Das erste Quartal 2025 ist Geschichte und der frühlingshafte März beflügelte auch mich. Meine Motivation war hoch und ich konnte viel erledigen.

Dinge, die ich geschafft habe
- Meine Küchenfenster sind geputzt (wow, sind die Nachbarskinder groß geworden!:-)
- Ich habe schon für Ostern geschmückt
- Bad und Küche haben einen tiefgründigen Frühjahrsputz bekommen
- meine Zähne haben ebenfalls eine Reinigung beim Zahnarzt bekommen
- Wir haben den Osterurlaub gebucht
- mein Instagramprofil hat ein Makeover bekommen. Ich habe wieder Lust zu posten und möchte mich in Zukunft mehr auf das Thema Journaling und Selbstfürsorge als Mutter fokussieren. Du willst mir folgen? Dann klicke hier: https://www.instagram.com/steffi.im_glueck/
- Ein Blogbeitrag über meinen Weg zum Journalen und Vorteile davon ist ungefähr zu 75 Prozent fertiggestellt.


Neues vom Kleinen
Unser jüngerer Sohn begann den März mit Erkältung und beendete ihn mit Bindehautentzündung. Ansonsten empfand ich ihn sehr anhänglich, aber auch wunderbar verspielt-kreativ. Beispielsweise besitzt er Holzobst und -Gemüse, was man mit Hilfe von Klettverschlüssen „zerschneiden“ kann. Dies hängte er an die Gardine in der Küche und pflückte es wieder. Auf so eine kreative Idee kommt kein Erwachsener mehr, weil wir viel zu verkopft sind.
Neues vom Großen
Der Teenager hat eine Menge erlebt. Anfang März fuhr er mit dem Zug zu einem Fußballspiel seiner Lieblingsmannschaft. Ende des Monats besuchte er mit der Schule Paris und sammelte dort viele Eindrücke. Dazwischen musst er viel lernen, denn die Vorprüfungen für seinen Realschulabschluss standen ins Haus.
Neues von mir
Ich war diesen Monat erkältet, aber nicht so schlimm, dass ich nicht arbeitsfähig war. Geblitzt wurde ich mit ungefähr Tempo 90 in einer 70er Zone. Mal schauen, wieviel das kostet. Kommt zum Glück nicht häufig vor bei mir.
Arbeitstechnisch war die Belastung recht hoch. Momentan sind wenige Schüler im Praktikum und demzufolge muss ich viel unterrichten. Aber auch der Wechsel von Praxisbegleitungen und anschließendem Unterricht kostete viel Kraft. Zudem gab es ein paar Verhaltensauffälligkeiten seitens der Schüler und ich führte einige Konfliktgespräche. Was vollkommen neu war für mich: Ich war nicht immer die freundliche Peoplepleaserin in den Unterredungen, sondern polterte meine Meinung für meine Verhältnisse recht offensiv heraus. Das tat richtig gut und hat mein Selbstvertrauen gestärkt. Ich muss mir nicht alles bieten lassen!

Meinen Geburtstag feierten wir mit den Schwiegereltern. Ich bekam schöne Geschenke und beschenkte mich zusätzlich selbst. Meine Highlights: Ein Buch, ein 3-Jahres-Tagebuch, in dem man jedes Jahr die gleichen Fragen beantwortet und Schmuck. Mir selbst schenkte ich Duftkerzen. Damit verbinde ich auch ein neues Ritual: Jeden Abend zum Abendbrot entzünde ich eine Kerze. Ich finde es sehr heimelig und beruhigend, in eine Flamme zu schauen. Entpannung nebenbei!

