnarzt. Mir wurde am 18.6. ein Weisheitszahn gezogen, eine gänzlich schmerzfreie Prozedur, worüber ich immer noch staune. Da der Jüngste direkt nach der Mittelohrentzündung inklusive Antibiotikagabe erneut fieberte, wurden wir in der HNO-Abteilung des Görlitzer Klinikums vorstellig. Der Hörtest war niederschmetternd und wir entschlossen uns für eine rasche OP fünf Tage später. Er bekam in einem ambulanten Eingriff in Vollnarkose die Rachenmandeln verkleinert und zwei Röhrchen ins Trommelfell. Das Ganze war recht aufregend, aber die anschließende Heilungszeit verlief vollkommen problemlos. Kinder scheinen solche Dinge leichter wegzustecken, als Erwachsene.


Gartenzeit
Wir verbrachten wieder viel Zeit draußen. Ein Highlight war die „Transplantation“ des Stelzenhauses vom schwiegerelterlichen Gartens zu uns mittels Traktorfahrt. Der Kleine liebt es.




Geburtstag
Nur drei Tage nach der ambulanten OP hatte der Kleine seinen dritten Geburtstag. Wir feierten gemütlich mit den Schwiegereltern. Highlight für den Kleinen war eine Spielzeugtorte, von der wir alle „kosten“ mussten und eine Spielzeug-Mototsäge, vor dem kein Baum im Garten mehr sicher ist :-). Lerneffekt des Monats: Der Kleine kann Flaschen auf- und wieder zudrehen.


Stress und Kurzweil auf Arbeit
In der Berufsschule steppte der Bär. Praktische und mündliche Prüfungen gab es abzunehmen und die feierliche Zeugnisausgabe musste vorbereitet und durchgeführt werden. Zudem war für die ersten Ausbildungsjahre trotzdem noch regulärer Unterricht – quasi nebenbei.


Sonstige Ereignisse
Mein Mann war Anfang des Monats auf Dienstreise.
Der Große besuchte zwei Public Viewing Veranstaltungen anlässlich der Fußball-EM. Ich muss mich daran gewöhnen, dass er flügge wird!
Der Kleine fiel ausgerechnet drei Tage vor seiner OP bei einem Sturz mit der Wange auf die Ecke seines Sandkastens. Er sah aus wie ein Boxer: Die rechte Gesichtsseite wurde dick und blau und zusätzlich zierte noch ein großer Kratzer die komplette Wange. Gott sei Dank war sonst alles in Ordnung.
Meine Kolleginnen und ich waren zum Schuljahresabschlussgrillen bei meiner Chefin eingeladen. Ich hatte den Kleinen mit und er erkundete den Garten wie ein Wirbelwind. Mit meinen Kolleginnen verbrachte ich daher kaum Zeit.
Kauf des Monats
Ich besitze nun auch einen (auf Insta und TikTok gehypten) Stanley Quencher. In diesen „Thermopott“ passen knapp 1,2 Liter Getränke und er hält sie je nach Inhalt über lange Zeit warm oder kalt. Seit ich das Teil besitze, hat sich mein Trinkverhalten enorm verbessert.

Zahlen des Monats
Tage mit überwiegend positiven Vibes: 24
Tage mit schlechter Stimmung: 6
Tage mit Me-Time: nur 5, aber ich habe wieder ein Bild zu malen angefangen:

Gewichtsabnahme: 2,7 Kilo, gesamt: 7,7 Kilo
Erkenntnisse des Monats
- Es hängt im Leben so vieles davon ab, an wen du gerätst. Der HNO-Arzt, bei dem wir immer in Behandlung waren, hat die Probleme des Kleinen nie ernst genommen. „Wir warten ab“, sagte er immer, trotz zwei Jahren Dauerschnupfen. Hörtest hatte er nie für nötig gehalten.
- Jedem Zahn kann man im menschlichen Körper ein Organ zuordnen. Krankt das Organ, meldet sich oft der betreffende Zahn un anders rum. Das habe ich entdeckt, als ich mich über meinen muckernden Weisheitszahn belas. Nachzuschauen ist das hier: https://haus-der-zahngesundheit-koeln.de/leistungen/ganzheitliche-zahnmedizin/zahn-organ-beziehung/. Faszinierend, oder? Ich hatte übrigens den Abend vor der Weisheitszahnextraktion ein lang andauerndes Herzstechen.