Mein erster Shitstorm
Das erste Mal in meiner Social-Media-Laufbahn (die ja immerhin schon ungefähr 2007 begann), erlebte ich einen Shitstorm. Ausgerechnet auf der – bis dato- kuscheligen Plattform Threads. Mein Thread war für mich eine einfache Feststellung, die aber über 16000 Leser in ihren Bann zog. Hier ist der direkte Link: https://www.threads.net/@steffi.im_glueck/post/DHQti7uqBJs?xmt=AQGzZNBRbKYKAS5dXCWITxpKAqtmX1ucRGWOzSZDfEufPQ
Mir war aufgefallen, dass heute das Wort „unfassbar“ viel häufiger genutzt wird, als früher. Ich kannte das Wort als Ausruf am Beginn von Todesanzeigen. Un-fass-bar sind für mich unbegreifliche Geschehnisse, die über den menschlichen Verstand hinaus gehen. Heutzutage wird das Wort für mich entwertet, denn selbst von Influencern beworbene Joghurts schmecken plötzlich „unfassbar lecker“. Das war mir aufgefallen und ich fragte die Community, was man denn heute am besten über Todesannoncen schreibt, wenn das Wort unfassbar eine Floskel für jeden beliebigen Schei* geworden ist.
Was ich dann erlebte, verunsicherte und erschrak mich erst, wandelte sich dann aber in eine gewisse Faszination um. Mir wurden die abstrusesten Dinge unterstellt. Ich hätte den Tod meines Partners noch nicht verarbeitet war dabei noch die harmloseste Bemerkung. Ich würde das Wort „unfassbar“ ausschließlich für mich in Beschlag nehmen, las ich öfter. Über Todesanzeigen sollte man „Potzblitz“ oder „Eiderdaus“ anstatt „unfassbar“ verwenden, wurde mir ebenfalls geraten. Irgendwann beantwortete ich die Kommentare nicht mehr und nach 24 Stunden wurde dieser Thread bei Threads wahrscheinlich nicht mehr in die Timelines gespült, denn das Interesse endete abrupt.
Meine Erkenntnisse aus diesem Ereignis:
Ein Shitstorm kann jedem passieren, selbst wenn man es nicht darauf anlegt und besonders provokant schreibt.
Er geht auch wieder vorbei. Ich hätte die Kommentierfunktion auch einfach ausschalten können, aber dann hätte ich das natürliche Ende nicht erlebt.
Wenn man die negative Kommentarflut nicht als Kritik seiner Person sieht, lassen sich die anderen Meinungen auch aushalten.
Der Shitstorm hat mir Aufmerksamkeit gebracht und so mancher User hat sich in einem Nachfolgebeitrag von mir auch mit mir solidarisiert.
Übrigens liest sich der Thread jetzt im Nachgang gar nicht mehr so shitstormig. Ich denke, einige Kommentare wurden da von den Erstellern (oder Meta?) gelöscht.
Meine One-Liner des Monats
- Von ein paar wenigen Menschen ist unser Weltfrieden abhängig – Beunruhigend!
- Als Mutter bist du nie allein, aber oft einsam.
- Wissbegierige Schüler beflügeln mich, uninteressierte Schüler ziehen mich unheimlich runter.
- Meine Lebenserfahrung ist ein Schatz.
- Je mehr Ungewissheit im außen, desto wichtiger ist mir Ordnung und Sauberkeit im Haus.
- Mit 43 bin ich schon so alt, dass sich das Kind MEINE Jugendträume erfüllt.
- Manchmal ruhe ich so sehr in mir, dass Störungen von außen an mir abprallen.
- Oberflächliche Menschen vergeuden meine Zeit.
- Respektloses Verhalten von Schülern enttäuscht mich immer wieder. Keine Chance, sich daran zu gewöhnen. Das nehme ich dann auch mit heim.
- Positive Trigger nennt man Glimmer :-).
- Ich bin souverän in schwierigen Gesprächen und konnte meine Meinung sehr deutlich mitteílen.
- Manchmal braucht man nur einen Ministups – und es läuft.
- Irgendwann helfen die besten Entspannungsmethoden nicht mehr.
- Ich habe Lob für meine schöne „Schreibe“ bekommen. Ich sollte da mehr draus machen.
Man sieht es an den unterschiedlichen Zeilen: Dieser Monat war eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle!